Warum sieht man Satelliten am Nachthimmel?

Wie kommst du denn darauf? Und sag jetzt bitte nicht, dass du die „Erde“ auf der Skizze abgemessen und die Distanz dann umgelegt hast :face_with_raised_eyebrow:

Leider bekommt man bei nicht maßstabsgerechten astronomischen Skizzen kein Gefühl für die Realität. Deshalb meine Nachfrage.

Ergänzend: Satelliten sind nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang zu sehen, mitten in der Nacht nicht.

Ist es nicht möglich, Satelliten zu sehen, die außerhalb des Erdschattens sind, wenn ich mich mitten in der Nacht befinde?

Mal ehrlich. Ich bewundere dich, wieviel Zeit und Energie du hier für ihn und eine ganze Reihe anderer Zeitgenossen aufbringst.

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Ich denke, ein Forum, das man nach anfänglicher Prüfung akzeptiert hat, macht süchtig. Es ist wie ein Entzug und eine Überwindung, NICHT zu antworten.

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Akzeptiert hat? Ich habe mich bei wer-weiss-was.de 1996 - also wenige Monate nach der Gründung - angemeldet und schreibe im Forum ebenfalls seit kurz nach seiner Einführung 1999. Ich habe hier mehr als nur ein bisschen mitgestaltet und deswegen sehe ich es auch nur höchst ungern, wenn Menschen wie re-re-re-Erik und Lügen-Matze technisch und menschlich alles kurz und klein hauen damit indirekt (nämlich durch den dadurch verursachten Exodus vieler aktiver und wissender Mitglieder) den Boden für die Flachpfeifen bereitet hat, die nun wie der buchstäbliche Elefant mit seinem fetten Arsch (stehend für Unwissenheit, Ignoranz, Unfähigkeit zu linearer Kommunikation und völliger Uneinsichtigkeit bzgl. ihrer Defizite) den traurigen Rest einreißen.

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/!\

Liebe Kinder zuhause! Nicht nachmachen!

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Der Mond ist der älteste und größte Satellit der Erde, und er ist die ganze Nacht zu sehen (jedenfalls bei Vollmond).

Der Kernschatten der Erde hat die Form einer Pyramide mit Erddurchmesser an der Basis und einer Höhe von ca. 1,35 Millionen Kilometern. Alles außerhalb dieses Kernschattens wird mindestens von einem Teil der Sonne angestrahlt und wird dadurch potentiell sichtbar.
Je nach Breitengrad, Jahreszeit und Himmelsrichtung werden bereits Objekte in wenigen hundert Kilometern Höhe um Mitternacht (Sonnenzeit) von der Sonne angestrahlt.
Nördlich des Polarkreises zeitweise sogar Dinge, die auf dem Boden liegen. :slight_smile:

Doch doch. Selbst die in popeligen 400 Kilometern Höhe kreisende ISS kann man auch (bzw. eigentlich sogar nur) bei völliger Dunkelheit beobachten.
ISS Detektor: Raumstation und Satelliten-Tracker – Apps bei Google Play

Das klingt wirr. Zweiter Versuch:

Je nach Breitengrad, Jahreszeit und Himmelsrichtung kann ein Beobachter um Mitternacht (Sonnenzeit) Objekte am Horizont bereits in wenigen hundert Kilometern Höhe von der Sonne angestrahlt sehen.

Also der Mond ist ca. 400.000 km von der Erde entfernt und bewegt sich daher in der Regel außerhalb des Kernschattens und gut sichtbar für nächtliche Beobachter, klar.

Was die künstlichen Satelliten angeht, um die es hier ja geht, so findet man an vielen Stellen ja die Anmerkung, dass diese bis ca. 2 Stunden nach Sonnenuntergang und ab 2 Stunden vor Sonnenaufgang zu sehen sind. Aber auch erst, wenn es dunkel genug ist.

Offenbar bewegt sich der mit Abstand größte Anteil der Satelliten doch so nah um die Erde, dass sie mitten in der Nacht immer im Kernschatten bleiben?

Oder sind Satelliten, die sehr hoch stehen, oft zu lichtschwach fürs bloße Auge?

Oder stimmt diese Angabe nicht? (die tröstlich ist, weil sie bedeutet, dass auch in Zukunft in tiefer Nacht die Sternenbeobachtung nicht von Massen an künstlichen Erscheinungen gestört würde.)

Um sie mit bloßem Auge zu sehen, müssen sie groß sein und/oder sehr gut reflektieren (und zwar in Beobachter-Richtung).
Die Starlink-Satelliten (von SpaceX/Elon Musk) sind etwa 2 x 1 Meter groß und fliegen in ca. 550 km Höhe. Die sind gut zu sehen.
Letztes Jahr im Sommer habe ich gegen Mitternacht eine Gruppe kurz nach dem Start gesehen. Da zieht eine schnurgerade Linie von Punkten über den Himmel. Man könnte fast an Aliens glauben.

(Bild nicht von mir, aber so etwa sah es aus)

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Nur mal so:

Wir hatten grade Sommersonnenwende.

In der Skizze ist die Erde um 22,5° nach links gekippt, das Sonnenlicht kommt waagerecht von links und tangiert die Erde bei T.

Ein Ort wie Düsseldorf, der bei etwa 51°N liegt, liegt um Mitternacht grade mal 16,5° hinter T, bei DN.

Von dort senkrecht nach oben, in den Zenit sind es nur DNZ=273,58 Kilometer bis zum Sonnenlicht bei Z.
Selbst, wenn man von DN genau nach Süden und im 45°-Winkel nach oben schaut, sind es bis G 549,75km.

Die ISS fliegt in 400km, die Starlink-Satelliten in 550km Höhe. Viele andere erdnahe Satelliten fliegen auch noch ein ganzes Stück höher. Da ist es kein Wunder, dass viele Satelliten selbst um Mitternacht sichtbar sind, weil sie noch voll von der Sonne angeleuchtet werden.

(Im Winter, wenn Düsseldorf um Mitternacht bei D liegt, und das Sonnenlicht von rechts kommt, muss man 6980km senkrecht nach oben steigen, um Sonnelicht zu erreichen.)

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Erstmal…geile Frage. Ich al Komplettlaie probiere mich seit über einem Jahr an der Astrofotografie (ich bin scheisse dabei…) und nach der anfänglichen UFO- Hysterie habe ich mir ähnliche Fragen gestellt und verstehe es noch nicht. Auch ist mir nicht klar, wie es möglich sein kann, dass ein vergleichsweiser Schminkspiegel so viel reflektieren kann

Und was für einen Schluss leitest Du aus diesem fehlenden Vorstellungsvermögen ab?

Tatsache ist, dass man den von Dir erwähnten Spiegel problemlos aus über 10 km Entfernung wahrnehmen kann, weshalb der auch das wichtigste Utensil ist, wenn man mal in der Wüste verloren geht.

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Den Schritt hast Du schon erfolgreich vollzogen.

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sehr hochfliegende schon