ich glaube Du machst es Dir zu einfach. Ich habe noch nie in meinem Leben die Grünen gewählt.
Das wollte ich damit auch nicht zum Ausdruck bringen, lediglich dass dieser Vorwurf immer wieder je nach Berichterstattung aus der einen oder eben anderen Richtung zu hören ist.
Veggie-Day und Pädophilie haben den Grünen überhaupt nicht
geschadet, natürlich hat es bei über 90% der Wähler auch keine Pluspunkte gebracht.
Daß das den Grünen nicht geschadet hat, dafür hätte ich doch gerne einen Beleg.
Wenn es ihnen geschadet hätte, hätten auch sie den Einzug ins Parlament verpasst.
Und es war doch sicher keine Presseenthüllung, dass die Grünen das ganz im Geheimen geplant hätten.
Nö. Aber vor über 30 Jahren eben und kurz vor der Wahl kommt irgendjemand mit ollen Kamellen um die Ecke.
Es werden ständig irgendwelche Leichen aus dem Keller hervorgeholt, wenn man nichts Neues findet. Und der Veggie-Day war nichts 30 Jahre altes. Vielleicht war es etwas, was den Leuten nach diversen Gängelungen eben doch etwas zu weit ging. Ok, dann hat es nicht geholfen. Aber selber schuld. Das hat doch nicht die Presse rausgehauen.
Natürlich, sie waren das selbst *gähn*. Sie bringen einen Punkt den so vor gut 24 Jahren korrigiert haben…
Ja ne ist klar.
Welchen Sinn sollte das haben?
Naja, wenn man sonst immer anderen mit Vergangenheitsbewältigung und sich ganz dolle distanzieren müssen kommt, dann muss man das auch aushalten und eben ordentlich bewältigen.
Der Veggie-Day war wohl ein etwas Unausgegorenes. War natürlich ungünstig kommuniziert. Aber irgenwelche Bolzen wurden in allen Parteien abgeschossen, also gleicht sich das wieder aus.
och da sollten die Grünen jetzt aber nicht weinen. Der Veggie-Day wurde propagiert, also kann es schon mal keine Schmutzkampagne sein.
Das Ei mit der Duldung pädophiler Strömungen haben sie sich nun einmal selbst gelegt. Und dann noch, als es wegen Betroffener, die das Schweigen brachen, wieder bekannt wurde, die Verharmlosungstour gefahren. Da fühlte man sich schon an die katholische Kirche erinnert. Dann haben sie (endlich) eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Vergangenheit initiiert und jammern rum, wenn ihnen die Zwischenergebnisse nicht passen.
Volker Beck hat nicht umsonst seinen Rückzug aus der Politik erklärt, wenn ich unter allem Vorbehalt, dem Nachrichtenticker von ntv glauben darf. Dumm, wenn man bei einer glatten Lüge erwischt wird. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/paedophili…
Und die Grünen sind die letzten die meckern können, da sie sich immer selbst gerne in den Fehlern der politischen Konkurrenz gesuhlt haben. Dumm gelaufen, wenn jetzt die gleichen hohen Maßstäbe an deren Spitzenpolitiker angelegt werden.
Und die Grünen haben mit ihrer programmatischen Rückkehr zu linken Positionen sehr wohl Stimmen im bürgerlichen Lager verloren.
Da schauste mal nach. Die Debatte wurde ab 03/13 im Zusammenhang mit einer geplanten Preisverleihung an Cohn-Bendit virulent. Und das ist alles andere, als „kurz vor der Wahl rausgehauen“. Der Skandal ergab sich durch die hinhaltende und zögerliche Reaktion der Partei. Erst auf erheblichen Druck hin, haben sie eine wissenschaftliche Aufarbeitung initiiert. Die Verharmlosungstaktik der katholische Kirche läßt grüßen.
Daß das den Grünen nicht geschadet hat, dafür hätte ich doch
gerne einen Beleg.
Die entsprechenden Analysen wird es in den nächsten Tagen geben.
da es hier einige Stimmen gibt, die sich über das Abschneiden der AfD lustig machen, will ich auch mal meinen Senf abgeben.
Die AfD hat ein grandioses Ergebnis eingefahren. Immerhin ist die gerade mal ein paar Monate alt. Die Grünen haben seinerzeit etwas mehr als 3 Jahre ab Gründung Zeit gehabt, um sich aufzubauen. Und sie schafften dann 5,6%.
Ich höre es schon. Ja, aber die AfD hat halt Bonzengeld. Das ist doch was ganz anderes, blablabla.
AfD? Respekt vor diesem Ergebnis. Sicher meilenweit entfernt von dem was Lucke von 8% schwadronierte, aber viel mehr als bei der Gründung erreichbar schien. Sollte die AfD sich jetzt in den nächsten 4 Jahren konsolidieren können - was bei einer jungen Partei immer schwierig ist - dann können sie sehr wohl eine dauerhafte 5. Partei werden. Oder eine 6., falls die FDP es doch noch mal vom Seziertisch schafft.
Gruß
vdmaster
Der damit keine Aussage zu programmatischen Inhalten der AfD machte.
für mich deutet die Karte eher darauf hin, dass Mehrheitswahlsysteme seltsame Ergebnisse produzieren und daher die Erststimme wenig darüber aussagt was der Wähler will. Glücklicherweise sieht unser Wahlsystem das ähnlich.
für mich deutet die Karte eher darauf hin, dass Mehrheitswahlsysteme seltsame Ergebnisse produzieren und daher die Erststimme wenig darüber aussagt was der Wähler will.
Glücklicherweise sieht unser Wahlsystem das ähnlich.
Es gibt eben verschiedene Wahlsysteme. Wichtig ist, dass der Wähler vorher weiß, was er mit seiner Stimme bezwecken kann und dass eine handlungsfähige Regierung rauskommt. Wenn eben klar ist, dass nur der Kandidat weiterkommt, der die relative Mehrheit hat, muss man sich als Wähler vielleicht mehr anstrengen sich ein Gesamturteil zu bilden anstatt sich auf ein einzelnes Thema zu fokussieren. Für Kandidaten mit Einzelthemen wird es dann schwierig. Bei einer Bevölkerung von über 80 Millionen aber irgendwo auch ganz gut. Es geht ja nicht darum, dass 80 Millionen Leute im Bundestag ihre Einzelinteressen vertreten.
Jedes System hat da seine Vor- und Nachteile. Das geht schon bei der 5%-Hürde los. Wären es nur vier sähe es doch mit dem Einzug von FDP und AfD schon wieder ganz anders aus.
Auf jeden Fall ist die Karte dazu geeignet, zu der Aussage zu gelangen, dass rot rot grün nicht auf Platz 1 der Präferenzen der Mehrheit der Wähler stand. Nicht mehr und nicht weniger.
Oder eine 6., falls die FDP
es doch noch mal vom Seziertisch schafft.
die haben sich doch gegenseitig sie Stimmen abgejagt, aber vielleicht finden ja ein paar nunmehr arbeitslose FDP-Politiker eine Anschlussverwendung bei der AfD.
Auf jeden Fall ist die Karte dazu geeignet, zu der Aussage zu
gelangen, dass rot rot grün nicht auf Platz 1 der Präferenzen
der Mehrheit der Wähler stand. Nicht mehr und nicht weniger.
Da die Zahl der Direktkanditaten, der kleinen Parteien, die überhaupt Chancen haben durchzukommen, sehr klein ist, lässt sich aus dieser Karte überhaupt keine Präferenz für eine Koalition herauslesen. Ansonsten wäre bei der letzten Wahl die beliebteste Koalition eine grosse gewesen. Dem war offensichtlich nicht so.
…ist meines Erachtens schon wieder so ne öde Große
Koalition.
Ich plädiere eher für schwarz-grün.
Was meint ihr?
Egal welche „linkere“ Partei mit der CDU koalieren will, wird ihr Image und viel Symphatie im Volk verlieren.
Wer Grüne, SPD oder die Linke gewählt hat, wollte ganz bestimmt nicht, dass die CDU mitregiert…
Mal sehen, wer als erster seine Seele verkaufen wird.
zu der pädophilie-sache wurde ja schon etwas gesagt.
Der
Veggie-Day wurde propagiert, also kann es schon mal keine
Schmutzkampagne sein.
der veggie-day stand bereits seit mehreren jahren im parteiprogramm und zwar als vorschlag. hervorgezerrt wurde er dann vor ein paar wochen von der blöd-zeitung, verbunden mit einer darstellung, die implizierte, dass die grünen allen einmal in der woche das fleischessen verbieten wollen. wenn das keine mit unsauberen mitteln geführte kampagne ist…
dass so viele, die eigentlich einen gewissen intelligenzgrad haben sollten, auf den blödsinn hereingefallen sind, finde ich allerdings erstaunlich bis bedenklich.
da hat die AFD doch fast eine halbe Million Stimmen von ehemaligen FDP-Wählern bekommen. Die Stimmen von den ehemals Linken-Wählern sind wohl eher die Protestwähler an sich, die früher auch schon mal Republikaner wählten.
wenn Du die Maus auf die jeweilige Säule bewegst, wird die Anzahl angezeigt. Die FDP hat demzufolge 430.000 Wähler an die AfD abgetreten. Also nicht ganz knapp ne halbe Million, eher knapp über 400T. Soviel Korrektheit sollte schon sein , auch wenn Du Dich über die Klatsche für die FDP sicher freust.
Bei den Linken sinds 340.000. Da ist sicher ein gewisses Maß an Protestwählern dabei, die auch schon mal rechtsradikal gewählt haben (also REPs). Aber unter Garantie auch viele, denen es gegen den Strich ging, dass die Linken eine Vergesellschaftlichung der Euro-Schulden anderer Länder forderten (Euro-Bonds/Schuldenschnitt).
Interessant auch die Wählerverluste der Linken und Grünen. Aber Zahlen allein reichen nicht aus. In den kommenden Wochen wird es entsprechende Publikationen aus dem Bereich der Politikwissenschaften geben, die viel differenzierter analysieren.
Seite 164 unten bis Seite 165. Zitat: „Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen. Angebote von vegetarischen und veganen Gerichten und ein „Veggie Day“ sollen zum Standard werden.“
Das ist eine Forderung und kein Vorschlag. Wobei ich persönlich den Ausbau des Angebots an vegetarischen (von mir aus auch veganen) Gerichten gut finde. Aber ich lehne den „Veggie Day“ ab. Das ist pure Bevormundung und nichts anderes.
Da zerrt niemand etwas hervor, wenn die Grünen das so in ihr Wahlprogramm für 2013 reinschreiben. Das Ei haben sich die Grünen selbst gelegt.
Auf jeden Fall ist die Karte dazu geeignet, zu der Aussage zu gelangen, dass rot rot grün nicht auf Platz 1 der Präferenzen der Mehrheit der Wähler stand. Nicht mehr und nicht weniger.
Da die Zahl der Direktkanditaten, der kleinen Parteien, die überhaupt Chancen haben durchzukommen, sehr klein ist, lässt sich aus dieser Karte überhaupt keine Präferenz für eine Koalition herauslesen.
Dem widerspricht die Aussage, dass rot rot grün nicht die präferierte Koaltion der Mehrheit der Wähler ist, auch gar nicht.
Ansonsten wäre bei der letzten Wahl die beliebteste Koalition eine grosse gewesen. Dem war offensichtlich nicht so.
Was ist daran offensichtlich? Das einzige offensichtliche ist wohl der Umstand, dass es eine andere war. Ob die Wähler in der Mehrheit nicht eine andere präferiert hätten, weiß ja keiner, weil diese Frage gar nicht zur Abstimmung stand.
Kann ja mal jemand einen Vorschlag machen, dass es demnächst eine dritte Stimme gibt, mit der eine Aussage zu einem gewünschten Koalitionspartner gemacht werden kann, falls es alleine nicht zur Mehrheit reicht.