Hallo zusammen,
nachdem hier schon ‚ne nette Diskussion entstanden ist, geb‘ ich auch mal meinen Senf dazu.
Ein 10 GHz Prozessor waere in den naechsten Jahren wahrscheinlich machbar, auch wenn es Grenzen gibt, bis jetzt haben die Entwickler (fast) immer einen Weg gefunden die zu umgehen.
Die Leistungsfaehigkeit dieser CPU steht aber ganz wo anders geschrieben. Sie duerfte in punkto Architektur nicht allzu komplex ausfallen (siehe Duskussion Elektronengeschwindigkeit), entsprechend wuerde die Rechenleistung pro Taktzyklus fallen und somit waere sie wahrscheinlich in der Praxis nicht viel leistungsfaehiger als heutige Prozessoren.
Ich glaube dass der Trend dazu ueber geht an der Architektur zu feilen und nicht mehr „einfach nur“ den Takt hochzudrehen. Selbst Taktfrequenzkoenig Intel wird seine CPUs nicht mehr nur mit reiner Taktfrequenz vermarkten: http://www.golem.de/0403/30570.html
Was in einer guten Architektur fuer Potential steckt zeigen z. B. die neuen Pentium-M CPUs. Ein 1.5 GHz Pentium-M erreicht in etwa die Leistung eines 2.4 GHz P4s.
Aber noch besser gefaellt mir dieser unuebliche Vergleich:
http://www.onlinekosten.de/news/artikel/13475
Hier wurde die CPU auf einer Grafikkarte (Nvidia GeForce FX 5900 Ultra) auf deren reine Rechenleistung getestet. Ergebnis waren heftige 20 Gigaflops - hierfuer wurde ein P4 die von dir genannten 10 GHz benoetigen. Die CPU auf der Grafikkarte ist aber nur mit 450 MHz getaktet!
Es muss aber auch gesagt werden, dass die Nvidia CPU stark auf Fliesskommaberechnungen optimiert wurde und bei weitem nicht den ganzen Funktionsumfang eines P4s abdeckt.
Gruss
Martin
(man verzeihe mir die komische Schreibweise, sitze vor einer US-Tastatur)