Unhöfliche Ärzte

Ich finde eine staatliche Zwangsversicherung auch nicht
gerecht. Und viele Arbeitnehmer würden sich sicher gerne
privat versichern, dürfen es aber nicht. Weil einigen ein
Recht (nämlich die freie Wahl einer Versicherung) vorenthalten
wird und Du das zurecht ungerecht findest, schlägst Du als
Lösung vor, allen dieses Recht vorzuenthalten. Diese Logik muß
ich wohl nicht verstehen.

Ich wüsste nicht, dass ich gehindert bin, in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Soviel wie ich weiß, entscheiden darüber ausschließlich die Finanzen und der Gesundheitszustand der Person. Es gibt in D eine Versicherungspflicht, aber es gibt für niemanden die Pflicht, eine gesetzliche KV zu wählen. Zwar gibt es für viele auch keine Alternative zur GKV, aber das hat nichts mit dem Recht zu tun, sondern lediglich, dass es keine PKV gibt, die siese Personen nehmen würden. Aber genau dieser Punkt sorgt für eine ziemliche Finanzierungsungerechtigkeit. Und die würde ich gern abbauen.

Ich will auch niemandem Rechte vorenthalten, sondern lediglich alle in die gleiche Pflicht nehmen. Ein Bürger hat eben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.

Und ansonsten würde ich sagen, das sprengt jetzt eindeutig das Thema dieses Threads und des Bretts, und daher werde ich hier nichts weiter zu sagen. Das wäre mit Sicherheit besser in der Innenpolitik aufgehoben (und hat auch - wie schon gesagt wurde - gar nichts mit der Unhöflichkeit einiger Ärzte zu tun).

Bis denne
Schnoof

Hallo Schnoof,

entscheiden darüber ausschließlich die Finanzen und …

und genau das hindert den größten Teil der Bevölkerung Verantwortung für seine Gesundheit zu übernehmen.

Gruß Steffi

Es gibt in D eine
Versicherungspflicht, aber es gibt für niemanden die Pflicht,
eine gesetzliche KV zu wählen.

Doch, diese Pflicht gibt es. Bist Du abhängig beschäftigt und verdienst unter den Beitragsbemessungsgrenzen, mußt Du Dich - ob Du willst oder nicht - in einer GKV versichern. Dir wird staatlicherseits der Wechsel in eine PKV verboten.

Benni

Hallo,

also diese Argumente kann ich ja schon nicht mehr hören!
Wer verdient heutzutage schon gut und vor allem leistungsgerecht im medizinischen Sektor?
Ich bin Physiotherapeutin. Wir zahlen einen Haufen Geld für unsere Ausbildung (ich z.B. 350€ pro Monat), weil es fast nur noch private Schulen gibt (die Verantowertung hat der Staat also schön fein säuberlich abgegeben). Hinterher muss man aber auch (wie Ärzte auch, ich weiss) jede Menge ebenso teure Fortbildungen machen, die zwar Pflicht sind, aber von den Kassen mit einem Mini-Eurobetrag honoriert werden. Also hier steht der finanzielle Aufwand in keinem Verhältniss zu dem Verdienst, den man hinterher hat. Ausnahme bilden hier natürlich auch die Privatpatienten.
Aber das ist noch lange kein Grund, unhöflich zu sein oder Privatpatienten bei Terminen zu bevorzugen. Jeder Mensch braucht Behandlung und es kann einfach nicht sein, dass man gesetzliche Patienten da benachteiligt. V.a. die Ärzte habe da eine große Verantowrtung zu tragen, denn was, wenn man etwas dramatisches weiterschleppt nur, weil man 8 Wochen auf seinen Termin warten musste? Beispiel: bei mir hatte man was verdächtiges in der Leber im Sono gesehen, also überweist mich mein Hausarzt zum MRT. In einer Praxis hätte ich über 6 Wochen warten müssen. Ich war schon ganz panisch - ist es was schlimmes? Gott sei Dank arbeite ich in einer Klinik, also dorthin, die kannten mich natürlich alle und schwupp hatte ich innerhalb einer Woche einen Termin. So kann man natürlich auch mit Ängsten seiner Patienten umgehen - 6 Wochen schwitzen machen keine Psyche besser…
Und noch zum Schluss: ÜBERLEBEN können wir alle (sowohl Ärzte als auch Physios etc.) von unserem Gehalt, oder? Auch, wenn der Verdienst im Laufe der Jahre gegenüber den Lebenshaltungskosten drastisch eingebrochen ist.

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Was bringt den Doktor um sein Brot?
a- die Gesundheit und b- der Tod.
Deshalb hält der Arzt- auf das er lebe- uns zwischen beiden in der Schwebe. aus dem buch…gesundheit als chance…

ich ärgere mich auch über diese begebenheiten einiger ärzte, das ihnen
der patient egal ist. es gibt aber die möglichkeit sich bei der ärztekammer zu beschweren. aber das tun ja nur wenige und dann müssen wir uns auch nicht beschweren- das diese ärzte eine da.seins.berechtigung haben. unser gesundheitssystem ist ein wirtschaftsunternehmen und in der wirtschaft geht es um geld.
zum schluss- ich gehöre zu der gruppe die eine zauberhafte hausärztin
hat ( beruf aus berufung).
der arzt von heute ist aber auch eine überqualifizierte sachbearbeiterin- er muss mehr zeit für dokumentation als für diagnostik aufbringen.
und so gibt es in jeder berufsgruppe diese " sorte" menschen, die sich belästigt fühlen. gruß kfm