Vertretung in Arztpraxis

HiSharon,

Das setzt aber voraus, daß man eine Infektion erkennt!
Bei grippalen Infekten kann es zweifelsfrei jeder Laie, bei
anderen Dingen tun sich sogar Fachärzte schwer, es richtig zu
erkennen. Zum Beispiel ist das in der Dermatologie nicht ganz
einfach oder denke da an Infekte an Inneren Organen, die auch
schon mal klinisch fast stumm verlaufen können.

Gerade da hat der Heilpraktiker diagnostische Möglichkeiten, die der Arzt nicht hat, um diese Infekte zu finden.

Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich anmaßend zu behaupten,
man würde den Patienten sofort zum Arzt schicken, wenn man was
sieht. (Dieser Satz war an deine Berufsgruppe allgemein
gerichtet und nciht an dich persönlich :wink: ).

Was soll bitte daran anmaßend sein? Verstehe ich nicht.

Ich schicke nicht jeden Patienten, bei dem ich einen Infekt finde zum Arzt, sondern nur den, der einen Infekt hat, bei dem eine Antibiotikabehandlung nicht zu vermeiden ist.

Ich sehe leider immer wieder Fälle von teilweise schweren
Folgeerkrankungen und -schäden, weil diese Leute von
Naturheilkundlern und Heilpraktikern völlig falsch und
unzureichend „behandelt“ worden sind.

OK, Wir könnten das jetzt gegeneinander aufrechnen, denn ich sehe auch immer wieder Patienten, die vom Arzt völlig falsch behandelt wurden und z.T.Schäden erlitten haben.Du musst aber nur mal in die Zeitung sehen, da wird immer wieder von ärztlichen Behandlungsfehlern mit letalem Ausgang berichtet. Ich habe auch selber früher mal in der Krankenpflege gearbeitet und habe einige fahrlässige Tötungen im Krankenhaus miterlebt.
Fazit:
In beiden Berufsgruppen gibt es gute und schlechte Behandler. Ich könnte mich stundenlang sowohl über
schlechte Ärzte wie auch über spinnerte Heilpraktiker/innen aufregen. Es gibt leider nicht wenige Heilpraktiker, von denen ich mich deutlich distancieren möchte. Es sind vor allem die älteren Muttis, die, nachdem die Kinder aus dem Haus sind
einen neuen Sinn in ihrem Leben suchen und eine HP-Ausbildung machen. Dann hüpfen sie mit dem Pendel um ihre Patienten und treiben sonstigen Unfug. Das finde ich peinlich für den gesamten Berufsstand.
Es gibt dann aber auch Heilpraktiker, die oft aus anderen medizinischen Berufen kommen, ein solides medizinische Wissen haben und sich ständig fortbilden.
Ein guter HP zeichnet sich auch dadurch aus, dass er ganz klar seine Grenzen erkennt und rechtzeitig zum Arzt überweist. Einige Kollegen arbeiten auch recht gut mit Ärzten zusammen, wobei es dann Ärzte sind, die ihrerseits ihre Grenzen erkennen und dann auch Patienten zum HP schicken. Das ist gar nicht so selten und auch zu mir haben Ärzte schon Patienten geschickt.
Man sollte also schon zwischen seriösem Heilpraktiker und durchgeknallten Spinnern unterscheiden.
Kleine Anekdote am Rande:
Es gibt gelegentlich Ärzte, die spinnerter sind als manche HPs. Vor Jahren habe ich als Patient einen Internisten aufgesucht, der sich, wie viele andere das Schild „Naturheilverfahren“ an die Tür geschraubt hatte. Als er dann mit seinem Biotensor (Art von waagerechtem Pendel)auf mich losging habe ich dann fluchtartig die Praxis verlassen.

Wenn man sich schon auf die Diagnosefähigkeiten von
Heilpraktikern verlassen will, dann sollte dieser vorher ein
Medizinstudium wenigstens abgeschlossen haben! Alles andere
ist gemeingefährlich!

Dann wäre er kein Heilpraktiker, sondern Arzt!!!
Kommt da etwa bei dir schon die allseits bekannte ärztliche Arroganz zum Vorschein? Nur wer Medizin studiert hat darf Patienten behandeln?
Das hätte ich von dir nicht erwartet.
Schade, hast mich jetzt enttäuscht.
Zum Schluß aber noch ein paar Worte zu den chronischen Krankheiten. Natürlich treten im Alter vermehrt degenerative Erkrankungen auf, aber es gibt auch eine Vielzahl von chronisch Kranken, die durch rein symtomatische Behandlung produziert werden. Krankheiten werden dann nicht ursächlich behandelt und zur Ausheilung gebracht, sondern Symptome werden zugekleistert und unterdrückt.
So, das reicht
Gruß
KH

1 „Gefällt mir“

Hallo J~,

auch wenn dieses (und die anderen Postings) doch weit von Monica’s Ausgangsposting abschweifen, will ich dennoch antworten.

Deine Aussage ist so umittelbar zwar nicht ganz verkehrt, doch betrifft die Budgetierung uns Klinikärzte auch. Wie ich bereits in einem anderen Posting (im Archiv) geschrieben habe, werden aus Kostengründen längst nicht mehr alle Untersuchungen durchgeführt. Sind diese Untersuchungen allerdings notwendig und werden durchgeführt, so bleibt die Klinik auf den Kosten sitzen (immer häufiger). Passiert das zu oft, ist die Klinik pleite.
Darüber hinaus möchte ja auch ein Großteil der Klinikärzte sich mal niederlassen. Die Aussichten und Anreize bei stetig sinkendem Punktwert tendieren gegen Null. Wenn Du mal ins Ärzteblatt bei den Stellenanzeigen siehst, so ist die Zahl der offenen Stellen eklatant angestiegen.
Die Ärzte haben bei der Höhe der Vergütung einer Leistung kein Mitspracherecht. Die KV’en legen anhand der Anzahl der erbrachten Leistungen den Punktwert fest, so dass der niedergelassene Kollege erst in 3 Monaten erfährt, ob und wie hoch die erbrachte Leistung vergütet wird (mal vereinfacht gesagt). Ich kann die Kollegen, die ihre Kassenzulassung zurückgeben, gut verstehen. Als Patient erwartet man die beste Medizin mit den modernsten Apparaten. Die Praxis, die dies bieten kann, wird frequentiert. Wenn allerdings mehrfach in der Woche der Praxis-Berater der finanzierenden Bank anruft und Du eine Last von u.U. mehreren Millionen auf den Schulter hast…welche Möglichkeit würdest Du wählen ??

Gruß, Jürgen

*antwortend*

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

1 „Gefällt mir“

Ergänzung
Ich lese gerade nochmal mein Posting durch und sehe, dass der letzte Satz u.U. falsch verstanden werden kann.
KEINESFALLS billige ich Betrug durch unrechtmäßige Abrechnung, ich meinte vielmehr, dass der niedergelassene Kollege viel lieber die privaten Patienten behandelt.

Gruß, Jürgen

Hallo Sharon,

K.H. schreibt:

Dafür
produziert die moderne Medizin allerdings ein Heer von
chronisch Kranken,

Du schreibst:

Das stimmt auch nicht so ganz.

K.H. hat vollkommen recht. Du brauchst dich nur mal intensiv
z.B. mit dem DentalWerkstoff-Skandal zu beschäftigen
(Amlgam,Palladium,Gold) oder entsprechende Hetz-Literatur zu
studieren.
Beispiele:

Heilen verboten, töten erlaubt
Trau keinem Doktor
Männermacht Medizin
Wehrt euch Patienten
Heilung ist machbar
Heilung ist möglich
Heilung ist einfach

und viele hundert weitere Titel. Ärzte machen als Handlanger der
Pharmaindustrie Millionen Menschen krank und verdienen Unsummen
daran. Das ist wissenschaftlich bewiesen, da brauchst du nur die
Literatur durchzuarbeiten (;

„Ärzte“ sind von der Pharmalobby „ausgebildet“, und verursachen
durch „Therapie“ meist (!) nur ein Symptom-Shifting oder ganz neue
Krankheiten. Ich habe noch nie einen Kassenarzt gesehen, der
chronische Krankheiten heilen kann;
dies ist auch nicht gewünscht, denn Ärzte leben ja von der
Krankheit anderer Menschen. Ich würde mich zutiefst schämen,
wäre ich ein Arzt.

Gruß

Oliver

Hi Sharon,

Ach, haben deswegen die Heilpraktiker so hohe Todesraten?

Die Todesrate bei Heilpraktikern liegt nahe Null.
Wir schicken die Leute vorher schnell zum Arzt, dann geht das auf seine Rechnung.
Vorsicht Satire!!!

Nu mal ehrlich, wäre Medizin so einfach, brauchte es dafür
keine jahrelange Ausbildung. Nebenbei bemerkt ist deine
Tabelle schlichtweg falsch. Gehst du nach deiner Liste vor,
kannst du sicher sein, daß du bis zu etwa 80% deiner Patienten
umbringst.
Es gibt nicht EIN Antihypertonikum, daß du jedem beliebigen
Patienten geben kannst, da muß man schon sehr genau abwägen,

habe ich auch nicht gesagt

sonst ist der Patient schwer geschädigt oder gar tot!

Erzähl das mal dem Hausarzt meiner Eltern.Er hat es in den letzten Jahren mehrfach fast geschafft, mich zum Vollwaisen zu machen.

In der Heilkundlichen Medizin mag es so simpel sein,

Ist es aber überhaupt nicht, im Gegenteil.

braucht es auch keine lange oder intensive Ausbildung

aber sicher doch

Kannst ja mal bei mir ein Praktikum machen, da kannst du dann bestimmt noch was lernen und weisst dann hinterher auch, dass du hier nur dümmliche Vorurteile verbreitest.
Trotzdem einen schönen Gruß
KH

1 „Gefällt mir“

Hallo Oliver

Krankheiten. Ich habe noch nie einen Kassenarzt gesehen,
der
chronische Krankheiten heilen kann;
dies ist auch nicht gewünscht, denn Ärzte leben ja von der
Krankheit anderer Menschen. Ich würde mich zutiefst schämen,
wäre ich ein Arzt.

Beleidigungen sind hier nicht erwünscht.
Deine Einstellung ist ja bekannt, aber einen ganzen Berufsstand pauschal zu verunglimpfen geht mir zu weit.
Solche Äusserungen werden in Zukunft kommentarlos gelöscht.
Klar?
Gruß
MOD Rainer

Hi nochmal!

Ach, haben deswegen die Heilpraktiker so hohe Todesraten?

Die Todesrate bei Heilpraktikern liegt nahe Null.

Wie kannst du das behaupten? Es existieren doch keine Statistiken und die Dunkelziffer ist höher als so manche glauben mögen. Alleine durch meine persönliche Erfahrung und die von anderen aus dem medizinischen Berufsstand mit geschädigten Patienten, die teilweise auch gestorben sind, glaube ich nicht an eine Rate „nahe Null“. Das wäre zuviel des Zufalls.

Wir schicken die Leute vorher schnell zum Arzt, dann geht das
auf seine Rechnung.

So wäre das aber auch völlig in Ordnung :wink:
Versteh mich nicht falsch, ich schätze die ganzheitliche und naturheilkundliche Medizin durchaus (in einigen wenigen Bereichen ziehe ich sie sogar vor)- nur kritisiere ich den teilweise katastrophalen Wissensstand einiger Heilpraktiker und deren teilw. verantwortungslosen und unseriösen Umgang mit Patienten!

Und entschuldige bitte - ich will dich nicht beleidigen oder persönlich angreifen -, aber selbst jahrelange Tätigkeit in der Pflege qualifizieren einen nicht, Krankheiten sicher zu diagnostizieren und therapieren zu können! Oder was sagst du zur OP-Schwester, die lange assistiert hat und nun behauptet, selbst operieren zu können? Das ist doch absurd…
Ich bin selbst Krankenschwester und arbeite seit Jahren und heute auch noch nebenbei, aber selbst ich würde mir sowas nicht zutrauen. Dazu weiß man einfach zu wenig! Auch wenn man vom Gegenteil überzeugt ist.

Daher kam auch meine Aussage, daß ich es anmaßend finde, Krankheiten diagnostizieren zu können, wo sich sogar Fachärzte nicht hundertprozentig sicher sein können!

Und ehrlich gesagt, habe ich bisher auch noch keinen Heilpraktiker getroffen, der mir wirklich kompetent und verantwortungsvoll vorkam. Allerdings muß ich auch zugeben, daß ich bisher auch nur einige Dutzend kenne.
Eine einzige Ausnahme gibt es bisher: zwar ist sie noch nicht allzulange dabei und somit ist meine Einschätzung vielleicht auch falsch, aber der erste Eindruck ist wirklich gut. Die Rede ist von Kerstin Windgassen, die hier im Forum schreibt. Bisher hatte ich den Eindruck, daß sie auch von Medizin etwas versteht und durchaus kompetente und sinnvolle Antworten gibt!

Zumindest hat sie bislang auf wichtige medizinische Aspekte hingewiesen, an die man denken muß (und was viele aufgrund mangelnden Wissens nicht erwähnen sondern gleich zu seltsamen Mittelchen raten), bevor man sich alternativen Methoden anvertraut und sie hat bisher auch noch keinem abgeraten, lebensnotwendigen Medikamente weiter einzunehmen und diese verteufelt bis zum gehtnichtmehr usw. usw.

Solche Heilpraktiker wünsche ich mir - zu Kerstin würde ich meine Patienten durchaus ohne Angst um deren Gesundheit und ruhigen Gewissens auch schicken!
Aber der Rest der sich alleine schon hier im Forum herumtreibt - also ich weiß nicht…

Es gibt nicht EIN Antihypertonikum, daß du jedem beliebigen
Patienten geben kannst, da muß man schon sehr genau abwägen,

habe ich auch nicht gesagt

Das hast du aber geschrieben :wink:

In der Heilkundlichen Medizin mag es so simpel sein,

Ist es aber überhaupt nicht, im Gegenteil.

*lol* schwieriger als in der Medizin?
Nun ja, an Nebenwirkungen braucht man ja nciht zu denken, denn die gibt es einfach nicht. Diagnosen werden einfacher und sicherer gestellt als beim Arzt. Therapieempfehlungen können auch einfach nachgelesen werden und werden individuell nur geringfügig modifiziert.
Was bitte ist daran kompliziert? :wink:
(P.S.: auch Satire :wink: )

braucht es auch keine lange oder intensive Ausbildung

aber sicher doch

Ach? Du hast 7 Jahre lang (Optimum, manche brauchen länger) JEDEN Tag mindestens 14 Stunden lang gelernt und anschließend nochmal 5-6 Jahre (Facharztausbildung)? Und dabei pro Jahr ca. 5000-10000 Seiten auswendig gelernt?
Wie lang ist die Heilpraktiker-ausbildung nochmal? Und vor allem wie intensiv und detailiert?

Kannst ja mal bei mir ein Praktikum machen,

Ehrlich gesagt würde ich das sogar ganz gerne - aber wo ich das mache, suche ich mir lieber selber aus :wink:

bestimmt noch was lernen und weisst dann hinterher auch, dass
du hier nur dümmliche Vorurteile verbreitest.

KH, bitte nicht auf diesem Niveau!
Ich diskutiere gerne und lasse mich mit logischen Argumenten auch überzeugen, aber Beleidigungen müssen doch nicht wirklich sein, oder?
Schließlich sind wir beide erwachsen.

Und bei Vorurteilen sollte man sich immer zuerst an die eigene Nase packen :wink:

Trotzdem einen schönen Gruß

Warum trotzdem?
Ich habe dir weder etwas getan noch habe ich sowas vor. Nimm die Sache nicht so ernst - es lohnt sich nicht sich darüber aufzuregen :wink:
Auch wenn unsere Diskussionen in letzter Zeit arg kontrovers waren, ist das noch lange kein Grund, solche Spitzen auszuteilen :wink:

Gruß,
Sharon

2 „Gefällt mir“

Hallo,

ich habe niemanden persönlich beleidigt, sondern nur
wissenschaftlich bewiesene Tatasachen dargestellt.
Du brauchst nur den Literaturnachweis durchzuarbeiten!

Ich würde mal sagen, du hast keine Gegenargumente, und
reagierst deswegen so unsachlich.

Gruß

Oliver

Hallöchen!
Ob Arzt oder Heilpraktiker nun besser oder schlechter sind, darüber lässt sich wohl unendlich diskutieren, denn beide haben ihre Qualitäten und Schwächen.
Der Patient entscheidet doch selbst, wo er sich behandeln lässt! Menschen, die ich kenne, haben gute und schlechte Erfahrungen sowohl bei Ärzten wie auch bei Heilpraktikern gemacht.
Ist nicht derjenige anmaßend, der meint, JEDEM Patienten helfen zu können?
*malsonachgedacht*
gruss engelsauge

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Oh - danke
Ja vielen Dank Sharon,

Eine einzige Ausnahme gibt es bisher: zwar ist sie noch nicht
allzulange dabei und somit ist meine Einschätzung vielleicht
auch falsch, aber der erste Eindruck ist wirklich gut. Die
Rede ist von Kerstin Windgassen, die hier im Forum schreibt.
Bisher hatte ich den Eindruck, daß sie auch von Medizin etwas
versteht und durchaus kompetente und sinnvolle Antworten gibt!

das kam unerwartet, schließlich bin ich wirklich erst seit einigen Tagen dabei.

Ich finde übrigens auch, daß es ein Heer von HP gibt, die sich zuwenig um die klinischen Aspekte unseres Berfufstands kümmern.
Allerdings finde ich auch, daß es ein mindestens ebenso großes Heer von Ärzten gibt, die sich nicht um gute Diagnostik und nicht um Denken in Zusammenhängen kümmern.

Einer meiner ersten Schritte bei Patienten ist oft, mir anzusehen, was sie alles verschrieben bekommen haben, was sich gegenseitig stört oder nur gegen die Nebenwirkungen eines anderen Medikaments ist.

Zumindest hat sie bislang auf wichtige medizinische Aspekte
hingewiesen, an die man denken muß (und was viele aufgrund
mangelnden Wissens nicht erwähnen sondern gleich zu seltsamen
Mittelchen raten), bevor man sich alternativen Methoden
anvertraut und sie hat bisher auch noch keinem abgeraten,
lebensnotwendigen Medikamente weiter einzunehmen und diese
verteufelt bis zum gehtnichtmehr usw. usw.

Naja - das stimmt, wobei wir sicher Fälle finden würden, wo du etwas schon als lebensnotwendig beschreibst, wo ich noch Alternativen vorher sehen würde.

Und nebenbei, da bin ich hier nicht die einzige HP oder Anverwandte, denn was mir an diesem Forum bis jetzt gut gefällt ist, daß es wenige zynische pseudowitzige Fanatiker gibt, die nur unqualifiziert aufeinander einschlagen. (also auf beiden Seiten, hoffe ich - wenn es denn nur zwei Seiten gibt)

Solche Heilpraktiker wünsche ich mir - zu Kerstin würde ich
meine Patienten durchaus ohne Angst um deren Gesundheit und
ruhigen Gewissens auch schicken!

Nochmal Danke - das fühlt sich an wie ein großes Kompliment - Gerne bei Gelegenheit.

braucht es auch keine lange oder intensive Ausbildung

aber sicher doch

Ach? Du hast 7 Jahre lang (Optimum, manche brauchen länger)
JEDEN Tag mindestens 14 Stunden lang gelernt und anschließend
nochmal 5-6 Jahre (Facharztausbildung)? Und dabei pro Jahr ca.
5000-10000 Seiten auswendig gelernt?
Wie lang ist die Heilpraktiker-ausbildung nochmal? Und vor
allem wie intensiv und detailiert?

Also du hast Recht und Unrecht (wie oft im Leben).
Die HP-Ausbildung ist sehr individuell. Da man in einer Prüfung im Prinzip „nur“ nachweisen muß, daß man keine Gefahr für die Volksgesundheit ist und die Prüfungen in allen Orten sehr unterschiedlich ist, gibt es keine genauen staatlichen Vorlagen. Und die allermeisten werden wahrscheinlich eine kürzere Ausbildung haben

Was aus dieser langen Ausbildung die du beschreibst war wirklich praxisrelevant, also an der Behandlung von Patienten orientiert?

Ich bin neben meiner Praxistätigkeit noch Dozentin an einer Heilpraktiker-Schule und dabei auch in der Prüfungsvorbereitung tätig. Und du hast sicher recht, die Ausbildung ist kürzer und weniger detaillreich. Aber sie ist in hohem Maße praxisorientiert auf das Erkennen von schwerwiegenden Erkrankungen, Notfällen und Zusammenhängen ausgerichtet.

Der Berufstand der HP ist auf der einen Seite mit großer Freiheit gesegnet (haben wir erstmal die Prüfung bestanden - Durchfallquote im Schnitt etwas über 90%) dann haben wir im Rahmen der nicht-verschreibungspflichtigen Medikamente Therapiefreiheit - auf der anderen Seite dürfen wir allerlei Sachen gar nicht machen. Da gibt es diverse gesetzliche Einschränkungen.

Zu der obenbeschriebenen rein medizinischen Ausbildung kommt dann noch die Ausbildung in einer oder mehrerer Therapierichtungen.

Was ich einen echten Vorteil der Mediziner-Ausbildung finde, ist ihr relativ großer Reichtum an Praktika, auch wenn bei einem Teil dieser Praxis die Patienten vielleicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

Also vielleicht ist die Medizine-Ausbildung länger und härter und reglementierter, aber wer weiß wieviel davon wirklich notwendig ist.
Aber die HP-Ausbildung ist auch nicht reines Geschenk und was beide Berufstände aus ihrer Ausbildung machen steht auf einem ganz anderen Blatt.

He - das ist echt lang geworden. Jetzt reichts

Schönen Gruß
Kerstin

… war ja auch keine Kritik (c;, hab mich nur gewundert.

Chris

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi!

Allerdings finde ich auch, daß es ein mindestens ebenso großes
Heer von Ärzten gibt, die sich nicht um gute Diagnostik und
nicht um Denken in Zusammenhängen kümmern.

Gerade das letzte stört mich bei Ärzten sehr…
Viele verkommen leider zu Fachidioten und behandeln nur das kranke Organ und nicht den Menschen im Ganzen. Doch so langsam ist da ein Umdenken im Gange, in der jüngeren Generation sowieso (merk ich schon im Studium) und bei den alten „Hasen“ klingelt es auch so langsam, daß um das Organ noch viel Mensch drum herum ist.

Da wird sich noch so einiges ändern in naher Zukunft. Schon jetzt schauen Ärzte, ob man nicht noch stärker auf Medikamente und Co. verzichten kann und es erst anders angeht. Die Denkweise führt in die Richtung, in der sich die klassische Schulmedizin und alternative Methoden (auch simple Sachen wie Diät, Sport und Gesundheitserziehung, Hausmittelchen) sinnvoll ergänzen und möglichst viele Disziplinen optimal für den Patienten zusammenarbeiten!
Also der Arzt mit dem HP, Physiotherapeut, Diätassistenten, Psychologen, Psychosomatiker etc. etc. etc.

Das kann man jedoch nur erreichen, wenn die einzelnen nicht gegen die anderen Krieg führen :wink:

Und nebenbei, da bin ich hier nicht die einzige HP oder
Anverwandte,

Nein, bist du nicht - aber dafür die kompetenteste :wink:

Solche Heilpraktiker wünsche ich mir - zu Kerstin würde ich
meine Patienten durchaus ohne Angst um deren Gesundheit und
ruhigen Gewissens auch schicken!

Nochmal Danke - das fühlt sich an wie ein großes Kompliment -
Gerne bei Gelegenheit.

Es war beides - ein Kompliment und eine sachliche Feststellung *g*
Wenn du so weitermachst wie bisher, sehe ich dich als Bereicherung für das Forum und an meinen Patienten darfst du dann auch gerne herumdoktern :wink:

Was aus dieser langen Ausbildung die du beschreibst war
wirklich praxisrelevant, also an der Behandlung von Patienten
orientiert?

„Halbe“ Praxis hat man in den jeweiligen Kursen - mal mehr mal weniger je nach Fach. In einigen Fächern erfolgt der Unterricht sogar NUR auf Stationen bzw. an Patienten (Freiwillige natürlich *g*). Und auch zu Vorlesungen werden immer wieder Patienten eingeladen.
Ansonsten sind viele Praktika vorgeschrieben, angefangen vom (IMHO lächerlichen) mehrwöchigen Pflegepraktikum, mehrmonatigen (mind. 4 Monate) Praktika in Krankenhäusern und auch natürlich das Praktische Jahr (PJ), in dem man nur im Krankenhaus arbeitet.
Das AiP (Arzt im Praktikum - 18 Monate) ist leider kürzlich abgeschafft worden, sprich ab nächstem Jahr gibts das nicht mehr.

Alles in allem sinds etwa eineinhalb Jahre rein praktische Ausbildung, und wenn man den Unterricht am Bett mitzählt, etwas mehr (je nach Uni und deren Unterricht 2-3 Jahre)

Was ich einen echten Vorteil der Mediziner-Ausbildung finde,
ist ihr relativ großer Reichtum an Praktika, auch wenn bei
einem Teil dieser Praxis die Patienten vielleicht als
Versuchskaninchen herhalten müssen.

Naja, als Versuchskaninchen würde ich sie nicht bezeichnen *g*
Alle Patienten müssen voher ihr Einverständnis geben - sonst läuft nix!
Und wenn du praktische Handlungen meinst, wie Verbände anlegen, Spritzen geben, Braunülen schieben, Untersuchungstechniken üben etc - dazu gibbet spezielle Kurse und die Studenten dürfen sich erst mal gegenseitig piesacken, bevor sie auf Patienten losgelassen werden :wink:

Beziehungsweise gibt es spezielle Puppen und Apparate, an denen man zuerst übt, wie z.b. Intubieren, Nähen, Punktieren, Sonden schieben oder gar endoskopisch „operieren“ uvm. :wink:

Aber die HP-Ausbildung ist auch nicht reines Geschenk und was
beide Berufstände aus ihrer Ausbildung machen steht auf einem
ganz anderen Blatt.

Jo, das stimmt - gilt aber so für praktisch jeden Beruf :wink:

Gruß,
Sharon

Hallo,

ich habe niemanden persönlich beleidigt, sondern nur
wissenschaftlich bewiesene Tatasachen dargestellt.
Du brauchst nur den Literaturnachweis durchzuarbeiten!

Das ist kompletter Unsinn, die Ärzte, zu denen ich gehe und die ich kenne sind qualifiziert, tüchtig und hilfsbereit, das dürfte für die meisten zutreffen.
Schwarze Schafe gibt es in jedem Beruf, in Deinem auch.
Das ist aber nicht die Regel.
Verschon mich bloss mit Deinen Statistiken, damit kann man auch beweisen, dass die Erde eine Scheibe ist.
Gruß
Rainer

Ich war noch nie un-ruhig.
Hallo,

das sind aber keine wissenschaftlichen Gegenargumente,
sondern subjektive Erfahrungen.
Hier noch ein wissenschaftliches Argument von mir:

Immer wenn Ärzte streiken, steigen die Todesfälle in den
Kliniken. Besonders krass war es mal in Israel: 50% weniger
Tote durch den Ärztestreik. Dann haben die Ärzte wieder
angefangen zu „arbeiten“, und die Anzahl der Toten ist gestiegen,
bis sie sich wieder auf altem Niveau eingependelt hat.

Du glaubst mir nicht? Du kannst es nachlesen in dem Buch
„Trau keinem Doktor“ von Robert S. Mendelsohn. Er ist prominenter
amerikanischer Medizinprofessor und muss es schliesslich wissen.

Was sagst du nun? (-;

Gruß

Oliver

P.S. Übrigens: Ich habe nicht „alle“ Ärzte schlechtgemacht, sondern
ich habe von „Kassenärzten“ gesprochen. Eines der Probleme ist
ICD: Für chronische Intoxikationen gibt es keine Diagnose-Ziffer,
also dürfen Kassenärzte solche krankmachenden Ursachen auch nicht
behandeln: der Patient bekommt nur ein Behandlung der Symptome
was zu weiteren Symptomen (sog.„Nebenwirkungen“) bzw. Symptomshifting
führt.

Ja was jetzt???
Hi Oliver Michael!

Selber noch Amalgam im Zahn?
Wie 'rum stimmt’s denn nun?
???

Immer wenn Ärzte streiken, steigen (???) die Todesfälle in den
Kliniken. Besonders krass war es mal in Israel: 50% weniger (???)
Tote durch den Ärztestreik.

???

Also, diese Statistiken, daß die Sterblichkeit während der Ärztestreiks abnimmt , sind alte Hüte mit 'nem Bart wie ZZ-Top! Sie werden praktisch in jeder medizinischen Statistikvorlesung erwähnt. Damit kannst Du wirklich nur noch bei einem Neurotiker-Stammtisch punkten.
Was in Deinen vielen Büchern vielleicht nicht steht oder Du uns nicht sagen willst: anders, als wenn die Müllabfuhr streikt, muß ja ein Krankenhaus den Notfallbetrieb aufrecht erhalten. Riskante Operationen werden dagegen verschoben. So kommt es zwangsläufig zu einer Verschiebung der Sterblichkeit.

Gruß
Peter

1 „Gefällt mir“

!!!

Hallo,

danke das du mich auf einen Fehler aufmerksam gemacht hast,
dafür kriegst du jetzt einen Stern; den hast du dir
redlich verdient.

Gruß

Oliver