Stellen Sie sich vor

Hallo,

stellen Sie sich Folgendes vor:

Sie sind der Geschäftsführer eines Industrieunternehmens. Zum 1.08.2005 suchen Sie eine/einen kaufmännische/n Angestellte/n (für die Abteilung: Einkauf). Auf Ihre Anzeige in der Tageszeitung bewerben sich 2 junge Frauen, die Ihre Ausbildung zur Industiekauffrau zum 1.07.2005 abgeschlossen haben. Die eine hat die Abschlussprüfung mit einer „4“ bestanden. Die andere hat die Abschlussprüfung wiederholt und sie anschließend mit einer „2“ bestanden.
Hier ist die Frage:

Welche von den Beiden werden Sie bevorziehen und warum.

Gruss
Lisa

Hi!

Welche von den Beiden werden Sie bevorziehen und warum.

Die, die besser auf die Stelle passt!

Es gibt mehr im Leben als nur Zeugnisnoten!

LG
Guido

Hallo,

Sie waren doch auch mal in der Schule - wahrscheinlich schon in mehreren. Wie waren da die Noten verteilt? Es gab fast nur Einsen, mal ne 2 und nur ein einziger Klassenkasper stand 4 oder 5? Wohl eher nicht…

Eher wird es so gewesen sein daß es 1, 2 Leute mit Bestnoten gab (die dafür mitunter menschlich ein wenig „daneben“ waren weil womöglich „Streber“ oder „Schleimer“…) und der ganze Rest hatte mittelmäßige oder gar unterdurchschnittliche Noten.
Und trotzdem hatten Sie sicher das Gefühl daß die meisten Leute durchaus nicht blöd waren und aus ihnen nichts werden konnte.

Die ganze Welt dreht sich jeden Tag weiter und wir fliegen zum Mond und weiter - obwohl die meisten Menschen auf der Welt keine Bestnoten-Schüler waren.
Einstein ist sogar mal sitzengeblieben.

Was sagt Ihnen das?

Daß Noten Schall und Rauch sind und ABSOLUT GAR NICHTS darüber aussagen was jemand kann und wie er sich bei der Bewältigung irgendwelcher Aufgaben anstellt.

Neue Mitarbeiter müssen IMMER in ihre Tätigkeit eingearbeitet werden, müssen ihren Platz im Team finden und müssen soziale Fähigkeiten haben, also einfach zum Rest der Belegschaft passen.
Soziale Fähigkeiten gelten heute immer mehr als eigentliche Schlüsselqualifikation.

Lange Rede, wenig Sinn: Am besten vergessen Sie ganz schnell wer da welche Noten hat und führen mit den beiden Aspiranten ein Vorstellungsgespräch. Und dann entscheiden Sie sich für denjenigen, der sympathischer und kompetenter wirkt.

Wenn die Sache unentschieden ausgeht nehmen Sie Kandidat 2.

Gruß,

MecFleih

Fiktiver Fall…

Welche von den Beiden werden Sie bevorziehen und warum.

Hi Lisa,

es ist ja ein fiktiver Fall und wenn ich nur allein anhand der von Dir gegebenen Informationen entscheiden sollte, ich würde mich für die mit der 2 nach Wiederholung entscheiden.
Zum einen hat sie durch die Wiederholung gezeigt, dass sie Interesse daran hat bzw. nicht einfach aufgegeben hat. Zum anderen denke ich, dass sie in dem Extra-Jahr mehr Erfahrungen hat sammeln können und sich auch mehr Wissen aneignen konnte.
Auch würde ich sofort vermuten, dass an dem Durchfallen beim ersten Mal nicht ihre Intelligenz oder so Schuld war, sondern eher die Aufregung oder andere Gründe, die im Allgemeinen nicht gegen sie sprechen.
So viel für diesen fiktiven Fall. In der Realität würde ich meine Entscheidung niemals ausschließlich von einer Note abhängig machen!
Gruß,
Nic

Also ich…
…würde die Abschlussprüfung wiederholen, hätte ich die Gelegenheit *g*

Hi Nadja,

Warum? Weil es eben auch Personaler auf der Welt gibt, die zunächst (oder auch ausschliesslich) auf die Noten schauen. Die anderen, die nur oder hauptsächlich auf die Kenntnisse bzw. den Menschen schauen - denen isses so oder so wurscht :wink:

Aber stell Dir mal vor, Du wärest Personaler und bekämest 150 Bewerbungen und die Aussage von Deinem Scheffe „so, und bis morgen um 9 suchen Sie mir mal 10 raus, die wir zum Vorstellungsgespräch einladen“. Was tuste denn in Deiner Not? Richtig - Du schaust grob auf formale Anforderungen (sortiert die Hälfte aus - haben wir noch 75), generell ansprechende Aufmachung der Bewerbungsmappe (nochmal die Hälfte - also 35.) Du darfst aber nur 10. Was nun? Richtig, Du guckst Dir die Zeugnisse an!

Trotzdem ist so eine zwangsverlängerte Lehre natürlich auch keine echte Zier für den Lebenslauf. Aber ich meinerlicherseits würde da den Stier bei den Hörnern packen und einen erklärenden Satz in Anschreiben/Lebenslauf schreiben :wink: Frei nach dem Motto „Dummerweise ist’s mir gelungen, wegen übergrossen Leichtsinns durch die Abschlussprüfung zu purzeln. Inzwischen bin ich aber geläutert und sicher, dass mir so ein dämlicher Fehler kein zweites mal passieren wird. Der Beweis ist, dass meine Abschlussnote eine eins vor dem Komma hat.“

*wink*

Petzi

PS: Ein wenig kommt’s natürlich auch drauf an ob Du — ähm, ich meine unser fiktiver Kandidat überhaupt in dem Bereich arbeiten will. Sprich, wenn Du eh vorhast im September ein Studium zu beginnen, wäre das ein vergeudetes Jahr. Willst Du Dich ernsthaft in dem Job bewerben und hast auch keine Chance, im Lehrbetrieb übernommen zu werden bzw. sonstwo sicher eingestellt zu werden, dann würde ich das Jahr wiederholen. Gibt’s nicht sogar die Möglichkeit, ein paar Wochen/Monate später die Prüfung zu wiederholen? *grübel* Ich meine mich vage an sowas zu erinnern, dass Du zumindest bei der Winterprüfung wieder antreten darfst… Aber das solltest doch bei Deiner Berufsschule rauskriegen können.

meine erlebnis zu sowas …
gugux
also ich war bis heute auch auf arbeitssuche.

hatte mich bei einer firma beworben bei der ich für die stelle sehr gute englischkenntnisse benötige. nun hatte ich aber im abschlusszeugnis der 10klasse (mittlere reife) vom gymi leider eine 5. jeder der mich kennt das die fern ab der realität ist. ich hatte damals aber noch den QA gemacht und dort ne 1.
als ich nun im bewerbungsgespräch mit dem CEO war wollte ich das ansprechen und erklären, der winkte aber ab und meinte noten sind nicht das wichtigste, die motivation die einstellung zählt.
und ganz genauso sehe ich das aus.
schau dir die 2 kandidaten an und schau auf ihre softskillz. wie gehen sie mit menschen um, können sie auch druck ausüben? gerade im einkauf ist das recht wichtig um bei lieferanten seine interessen durchzusetzen.
zu viele versauen ihre prüfungen wegen falschen lernen oder weil sie einfach aufgeregt waren. noten sind ja ganz nett aber wiegesagt die einstellung eines menschen zur arbeit finde ich viel wichtiger und wenn mir jemand das gefühl gibt er ist motiviert und heiß auf den job dann geb ich dem den vortritt.

achja und den job hab ich übrigens bekommen :smile: die endorphine tanzen noch immer in mir :smile:
also machs wie es andere schon gesagt haben, hol dir die zum vorstellungsgespräch, mach vielleicht ein rollenspiel und pick die raus die den besseren eindruck macht.

Hi!

stellen Sie sich Folgendes vor:

Sie sind der Geschäftsführer eines Industrieunternehmens. Zum
1.08.2005 suchen Sie eine/einen kaufmännische/n Angestellte/n
(für die Abteilung: Einkauf). Auf Ihre Anzeige in der
Tageszeitung bewerben sich 2 junge Frauen, die Ihre Ausbildung
zur Industiekauffrau zum 1.07.2005 abgeschlossen haben. Die
eine hat die Abschlussprüfung mit einer „4“ bestanden. Die
andere hat die Abschlussprüfung wiederholt und sie
anschließend mit einer „2“ bestanden.
Hier ist die Frage:

Welche von den Beiden werden Sie bevorziehen und warum.

Du hast uns nicht ein wirklich relevantes Entscheidungskriterium genannt, daher kann ich diese Frage nicht beantworten…

Wen interessieren die Noten?
Ich würde mir die Person ansehen, auch im Hinblick darauf, ob sie in die Firma/in die Abteilung passt, und würde dann v.a. anhand der „Soft Skills“ entscheiden. Bei so jungen Menschen ist m.E. vor allem das Entwicklungspotential wichtig, nicht eine Schulnote, die mitten in der Pubertät vergeben wurde.

Grüße,

Mathias

Völlig egal
…welche ich einstellen würde? Die mit den größeren… *lach* (sorry aber der passte so gut)

Hallo,

Spaß beiseite…die Noten sind in diesem Vergleich wirklich völlig egal.
Und jede Firma die einen Personaler ernährt der nach solchen Kriterien Entscheidungen trifft ist es nicht Wert dort zu arbeiten.

Gruss D.K.

als Geschäftsführer
Hallo Nadja,

würde jene Kandidatin meine Aufmerksamkeit wecken, welche die Abschlussprüfung wiederholte und mit einer 2 bestand.
Begründung: Diese Kandidatin verspricht Potential.

Petzis Darlegung ist aber ziemlich nahe an der Realität - wenn es sich um ein grösseres Unternehmen handelt.

Gruss
Ray

Hallo,

kann es sein, dass hier jemand überlegt, ob er die Abschlussprüfung wiederholen soll?

Gruß

Phoebe

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wirklich?
Hallo MecFleih,

Eher wird es so gewesen sein daß es 1, 2 Leute mit Bestnoten
gab (die dafür mitunter menschlich ein wenig „daneben“ waren
weil womöglich „Streber“ oder „Schleimer“…)

Ach so, ja, jeder Leistungsträger in seinem Metier ist ja erst einmal zweifelhaft:wink:. Ich dagegen frage mich, wie man auf einem Gebiet, das man freiwillig zu seiner Berufung erklärt hat, unterdurchschnittlich sein kann? Hat man dann das richtige Gebiet gewählt?

und der ganze
Rest hatte mittelmäßige oder gar unterdurchschnittliche Noten.

Ich würde behaupten, dass es ebensoviele mit überdurchschnittlichen Noten gibt wie mit unterdurchschnittlichen Noten. Das bringt der Durchschnitt so mit. Eine Entschuldigung für schlechte Noten gibt es deswegen nicht…

Die ganze Welt dreht sich jeden Tag weiter und wir fliegen zum
Mond und weiter - obwohl die meisten Menschen auf der Welt
keine Bestnoten-Schüler waren.

Wir reden hier nicht von (Zwangs-)Schule (wo vielleicht(?) eine gewisse Entschuldigung möglich ist), sondern von einer Ausbildung, die freiwillig gewählt wurde und mit dessen Thema man zumindest die nächsten Jahre(!) verbringen will und mit deren Ergebnis man versucht, seine eigene Arbeitsleistung zu verkaufen!

Einstein ist sogar mal sitzengeblieben.

Falsch, Einstein hatte meines Wissens durchgängig gute bis sehr gute Noten. Alles andere ist Gerücht zur Beruhigung von Unterdurchschnittlichen:wink:

Daß Noten Schall und Rauch sind und ABSOLUT GAR NICHTS darüber
aussagen was jemand kann und wie er sich bei der Bewältigung
irgendwelcher Aufgaben anstellt.

Doch, doch. Ich zumindest erwarte von jedem Menschen auf dem Gebiet seiner Wahl sichtbare Erfolge. Das muss natürlich kein 1er-Schnitt sein, aber eine 4 ist ein Desaster und läßt ahnen, dass dieser Mensch bestenfalls dort Engagement zeigt, wo es ihm gefällt (und ggf. eben nicht dort, wo es mir als AG gefällt). Wenn ich die Wahl hätte, dann würde ich mit Priorität denjenigen wählen, der durchgängig gute Ergebnisse hat, egal(!) welches Thema es war (dann ahne ich, dass er flexibel einsetzbar ist), dann denjenigen, der nur gute Ergebnisse auf meinen gewünschten Gebieten und erst dann denjenigen, der überhaupt keine guten Ergebnisse hat. Alles andere wäre für mich als AG offensichtliches Glücksspiel.

Neue Mitarbeiter müssen IMMER in ihre Tätigkeit eingearbeitet
werden, müssen ihren Platz im Team finden und müssen soziale
Fähigkeiten haben, also einfach zum Rest der Belegschaft
passen.
Soziale Fähigkeiten gelten heute immer mehr als eigentliche
Schlüsselqualifikation.

Das ist richtig, für mich wäre aber ein noch so sozialer Mensch uninteressant, der keine Fähigkeiten für oder kein Interesse an meinen Aufgaben hat, was sich in meinen Augen durchaus auch an Noten zeigt.

Lange Rede, wenig Sinn: Am besten vergessen Sie ganz schnell
wer da welche Noten hat und führen mit den beiden Aspiranten
ein Vorstellungsgespräch. Und dann entscheiden Sie sich für
denjenigen, der sympathischer und kompetenter wirkt.

Dass der persönliche Eindruck entscheidet, ist klar. Nur behaupte ich, dass selbstverständlich der (am Anfang des Berufswegs fast ausschließlich in Noten niedergelegte) Lebenslauf maßgeblich mitentscheidend ist. Wenn jemand noch kein Mal in seinem Leben Leistung gezeigt hat, warum sollte er ausgerechnet dann Leistung zeigen, wenn ich ihn bezahle?

Wie gesagt: 1er erwartet sicher keiner für „normale“ Jobs. Aber deutlich gezeigtes Interesse und eine Befähigung zur Übernahme von Verantwortung schon. Und eine 4 ist hier mit Sicherheit kein(!) Aushängeschild sondern eher das Gegenteil davon, bei aller Liebe zur Fairness und zu sozialem Verhalten…

Eine Entschuldigung für schlechte Noten auf dem Gebiet der eigenen(!) Wahl gibt es nicht.

Zum Thema: Kommt auf das Alter und den Restlebenslauf an. Wenn ich jung wäre, dann würde ich mit Sicherheit wiederholen und einen möglichst sehr(!) guten Abschluss hinlegen. Nebenbei würde ich mir eine gute Begründung für das versaute Jahr überlegen, denn die Frage liegt auf der Hand. Wenn ich ein Altersproblem bereits hätte und ggf. bereits Vorteile daraus aus dem Lebenslauf bezöge (erfolgreiche Erstausbildung, bereits bewiesene, erfolgreiche erste Berufstätigkeit o.ä.), dann würde ich mich vielleicht mit einer 4 auf den Markt trauen. Das ist aber je nach Konkurrenz durchaus mutig, sollte dann mit guten Beziehungen, Praktika oder ähnlichem untermauert werden.

Grüße
Jürgen

Daß Noten Schall und Rauch sind und ABSOLUT GAR NICHTS darüber
aussagen was jemand kann und wie er sich bei der Bewältigung
irgendwelcher Aufgaben anstellt.

Das hört man komischerweise nur von Leuten mit schlechten Noten, nie von Leuten mit guten.

Hallo,

kann es sein, dass hier jemand überlegt, ob er die
Abschlussprüfung wiederholen soll?

Gut möglich nur dann finde ich die Fragestellung einfach nur schlecht.
Denn wenn es tatsächlich darum geht, dann würde ich die Prüfung einfach wiederholen. Pauschel kann man es nun einfach nicht sagen ob jemand der ne Prüfung wiederholt hat schlechter ist.

Das hört man komischerweise nur von Leuten mit schlechten
Noten, nie von Leuten mit guten.

Dann hast Du jetzt eine neue Erfahrung gemacht - ich hatte meistens recht gute Noten. :smile:

Übrigens, bist Du Lehrer?

Gruß,

MecFleih

Noten sind rein subjektiv
würde mich für diejenige Kandidatin entscheiden, die mir im Bewerbungsgespräch sympatischer wirkt.

Leider wird noch immer viel zu wenig auf die sog. „soft-skills“ wert gelegt!

Noten sollten eher sekundären oder gar terziären Einfluß nehmen, zumindest bei einer solchen Angelgenheit…

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Einstein
Hallo Jürgen

Hier die Noten Einsteins:

Maturitätszeugnis (= Abitur)

Albert Einstein

Aarau, den 5. Sept. 1896

Deutsch 5
Französisch 3
Englisch -
Italienisch 5
Geschichte 6
Geographie 4
Algebra 6
Geometrie 6
Darstellende Geometrie 6
Physik 6
Chemie 5
Naturgeschichte 5
Kunstzeichnen 4
Technisches Zeichnen 4

Noten: 6 = sehr gut, 5 = gut, 4 = genügend, 3 = schwach, 2 =
sehr schwach, 1 = unbrauchbar

Gruss
Heinz

Holla.

Welche von den Beiden werden Sie bevorziehen und warum.

Wenn ich nur zwei Bewerberinnen hätte, fänden mit beiden Gespräche statt. Außerdem sähe ich mir das Abschlusszeugnis des Ausbildungsbetriebes sehr genau an. Wenn die Beurteilung im Abschlusszeugnis bei der Vierer- Kandidatin auch in Richtung Vier tendöre, würde ich dem Abschlusszeugnis mehr Gewicht beimessen, als wenn die beiden Zeugnisse so weit auseinanderklaffen, dass eine mittelschwere Wildsau dazwischen durchlaufen kann. Ein gutes Zeugnis des Betriebes bei einer Vierer- Abschlussnote wäre dagegen für mich ein Grund, der Bewerberin zum Thema „Prüfungsangst“/„Stressfestigkeit“ auf den Zahn zu fühlen. Außerdem sollte man auch ins Kalkül ziehen, dass es durchaus Ausbildungsbetriebe gibt, deren Ausgelernte grundsätzlich kaum über Vierer- Niveau kommen. Nun ist das dann zwar nicht die Schuld der Bewerberin, würde aber tatsächlich auf Lücken bezüglich der Kenntnisse und Fertigkeiten im Beruf schließen lassen.

Wenn Dein Fall - wie ich nach Betrachtung des winkenden Zaunpfahls fast sicher bin - nicht ganz so fiktiv ist, gebe ich noch eines zu bedenken :

  • In der Wiederholungsprüfung zwei oder gar drei Noten besser abzuschneiden als in der Erstprüfung, ist eine nicht ganz einfache Übung, zumindest bezogen auf die mündliche Prüfung. Der Prüfungsausschuss wird hier eher zur Vergabe einer weniger guten Note tendieren, um eventuellen Regressansprüchen vorzubeugen und sich nicht ggf. mit dem „anderen“ Ausschuss herumzanken zu müssen …

  • Steht die Kandidatin vor dem gleichen Ausschuss wie beim ersten Mal, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit das Thema der letzten Prüfung zumindest zur Sprache gebracht. Das sorgt dann für ein Anheben von der 5 auf die 4, sofern die Kandidatin nicht komplett vor den Dampfer geschwommen ist. Andererseits, so es denn mehr als die 4 werden soll, wird genau das angesprochene Thema wesentlich vertieft zu behandeln sein. Da tauchen dann u.U. ganz neue Fallen auf.

  • PW dazu : „Wieder durchgefallen. Konnte ja auch nicht gut gehen : derselbe Saal, dieselben Prüfer, die gleichen Fragen …“

So, und jetzt zum Normalfall. Dieser heißt nämlich nicht „zwei Kandidatinnen für eine Stelle“, sondern deren Hunderte, wenn nicht gar Dutzende (© R. Goscinny). Bei den üblichen Auswahlverfahren wird meiner Erfahrung nach folgendermaßen vorgegangen :

  • Zuerst fliegen die formal danebenen Bewerbungen raus (Nescafe-Logo, Automatenfoto) …

  • Dann wird nach Qualifikation gesiebt; was nicht entspricht, fliegt auch raus (das sind die Koofmichs auf den Inschinariposten etc.).

  • Sind jetzt noch mehr Bewerber da als die berühmte Handvoll, wird nach den Abschlussnoten gestaffelt und an passender Stelle der Trennstrich gemacht.

Das bedeutet : Mit einer Vierer- Prüfung sind die Chancen um einiges geringer als mit der Zwei, um die ersten Hürden zu nehmen. Mit der Zwei im Zweiten (kennst Du Schocken?) wird es bei einer Bewerberin, die außer der Ausbildung noch nicht viel Praxis hat, natürlich zu Fragen kommen.

Gruß kw

Hallo,

man kann die Prüfung nicht einfach wiederholen, wenn sie bestanden wurde. Mit der Note 4 ist die Prüfung bestanden und es besteht gar keine Möglichkeit einen nächsten Versuch zu unternehmen um z.B. auf eine 2 zu kommen.

Deswegen habe ich nachgefragt. Denn falls der TE sich wirklich darüber Gedanken macht, sollte er wissen, dass eine Prüfungswiederholung bei bestandener Prüfung nicht möglich ist.

Gruß

Phoebe

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

off topic
Hi!

man kann die Prüfung nicht einfach wiederholen, wenn sie
bestanden wurde. Mit der Note 4 ist die Prüfung bestanden und
es besteht gar keine Möglichkeit einen nächsten Versuch zu
unternehmen um z.B. auf eine 2 zu kommen.

Puh! Ich dachte schon, da hätte sich etwas verändert, und mir wäre es entgangen…

LG
Guido

Danke:wink: (owt)
:wink: