Warum muss man neuerdings zum Hausarzt

So ganz verstehe ich deine Antwort nicht. Was heißt machen es so. Bist du nicht berufstätig, so dass du Stunden im Wartezimmer sitzen kannst? Für Berufstätige haben praktische Ärzte meist 2 x die Woche abends geöffnet. Wenn ich mich richtig entsinne offiziell bis 18:00 Uhr. Nun soll der praktische oder auch Hausarzt mögichst vor Ort sein, um im allergrößten Notfall auch mal einen Hausbesuch machen zu können. Bei über 50 % alleinstehenden Menschen in Städten z.B. gibt es ja keine Angehörigen, die dich im Notfall zum Arzt fahren können.

Normalfall also starke Beschwerden, Arztbesuch angesagt. Die wenigsten Berufstätigen sind aber bis 18:00 Uhr in ihrer Wohngemeinde. Was nun? Frei nehmen - so der Arbeitgeber zustimmt und die Zeit nacharbeiten.

Wenn du kurz vor 18:00 beim Doc bist, ist das Wartezimmer noch brechend voll. Dran kommst du bei 21:00 Uhr - wobei dir inzwischen übel vor Hunger ist. Mit Verordnung kommst du um 21:30 Uhr aus der Praxis – alle Apotheken eh geschlossen, also Notapotheke suchen, wenn Notfall ist oder bis zum nächsten Tag warten. Dann musst du also wieder frei neehmen, um zur Apotheke zu kommen. O.k, da gibt es wenigstens keine Wartezeiten.— Oder der Hausarzt stellt fest, du musst zum Facharzt, gibt dir ein Adresszettelchen, eine Überweisung. Dann darfst du hoffentlich während der Arbeitszeit telefonieren und dir beim Facharzt einen Termin besorgen. Heute sind da Wartezeiten von teilweise Wochen. Bester Fall du bekommst in 14 Tagen einen Termin wenn du über Tag kommen kannst. Also wieder beim Arbeitgeber um Befreiung bitten (selbstverständlich anbieten die Zeit nachzuarbeiten). Wenn du gar einen Abendtermin möchtest - wobei Fachärzte selten abends geöffnet haben, dann musst du Wochen warten.

Nun hast du dann schon 2 x freigenommen, der Arbeitgeber wird misstrauisch, ob der sich ausklinken und blau machen will?? Schließlich sieht der Arbeitgeber eine Krankmeldung als Blaumachen. Ist einfach so.

Oder du machst es wie ich, 2 x 1 Tag Urlaub, damit die Untersuchung überhaupt losgeht, wobei meist mehrere Untersuchungs- und dann Besprechungstage anfallen.

Das meine ich damit, mich gegen den Besuch beim Hausarzt zu wehren. Und außerdem kenne ich noch die Zeiten, als wir keine freie Arztwahl hatten … der Hausarzt will alles selbst erledigen. Und in meinem Fall war es so, dass dadurch mit der 1. Bandscheiben-OP damals 2 Monate verloren gingen, weild er Hausarzt nicht überwies. Und erst, als die Lähmungen schon 6 Wochen sich verfestigt hatten, bekam ich die Überweisung. Und dann musste ich mir anhören, warum sind Sie um Gottes Willen nicht gleich gekommen. Jetzt… Peng, und kein Hausarzt wird wegen Verschleppung zur Verantwortung gezogen. Er hat ja nach bestem Wissen gehandelt (dem Wissen der kassenärztlichen Vereinigung) und die Folgen sind halt persönliches Pech.

Und das ist die Sorge und Hintergrund meines Postings---- die Verschleppung weil sich nicht jeder Arbeitnehmer Urlaubstage nehmen kann und nicht frei bekommt,auch wenn er anbietet,die Zeit nachzuarbeiten.

Dazu kommt z.B. in meinem Fall, dass ich durch das Freinehmen und Ausstempeln so viele miese Stunden habe, dass ich an den nicht einen Arzt aufzusuchenden Tagen, sprich 3 Tage in der Woche von 6:30 Uhr bis 19:30 Uhr ohne Pausen arbeiten muss. Und Krankengymanstik und ähnliches ist von der Zeit her einfach nicht drin. Und ich bin kein Einzelfall. Und dann sitzt man noch zusätzlich beim Hausarzt und ist umgeben von Bazillen und Viren stundenlang…

Lieber Max, es ist leider nicht so einfach, wie es aussieht – zumindest nicht für Berufstätige und chronisch Kranke

Gruß kikut

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Hallo Niels,

Also, wenn es im Rücken stark schmerzt, weiss du, dass es ein
Bandscheibenvorfall ist. Wenn es in der Nierengegend schmerzt,
weisst du, dass es eine Nierenbeckenentzündung ist. Alle
Achtung. Du hast deinen Körper im Griff.

Ja, mag sein. Meine Mutter ist Krankenschwester, vielleicht bin ich wirklich besser als andere in Selbstdiagnostik. Und dieses Recht möchte ich mir eigentlich auch nicht nehmen lassen.
Bei diffusen Beschwerden gehe ich auch erstmal zum Hausarzt, aber wenn ich schon weiß, was los ist… *kopfschüttel*

Liebe Grüße
Silke

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privatversichert bin
Hi kikut!

Ich habe mich damals als junge kerngesunde Studentin privatversichert :wink:

Ich bin es auch geblieben obwohl ich belächelt wurde.

Wenn ich mir heute ansehe was die für Fragen stellen…

Liebe Grüße & Danke
und verzeih wenn mein Posting mißverständlich war.

Hallo Silke,

Ja, mag sein. Meine Mutter ist Krankenschwester, vielleicht
bin ich wirklich besser als andere in Selbstdiagnostik. Und
dieses Recht möchte ich mir eigentlich auch nicht nehmen
lassen.
Bei diffusen Beschwerden gehe ich auch erstmal zum Hausarzt,
aber wenn ich schon weiß, was los ist… *kopfschüttel*

Nach diesem Beitrag muß ich auch den Kopf schütteln …

Krankenschwester ist sicher ein toller Beruf, aber wie du als Tochter einer Krankenschwester besser dran sein willst als andere, ist mir doch etwas schleierhaft.

Meine Mutter ist Ärztin, mein Vater ist Arzt, mein Onkel auch und mein Großvater war es bis vor kurzem.

Und dennoch finde ich es mehr als anmaßend, als Tochter zu meinen, die Weissheit mit Löffeln gefressen zu haben !

Ich gehe davon aus, dass deine Mutter trotz Ihrer Ausbildung keinen Röntgenblick hat.
Sicher kann Sie besser einschätzen, zu welchem Facharzt man gehen sollte, als andere, die sich nie mit dem Thema Medizin beschäftigt haben.
Aber eine Diagnose zu stellen ist nun mal immer noch Aufgabe der Ärzte, und zwar der Haus- und gegebenfalls Fachärzte.

Unser Gesundheitssystem ist derart strapaziert, dass einfach Daumenschrauben angezogen werden müssen !

Und ich denke, dass du als Tochter einer Krankenschwester sicher weißt, wie man z.B. einen Nierenbeckenentzündung behandelt … also brauchst du ja hier deine Krankenkasse gar nicht zu bemühen, sondern kannst nach der Selbstdiagnostik ja auch Selbtheilung betreiben, oder ?

Viele Grüße,
Vanessa

Liebe Grüße
Silke

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So ganz verstehe ich deine Antwort nicht. Was heißt machen es
so. Bist du nicht berufstätig, so dass du Stunden im
Wartezimmer sitzen kannst?

Du mußt auch lesen, was ich geschrieben habe!!! Ich sitze nie im Wartezimmer. Ich mache alles per Telefon. Rezepte und Überweisungen.

Zum Facharzt hole ich mir einen Termin und der wird eingehalten, sodass ich maximal 10 Minuten warte.

Den Rest Deines Romans habe ich nicht gelesen. Ist mir einfach zu lang und kompliziert.

Gruß max

Hallo Vanessa,

Und dennoch finde ich es mehr als anmaßend, als Tochter zu
meinen, die Weissheit mit Löffeln gefressen zu haben !

Mal langsam - DAS habe ich nirgendwo behauptet. Ich habe bloß gesagt, dass ICH mich meistens in der Lage fühle, die Signale meines Körpers richtig zu deuten und dass das vielleicht daher kommt, dass meine Mom eine medizinische Ausbildung hat.
Mittlerweile bin ich 32 und frage meine Mutter gar nicht mehr um Rat :o)

aber eine Diagnose zu stellen ist nun mal immer noch Aufgabe
der Ärzte, und zwar der Haus- und gegebenfalls Fachärzte.

Naja, da braucht man aber manchmal einfach keinen Arzt dazu. Manche Krankheiten hatte man schon einmal, andere schleppt man bereits viele Jahre mit sich.
Mit Migräne kenne ich mich z.B. bereits wesentlich besser aus als mein Hausarzt, das ist Fakt! Und hier im Ausgangsartikel ging es ja auch um chronische Angelegenheiten.

Und ich denke, dass du als Tochter einer Krankenschwester
sicher weißt, wie man z.B. einen Nierenbeckenentzündung
behandelt … also brauchst du ja hier deine Krankenkasse gar
nicht zu bemühen, sondern kannst nach der Selbstdiagnostik ja
auch Selbtheilung betreiben, oder ?

Das ist entweder unangebrachter Sarkasmus oder einfach nur Quatsch! Du wirst ja wohl auch wissen, dass in diesem Fall Antibiotika fällig sind, die man im Kräuterladen um die Ecke nicht bekommt.

Ich verstehe nicht so ganz, warum du dich so aufregst.
Ich habe lediglich meine persönliche Situation geschildert. Mein persönliches Vorgehen im Krankheitsfall und dass mir die neuen Änderungen daher nicht gefallen. Man wird sehen, wie sich die Sache entwickelt, und ob es tatsächlich etwas Gutes bringt.

Wenn es so rüberkam, als hätte ich alle anderen Patienten als blöd hingestellt, tut es mir Leid, das war nicht meine Absicht. Ich wollte auch bestimmt keine tüchtigen Ärzte kritisieren.
Aber ich nehme für mich das Recht in Anspruch, an der Heilung meiner Krankheiten mitzuarbeiten und mich da nicht irgendeiner Maschinerie zu überlassen. Schließlich trage ich auch einen Teil der Verantwortung!

Viele Grüße
Silke

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Hallo Günter!

Falls du dich mit dem „Personenkreis“ u.a. auf mein Posting beziehst:
Ich bin erstens privat versichert und zahle das „Eintrittsgeld“ tatsächlich selber :smiley:
Zweitens ist bei mir das Aufsuchen der Fachärzte vom Hausarzt initiiert worden. Es ist nicht so, dass ich wegen eines Schnupfens eigenmächtig den HNO aufsuchen würde!
Wenn sich allerdings meine HWS meldet, gehe ich in der Tat eigenmächtig zum Orthopäden, um dort gleich eine angemessene Behandlung bekommen zu können, bevor sich die Situation weiter verschlimmert. Was ist daran nun wieder verkehrt?

Ich hoffe, du hast mit deiner Einschätzung der Lage Recht. Es ist eine Sache, das Gesundheitssystem unnötig zu belasten oder gar auszunutzen, auf der anderen Seite kommen mir gewissen Dinge an dem neuen Status doch noch etwas „unhandlich“ vor.

Viele Grüße
Silke

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richtig Silke,
und an meiner Wirbelsäule nach 5 OPs an der gleichen Stelle - da geht auch kein Hausarzt mehr ran. Da würde ich z.B. sagen, wenn er das täte- das wäre ein Scharlatan. Problematisch ist eben für Hausärzte ihre Grenzen zu erkennen und auch zu akzeptieren.

Und wenn eine Stoffwechselklinik in 8 Wochen es nicht schafft, wenn man täglich 1000 m Rückenschwimmen macht, nur 600 - 800 kcal zu sich nimmt, dass man abnimmt, dann hilft erst recht kein Hausarzt.

War übrigens gerade bei einem - mußte ja - der will nun erst einmal 2 Wochen Zeit um alle Befunde zu lesen. Und es kam die klassische Frage: meinen Sie, dass ich Ihnen helfen kann? Ich bleibe doch nur mzum Verschreiben der Medikamente, die von den Fachärzten angeordnet wurden. Sie müssen doch eh alle 5 Fachärzte 1/4jährlich aufsuchen…

Das hätte ich auch allein feststellen können, aber nein, nun ist ein weiterer Arzt beteiligt und hat Lektüre für Wochen.

Und mit Schnupfen und Grippe geh ich eh nicht zum Arzt. Alles was man mit rezeptfreien Medikamenten behandeln kann, behandel ich selbst.

cu kikut

Hallo Christel,
ich bin seit 36 Jahren bei einer Krankenkasse beschäftigt und kenne
alle „Höhen und Tiefen“ des Verhältnisses zwischen Patienten, Ärzten,
Fachärzten und Krankenkasse.
Sicherlich hast Du von deiner Warte aus vollkommen recht und sicherlich ist es für chronisch Kranke allein schon aus der
Erfahrung besser direkt zum entsprechenden Facharzt zu gehen.
Aber, Du bist (versteh das bitte nicht falsch) die Ausnahme - du
gehörst nicht zu denen die einen Arztbesuch nach dem anderen
vornehmen ohne zu wissen, was Sie damit für unnötige Kosten verursachen - die mit dem Argument hausieren gehen „ich bezahle
ja auch monatlich so hohe Beiträge“ und keine Ahnung haben wie sich
die oftmals unnötigen Kosten zu Millionen-Euro-Beträge
addieren .
Nein, Leute wie Du sind sicherlich nicht gemeint - glaub mir das !

Gruss

Günter

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Hallo Christel,
noch eine Anmerkung von mir - bei uns häufen sich die Anfragen
von älteren Menschen aber auch von chronisch Kranken die in der
PKV versichert sind, aber Wege suchen um wieder in die gesetzliche
Kasse einzutreten - leider können wir in 99% aller Fälle nicht
helfen.
Mir sagt das nur eins - da ist offensichtlich auch nicht alles Gold
was glänzt.
Was die Ärztlichen Unterlagen betrifft, wie z.B. Befundberichte,
Röntgenbilder u.ä. - auch der GKV-Patient hat die Möglichkeit diese
Sachen zu bekommen - notfalls können wir von der Kasse da helfen.

Gruss

Günter

hallo Günter,
das ist nicht abwegig, ich wäre damals gern in der Barmer geblieben, es ging schlichtweg nicht. Und heute - heute nimmt mich keine Versicherung, das ist Fakt.

Und mit den Befunden gibt es ja gerade Schwierigkeiten - trotz privat.

Also, den Satz, es ist nicht alles Gold was glänzt — den kann ich voll unterstützen. Und Kur und ähnliche Sonderfälle sind in der privaten Versicherung außen vor. Welcher junge Mensch denkt denn schon daran, dass er krank werden könnte…

Gruß kikut

danke
sicher, denkt man mal über eine 2. Meinung nach — aber das habe ich mir abgewöhnt, allein wegen des Aufwandes an Zeit und Kosten. Nur bei Heilsversprechen werde ich misstrauisch. Und ne Schlafapnoe kann z.B. nur vom Spezialisten betreut werden – ich war ja heute bei einem sogen. Hausarzt (steht sogar auf dem Türschild) der hat zum Thema Schlafapnoe gar keine Ahnung…

Was solls, ich denke schon, dass man Arzthopper stoppen sollte - und Gerechtigkeit wird es nie geben. Dann müßten wir auch einführen, Ärzte für Fehler belangen zu können. Das ist zwar in D faktisch möglich - aber kaum praktikabel. Seis drum, eine entsprechende Versicherung der Ärzte würde von diesen umgeschlagen werden und die Kosten wiederum erhöhen.

Der berühmte Hund, der sich in den Schwanz beißt.

Ciao kikut

Über ungelegte Eier gackern…
…ist vielleicht nicht fein,oder wie man bei uns auch sagt: mit voller Hose ist leicht stinken, denn - Ihr unterhaltet Euch über die Situation in Eurem Heimatland und ich schüttle den Kopf. Ohne jetzt auf das Gesundheitswesen und dessen Probleme, aber offensichtlich auch Vorteile in Österreich im Detail einzugehen kann ich Euch nur sagen: wir gehen generell zuerst zum Hausarzt, wenn es sich um akute, neu aufgetretene Beschwerden handelt. Der Hausarzt legt die Reihenfolge der Nachfolgeuntersuchungen/Spezialuntersuchungen fest
(z.B. zuerst Blut, dann Röntgen, dann was weiß ich und wenn man noch immer kein Ergebnis hat dann noch dies und das) und empfiehlt einen Facharzt - nicht vom „Fach“ her sondern von der Qualifikation/Spezialisierung her. So spart man schon einmal viel Zeit, weil schrittweise die Diagnose gestellt wird anstatt dass man in Eigenregie willkürlich von einem zum anderen rennt.Für Routinebesuche bei Fachärzten, z.B. Gynäkologe, Augenarzt, Kardiologe etc. gibt es Überweisungen, die man sich einfach beim Schalter in einer Allgemeinpraxis abholen kann, ohne dafür jedes Mal den Arzt selbst zu konsultieren. Ich fasse es einfach nicht, wenn ich lese, was für ein Spießrutenlauf hier geschildert wird und welche argen Wartezeiten es gibt. Und Privatversicherung kann doch nicht des Rätsels einzige Lösung sein - das kostet ja auch was!
Irene

Tatsachen…
hallo Irene

es geht nicht um Neuerkrankungen, sondern um chronisch Erkrankte.

…wir gehen generell
zuerst zum Hausarzt, wenn es sich um akute, neu aufgetretene
Beschwerden handelt. Der Hausarzt legt die Reihenfolge der
Nachfolgeuntersuchungen/Spezialuntersuchungen fest
(z.B. zuerst Blut, dann Röntgen, dann was weiß ich und wenn
man noch immer kein Ergebnis hat dann noch dies und das) und

ja, dann wird man erst einmal beim Hausarzt geröntgt… auch er hat ein Ultraschalluntersuchungsgerät… das sind dann schon mal 2 Urlaubstage (oder gibt es in Österreich vom Arbeitgeber frei?), Blutabnahme ist wiederum um 9:00 Uhr, wieder frei.

empfiehlt einen Facharzt - nicht vom „Fach“ her sondern von
der Qualifikation/Spezialisierung her.

Damit warten Hausärzte sehr lange, erst einmal selbst alle Untersuchungen. Kommst du dann zum Orthopäden, kann der mit den Röntgenbildern nix anfangen,da nicht aussagekräftig. Also wieder 2 Tage Urlaub, da die ganze Prozedur von vorne…

So spart man schon

einmal viel Zeit, weil schrittweise die Diagnose gestellt wird

Wo die Zeitersparnis liegen soll, sehe ich nicht. Im Gegenteil, durch die Verzögerung - Ergebnisse von Röntgen, Ultraschall und Blutuntersuchung und dann ja wieder warten im Wartezimmer (bei Berufstätigen abends von 18:00 bis 21:00 und dann noch vorzeitig von der Arbeit befreit und nachzuarbeiten selbstverständlich)) das Ganze aber 14 Tage später (so lange dauern die längsten Blutwerte), dann hast du deine akuten Beschwerden schon mehr als 2 Wochen (man geht ja selten sofort zum Arzt, versucht erst einmal selbst sein Glück). Abgesehen davon, dass sich dann eingiges verschleppt hat – wenn du einen guten mitdenkenden HAusarzt hast, schickt er dich nun nach 2 Wochen zu einem Facharzt. Bei dem bekommst du aber niemals in Kürze einen Termin. Bei Frauenärzten, Orthopäden, Internisten musst du durchweg 4 Wochen warten (mindestens) bis du einen Termin bekommst. Bei dem Frauenarzt meiner Tochter bestehen 4 Monate Wartefristen und dann nur zwischen 9:00 und 16:00 Uhr, also wieder 1 Tag Urlaub.

anstatt dass man in Eigenregie willkürlich von einem zum
anderen rennt.

Davon halte ich auch nichts, nur die prakt. Ärzte haben gar nicht die Kapazitäten, zeitnah zu behandeln weil auch diese Praxen an Personal sparen MÜSSEN.

Für Routinebesuche bei Fachärzten, z.B.
Gynäkologe, Augenarzt, Kardiologe etc. gibt es Überweisungen,
die man sich einfach beim Schalter in einer Allgemeinpraxis
abholen kann, ohne dafür jedes Mal den Arzt selbst zu
konsultieren.

Genau das ist abgeschafft worden. Der Hausarzt muss sich durch Inaugenscheinnahme von der Notwendigkeit einer Überweisung zum Facharzt überzeugen. Und für dich als PAtienten ist dann erst einmal pro Krankheit die Praxisgebühr von z.Zt. geplanten 10 Euro fällig.

Ich fasse es einfach nicht, wenn ich lese, was
für ein Spießrutenlauf hier geschildert wird und welche argen
Wartezeiten es gibt.

Was ich noch schlimmer finde ist, dass wenn du einen Termin hast - es nicht unbedingt bedeutet, dass du innerhalb 30 Minuten behandelt wirst. Termine klappen nach meiner Erfahrung nur beim Blutabnehmen, Röntgen und Sonderuntersuchungen wie Spiegelungen.

Und Privatversicherung kann doch nicht
des Rätsels einzige Lösung sein - das kostet ja auch was!

ISt auch keine Lösung und verhindert keine Wartezeit.
Gruß kikut

Also wenn ich mir das jetzt nochmal im Zeitlupentempo von dir auf der Zunge zergehen lasse, dann kann ich mir vorstellen, dass man den Hut draufhaut.
Der Hausarzt bei uns macht selbst keine Untersuchungen, weder Röntgen noch Ultraschall noch sonst was.
Er hört sich in Ruhe alles an, bildet sich eine Meinung, was sein könnte und behandelt. Ist es etwas, was näher untersucht werden muss oder wo zur Sicherheit eine weitere Untersuchung nötig ist, dann schickt er weiter. Zum Röntgen kannst bei uns sofort gehen, kommst mit kurzer Wartezeit dran und kriegst den Befund in den meisten Fällen gleich mit. Wennst ein Glück hast, rutscht du dann gleich nochmal beim Hausarzt rein und er tut, was nötig ist an Behandlung.
Blutuntersuchung ist in 1 - 2 Tagen fertig, Befund wird gefaxt oder vom Hausarzt telefonisch abgefragt. Und - und ich glaube, das ist das Wichtigste: JA - wir werden für Arztbesuche freigestellt - 40 Stunden im Jahr. Muss ehrlich sagen, in diesem Fall ist alles viel, viel leichter! Mein Mitgefühl! Irene

ja leider Irene,
ich komme gerade aus der Klinik, erst Orthopädie seit 7:30 und zuletzt die Schmerzambulanz. Das macht kein Arbeitgeber mit…
danke und Gruß kikut