Hallo,
ich will ja niemanden zu Nahe treten, oder etwas schlecht machen, aber:
wirklich „Aufsteigende Feuchtigkeit“ gibt es nur in sehr seltenen Fällen unter ganz bestimmten Parametern. Ja, jetzt sagen wieder ganz viele Leute, dass es bei uns im Keller genau erfüllt wird… - Nein!
zu über 90% kommt die Feuchtigkeit nicht aus irgendwelchen Kapilaren aus dem Untergrund, sondern vom Erdreich, kaputten oder fehlenden Drainagen und nicht zu selten aus der Luft.
Eine Horizontal-Absperrung, egal wie geartet, wird dieses Problem auf Dauer nicht lösen können. Eine Verbesserung tritt aber ein, weil durch die regelmäßige Kontrolle ein Luftaustausch stattfindet und durch die Beleuchtung eine (wenn auch kaum spürbare) Erwärmung der Lufttemperatur auftritt.
Die Beste, einfachste und billigst Lösung wäre es, die Wand aufzuheizen und richtig zu Lüften. - Ja ich weiß, alle Lüften richtig und es gibt keine gekippten Fenster mit Schimmel in den Ecken und es gibt auch keine Veralgung an den Fassaden.
Aber was red ich schon …
Warum gibt es wohl einige Häuser und Denkmäler ohne feuchten Keller?
Was haben die anders gemacht?
- Nun das ist zwar nicht einfach zu beantworten, aber im Prinzip ist der richtige Luftaustausch und die Temperatur (relative Luchtfeuchte, zusammen mit der Bauteiltemperatur ergibt sich nämlich die Taupunktkurve) das ganze Geheimnis.
Einfacher gesagt, lasst doch die Luft das Wasser abtransportieren.
genauer wird es auch hier behandelt:
http://www.konrad-fischer-info.de/
O.K. man kann über die Ansichten teilweise geteilter Meinung sein, Tatsache ist aber, dass sich die Physik nicht austricksen lässt und auch, dass die Meisten dieser Präparate nicht funktionieren wie es der Hersteller verspricht und wenn dann trotzdem ein Effekt auftritt, es meist am geänderten Nutzerverhalten und nicht an Wundermitteln liegt.
Nichts für Ungut, aber lass mal lieber einen unabhängigen (nicht von irgendwelchen Herstellern oder Vertriebswegen gesponserten) Spezialisten das Ganze begutachten. Lieber kostet es jetzt ein paar Euro für ein Gutachten, als dass es danach trotzdem Nötig ist, wenn die Kosten für die Trockenlegung auch schon angefallen sind.
Ach ja, ich habe schon öfter bei der Sanierung von alten und nassen, auch mit Salzen belasteten Gemäuer mitgewirkt (auch in meinem Haus) und wir haben immer 100% Erfolg mit einer Sockelheizung gehabt.
Aber noch nicht mal als Spiralrohr oder so, sondern nur ein Kupferrohr oder ein Fußbodenheizungsrohr so weit unten wie möglich an der wand entlang einmauern. Es geht natürlich auch ein Heizkabel, das kostet aber mehr.
Wir haben mit diese Methode schon 7 Kirchen „renoviert“, einen alten Stall als Museumsdepot umgebaut (da werden alte Beichtstühle, Statuen und sakrale Gegenstände aufbewahrt) und natürlich etliche alte Häuser und Keller.
Es kostet sehr wenig, braucht keine Wartung und wenig Energie und kann sogar selbst gemacht werden (zumindest die meist Arbeit).
MfG
Uli