Unfall auf dem Parkplatz

Hallo!

Warum sollte das der Mechaniker machen, ist doch Büroquatsch.
Und oft genug frage ich mich, warum studieren Juristen wenn
sie nachher doch nichts wissen. Imho ist mir einer im Autohaus
der jeden Tag solche Abwicklungen macht lieber, als ein Anwalt
der zwischen Unterhaltsrecht und Verkehrsrecht pendelt, und
von allem bisschen Ahnung hat.

Nun, ich meine das ist ja dein gutes Recht (etwas ganz anderes ist es, jemand anderem dumme Ratschläge zu erteilen), aber weißt du was meine (und wahrscheinlich auch wwfs) Erfahrung zu solchen Themen ist? Das geht in vielen Fällen durchaus gut, aber nicht immer und dann werden dort derartige Fehler produziert, dass es entweder im Nachhinein richtig teuer wird oder aber Ansprüche verloren gehen.

Einer der besten Varianten der Geschichte sind dann Obliegenheitsverletzungen bei der eigenen Rechtsschutzversicherung, die dann aussteigt, weil man selbst herumgewurschtelt hat. Das ist noch steigerungsfähig, nämlich wenn der Gegner dann auch Ansprüche erhebt und die eigene Haftpflichtversicherung aussteigt, weil man selber zu lange herumgewurschtelt hat (das Problem gibts übrigens nicht nur bei Verkehrsunfällen).

Es ist im Übrigen oft nicht klar, wer das Verschulden trägt und eines ist auch Standard, nämlich dass im Nachhinein der vermeintlich Schuldige seine Meinung ändert und doch Ansprüche erhebt oder seine Unfallversion abändert. Alles Standardsituationen und keine Ausnahmen.

Standardsituation ist übrigens auch meistens, dass gerade die Leute sich selbst ein Ei legen, die sich für besonders schlau halten. Auch das ist Anwaltsalltag

Schneller zahlen, keine Ahnung. Bisher habe ich meine Auto
hingebracht und dann einfach wieder abgeholt. Ob die
Versicherung bis dahin gezahlt hat oder nicht.

Ja was hättest du gemacht wenn die Versicherung dann nicht gezahlt hätte? Bin mal gespannt wie du mit einem reparierten Auto ohne rechtliche Absicherung, dass der Gegner zahlt, und mangelhafter Schadensdokumentation den Unfallhergang nachweist - ist mir alles schon untergekommen.

Echt, für so eine plumpe Rechtsauskunft würde ich jeden Anwalt
an die Wand nageln. Du solltest wissen das es bei Ersatzwagen
diverse Stolperfallen geben kann. Plötzlich hat dein Mandant
eine Mietwagenrechnung an der Backe.

Richtig, aber unter gewissen Voraussetzungen könnte das ja der Unfallgegner zahlen nicht?

Gruß
Tom

Hallo!

Es funktioniert sehr oft, aber mit einem erhöhten Risiko und es ist völlig unseriös und falsch, dieses Risiko als nicht vorhanden zu definieren. Es darf natürlich jeder machen, keine Frage. Sicher spielt da auch eine Rolle, wer das macht. Wer einen guten Hausverstand hat, hat sicherlich ein geringeres Risiko als jemand, der so etwas nicht hat (ja und da gibts gar nicht so wenige, die sowas gar nicht besitzen). Im Prinzip brauchst dich nur mal in ein Bezirksgerichht deiner Wahl setzen und ein paar Verhandlungen über Verkehrsunfälle anschauen, dann weißt du, was es da bei banalsten Unfällen alles geben kann.

Was ich aber beispielsweise nicht verstehe ist, dass viele eine Verkehrsrechtsschutzversicherung haben, die Beiträge dafür zahlen und dann aber diese nicht nutzen.

Gruß
Tom

Hallo,

Ist das jetzt ein Beleg dafür, dass das jeder so
machen sollte?

Habe ich das behauptet?

Nein. Das war die Behauptung von q_treiber.

Allerdings ist es auch nicht richtig, daß der Ratschlag von
q_treibaer auf jeden Fall einfach nur Quatsch ist.

Wenn er das so ganz allgemein behauptet, ist das nicht nur einfach Quatsch, sondern auch gefährlich für jeden, der sich auf diesen Rat einlässt.
Gruß
loderunner (ianal)

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Hallo,

Also vertritt die Werkstatt nicht nur bezüglich der Forderung,
sondern klärt auch gleich noch die Schuldfrage?
Wird ja immer interessanter hier.

Warum sollte die Werkstatt die Schuldfrage klären?

Eben. Also: wer klärt denn nun die Schuldfrage, wenn die Sache plötzlich doch strittig ist? Was passiert, wenn der Unfallgegner auf einmal beschließt zu mauern?

Der ist es
schnurzpiepegal wer schuldig ist wenn sie ihr Geld bekommt.

Und das ist doch das Problem: warum genau sollte die gegnerische Versicherung zahlen? Und was passiert, wenn sie sich weigert?

Ah so. Und natürlich weiß das die Versicherung nach der
Schilderung durch die Werkstatt.

Wieso Werkstatt? Den Unfallschadensbericht muss immer noch der
Verursacher und sein Gegner ausfüllen.

Den muss genau gar niemand ausfüllen.

Glaube ich nicht, mit Verkehr beschäftige ich mich schon
einige Jahre intensiv.

Offensichtlich aber nicht intensiv genug.

(ianal)

Merkt man, sorry.

Ich gebe das wenigstens zu.

Und jetzt wird es kindisch, deshalb EOD

Kindisch ist allein, dass Du Deine persönlichen Erfahrungen verallgemeinerst. Und weil das nicht ausreicht, denkst Du Dir einfach noch ein paar Sachen hinzu. Das ist einfach nur albern.
Gruß
loderunner (ianal)

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Hi,

es geht hier um Fälle wo der Ablauf des Unfall ganz klar ist, keine Unfälle wo mit einer Schadensquote gerechnet werden muss. 450€ ist ein Bagatellschaden, läuft idR. ohne Probleme. Kostenvoranschlag der Versicherung und gut. Auto zur Werkstatt fertig. Was soll also da noch ein Anwalt? Einzig was kommen kann, die Versicherung will nochmal einen eigenen Gutachter schicken. Versicherung gibt das ok für die Reparatur.

Um die Sache jetzt abzukürzen, Du bist Anwalt, ich nur Mandant. Du behauptest mit Anwalt wird alles gut, und ich sage nehme einen Anwalt wenn Du ihn wirklich brauchst. Dann aber schaue den Anwalt besser an als deine zukünftige Frau. Und informiere dich wo Du kannst. Machst Du das nicht, dann nagelt der Anwalt dir ein Ei ans Bein.

Tut mir leid, aber von Anwälten habe ich nicht eine allzu hohe Meinung. Hättest Du wohl auch nicht wenn Du meine Erfahrungen hättest. Nur mal paar Stichworte, der Anwalt erklärt kurz vor der Verhandlung das er keine Zulassung vor dem Gericht hat. Plötzlich steht man ohne Anwalt vor Gericht. Gibt Ratschläge um Dinge zu streiten die den Streitwert hochtreiben, aber schon im Vorfeld geregelt waren. Anwältin weiß vor Gericht nicht um was es geht. Anwalt muss wegen falscher Beratung Geld zurück zahlen.

Einzig bei einem Anwalt war ich bei einer Sache gut aufgehoben, da ging es auch um einen Unfall, Ausgang wäre alles möglich gewesen zwischen 0-100% je nach Auslegungssache. Erreicht wurde 2/3 und noch etwas Zuschlag beim Schmerzensgeld.

Q-Gruß

Hallo!

es geht hier um Fälle wo der Ablauf des Unfall ganz klar ist,
keine Unfälle wo mit einer Schadensquote gerechnet werden
muss. 450€ ist ein Bagatellschaden, läuft idR. ohne Probleme.

Der Schwerpunkt liegt hier auf „idR“ und „ganz klar“… Das Problem ist, dass Dinge oft „ganz klar“ scheinen und es dann doch nicht sind.

Du behauptest mit Anwalt wird alles gut,

…nein, diese Behauptung habe ich nicht aufgestellt.

Tut mir leid, aber von Anwälten habe ich nicht eine allzu hohe
Meinung. Hättest Du wohl auch nicht wenn Du meine Erfahrungen
hättest. Nur mal paar Stichworte, der Anwalt erklärt kurz vor
der Verhandlung das er keine Zulassung vor dem Gericht hat.
Plötzlich steht man ohne Anwalt vor Gericht. Gibt Ratschläge
um Dinge zu streiten die den Streitwert hochtreiben, aber
schon im Vorfeld geregelt waren. Anwältin weiß vor Gericht
nicht um was es geht. Anwalt muss wegen falscher Beratung Geld
zurück zahlen.

Nun gut, diese Fälle kenne ich natürlich konkret nicht, kann daher nichts dazu sagen. Dass die Qualitätsunterschiede bei Anwälten viel höher sind, als die Standesvertretungen gerne zugeben, sehe ich im Übrigen genau so. Das ist jetzt allgemein gemeint, nicht auf die von dir beschriebenen Fälle (zu denen ich mich nicht äußern kann).

Einzig bei einem Anwalt war ich bei einer Sache gut
aufgehoben, da ging es auch um einen Unfall, Ausgang wäre
alles möglich gewesen zwischen 0-100% je nach Auslegungssache.
Erreicht wurde 2/3 und noch etwas Zuschlag beim
Schmerzensgeld.

Naja, dann weißt du ja, an wen du dich in Zukunft wendest.

Gruß
Tom

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Hi,

Der Schwerpunkt liegt hier auf „idR“ und „ganz klar“… Das
Problem ist, dass Dinge oft „ganz klar“ scheinen und es dann
doch nicht sind.

Darum sage ich, gehe zum Fachmann, sprich jemand der sich mit der Thematik auskennt. Das sind diejenigen die solche Dinge ständig machen. Ein Feld Wald Wiesen Anwalt muss da nicht unbedingt eine gute Wahl sein.

Nun gut, diese Fälle kenne ich natürlich konkret nicht, kann
daher nichts dazu sagen. Dass die Qualitätsunterschiede bei
Anwälten viel höher sind, als die Standesvertretungen gerne
zugeben, sehe ich im Übrigen genau so.

Dafür ein verdientes Sternchen von mir.

Naja, dann weißt du ja, an wen du dich in Zukunft wendest.

Hoffe doch das ich nie wieder einen Anwalt brauche. Jedenfalls, uninformiert gehe ich nie wieder zu einem Anwalt.

Q-Gruß