Hallo sopho
Ich stelle mal zur Diskussion:
WENN ein makroviren-verseuchtes doc-File die Endung .txt
verpasst bekommt (Inhalt immer noch makroviren-verseuchtes
doc-File)und das dann mit Word geöffnet wird… wird der
Makrovirus von Word dann ausgeführt?
Definitiv: JA
Darüber braucht nicht diskutiert werden und ist eine unumstösliche Tatsache. Kein PC und noch viel weniger ein Windowssystem unterscheidet zwischen Daten und Programmen, höchstens zwischen selbststartenden und nichtselbststartenden Daten. Nicht die Erweiterung des Dateinamens, sondern der Inhalt der Datei in Verbindung mit dem öffnenden Programm ist ausschlaggebend. Dies ist die Grundlage eines Interpreters (zb Basic, VBA etc.) und so besser verständlich.
Apple mit OSX besitzt keine PC-Architektur. Linux ist dagegen sehr wohl ein BS auf PC, wobei bei diesem tunlichst die Fehler von MS vermieten wurden. Ganz fehlerlos ist es jedoch nicht.
Es gibt bei http://ulm.ccc.de/ChaosSeminar/2005/01_%28Un%29Siche… ein drei stündiges Seminar auf Video, in welchem Volker Birk, ein anerkannter Fachmann auf diesem Gebiet, dies auch für den Anfänger verständlich erläutert.
Wichtig ist zu wissen, das Malware für Windows so gut wie nicht auf Linux lauffähig ist, weil ihm die Unterstützung des Betriebssystems fehlt und eindeutig verweigert wird. Wer allerdings ein .doc mit einem OOo unter Linux öffnet und die Ausführung von Scripten ausdrücklich gestattet, ist selbst schuld und dem kann wohl nicht mehr geholfen werden.
Plaintexte, wie ASCII oder ANSI und damit auch „Kekse“, können überhaupt keine versteckte Malware beinhalten. Bei .rtf sollte es sehr schwer möglich sein, da den mit dieser Erweiterung verknüpften speziellen Programmen meist der benötigte Interpreder nicht implementiert ist. Siehe zum Beispiel http://www.hinterwaeldlers-home.de/programme.html
Berümte Ausnahme wieder XP-Word bzw. Write.
Richtige Mailklienten interpredieren nicht die enthaltenen Scripte, denn eine Mail besteht eigentlich nur aus einem Plaintext und ein paar Tags, so wie wir sie hier im Forum auch kennen und anwenden. Auch hier gibt es bekannte Ausnahmen: AOL und OE fallen mir ein.
Am gefährlichsten sind Präsentationen auf der Basis von Tabellenkalkulationen, weil diese bis zu 90% aus Scripten generiert werden und Gnade des heiligen Binary, auch nur eine einzige der unzähligen dazu verwendeten Vorlagen ist infiziert.
der hinterwäldler