Ich versteh es ganz einfach nicht. Trotzdem besten Dank für
Deine Antwort.
Mit den Speisen verhält es sich ähnlich, wie mit Kleidungsvorschriften oder Reinigungsriten.
Der Sinn liegt darin, ein besonderes Leben zu führen, das sich von Standardleben unterscheidet, um sich zu unterscheiden und zu zeigen, dass man ein Leben führt, welches Gott gewidmet ist.
Die israeliten unterschieden sich durch ihre Vorschriften so stark von den umliegenden Völkern, dass sie überall auffielen. Diese Vorschriften halfen auch dabei, dass die Juden im laufe der Jahrtausende nich einfach assimiliert wurden, sondern als Religion, Volk und Kultur einen festen Bestand hatten.
wenn Judentum und Christentum einen gemeinsamen Ursprung
haben, warum mampfen die Christen Schweinefleisch?
das ist doch keine Frage an Eli
Auf dem ersten Konzil in Jerusalem stritten die Apostel darüber, ob die neubekehrten Heiden sich an die jüdischen Gesetze halten müssen.
Und dann gab es folgende Erklärung:
„Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine grössere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke: euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, so werdet ihr wohl tun.“ (Apg.15,28-29)
Und daraus folgt, dass Christen nicht nach der Kaschrut leben und eben auch Schwein essen.
wie eben schon geschrieben, klink ich mich aus dieser „Diskussion“ oder „Frage“ aus. Ich halt das alles für von Menschen gemachten Unsinn, will jetzt niemanden damit beleidigen und ergo Gruß & Kuss & Schluss.
du hast recht raimund. ich seh das auch so.
wenn die bedingung für christsein dieselben gewesen wären wie für judesein, dann gäbe es heute keine hundert millionen christen. allein das abschneiden eines stückes des schniedelwutzes hält viele davon ab. dazu lästige gebote und so viel zu lernen…
der grund steht im text (tora) selber: die ganze geschichte
mit dem koscher gilt nur für juden. alle anderen brauchen sich
nicht drum kümmern.
Klar. In Apostelgeschichte 15 ging es darum, das manche Judenchristen von den Heidenchristen verlangten sich beschneiden zu lassen. die Frage wurde von einem Gremium in Jerusalem entschieden.
Für Christen (!) war es nur noch notwendig keine Hurerei (Porneia) zu treiben, keine Götzen geopferten Speisen zu essen, kein Blut zu essen und kein Fleisch von erwürgten (unausgebluteten) Tieren zu essen.
Die Beschneidung und das komplette mosaische Gestz gilt für Christen nicht.
Sicher war meine Fragestellung anders. Ich hatte ja auch nur nach dieser Stelle gesucht.
Ich wollte ja nicht immer, wenn das Thema in diese Richtung ging (ich diskutiere nicht nur in w-w-w) sagen müssen: "Irgendwo in der Bibel steht…)
Der Hinweis auf dich war eher als nochmaliger (indirekter) Dank für deine Antwort gedacht.
Die Antwort auf Renees Frage steht in Apg.15.
Wenn ich das richtig sehe in 19/20 bzw. 28/29, die sinngemäss, fast wörtlich, das gleiche aussagen.
Man könnte, was ich ausdrücklich nicht will, nun darüber diskutieren, welche Stelle der Apg. „stärker“ ist. In Apg. 10 ist es „Gottes direkte Aussage“, „was ich für rein erkläre…“
In Apg. 15, Vers 13, 14 wird klar, dass hier Jakobus spricht, der sich zudem auch noch auf Simon beruft.
Gruss Harald
Freundlichen Gruss
Volker
PS: Es dürfte wohl auch klar sein, dass das NT ein Buch aus (mindestens) zweiter Hand ist.
Weder Jesus, noch einer seiner direkten Jünger ist als „Autor“ jemals belegt worden.
Beim AT wirds noch schwieriger.
wie eben schon geschrieben, klink ich mich aus dieser
„Diskussion“ oder „Frage“ aus. Ich halt das alles für von
Menschen gemachten Unsinn, will jetzt niemanden damit
beleidigen und ergo Gruß & Kuss & Schluss.
Ok, wunderbar, dann nimmst Du einerseit mit dieser Sichtweise Deine Ursprungsfrage zurueck:
„… Wie kann ein von Gott - egal welchen Namens - geschaffene Lebewesen unrein sein?! …“
andererseits erhieltest Du nichtsdestotrotz zur Antwort, dass jene Religionen eben besagen, dass von Gott kein Lebewesen als unrein geschaffen wurde. einfach wunderbar, wuensche wohl zu ruhen, ich ziehe mich aus dem labor jetzt ebenso zurueck in die federn
Für Christen (!) war es nur noch notwendig keine Hurerei
(Porneia) zu treiben, keine Götzen geopferten Speisen zu
essen, kein Blut zu essen und kein Fleisch von erwürgten
(unausgebluteten) Tieren zu essen.
hi,
ich gehe recht in der annahme, daß das die lehre der ZJ ist? interessant, da es parallelen zur jüdischen ansicht über nichtjuden („7 gebote noahs“) gibt.
Nabend Peter, ich halte jegliche Religion für von Menschen gemachten Unsinn. Nein, ich hab weder meine Frage noch meine Aussage zurückgezogen. Schlaf schön. Gruß Antares
Man könnte, was ich ausdrücklich nicht will, nun darüber
diskutieren, welche Stelle der Apg. „stärker“ ist. In Apg. 10
ist es „Gottes direkte Aussage“, „was ich für rein erkläre…“
In Apg. 15, Vers 13, 14 wird klar, dass hier Jakobus spricht,
der sich zudem auch noch auf Simon beruft.
ich denke aber, dass es sich hier um zwei verschiedene Dinge handelt.
In Apg.10 spricht Gott mit Petrus. Die Entscheidung von Apg.15 betrifft aber Petrus nicht, da er ja nicht aus den Heiden gekommen ist.
Die Vision des Petrus aus Apg.10 sollte dem Petrus sagen, dass er ohne Bedenken das Haus des Römers Cornelius betreten darf.
Für diese Handlung musste er sich ja später vor den jüdischen Brüdern rechtfertigen.
Nabend Peter, ich halte jegliche Religion für von Menschen
gemachten Unsinn.
Das kannst Du ja gerne machen, nur wird dann Deine Ausgangsfrage …
Nein, ich hab weder meine Frage noch meine
Aussage zurückgezogen.
gleich zweimal sinnlos, einmal, weil Du zu Gottes loyaler Opposition gehoerst als Atheist und damit Deine Aussage sinnlos ist und einmal, weil Du Dich aus der Diskussion ausklingen willst.
Jetzt klinge ich mich aus, aus Verstaendnissgruenden
ich denke aber, dass es sich hier um zwei verschiedene Dinge
handelt.
Dem widerspreche ich nicht.
In Apg.10 spricht Gott mit Petrus. Die Entscheidung von Apg.15
betrifft aber Petrus nicht, da er ja nicht aus den Heiden
gekommen ist.
Die Vision des Petrus aus Apg.10 sollte dem Petrus sagen, dass
er ohne Bedenken das Haus des Römers Cornelius betreten darf.
Für diese Handlung musste er sich ja später vor den jüdischen
Brüdern rechtfertigen.
Trotzdem kann man m. E. aus beiden Stellen ableiten, dass und warum sich Christen nicht an die jüdischen Ernährungsvorschriften halten müssen.
Mir jedenfalls erscheint das einleuchtend.
Wie ich schon geschrieben habe, hat Unrein hier nichts mit Sauberkeit noch mit dem Fleisch selber zu tun. So bezieht sich diese Unreinheit ja auch viele andere Dinge.
Schächten habe ich inzwischen geschnallt, aber den
spirituellen Status könntest Du mir - wenn Du schon dabei bist
auch gleich erklären.
Kaschrut besteht wie vieles andere aus einige Mitzwot (Gebote) aus der Torah und Erweiterungen von den Rabbanim. Diese sind erst einmal einfach zu Halten, nur weil haSchem das von uns so fordert. Dieses hat Auswirkungen auf unsere Seele, welche hierdurch näher zu G’tt kommt oder sich von Ihm entfernt.
Die Kriterien in der
Torah sind eindeutig und nach denen ist das Schwein eben
unrein, weil es diese - wie viele andere Tiere - nicht
erfüllt.
Eli, Du weißt das doch so ziemlich alles dazu: Rück raus mit
den Infos!
Welche Infos hättest Du denn gerne? Die Kriterien?
OK, das Schwein an sich ist Allesfresser, reißt
aber keine anderen Tiere und müßte - rein vegetarisch
gefüttert - eigentlich auch als rein gelten. Oder denke ich um
eine Ecke zu wenig?
Im Gegenteil, Renee. Du denkst eine Ecke weiter. Aber das
mögen die „Religiösen“ in der Regel nicht so sehr.
Ich muss dich leider enttäuschen, zum einen stört mich das überhaupt nicht und zum anderen liegen noch ein paar Ecken vor Euch
es ist hier keine Frage, wie ein Schwein zu ernähren wäre, damit es „rein“ sein würde. Das Gesetz erlaubt auch den Verzehr gewisser Vogelarten, die sich auch nicht rein vegetarisch ernähren, oder auch Fische. Die fressen z.B. „unreine“ Kaulquappen und Würmer…
Die Speisegebote haben allein etwas mit der „Reinheit“ der Person zu tun, die sich an sie hält oder auch nicht. Die Einhaltung der Speisegebote ist symbolisch zu sehen. Der Begriff „Heiligkeit“ ist Dir wahrscheinlich bekannt. Im Gesetz sagt Gott es „Seid heilig, denn ich bin heilig“. Heiligkeit bedeutet sich von der großen Masse, die Gott nicht kennt, zu separieren. Das heißt insbesondere keine Kompromisse eingehen was den eigenen Glauben betrifft, und nicht keine Freunschaft mit ihnen zu pflegen oder so, wie man leicht missverstehen könnte.
Genau dafür ist die Einhaltung der Speisegesetze, wie auch vieler anderer Gesetze (Beschneidung etc.) ein Symbol: Man macht auch äußerlich einen Unterschied, und bekräftigt damit die innere Herzenseinstellung. Besonders deutlich wird das beim Gesetz, keine verschiedenen Samen auf den selben Acker zu säen. Es ist ein Zeichen für eine strikte Trennung, sich auf keine Kompromisse einzulassen, „heilig“ zu sein.