Wirklich?
Hallo MecFleih,
Eher wird es so gewesen sein daß es 1, 2 Leute mit Bestnoten
gab (die dafür mitunter menschlich ein wenig „daneben“ waren
weil womöglich „Streber“ oder „Schleimer“…)
Ach so, ja, jeder Leistungsträger in seinem Metier ist ja erst einmal zweifelhaft:wink:. Ich dagegen frage mich, wie man auf einem Gebiet, das man freiwillig zu seiner Berufung erklärt hat, unterdurchschnittlich sein kann? Hat man dann das richtige Gebiet gewählt?
und der ganze
Rest hatte mittelmäßige oder gar unterdurchschnittliche Noten.
Ich würde behaupten, dass es ebensoviele mit überdurchschnittlichen Noten gibt wie mit unterdurchschnittlichen Noten. Das bringt der Durchschnitt so mit. Eine Entschuldigung für schlechte Noten gibt es deswegen nicht…
Die ganze Welt dreht sich jeden Tag weiter und wir fliegen zum
Mond und weiter - obwohl die meisten Menschen auf der Welt
keine Bestnoten-Schüler waren.
Wir reden hier nicht von (Zwangs-)Schule (wo vielleicht(?) eine gewisse Entschuldigung möglich ist), sondern von einer Ausbildung, die freiwillig gewählt wurde und mit dessen Thema man zumindest die nächsten Jahre(!) verbringen will und mit deren Ergebnis man versucht, seine eigene Arbeitsleistung zu verkaufen!
Einstein ist sogar mal sitzengeblieben.
Falsch, Einstein hatte meines Wissens durchgängig gute bis sehr gute Noten. Alles andere ist Gerücht zur Beruhigung von Unterdurchschnittlichen:wink:
Daß Noten Schall und Rauch sind und ABSOLUT GAR NICHTS darüber
aussagen was jemand kann und wie er sich bei der Bewältigung
irgendwelcher Aufgaben anstellt.
Doch, doch. Ich zumindest erwarte von jedem Menschen auf dem Gebiet seiner Wahl sichtbare Erfolge. Das muss natürlich kein 1er-Schnitt sein, aber eine 4 ist ein Desaster und läßt ahnen, dass dieser Mensch bestenfalls dort Engagement zeigt, wo es ihm gefällt (und ggf. eben nicht dort, wo es mir als AG gefällt). Wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich mit Priorität denjenigen wählen, der durchgängig gute Ergebnisse hat, egal(!) welches Thema es war (dann ahne ich, dass er flexibel einsetzbar ist), dann denjenigen, der nur gute Ergebnisse auf meinen gewünschten Gebieten und erst dann denjenigen, der überhaupt keine guten Ergebnisse hat. Alles andere wäre für mich als AG offensichtliches Glücksspiel.
Neue Mitarbeiter müssen IMMER in ihre Tätigkeit eingearbeitet
werden, müssen ihren Platz im Team finden und müssen soziale
Fähigkeiten haben, also einfach zum Rest der Belegschaft
passen.
Soziale Fähigkeiten gelten heute immer mehr als eigentliche
Schlüsselqualifikation.
Das ist richtig, für mich wäre aber ein noch so sozialer Mensch uninteressant, der keine Fähigkeiten für oder kein Interesse an meinen Aufgaben hat, was sich in meinen Augen durchaus auch an Noten zeigt.
Lange Rede, wenig Sinn: Am besten vergessen Sie ganz schnell
wer da welche Noten hat und führen mit den beiden Aspiranten
ein Vorstellungsgespräch. Und dann entscheiden Sie sich für
denjenigen, der sympathischer und kompetenter wirkt.
Dass der persönliche Eindruck entscheidet, ist klar. Nur behaupte ich, dass selbstverständlich der (am Anfang des Berufswegs fast ausschließlich in Noten niedergelegte) Lebenslauf maßgeblich mitentscheidend ist. Wenn jemand noch kein Mal in seinem Leben Leistung gezeigt hat, warum sollte er ausgerechnet dann Leistung zeigen, wenn ich ihn bezahle?
Wie gesagt: 1er erwartet sicher keiner für „normale“ Jobs. Aber deutlich gezeigtes Interesse und eine Befähigung zur Übernahme von Verantwortung schon. Und eine 4 ist hier mit Sicherheit kein(!) Aushängeschild sondern eher das Gegenteil davon, bei aller Liebe zur Fairness und zu sozialem Verhalten…
Eine Entschuldigung für schlechte Noten auf dem Gebiet der eigenen(!) Wahl gibt es nicht.
Zum Thema: Kommt auf das Alter und den Restlebenslauf an. Wenn ich jung wäre, dann würde ich mit Sicherheit wiederholen und einen möglichst sehr(!) guten Abschluss hinlegen. Nebenbei würde ich mir eine gute Begründung für das versaute Jahr überlegen, denn die Frage liegt auf der Hand. Wenn ich ein Altersproblem bereits hätte und ggf. bereits Vorteile daraus aus dem Lebenslauf bezöge (erfolgreiche Erstausbildung, bereits bewiesene, erfolgreiche erste Berufstätigkeit o.ä.), dann würde ich mich vielleicht mit einer 4 auf den Markt trauen. Das ist aber je nach Konkurrenz durchaus mutig, sollte dann mit guten Beziehungen, Praktika oder ähnlichem untermauert werden.
Grüße
Jürgen