Vorgezogene Alters-Rente mit 60 bei 40% GdB?

Hallo an alle WWW-Experten zum Thema Altersrente sowie Behinderung!

Ich benötige Hilfe bei folgendem hypothetischem Szenario:

  1. Mann, BJ 1951
  2. festgestellter GdB: 40%

Nehmen wir an, dass diese Person möchte aus gesundheitlichen Gründen mit 60 und mit Wirksamkeit zum 01.01.2012 (dann 60 1/2) in (vorgezogene) Altersrente gehen möchte.

Dazu folgende Fragen:

  1. Welche Voraussetzungen müssten vorliegen, damit dieser Mann im Alter von 60 in vorgezogene Altersrente gehen kann?
  2. Wie hoch wären die Abschläge in diesem Szenario?

Für Ihre Expertenmeinung danke ich im Voraus.

DP ‚Versicherungen‘!
/t/vorgezogene-rente-mit-60-bei-40-gdb/6184794

Hoi.

Tja, da schaut man in §236a Abs.2 SGB VI.
Danach „Altersrente für schwerbehinderte Menschen“ muss der Mensch Schwerbehindert sein und 35 Jahre Wartezeit erfüllt haben, muss vor dem 01.01.1952 geboren sein und kann dann mit 60. Jahren das frühestens in Anspruch nehmen.
Die dauerhaften Rentenabschläge betragen pro Monat 0,3%, bei 60 1/2 dann also von 9%.
Ansonsten sagt die Renztenversicherung: „Vor dem 1. Januar 1955 geborenen Versicherten empfehlen wir, sich wegen möglicher Vertrauensschutzregelungen vertrauensvoll an ihren Rentenversicherungsträger zu wenden.“

Im Moment aber scheitert das Vorhaben an der mangelnden Schwerbehinderteneigenschaft (GdB mindestens 50%).

Ciao
Garrett

Hoi.

[…]
Im Moment aber scheitert das Vorhaben an der mangelnden
Schwerbehinderteneigenschaft (GdB mindestens 50%).

[…]

Genau das wäre ja das Problem.
Daher ja auch die Frage, wie es bei besagten 40% GdB, BJ 1951 und Rente mit 60 ausschauen würde - hinsichtlich der Voraussetzungen und der Höhe der Abzüge.

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Hoi.

Ja, sorry, mein Fehler.

Dann bleibt nur die Rente nach §236 SGB VI übrig:
Wartezeit von 35 Jahren erfüllt und frühestens mit 63. ab 2014 in Rente.

„(2) Versicherte, die vor dem 1. Januar 1949 geboren sind, haben Anspruch auf diese Altersrente nach Vollendung des 65. Lebensjahres. Für Versicherte, die nach dem 31. Dezember 1948 geboren sind, wird die Altersgrenze von 65 Jahren wie folgt angehoben:
Geburtsjahr 1951 -> Anhebung um 5 Monate auf Alter 65 und 5 Monate“
http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__236.html

Das hiesse also, Abschläge in Höhe von 0,3% mal 29 Monate: 8,7%.

Hoffe, jetzt passt das.

Ciao
Garrett

Dann bleibt nur die Rente nach §236 SGB VI übrig:
Wartezeit von 35 Jahren erfüllt und frühestens mit 63. ab
2014 in Rente.

„(2) […]Für Versicherte, die nach dem 31. Dezember 1948
geboren sind, wird die Altersgrenze von 65 Jahren wie folgt
angehoben:
Geburtsjahr 1951 -> Anhebung um 5 Monate auf Alter 65 und 5
Monate“ http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__236.html

Das hiesse also, Abschläge in Höhe von 0,3% mal 29 Monate:
8,7%.

Erst einmal Danke für Ihre prompte Antwort. Um Missverständnissen vorzubeugen habe ich jedoch noch folgende Fragen zu dem besagten Szenario:

Habe ich Sie richtig verstanden, dass eine männliche Person Jahrgang 1951

  • die Altersgrenze für den regulären Rentenbeginn erst mit 65 Jahren 5 Monaten erreicht hat?

  • bei GdB 40 frühestens mit 63 Jahren 0 Monaten vorzeitig in Altersrente gehen kann - und nicht früher, auch nicht mit höheren Abschlägen?

  • die von Ihnen berechneten Abschläge von 8,7% bei Rentenbeginn mit 63 Jahren 0 Monaten zum Tragen kommen?

(all das unter der Voraussetzung, dass die 35 jährige Wartezeit bereits erfüllt ist).

Ist es richtig, dass etwaige Abschläge für vorzeitigen Rentenbeginn für den gesamten Rentenbezug bestehen - und NICHT mit Erreichen der regulären Altersgrenze wegfallen würden?

Herzlichen Dank für Ihre Expertenmeinung!

Hoi.

  1. Ja.

  2. Ja. (Es gibt ja neuerdings die Möglichkeit, dass die ARGE jemaden in Rente schickt, weil er nicht mehr vermittelbar ist - aber das ist nicht mein Metier.)

  3. Ja.

  4. Ja.

Ciao
Garrett