Viele Beiträge in Foren einfach falsch

das ist etwas komplizierter
Das Problem ist das ich meine Erwartungen nicht erfülle!

Ich habe ein Problem damit Kontakte zu Menschen aufzubauen.

Ich könnte (noch) nicht auf eine Party und dort jemanden ansprechen. es würde mir sehr schwer fallen. Was das seltsame dabei ist, ich könnte eher einer Frau ansprechen als einen Mann. Obwohl ich hetrosexuell bin.

Ich will auf eine Party, so wie heute. Und was ist ? Nix ist bin nicht gegangen, ich habe versagt.

Ich will raus aus diesen Schranken in denen ich bin, und dazu setze ich mir aufgaben.

daniel

ja
ich glaube nicht mal mehr das ich um sie trauere. enttäuscht bin ich, und das werde ich wohl mein leben lang sein.

nur ich halte die enttäuschung eben noch hoch wie eine Bibel.

ich weiss das wenn ich mich selbst wieder auf die Reihe bringe das alles besser wird, ich denke sogar verschwindet.

Hallo Daniel,

Das Problem ist das ich meine Erwartungen nicht erfülle!

Ich habe ein Problem damit Kontakte zu Menschen aufzubauen.

ok, es wird ein wenig klarer. Du selbst stellst also die Erwartungen an Dich, just in den Bereichen, wo Du die größten Schwierigkeiten hast, hältst dem Erwartungsdruck nicht stand und fühlst Dich dann als Versager, mit negativen Folgen für Dein Selbstwertgefühl, die weitere Bemühungen dieser Art von vorneherein unter einen ungünstigen Stern stellen, ein Teufelskreis!

Stelle Dir vor, Du wärest eine Art Coach oder Lehrer für jemand Anderen mit den von Dir geschilderten Schwierigkeiten, und Du hättest die Aufgabe, diesem zu helfen.

Wie stellst Du das am besten an?

Streng, mit starren Forderungen, und Beschimpfungen und Strafen im Falle der Nichterfüllung („Versager“)? Oder freundlich und liebevoll, zwar beharrlich in der Zielgerichtetheit, aber geduldig und verständnisvoll, wenn der Schüler etwas noch nicht zuwege bringt?

Ersteres erzeugt nur Angst und Widerstand.

In Deiner Person spielt sich das alles ab: strenge Forderungen und Widerstand, Bestrafung und Angst. Nichts geht mehr.

Ich will raus aus diesen Schranken in denen ich bin, und dazu
setze ich mir aufgaben.

Eine unscheinbare kleine Geschichte:

Vor drei Monaten war ich auf einer Fortbildung, die eine Woche dauerte. In meinem Hotel wohnte auch eine Frau, ich fand sie hübsch und sehr sympathisch, wir saßen auch, noch mit einigen Anderen, am selben Tisch zum Frühstück zusammen.

Nun bin ich sehr schüchtern und es fällt mir sehr schwer, jemand anzusprechen. Ich setzte mich auch irgendwie unter Druck, konnte aber kaum den Mund aufmachen. Am letzten Tag saß ich zufällig mit ihr alleine, und, vielleicht weil es der letzte Tag war, ich war jedenfalls ohne Druck und konnte normal mit ihr reden. Wir tauschten sogar unsere Telefonnummern aus. Nun, es blieb ohne Konsequenz und ich war für meinen Teil zu feig, sie tatsächlich anzurufen.

Fazit: ich rate Dir zu einer liebevollen Haltung Dir selbst gegenüber, wie ein guter Freund. Oder eben wie ein kluger Lehrer, der ebenso beharrlich hinsichtlich der Lernziele wie geduldig ist und Fehler nicht bestraft, sondern sogar begrüßt und ohne jede Wertung aufgreift, da man daraus lernen kann. Und so ein Lehrer würde vielleicht sagen: „Geh hin zur Party. Besondere Aufgaben gibt es dort keine - vielleicht findest Du die eine oder andere Möglichkeit, ein wenig zu üben.“

Grüße,

I.

ok
ja teilweise gehe ich schon so ran… werde es mal intensivieren!

thx