Hallo Biggi!
Das sagt mir jetzt so nicht sonderlich viel. Kann man dazu
irgendwo was nachlesen? Eine Websuche nach „Juice-Büchsen“ war
leider erfolglos.
Hat die Juicebüchse nur eine Öffnung, fließt die Flüssigkeit
erst bei einem höheren hydrostatischen Druck und dann mit
entsprechend höherem Flow.
Hmm, zwar ist mir jetzt immer noch nicht ganz klar, was mit der Juicebüchse gemeint ist, aber aus dem Zusammenhang vermute ich mal, dass sowas wie ein Tetrapak bzw. Milchtüte o.Ä. gemeint ist. Wenn man zwei Löcher reinschneidet fließt der Inhalt gleichmäßig und gut dosierbar heraus, wenn man nur eins hineinschneidet, gibts ein oszillierendes Wechselspiel zwischen Flüssigkeitsaustritt und Druckausgleich, wobei der Inhalt des Behälters so ziemlich überall landet, nur nicht dort, wo er ursprünglich hinsollte.
Angenommen dieses Prinzip ist gemeint, was bringt mir das bei der Betrachtung der Nase? Wenn ich Schnupfen habe fließt das Sekret also bei zwei Nasenlöchern gleichmäßig aus, während es sich bei nur einem Nasenloch plötzlich und unkontrolliert über den dicken Wollpulli entlädt? 
Wieso denn das? Ich dachte gerade in der Nasenhöhle wäre eine
turbulente Luftströmung vorteilhaft, um die die Luft ähnlich
wie beim Zyklonprinzip von Partikeln zu reinigen.
Was ist das Zyklonprinzip?
Partikelabscheidung durch Fliehkraft in zylindrischen bzw. konischen Röhren.
Googlen führt z.B. auch auf die Seite eines Staubsaugerherstellers, der dieses Prinzip ausnutzt. Dort ist es ganz gut erklärt und illustriert, so dass ich statt langatmiger Erklärungen einfach mal den Link 'reinsetze:
http://www.deutsch.dyson.ch/nav/inpageframe.asp?id=T…
(Der Link unten rechts auf der Seite führt zu weiteren Erklärungen)
Saugung und Flöte…
Was bedeutet denn das nun wieder?
Atmest du durch den Mund, vermindert sich Benetzungsgrad und
Feuchte von Atemluft und Atemwegen. Es gibt für Landatmer
einen maximalen sinnvollen Zugangsquerschnitt.
Ja und was hat das nun konkret mit der Frage nach den zwei Nasenlöchern zu tun?
Zwei kleine Nasenlöcher führen zu einer turbulenteren
Luftströmung als ein großes Nasenloch. Eine turbulente
Strömung begünstigt die Abscheidung von Partikeln an der
Nasenschleimhaut
Als Wanderdüne? Du machst dann das Flimmerepithel platt und
der Bronchialbaum verschlammt borkig.
Na so arg verstaubt ist unsere Umgebungsluft ja glücklicherweise nicht, dass es für eine Wanderdüne reicht - im Normalfall zumindest. Der Abtransport der Partikel geht normalerweise sicherlich schneller vonstatten, als die Verschmutzung der Schleimhäute.
Wenn allerdings der Staubgehalt zu hoch wird, dann kommt’s ja tatsächlich zu den von dir prophezeiten Phänomenen - man braucht sich ja nur mal die Berichte aus der Anfangszeit des (Kohlen)-Bergbaus anhören, da liegst du mit der Wanderdüne schon gar nicht so verkehrt.
und der Lunge wird somit saubere Luft zugeführt.
Räusper.
Wieso „Räusper“? Bei „saubere Luft“ war eigentlich der Komparativ gemeint, also „sauberere“ Luft - klar Lungengängige Partikel gibt es immer noch.
Tracheostoma-Träger können darauf bestimmt besser antworten
als ich.
Nun ja, es wird dann aber schon ein paar Jährchen dauern, bis sich die Partikelbelastung in der Lunge bemerkbar macht. Z.B. treten Silikose oder Asbestose auch nicht von jetzt auf gleich auf, sondern erst nach vielen Jahren der Exposition.
Und für Tracheostoma-Träger gibt es auch „Künstliche Nasen“, die die Luft Befeuchten und Filtern, also macht das mit der (Zyklon-)Filterwirkung der Nase meines Erachtens schon irgendwie Sinn.
Gruß
Stefan