Total enttäuscht vom E-Mailen

Hallo Wolfgang,

Hallo Michaela,

ja, du hast Recht, ich wurde „Ent-Täuscht“ - du hast mich
zum Lachen gebracht. :wink:

Das freut mich außerordentlich, auch wenn es nicht meine Absicht war.

lG

Wolfgang

Hallo Michaela,

mir fällt noch folgendes dazu ein:

Einer Enttäuschung, geht immer eine bestimmte Erwartungshaltung voraus.
Was erwarte ich, wenn ich eine bestimmte Menge Energie in eine Beziehung stecke, dabei scheint es mir gleich zu sein, ob im RL oder im Netz.
Die entscheidende Frage des Geben und des Nehmens. Es gibt ja Menschen, die erwarten, dass sie etwas zurückbekommen, wenn sie etwas gegeben haben.
Es gibt aber auch Menschen die ausschließlich NUR geben und nie etwas bekommen und es gibt noch die Kategorie von Leuten, die NUR bekommen und nie etwas geben.
Ich habe festgestellt, dass die Menschen die immer geben, im allgemeinen von anderen so gesehen werden, dass es ihnen Freude macht, etwas zu geben und sie niemals auf die Idee kämen, dass diese Menschen genauso gerne einmal etwas bekommen möchten.
Menschen, die immer für andere da sind und anderen helfen, werden oft so gesehen, dass sie selbst nichts brauchen. Ihr Verhalten signalisiert doch, dass sie soviel haben, um anderen auch etwas zu geben. Keiner kommt auf die Idee, dass sie auch etwas brauchen.
Verwirrend??
Ich hoffe nicht.- Bei Menschen, die immer bekommen, ist es genau so. Sie nehmen und bedanken sich, geben aber nichts. Die Menschen denken, der gibt nichts, weil er nichts hat und so bekommt er noch mehr.

Für mich persönlich ist wichtig, im Vorfeld abzuchecken: Wieviel möchte ich investieren?? Was verspreche ich mir davon?? Was erwarte ich?? Welchen Nutzen habe ich davon?? Was kostet es mich??

Es läuft doch oft im Leben so, dass wir bestrebt sind, bestimmte Erwartungen zu erfüllen. Ich meine, wir GLAUBEN, dass unser Lebensgefährte erwartet, dass wir Sonntag zum Fußball gehen. Ohne, dass wir je darüber gesprochen haben. Erwartet er es wirklich??
Wir DENKEN, dass unser Chef uns besonders gut gesonnen ist, wenn wir jene Arbeit gut machen. Erwartet er nicht vielleicht, dass wir eine andere Arbeit erledigen??

Wenn wir die Dinge nicht beim Namen nennen und nur DENKEN und GLAUBEN, was andere von uns erwarten, dann haben wir schlechte Karten. Für mich ist wünschenswert zu wissen, wieviel meine Beziehung ERWARTET und ich muss ihr ehrlich sagen können, wieviel ich bereit bin zu GEBEN. Es sind meine „Rahmenbedingungen“ Werden diese dann nicht erfüllt, kann ich von einer wahren Enttäuschung sprechen. Alles klar??

Meine Erfahrung ist auch, dass ich mir manchmal etwas HOLEN muss, wenn ich es anders nicht bekomme. Für mich heißt dass, dass ich einen Wunsch gezielt äußere: „Ich habe einen Wunsch, bitte schreib mir doch mal wieder“
Ich kann nicht erwarten, dass der andere von selbst darauf kommt.
Im Urlaub werden oft die Adressen getauscht und es wird sich versprochen zu schreiben, aber garantiert. Wenn wir wieder zu Hause sind, ärgern wir uns, weil uns niemand schreibt. Warum ärgern wir uns nicht, weil WIR nicht schreiben?? ERWARTUNGEN!
Jeder glaubt und denkt vom anderen und dann passiert folgendes:

NICHTS!

Etwas „spüren“ ist in Ordnung, aber SICHER bin ich, wenn ich es ganz deutlich anspreche.
Woher weiß Deine mail- Beziehung, dass Du enttäuscht bist?? Hast Du es ihr/ihm hoffentlich mitgeteilt. Hast Du ihr/ihm gesagt, dass es Dich ärgert und wütend macht? Oder GLAUBST Du das sie/er da selbst drauf kommen müsste??
…und dann wäre da noch die Art und Weise, wie ich mich mitteile: „Du machst mich wütend“ oder „Du bist unfähig“, ist sicher wenig hilfreich, weil es ein Vorwurf ist: Besser: „Ich habe mich sehr über Dich geärgert, weil Du schon lange nicht mehr geschrieben hast.“

Dein Gefühlszustand, sollte für den anderen erkennbar sein.

So läuft es nicht im wahren Leben??

Es macht die Kommunikation einfacher, ich habe es gelernt- mache natürlich auch Fehler und falle in alte Verhaltensweisen, aber es wir besser.
Habe letztens schon mal in einem Artikel geschrieben, wenn wir wieder in der Lage sind unsere Gefühle zu erkennen (das scheint ja definitiv bei Dir so zu sein), dann brauchen wir nur noch zu „üben“ diese auch mitzuteilen. Wir sparen uns jede Menge Misssverständnisse!!

Hoffentlich war ich nicht zu verwirrend? War es für Dich verständlich?

Liebe Grüße

Frank

Es ist doch eigentlich so simpel u. einfach!
Hallo Frank,

Ich habe alles verstanden, jedenfalls glaube ich das. Danke für deine Antwort.

Ich verstehe das, daß du es zerpflückst, wie das ist mit dem Geben u. Nehmen.
Ich glaube nicht, daß ich „abnormal“ bin oder so, es ist für mich jedenfalls (ja, JEDEM ist das sicher nicht klar) völlig normal, daß man GIBT u. NIMMT. Ich zB kann zuhören u. tue das auch gerne, nur möchte ich, daß man mir auch mal zuhört.
Wenn ich an jemandem interessiert bin, wies diesem jemanden zb geht, dann erwarte ich mir eigentlich schon, daß dieser jemand, wenn ich ihm mal 3 Minuten erzähle, wies vielleicht mir so geht, auch zuhört u. zwar mit echtem Interesse.

Es gibt für mich nicht so reine u. saubere Trennungen wie: es gibt Leute, die NUR GEBEN u. NUR NEHMEN u. welche die BEIDES tun. Das gibt es nicht. Es gibt sicherlich niemanden, der immer nur gegeben u. immer nur genommen hat, das ist für mich in der Praxis gar nicht möglich. Geben kann ja viel sein, schon kleinste Dinge (ein Lächeln, ein gutes Wort, Hilfestellung, Interessiertheit am anderen). Ich sehe das jedenfalls so.

Jemand, der meint, „mein Gott, die ist so interessiert an mir, der gehts selbst so gut, die hat so viel Energie, die gibt immer nur u. es geht ihr trotzdem gut“, nein, sorry, das klingt fast banal.

Das im Vorfeld Abchecken klingt gut, nur wer tut das schon. Wenn ich jemanden kennenlerne, dann gehe ich mal wertfrei dort hinein, wenn ich schon ein bissl was zurückbekomme an Sympatie oder so, dann könnte daraus eine Bekanntschaft, vielleicht auch Freundschaft werden. Ich checke hier im Vorfeld nichts ab (zB was erwarte ich mir davon, was bringt mir diese Freundschaft/Bekanntschaft, wo wohnt sie/er, ist das zukunftsträchtig, …). Das alles klingt für mich nach „Freunde züchten“, um von jemandem irgendeinen Nutzen zu haben. DAS MAG ICH NICHT. Ich weiß, das tun viele, aber ich bin stolz darauf das nicht zu tun!
Ich möchte hier aber auch gleich festhalten, daß ich jetzt nicht meine, daß DU das so tust, es gibt ja viele Formen des Abcheckens, muß nicht gleich in so großem Rahmen sein. Also bitte nicht böse sein.

Ich bin halt so, ich investiere, Gefühle, Emotionen, … u. erwarte mir - es ist doch in Wirklichkeit so einfach u. simpel - ein bißchen was davon - nur ein bißchen was - zurückzubekommen oder wenigstens nicht beleidigt zu werden bzw. zu spüren, daß man den anderen einfach gar nicht interessiert. Denn sowas tut mir weh u. ich bin mir sicher, ich bin nicht die einzige, der sowas weh tut.

Das Beispiel mit Lebensgefährten, der erwartet, daß man mit zum Fußball geht ist gut. Aber auch hier glaube ich, mit REDEN, KOMMUNIZIEREN, VERSUCHEN EINANDER ZU VERSTEHEN, kommen derartige Probleme, daß ich vielleicht 100 x zum Fußball gehe u. es mich so anödet oder so, gar nicht auf!!!
Solche Probleme meinte ich zB gar nicht, aber macht ja nichts!

Die eigenen Gefühle erkennen, da gebe ich dir voll recht. Das einmal zu tun ist schwer, für mich zB ist es FURCHTBAR SCHWER, diese Gefühle auch zu sagen, jedenfalls zu nicht ganz vertrauten Menschen. Eigenartigerweise habe ich da bei vertrauten Menschen, nein, nicht eigenartigerweise, es ist eigentlich ganz logisch, habe ich null Probleme.
Bei Freunen u. Bekannten schon eher. Jeder hat irgendwie (genauso wie ich) so seinen „Tick“, manche sind total oberflächlich, manche weniger, manche vertragen überhaupt kein offenes Wort zB. Daß das immer sachlich u. möglichst so gesagt wird, daß der andere nicht gleich eine „auf den Deckel kriegt“ versteht sich für MICH absolut. Das ist auch das, was ich lebe.

Meine Rahmenbedingungen sind ganz einfach. Menschenwürdige, ganz normale Behandlung. Nicht für blöd verkauft zu werden … aber offenbar sind DAS heutzutage eben meist nicht erfüllte Kriterien, obgleich so natürlich u. nicht wirklich fordernd!

Wie ich dir hier so schreibe, wird mir doch bewußt, wie einseitig das Medium auch hier zB ist, trotzdem so wertvoll, ich kann mir aus deiner Antwort die für mich wichtigen Teile, wo ich was draus lernen kann, picken, trotzdem tut es zB ein wenig weh (bin jetzt vielleicht ein bissl überempfindlich), daß du das erwähnt hast mit dem Kommunizieren. Ich bin schon so weit „entwickelt“ bzw. habe schon gelernt u. Erfahrung gesammelt, daß ich weiß, daß es total auf die Kommunikation u. das WIE dabei ankommt, aber das konntest DU ja nicht wissen, du kennst mich ja nicht wirklich. :wink:

Wie gesagt, das offene Wort fällt mir in direkten Bekanntschafts-/Freundschaftsbeziehungen sehr schwer. Es gibt so schon so wenige Menschen, die einem etwas näher sind als die anderen u. diese will ich sozusagen nicht verletzten/vergrämen. Aber vielleicht ist gerade das der Fehler bei mir? Möglicherweise würden sie ganz anders reagieren, wenn ich immer u. öfter direkt bin. Aber da stellt sich die Frage wieder, wie direkt kann ich sein, ohne, daß die anderen gleich „zumachen“?

ZB waren vor kurzem Bekannte da, sie war ganz nett, einigemale dachte ich mir aber doch meinen Teil u. hätte vielleicht ganz gerne was dazu gesagt. Meine Gefühle sind irgendwo im Bauch herumgedümpelt, in Wirklichkeit habe ich eine „gute Miene“ gemacht u. womöglich noch genickt!!! Uah! Danach, wie ich alleine war, konnte ich alles sofort in Worte fassen u. es hat mich richtig „gekramperlt“ u. total geärgert, wie eigenartig sie manchmal ist. Aber wie sie mir gegenüber saß, hatte ich die Worte nicht mal auf der Zunge, die waren irgenwo zwischen Hirn, Rückenmark u. Bauch …

Und jetzt im Nachhinein weiß ich nicht, ob ich das noch sagen kann … ist ja auch irgendwie blöd, vor allem weil sie zB kurz vor der Geburt ihres 1. Kindes steht u. sicherlich jetzt andere „Hauptgedanken“ hat.

Liebe Grüße
Michaela
P.S. Ich hoffe auch, nicht zu verwirrend geschrieben zu haben …

Hallo!

werde ich hier gesteinigt wenn ich sage, dass Du vielleicht von Deinem Gegenüber zuviel abverlangst?

Ohne genaue Inhalte Deiner Briefe zu kennen, kann ich das gar nicht sagen - aber mir fällt dazu ein, dass ein sehr intensiver Mailkontakt auch sehr anstrengend sein kann. Keiner kann im RL ein tiefschürfendes Gespräch über sagen wir mal länger als 6 Stunden führen. Ebenso sehe ich, dass per Mail man nicht über Monate hinweg in einer hohen Frequenz ganz viele Briefe schreiben kann. Wenn ich selbst etwas von mir hineinlege, dann ist das auch anstrengend für mich. Und irgendwann ist bislang jeder Mailverkehr bei mir (auf ein Minimum beschränkt) eingeschlafen. Ich denke, da war aber auch niemand böse, es war einfach an der Zeit dafür…

Manchmal kann man das Gefühl haben, vom anderen zusätzlich regelrecht leergesaugt zu werden. Vielleicht erzeugen Deine Briefe versehentlich diesen Eindruck, so dass sie die Leute darum zurückziehen? Soll kein Vorwurf sein - lediglich eine Anregung, weil Du doch nach Hilfe und Erklärungen gesucht hast!!!

Hoffe, Du konntest damit vielleicht etwas anfangen.

Grüße,
Snoef

Hallo!

werde ich hier gesteinigt wenn ich sage, …

War die Frage ernsthaft gemeint? *g* :wink:

… dass Du vielleicht

von Deinem Gegenüber zuviel abverlangst?

Nunja, die Frage ist auch, ob du das wirklich so sagen kannst u. ob es tatsächlich so ist. Meiner Meinung nach nicht, siehe die Antwort von „oben“ getitelt mit „es ist doch eigentlich so einfach - simpel“.

Ohne genaue Inhalte Deiner Briefe zu kennen, kann ich das gar
nicht sagen - aber mir fällt dazu ein, dass ein sehr
intensiver Mailkontakt auch sehr anstrengend sein kann.

Sicher!!! Stimme dir absolut zu! Was ist intensiv? Ist 2-3 x im Monat intensiv? Und dann von einem Freundespaar u. wieder retour, die mit einem auch gerne jeden Urlaub verbringen würden.
UND die mails kriege ich oft, antworte u. bekomme dann DARAUF (!) keine Antwort mehr. Unhöflich finde ich.

Manchmal kann man das Gefühl haben, vom anderen zusätzlich
regelrecht leergesaugt zu werden.

Kenne ich, ICH werde leergesaugt.

Liebe Grüße
Michaela

Hallo Michaela,

Ich verstehe Dich sehr gut. Natürlich bist Du völlig „normal“
Das, was ich verständlich machen wollte ist: Du erwartest, dass Dir auch jemand zuhört. Aber sagst Du dem Betreffenden auch: Bitte, hör mir zu??
Warum Dir jemand nicht zuhören möchte, kann doch die unterschiedlichsten Gründe haben. Du VERMUTEST, dass die Menschen böse zu Dir sind, unhöflich, Dir weh tun wollen, beleidigend sind. Das sind aber doch VERMUTUNGEN. Du solltest die Dinge beim Namen nennen. „Warum hörst Du mir nicht zu“

Sicherlich können wir nicht so saubere Trennungen machen. Aber es gibt schon „Typen“. Wir alle spielen im Leben doch bestimmte Rollen. Warum wir diese spielen, hat etwas damit zu tun, wie wir erzogen wurden und aufgewachsen sind. Unser Umfeld im frühen Kindesalter ist prägend. Jemand der zu Hause nie erfahren hat, dass ihm zugehört wurde, der wird entweder im Leben ganz besonders gut anderen zuhören, oder er wird aus dieser Erfahrung heraus, auch nicht zuhören können.
Jemand der von Kind auf immer gestreichelt wurde, viel Liebe bekam, für den es immer ein Lächeln gab, der könnte im späteren Leben ein eiskalter Mensch werden, weil er beispielsweise so mit Aufmerksamkeit überschüttet wurde, dass er sich davon befreien möchte.
Grundsätzlich sage ich: jemand, der Höflichkeit, Ehrlichkeit, Respekt, Achtung und all diese Dinge nicht erfahren hat, wird sich auch schwer damit tun, so zu leben.
Manchmal jedoch entwickelt sich der Lebensplan in die andere Richtung: Kinder die geschlagen werden, werden nur teilweise im späteren Leben auch gewalttätig. Manchmal werden sie zu ganz lieben Menschen, die sehr sensibel und aufmerksam sind, usw, gerade weil sie Schläge erfahren haben.

Warum Menschen, welche Verhaltensweisen an den Tag legen, kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Dazu sollten wir die Menschen kennenlernen und sie fragen: Warum tust Du das??

Mir scheint ein wenig, dass du viel VERMUTEST und ERWARTEST, aber nicht alle Menschen haben so ein Verständnis von den Dingen, wie Du. Dir tut es weh, wenn Du nichts zurückbekommst. Du GLAUBST, dass es noch andere gibt, die auch so denken. Du GLAUBST. Weißt Du es?? Ich kenne auch Typen, denen ist das Wurst.

Was für Dich alles gilt, wie Du empfindest, wie Du fühlst, Deine Erwartungen, dass alles gilt doch NUR für Dich. Es ist nicht fair, dass was für Dich zutrifft, auch von anderen zu erwarten. Wir alle haben das Glück, dass alle Menschen verschieden sind. Gut so! In einer Situation in der Dir etwas sehr weh tut, hat ein anderer gar keine Schmerzen und Emotionen. (aus o.g. Erziehungs- und Prägungsgründen)

Das im Vorfeld Abchecken klingt gut, nur wer tut das schon.

Ich.

Wenn ich jemanden kennenlerne, dann gehe ich mal wertfrei dort
hinein, wenn ich schon ein bissl was zurückbekomme an Sympatie
oder so, dann könnte daraus eine Bekanntschaft, vielleicht
auch Freundschaft werden.

Abchecken hat für mich nichts mit Bewerten zu tun.
Du gehst in eine Beziehung mit der ERWARTUNG, dass Du Symphatie „oder so“ zurückbekommst. Das ist die Voraussetzung, die Du hast.
Sagst Du es auch?? „oder so“ solltest Du dann schon genauer definieren.
Das sind doch DEINE ERWARTUNGEN. Ein anderer geht in eine Beziehung und sagt: Ich möchte nur für einen Tag ein bisschen Spaß.
Menschen haben nun mal andere Vorstellungen.
Das abchecken hat NICHTS, GAR NICHTS mit „Freunde züchten“ zu tun. Es ist ME ein ganz FAIRES Miteinander.
Ich bezeichne das, als „sehr menschlich fair“, wenn mir beispielsweise jemand sagt: Hör mal Frank, unsere Beziehung kann nicht so sein, dass wir uns immer sehen, ich habe einen Beruf und zwei Kinder ich kann NICHT IMMER für Dich da sein. Es ist ehrlich und fair. Ich weiß, wo ich dran bin.
Das bekommen andere von mir auch und zwar sehr schnell.
Ich mache ihnen keine „falschen Hoffnungen“ Ich sage, was ich geben kann und was ich erwarte.
Es ist offen, ehrlich, klar, deutlich.

Es ist genau das GEGENTEIL von dem, was Du schreibst
(natürlich nur aus meiner Sichtweise):

Ich checke hier im Vorfeld nichts ab
(zB was erwarte ich mir davon, was bringt mir diese
Freundschaft/Bekanntschaft, wo wohnt sie/er, ist das
zukunftsträchtig, …). Das alles klingt für mich nach
„Freunde züchten“, um von jemandem irgendeinen Nutzen zu
haben. DAS MAG ICH NICHT. Ich weiß, das tun viele, aber ich
bin stolz darauf das nicht zu tun!
Ich möchte hier aber auch gleich festhalten, daß ich jetzt
nicht meine, daß DU das so tust, es gibt ja viele Formen des
Abcheckens, muß nicht gleich in so großem Rahmen sein. Also
bitte nicht böse sein.

Warum sollte ich böse sein??
Das Abchecken, hat für Dich etwas Kaltes, Berechnendes.
Das Abchecken, hat für mich etwas Warmes, Offenes, Ehrliches.

Hier wird ganz deutlich, wie wunderbar verschieden die Menschen sind. Du GLAUBST ich könnte böse sein, weil Du VERMUTEST kalt und berechnend- falsch GEGLAUBT und falsch VERMUTET.

Wer blind in etwas hineingeht, setzt sich Gefahren aus. Das Abchecken schützt und ist ehrlich.
Wieviele Leute heiraten, um sich nach ein paar Wochen wieder scheiden zu lassen? Die haben nicht genug von sich gewußt. Ganz einfach. Sie haben nicht abgecheckt. Sie haben sich nicht gefragt, was es kostet, was es nutzt, usw. Sie sind nicht ehrlich und offen zueinander gewesen, weil sie die Dinge nicht beim Namen genannt haben. Sie hatten ERWARTUNGEN an den anderen und sie haben VERMUTET und GEGLAUBT, dass der andere sie erfüllt.

Ich bin halt so, ich investiere, Gefühle, Emotionen, … u.
erwarte mir - es ist doch in Wirklichkeit so einfach u. simpel

  • ein bißchen was davon - nur ein bißchen was -
    zurückzubekommen oder wenigstens nicht beleidigt zu werden
    bzw. zu spüren, daß man den anderen einfach gar nicht
    interessiert. Denn sowas tut mir weh u. ich bin mir sicher,
    ich bin nicht die einzige, der sowas weh tut.

NUR für Dich ist es in Wirklichkeit einfach und simpel. Für andere ist es SEHR SCHWER Emotionen, Gefühle zurückzugeben. Ein Lächeln zu schenken ist für manch einen Menschen von einem ENORM HOHEN SCHWIERIGKEITSGRAD!! Das, was für Dich einfach ist, ist für andere sauschwer. Wie gesagt, Menschen die keinen Zugang zu ihren Gefühlen haben, aus welchen Gründen auch immer, KÖNNEN Dir in dieser Hinsicht nichts bieten! Ich wünschte Du könntest das so akzeptieren! (auch wenn es schwer ist)

Meine Rahmenbedingungen sind ganz einfach. Menschenwürdige,
ganz normale Behandlung. Nicht für blöd verkauft zu werden …
aber offenbar sind DAS heutzutage eben meist nicht erfüllte
Kriterien, obgleich so natürlich u. nicht wirklich fordernd!

Nein, Michaela, tut mir leid, aber die sind eben NICHT EINFACH.
Menschenwürdige, normale Behandlung, dahinter verstecken sich bei Dir ganz konkrete Vorstellungen, die Dir nicht jeder erfüllen kann. Du erwartest ME sehr viel und setzt voraus, dass es für andere einfach sein müsste, Dir das zu geben.

Für mich persönlich sind Deine Wünsche nach mehr „Wärme“ sehr verständlich, mir geht es ja nicht anders. Es ist nicht einfach Menschen kennen zu lernen, die uns diese Wärme auch schenken.
Für mich wichtig, abzuchecken: Kann er mir das geben, was ich erwarte, oder nicht? Je früher, desto besser. Ich erspare mir ne Menge Enttäuschungen.
Wir dürfen aber nicht voraussetzen (in dieser Gesellschaft, in der wir hier leben), dass es normal ist, ein Lächeln zu schenken.

Von mir bekommst Du es, wann immer Du möchtest. :smile:

Liebe Grüße

Frank

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Hallo nochmal!

Nunja, die Frage ist auch, ob du das wirklich so sagen kannst

Nein, kann ich auf keinen Fall. Darum meinte ich ja, dass ich Deine Briefe nicht kenne. Ich kann nur eigene Erfahrungen anbieten und Du kannst beurteilen, ob es passt oder nicht. Dass es nicht passt hast Du gesagt.

die Antwort von „oben“ getitelt mit „es ist doch eigentlich so
einfach - simpel“.

Der Text war mir offengestanden zu lang und zu wirr. Sorry. :o)

Sicher!!! Stimme dir absolut zu! Was ist intensiv? Ist 2-3 x
im Monat intensiv? Und dann von einem Freundespaar u. wieder

Pauschal gesagt nein - kann aber noch auf den Inhalt ankommen. (Wiederum - nein, ich kann es nicht beurteilen, wie es in Deinem speziellen Fall ist!)

Kenne ich, ICH werde leergesaugt.

Dann war Deine Entscheidung, nicht mehr zu mailen, die richtige, denke ich.

Dabei fällt mir ein - hast Du die Personen eigentlich mal drauf angesprochen, warum sie nicht mehr geantwortet haben?

Viele Grüße,
Snoef

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Hi Swantje,

Sicher!!! Stimme dir absolut zu! Was ist intensiv? Ist 2-3 x
im Monat intensiv? Und dann von einem Freundespaar u. wieder

Pauschal gesagt nein - kann aber noch auf den Inhalt ankommen.
(Wiederum - nein, ich kann es nicht beurteilen, wie es in
Deinem speziellen Fall ist!)

Das Entscheidende ist doch: Für A ist es sehr INTENSIV.
Für B ist es sehr WENIG.
Das Empfinden von Menschen ist und bleibt unterschiedlich.

Wenn wir unser Empfinden auch bei anderen voraussetzen, dann gibt es diese Missverständnisse wie in Michaelas Fall.

LG

Frank