Voliere

nun aber echt schluss!
„In den USA werden heute mehr als 70 Prozent der Getreideernte als Viehfutter verwendet… Das Rind ist der schlechteste Futterverwerter unter den Nutztieren. … Neun Pfund Futter sind notwendig, damit ein Mastrind ein Pfund zunimmt… …im Jahre 1979 (wurden) 145 Millionen Tonnen Getreide an Nutzvieh - Rinder, Geflügel und Schweine - verfüttert … Nur 21 Millionen Tonnen von diesem Futter standen den Menschen nach der Energieumwandlung in Form von Fleisch und Eiern für den Verzehr zur Verfügung. Der Rest … war für die Ernährung der Menschen verloren… die Menge (hätte) ausgereicht, jeden Menschen auf der Erde ein Jahr lang täglich mit einer Schale Getreide zu versorgen…“

„Alljährlich sterben auf der Erde etwa 20 Millionen Menschen an Unterernährung und dadurch mitverursachten Krankheiten… Mehr als 15 Millionen Kinder werden jährlich von Krankheiten dahingerafft, die durch Mangelernährung verursacht oder dramatisch verschärft werden…“

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Der fette Tod
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„Die Bewohner der Länder mit hohem Proteinverbrauch leben gefährlich, sie sterben zu Millionen durch übermäßigen Verzehr von Fleisch aus Getreidemastbetrieben . Die Zahl der Todesfälle, die ursächlich mit einer allzu fett- und cholesterinreichen Ernährung zusammenhängen, steigt jährlich. Einem Bericht des Gesundheitsministeriums der USA zufolge waren von den 2,1 Millionen Sterbefällen im Jahre 1987 etwa 1,5 Millionen auf solche ernährungsbedingten Faktoren zurückzuführen.“ (S.135) Und es werden immer mehr Gefahren bekannt, die durch den Verzehr von industriellem Mastfleisch ausgehen. Die neueste und bedrohlichste scheint die Übertragung von Rinderwahnsinn auf den Menschen zu sein, was einige Experten für möglich halten. Der Rinderwahnsinn hatte sich durch Verfütterung von Fleisch an Wiederkäuer, das von Scrapie-befallenen Schafen stammte, unter den Rindern verbreitet. „Die als ‚Rinderwahnsinn‘ bekanntgewordene Krankheit BSE … wurde im Jahre 1986 in Großbritannien entdeckt. 1990 waren davon etwa 16.000 Tiere aus 7.000 Herden befallen. Das Gehirn der infizierten Rinder zersetzt sich und nimmt eine schwammartige Konsistenz an.“

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„Weiden statt Regenwald“
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„Seit 1960 sind mehr als 25 Prozent der Wälder Südamerikas abgeholzt worden, um Weideflächen Platz zu machen… Gegen Ende der 70er Jahre dienten zwei Drittel der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Mittelamerika als Weideland für Rinder und anderes Vieh, von denen der weitaus größte Teil für den Export nach Nordmarika bestimmt war… Der Prozeß der Waldrodung, Landkonzentration und Vertreibung der ländlichen Bevölkerung wiederholt sich nach gleichem Muster in ganz Lateinamerika mit der systematischen Zielsetzung, die Festlandmasse eines halben Kontinents zu Weidefläche zu machen, um die fleischreiche Kost der wohlhabenden Lateinamerikaner, Europäer, Nordamerikaner und Japaner zu sichern.“

„Von 1966 bis 1983 wurden fast 100.000 Quadratkilometer Regenwald am Amazonas abgeholzt… Von Seiten der brasilianischen Regierung wurde geschätzt, daß etwa 38 Prozent des in dieser Zeitspanne vernichteten Regenwaldes den Weideflächen für eine großangelegte Rinderwirtschaft weichen mußten…“

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„Heuschrecken mit Hufen“
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„Mehr als 60 Prozent der Steppengebiete der Welt wurden im Laufe der letzten 50 Jahre durch Überweidung zerstört… Darüber hinaus werden Millionen von Hektar Ackerland durch Bodenerosionen vernichtet, weil die Bauern die Ertragskapazität ihrer Felder überstrapazieren, um Futtergetreide für die Mast von Rindern und anderem Vieh für die immer zahlreicher werdende Erdbevölkerung zu produzieren.“

„In den USA geht fast die Hälfte des gesamten Wasserverbrauchs auf den Anbau von Futtergetreide zurück. (In Südeuropa ist das sicher ähnlich - Achim). Auf ein Pfund Rindfleisch aus einem Mastbetrieb kommen 1.000 Liter Wasser für die Bewässerung der nötigen Getreidemenge… Für die Gewinnung von Proteinen tierischer Herkunft wird bis zu fünfzehnmal mehr Wasser benötigt als für die Produktion derselben Menge pflanzlicher Eiweiße…“

„Mehr als die Hälfte der heute in nordamerikanischen Gewässern gefundenen organischen Giftstoffe stammen aus Rindermastbetrieben… Ein Mastrind produziert im Durchschnitt 20 Kilo Dung in 24 Stunden. In einem Mastbetrieb mit 10.000 Tieren fallen demnach an einem einzigen Tag 100.000 Kilo Dung an… (Das) entspricht der Abfallmenge, die in einer Stadt mit 110.000 Einwohnern produziert wird.“

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Treibhaus
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"Fast vier Liter Treibstoff werden in den Mastbetrieben der USA verbraucht, bevor man ein einziges Pfund Fleisch erhält… Um den Rindfleischbedarf einer durchschnittlichen vierköpfigen Familie für ein Jahr zu decken, werden 1.000 Liter Treibstoff gebraucht, bei deren Verbrennung 2,5 Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre abgegeben werden - das entspricht dem Abgasausstoß eines Mittelklassewagens in sechs Monaten bei normaler Nutzung… Nun erfordert die Produktion von Futtergetreide auch den Einsatz von chemischen Düngemitteln, die wiederum Stickstoffoxide freisetzen. In den 40 Jahren zwischen 1950 und 1990 ist der weltweite Verbrauch von chemischen Düngemitteln drastisch angestiegen, und zwar von 14 auf 143 Millionen im Jahr … Die globale Erwärmung geht derzeit zu sechs Prozent auf das Konto der Stickstoffoxide, die durch chemischen Dünger und andere Verursacher freigesetzt werden.

Schließlich und endlich produzieren Rinder das überaus wirkungsvolle Treibhausgas Methan… Methangas ist zu 18 Prozent an der fortschreitenden globalen Erwärmung beteiligt… Schon heute wird von Fachleuten geschätzt, daß jährlich mehr als 500 Millionen Tonnen Methan in die Atmosphäre gelangen… Die 1,3 Milliarden Rinder der Welt haben daran mit 60.000 Tonnen, die sie im Jahr produzieren, immerhin einen Anteil von zwölf Prozent… Allein durch das Abbrennen von Tropenwäldern, Grasflächen und Stoppelfeldern entstehen, neben dem CO2, 50 bis 100 Millionen Tonnen Methangas…"

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Psychologie des Fleischessens
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"Die europäischen Kriegsführer des Mittelalters, …, die Erforscher und Entdecker neuer Welten, die Siedler der großen Trecks … und die Cowboys in den Prärien des Westens - sie alle drückten durch den Genuß von gebratenem Fleisch ihre Einstellung zu ihrer Beute aus. Niemand stellt sich einen Cowboy vor, der gekochtes Fleisch ißt. Selbst heute noch … wird die Szenerie der Rinderkultur mit dem Klischee des Cowboys, der sein Fleisch über dem offenen Feuer brät, an lauen Sommerabenden in zahllosen Vorstadtgärten wiederholt, wenn der ‚Herr‘ des Hauses die Holzkohle anzündet und die rohen Bouletten auf den glutheißen Grill klatscht.

Von allen Nahrungsmitteln besitzt das Rindfleisch den höchsten Status. In fast allen fleischessenden Gesellschaften steht das dunkle Fleisch an der Spitze der Nahrungsmittelpyramide, in absteigender Ordnung gefolgt von Hühnerfleisch und Fisch und tierischen Produkten wie Eiern und Käse. … Lange Zeit haftete dem Blut, das im dunklen Fleisch enthalten ist, der Mythos an, ‚Kraft, Aggression, Leidenschaft und sexuelle Potenz‘ zu verleihen - Eigenschaften, die bei allen fleischessenden Völkern als erstrebenswert gelten… Das Blut ist die ‚Lebenskraft‘ des Tieres. Es ist durchdrungen vom Geist und Stoff des Lebens…"

„Die Gleichsetzung von Fleisch mit Macht, männlicher Überlegenheit und Privilegien ist einer der ältesten und archaischsten Symbolismen, die in unserer heutigen Zivilisation noch Geltung haben.“ (S.210)

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Eroberung und Entfremdung der Natur
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"Europäische Theologen hatten mit ihrer Vorstellung vom Menschen als Mittelpunkt der Schöpfungsordnung den Boden für die Philosophie der Aufklärung bereitet. Nach der jüdisch-christlichen Glaubenslehre ist der Mensch nach dem Ebenbild Gottes erschaffen, und ihm ist die ‚Herrschaft‘ verliehen über den Rest der göttlichen Schöpfung. Nach der Sintflut spricht der Gott zu Noah und seinen Söhnen:

‚Furcht und Schrecken vor euch komme über alle Tiere der Erde, über alle Vögel des Himmels, über alles, was auf der Erde kriecht, und über alle Fische im Meer: in eure Hände sind sie gegeben.‘

Die Denker der Aufklärung waren überzeugt, daß Gott die Welt mit Vorbedacht so geschaffen habe, daß sie den utilitaristische n Zielen der Menschheit nutze. … (Sie) richteten ihr ganzes Streben … darauf, der Natur ihre vielen nützlichen Geheimnisse zu entreißen, in der Überzeugung, daß die Natur, wenn man sie erst einmal kannte, beherrscht, gelenkt und im Dienste der Menschen benutzt werden könnte… Der utilitaristische Geist der Aufklärung führte zu einer tiefgreifenden Entfremdung der Natur. Der Philosoph und Mathematiker Descartes entwarf erstmals den radikalen Begriff von der Natur als Maschine. … Descartes entblößte die Natur ihrer Lebendigkeit und reduzierte Schöpfung und Geschöpfe auf mathematische und mechanische Größen. Er ging so weit, Tiere zu ‚seelenlosen Automaten‘ zu erklären. … Die zeitgenössischen Intellektuellen begeisterten sich rasch für Descartes’ Gedanken. …

John Locke … vertrat die Ansicht, daß den lebenden Geschöpfen und der unbelebten Materie der Erde kein Wert immanent sei, sondern daß sie erst wertvoll würden, wenn sie durch die Arbeit des Menschen und durch seine Maschinen in nützliche Stoffe, Produkte, Waren und Funktionen verwandelt worden seien. Wie viele seiner Zeitgenossen sah Locke die Natur als ein riesiges potentielles Vorratslager an produktiv nutzbaren Reichtümern. In der ‚Negierung der Natur‘ lag für ihn ‚der Weg zum Glück‘…"

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Vom Fleisch zum Rohstoff
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„Die Kinder der Industrienationen … sind es gewohnt, Fleisch als eine ‚Sache‘ zu betrachten, … das durch den gleichen Prozeß entstanden ist wie ihre Spielsachen und Kleider beispielsweise. Das bedingungslose Zweckdenken unserer Zeit hat sich mit den rationalisierten Produktionstech niken des Industriezeitalters verbunden und aus dem Rind einen Rohstoff gemacht, dessen Wert ausschließlich an seiner Vermarktbarkeit gemessen wird.“ (S.237)

"Sehr früh erkannten die Menschen, daß die anderen Geschöpfe sich nicht allzu grundlegend von ihnen unterschieden… Die Parallelen reichten aus, um den Menschen Kopfzerbrechen zu bereiten, wenn sie andere Tiere töteten und verzehrten. Um ihre zwiespältigen Gefühle zu beschwichtigen, entwickelten fleischessende Kulturen eine Vielzahl von Ritualen, mit denen sie Abbitte leisteten für die Tötung von Mitkreaturen. …

…Juden und Christen gab …der Glaube ganz neue Mittel in die Hand, das Essen von Tierfleisch zu rechtfertigen. Indem diese Religion den Menschen als nach Gottes Ebenbild geschaffen betrachtete und ihn zum Beherrscher der Schöpfung machte, gab sie ihren Anhängern eine vernünftige Begründung dafür, daß sie Tiere töteten und ihr Fleisch aßen. Später lieferten die Denker der Aufklärung eine biologisch-wissenschaftliche Rechtfertigung, da in ihren Augen die Natur nur dem einzigen Zweck dienen konnte, dem Menschen von Nutzen zu sein. …

Um ihr Gewissen zu beruhigen, haben die Menschen unserer Zeit eine Vielzahl von Barrieren zwischen sich und den Tieren, die sie essen, errichtet. Indem sie sich von einer engen Beziehung zu ihrer Beute entfernt haben, ist es ihnen gelungen, tiefverwurzelte emotionale Bindungen zu negieren und die Angst, die Scham, den Ekel und das Bedauern - all die Gefühle, die das Töten eines Geschöpfes oft begleiten - zu bekämpfen. … Die fleischessenden Gesellschaften unserer Zeit haben sich noch weiter (als die Denker der Aufklärung) von der Natur entfernt, indem sie die Schuld am Tod der Tiere, die sie essen, delegieren, den Vorgang des Schlachtens unsichtbar machen, den Zerlegungsprozeß verschleiern und bei der Nahrungszubereitung die Identität des Tieres leugnen."

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Das deutsche Schnitzel…
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„63 Kilogramm Fleisch verzehrte der statistische deutsche Durchschnittsbürger im Jahr 1993, fast zwei Drittel, 40 Kilogramm, vom Schwein (7,5 kg stammten vom Federvieh, nur 1,5 kg von Schaf, Ziegen, Kaninchen und Wild). Mit 13 Kilo pro Kopf waren Rind- oder Kalbfleisch weit weniger beliebt…“

"Milch- und Butterberge - auch die europäische Landwirtschaft kämpft mit gigantischen Überschüssen, vor allem an Rindfleisch. 1993 lagerten eine Million Tonnen des roten Fleisches in den Kühlhäusern und kosteten die Steuerzahler rund sieben Milliarden Mark. Um diese enormen Überschüsse abzubauen, will die Europäische Union möglichst viele Rinder in Drittländer verkaufen. Weil europäisches Vieh nicht mit den Weltmarkt-Preisen konkurrieren kann, wird der Handel bezuschußt.

Die Folgen sind verheerend: Mit ihren Dumpingpreisen bedrohen die Europäer Viehzüchter und Farmer vor allem in Afrika. In Westafrika und der Sahelzone werden Tausende von Tonnen tiefgefrorenen Fleisches für weniger als die Hälfte des Preises angeboten, die das Rind auf dem heimischen Markt kosten würde. …

Die Preise auf den heimischen (afrikanischen) Märkten sind auf ein Drittel des ursprünglichen Wertes gefallen… Das reicht kaum aus, um einen Nomadenhirten und seine Familie zu ernähren. In der Dürrezone des Sahel müssen sich Millionen Menschen auf das Vieh als einzige Erwerbsquelle verlassen, weil sie bei den herrschenden klimatischen Bedingungen kein Getreide anbauen können. …

Der ökonomische Wahnsinn ist immer auch ein ökologischer. Die Europäische Union holt rund eine halbe Million Tonnen Futtermitttel allein aus Westafrika, um ihre Überschußrinde r hochzupäppeln. Teure Energie wird verschwendet, um Soja, Nüsse und Palmkerne bis nach Europa zu bringen - 64 Prozent der Futtermittel-Importe der EG stammten 1991 aus Entwicklungsländern." Wieviel geht davon über den Oldenburger Hafen, dessen Umschlag zu mehr als zwei Dritteln aus Futtermitteln besteht, mit Lastwagen in die Güllezone südlich von Oldenburg ?

"Wo immer es geht, bevorzugen die Europäer den Export von lebenden Tieren. Niedriger sind die Kosten dafür nicht… Aber die Tierhändler wollen … ihren Anteil am Subventionskuchen nicht den Fleischgroßhändlern überlassen…

Jährlich werden etwa 250 Millionen Schlachttiere auf mörderischen Viehtransporte n durch Europa gefahren. Ein bis zwei Prozent der Rinder verenden, von den besonders streßanfälligen Schweinen jedes zehnte."

"80 Prozent der untersuchten Fleischproben, so fand 1993 die Hamburger Verbraucherzentral e heraus, hätten ‚die Kasse nicht passieren dürfen‘. Viele der 244 Fleischproben, die die Konsumentenschützer in acht Großstädten in Kaufhäusern und Supermärkten eingesammelt hatten, waren laut Untersuchungsbericht ‚verdorben und ekelerregend‘, mit Fäkalbakterien und anderen Kleinstlebewesen verseucht…

Die Todesangst, die den Tieren während der Transporte in den Knochen sitzt, hinterläßt auch im Fleisch ihre Spuren. Durch die Ausschüttung von Streßhormonen übersäuert das Muskelgewebe. Das Fleisch kann nach der Schlachtung nicht ordentlich ausreifen und wird deshalb rascher schlecht. Wenn es aus dem Schlachthaus kommt, sollte es zudem erst dann verladen werden, wenn es auf sieben Grad abgekühlt wurde. In der Praxis jedoch wird dieser Wert nicht eingehalten.

Kühlschleusen, die die richtige Temperatur zwischen Schlachthoftor und Lieferanten sicherstellen sollen, stehen bis heute lediglich auf der Wunschliste der Fleischhygieniker. Also landen oft noch warme Tierteile in den klimatisierten Fleischtransportern und verwandeln diese in rollende Brutkästen, in denen sich Bakterien explosionsartig vermehren."

o.k. war zu lang…

ich stimme Dir zu
Hallo Karl-heinz,

nachdem mein geliebter Papagei in meinen Händen gestorben ist, weil der Vorbesitzer starker Raucher war und der Papagei elendlich an Lungenkrebs verreckt ist (er konnte auch nicht mehr fliegen), sehe ich die Sache anders, nämlich so wie Du.

Jedes Lebewesen gehört dahin, wo es natürlicherweise herkommt, ein Vogel muss fliegen (und das tut er mit „karacho“) und nicht im Käfig dahinvegitieren und drauf warten, bis Frauchen heimkommt und sich eine Stunde lang mit ihm beschäftigt. Wenn Frauchen allerdings den ganzen Tag zu Hause ist und sich um ihren Hund kümmert, dann sieht das meiner Meinung nach wieder anders aus. Katzen gehören auch nach draußen, die müssen Mäuse jagen :smile:.

Du hast Recht, ich bin vollkommen Deiner Meinung, aber der Mensch ist zu egoistisch um das einzusehen (wenn ich halt nunmal einen Vogel will, dann hat er da zu sein und ich fütter ihn auch und mach ihn sauber - seine „Interessen“ interessieren mich dann nicht weiter…). Ich bin jetzt um einiges schlauer, aber erwarte das nicht auch von anderen… Grüße Annette

keine sorge!
ich habe besseres zu tun als mich mit leuten abzugeben deren mund (finger) schneller ist als deren verstand!
tierschutz und tierliebe ist ok. aber man sollte wirklich mal nachdenken bevor man mit soetwas anfängt. man sollte sich immer die fragen stellen:
wären diese tiere in freiheit überlebensfähig?
wenn die antwort „nein“ lautet, dann sollte man sich immer fragen:
sind sie vielleicht woanders besser aufgehoben als bei mir?

hier beginnt der tierschutz und nicht bei irgendwelchen anschuldigungen, von wegen man hätte einen vogel und der würde reichen!

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Hallo,

ich hätte nicht gedacht, daß die Frage solche Grundsatzdiskussionen auslöst. Aber eigentlich hätte man damit rechnen können…:smile:

Also die (aktuell für mich) wichtigste Aussage ist wohl, daß es für die Mehrheit vertretbar ist zwei Nymphensittiche in der genannten Voliere zu halten. Und um meine „Kritiker“ zu beruhigen: ich werde mir nie wieder Vögel als Haustiere zulegen. Diese Entscheidung steht schon lange und zwar genau aus dem Grund daß man (vor allem Sittiche) bei uns schlicht nicht artgerecht halten kann.

Da die Vögel aber nun mal mit mir leben und ständiger Freiflug in Zukunft nicht mehr möglich ist muß ich nach Lösungen suchen. Und da sind mir nur drei Alternativen eingefallen.

  1. einschläfern - scheidet aus.
  2. weggeben - würde zumindest für einen der Vögel wirklich hart werden da er sehr auf mich fixiert ist. Es gibt zwar kein Problem mit dem zweiten Vogel (die beiden verteidigen sich auch gegenseitig) aber wenn ich mal ein paar Tage nicht da war geht er mir nicht mehr von der Pelle bis ich ihn nicht ausgiebig sein Köpfchen gekrault habe. Diese Nähe hat er nur zu mir, zu meiner Frau (die viel öfter zuhause ist) hat er lange nicht dieses Verhältnis. Dann ist natürlich die Frage ob man jemand findet der den Vögeln entsprechenden Freiflug bieten kann und will.
  3. die Voliere - diese Lösung soll es werden.

Dazu noch die Frage, was Ihr von folgendem Aufbau haltet:
Fläche wie gesagt 1,50m x 2,75m, Höhe 2,50m. Zwei Seiten sind Zimmerwände ohne Fenster. Die lange Seite soll zu ca. einem Drittel (1m) aus fester Wand bestehen, so daß den Vögeln eine Fläche 1m x 1,50m als Rückzugszone (vor Blicken geschützt) zur Verfügung steht. Der Rest der langen Seite soll bis zu einer Höhe von ca. 80cm aus Plexiglas o.ä. bestehen, darüber möglichst grobmaschiges Gitter. In die kurze Seite soll eine Tür, Gitter und Plexiglas sollen sich ca. 60cm um die Ecke ziehen.

Viele Grüße
Stefan

MOD: Bitte keine Meta-Diskussion
Hallo Diskutierende,

bitte macht aus diesem Posting keine Metadiskussion oder setzt eure Unterhaltung im Plauderbrett fest.
Einige Antworten haben rein garnichts mehr mit der Ursprungs-Frage zu tun und das ist nicht Sinn und Zweck von WWW. Es bringt auch nichts, wenn ihr euch untereinander beschimpft.
Also … bitte … Schluss jetzt !!!

Gruss Manu

Hallo Stefan,

Dazu noch die Frage, was Ihr von folgendem Aufbau haltet:
Fläche wie gesagt 1,50m x 2,75m, Höhe 2,50m. Zwei Seiten sind
Zimmerwände ohne Fenster. Die lange Seite soll zu ca. einem
Drittel (1m) aus fester Wand bestehen, so daß den Vögeln eine
Fläche 1m x 1,50m als Rückzugszone (vor Blicken geschützt) zur
Verfügung steht.

Das habe ich noch nie gehört (außer bei Meerschweinchen oder so). Ich glaube auch nicht, das es sehr förderlich ist, die Vögel so abzuschotten. Sie bekommen durch das eingeschränkte Sichtfeld nicht gänzlich mit, was sich um sie herum abspielt, was zu Verwirrung führen kann, wenn in dem nicht einsehbaren Winkel Geräusche sind könnten sie ängstlich reagieren. Ebenso ein Fehler wie das mit dem Tuch über den Käfig, wenn sie Rabatz machen. Lass das also bitte. Ansonsten hört sich deine Baubeschreibung gut an. Achte darauf, das du die Plexischeiben bequem zur Reinigung entfernen kannst und wenn es möglich ist, richte auch auf der Längsseite noch eine Tür ein, die du am besten wie eine Art Zugbrücke mit einem Seil am Gitter befestigst, damit die Vögel bequem darauf landen und sich ggf. dort ausruhen können.

Grüße

Diana