Hi, sag mal wie hast Du denn die „ehemalige Ostwohnung“ in den „Westen“ bekommn…?
Bei der 2 adrigen Verkabelung sind Neutralleiter und Schutzkontakt in der Steckdose zusammengeklemmt. Wenn jetzt der Neutralleiter hinter der Steckdose keinen Kontakt hat (Leiter zerstört, abgeklemmt, sehr hoher Übergangswiderstand, die in der DDR eingesetzten Aluleiter lockern sich auch schon mal) kann es passieren, dass bei den angeschlossenen Geräten mit Schutzleiter Spannung auf das Gehäuse kommt (da ja die Phase über das Gerät, den Neutralleiter, die Verbindung in der Steckdose, den Schutzleiter in der Gerätezuleitung zurück auf das Gehäuse geht. Wenn es nur Kriechströme sind oder das Gerätegehäuse gegen Erde halbwegs isoliert ist fliegt auch die Sicherung nicht raus.
In der Wohnungsgenossenschaft hat man aus Haftungsgründen (aber auch aus anderen technischen Gründen, da die Verlegung als Einzeleiter in einer Kunststoffscheuerleiste erfolgte) komplett auf 3 adrig umgebaut. Bei den DDR-Plattenbauten liegen die Leitungen oft in der Fufbodenleiste oder mit der Platte vorgefertigten Leerrohren, so dass sie sich elativ gut austauschen ließen. Die höchste Priorität würde ich dabei Nassräumen geben.
A.