Hallo,
Jetzt wagt sich auch der eher linksliberale Tagesspiegel über vermeintliche Gewalttaten migrantischer Jugendbanden zu berichten.
Das Blatt schreibt selbst, dass ansonsten kaum von diesen Vorfällen berichtet wurde. Warum tut es jetzt der tagesspiegel ? Die Gewalt ist hier ja in die Wohlfühlzone des gutbürgerlichen Südwesten Berlins gezogen. War das dann doch zuviel?
Die spärliche Mitteilung der Polizei geht öffentlich unter. Kaum ein Berliner Medium berichtet über den brutalen Gewaltexzess, der absolut ungewöhnlich ist für die ruhige Villengegend direkt an der Grenze zu Potsdam.
„Seit Wochen ziehen Jugendbanden durch Potsdam und versetzen Menschen in Angst und Schrecken.“ Diese suchen private Feiern und Häuser heim, auch Mitarbeiter von Jugendklubs würden bedroht.
„In Potsdam gibt es Angsträume für Jugendliche“, sagte Adams auf Anfrage. Auch an Schulen hätten sich die Gewaltvorfälle in zwei Jahren mehr als verdreifacht. „Wer da noch von Einzelfällen spricht, verschließt die Augen.“ Zur Wahrheit gehöre auch, dass Zeugen die Täter immer wieder als Jugendliche mit Migrationshintergrund beschreiben würden.
Wenn was unklar wäre, hätte ich das doch geschrieben.
Irgendwann eskaliert dann offenbar die Situation, als eine große Jugendgruppe vor Ort erscheint. Zeugen der Situation berichten übereinstimmend von auswärtigen Jugendlichen mit arabischem Migrationshintergrund
Fest steht, dass die Jugendlichen in der Gruppe mit massiver Gewalt gegen die drei Teenager vorgehen. Der Tagesspiegel konnte mit dem Besitzer des Autos sprechen, das durch die Attacke beschädigt wurde. Das linke Vorderlicht seines blauen Golfs ist zersplittert, offenkundig durch den Aufprall des 18‑Jährigen. Doch viel eindringlicher: Das Metall des Kotflügels ist an einer Stelle eingedrückt. Hier soll der junge Mann mit seinem Kopf aufgekommen sein.
Die massive Gewalt steht fest…und nicht im Konjunktiv.
Tatsächlich weiß man bei dir nie so genau, ob du die von dir verlinkten Texte überhaupt gelesen, geschweigen denn verstanden hast.
Und hier wieder ein schönes Beispiel dafür, wie dich ganz einfache Sachverhalte ganz offensichtlich überfordern. @Hexerl bezieht sich auf auf den ersten Artikel, den du angeblich gelesen hast. Dort steht:
Das ‚könnte‘ bezieht sich also nicht auf die Tat, wie du hier suggerierst, sondern auf die Täterschaft. Denn im Text heißt es weiter:
Die Tätergruppe kann unerkannt flüchten.
Das Gleiche im zweiten Artikel:
Eine Gruppe von 15 bis 20 Jugendlichen flüchtete unerkannt. Nach Informationen dieser Zeitung könnten die mutmaßlichen Täter aus Potsdam stammen. Tatverdächtige sind laut Berliner Ermittlern noch nicht bekannt.
Zusammengefasst für dich: Ja, die massive Gewalt steht fest. Nein, die Täter stehen nicht fest.
Und Du glaubst, dass das Schadensbild am und rund um den Scheinwerfen durch einen einschlagenden menschlichen Kopf verursacht wurde? Ist etwas darüber überliefert, ob das Opfer eine stählerne Halskrause und einen kantigen Schutzhelm trug? Oder ist hier einfach nur ROB 344-66/IIIa, (aka Robbi) aus dem Fliewatüt gefallen und auf dem Fahrzeug gelandet?
Schau mal in den UP. Ich stellte bewusst die Berichterstattung des Tagesspiegel in den Blickpunkt und nicht primär den Kriminalfall.
Da passt deine übliche Lügenpressentheorie aber jetzt ganz gut. Der Tagesspiegel steht ansich beim erzlinken Publikum nicht im Ruf tendenziös zu berichten. Obwohl es sich diesmal nicht um Springerpresse, Berliner Zeitung etc. handelt, wird dem linksliberalen Tagesspiegel aber jetzt auch unseriöse Berichterstattung vorgeworfen.
Abgesehen davon geht es dem jungen Mann wohl wirklich nicht gut.
Sein 18-jähriger Freund wird von den Tätern über die Schläge hinaus noch mit dem Kopf gegen ein geparktes Auto geschlagen. Er wird stationär ins Krankenhaus eingeliefert, heißt es knapp in der Polizeimeldung. Die Tätergruppe kann unerkannt flüchten.
Im Gegensatz zu Dir, wähle ich Nachrichten nicht danach aus, ob sie mir gerade in den Kram passen, sondern lese Berichterstattung aufmerksam, ziehe - je nach Thema natürlich - ein oder zwei weitere Quellen heran und vergleiche diese bzw. suche nach Widersprüchen und gehe generell kritisch mit dem um, was mir an Nachrichten vorgesetzt wird. Das ist aber nichts neues, sondern das mache ich im Grunde seit 40 Jahren, als mal ein längerer Bericht über meinen Vater geschrieben wurde, der - für uns offensichtlich - wenigstens eine Handvoll Halb- und Unwahrheiten enthielt.
Als ich dann einige Jahre später ins Berufsleben eintrat, musste ich feststellen, dass eigentlich in jedem Artikel zu einem Thema, bei dem ich mich auskannte, Fehler enthalten waren, was mich dann zu der Schlussfolgerung bewegte, dass die Artikel zu allen anderen Themen wahrscheinlich auch Fehler enthielten.
So war das dann in der Folge immer, wenn mal über mich berichtet wurde, meinen Arbeitgeber, meine Stadt usw. usf.
Niemals würde ich mich aber dazu versteigen, mit dem Pauschalvorwurf der
zu arbeiten oder gar eine
aufzustellen.
Mit anderen Worten: Du verbreitest wieder einmal eine Mischung aus Lüge und Unterstellung, wie Du das eigentlich permanent machst. Lügen findet man bei Nius, Reitschuster, Bild und etlichen anderen Medien, auf die gerne von rechts zugegriffen wird.
Ich hingegen sehe das so, dass bei Zeitungen, TV-Sendern usw. anteilig genauso viele Menschen arbeiten, die die Arbeit nur für Geld machen, denen aus Zeitgründen, Unwissenheit oder Langeweile Fehler unterlaufen oder weil sie ganz einfach den falschen Leuten glauben oder den richtigen nicht richtig zugehören.
Ansonsten haben wir halt einmal wieder die Situation, dass Du nicht auf das eingehst, was ich schrieb, sondern wieder - wie gesagt - mit Lügen und Unterstellungen arbeitest, um davon abzulenken, dass es zumindest Hinweise darauf gibt, dass es sich wieder einmal um eine Übertreibung oder Räuberpistole handelt wie seinerzeit bei Deinen Versuchen, den Eindruck zu vermitteln, in Berlin gäbe es ständig Massenschießereien in der Öffentlichkeit.
Welche Quellen hast du denn, die der Darstellung des Tagesspiegel, dass das Opfer durch Gewalteinwirkung schwere Kopfverletzungen erlitten hat (und deshalb im Krankenhaus liegt) widersprechen?
Ein 18-Jähriger sei mit dem Kopf gegen ein geparktes Auto geschlagen worden. Er musste in einem Krankenhaus behandelt werden.
Die Berliner Polizei sprach von „erheblicher Gewalt“, die in Kohlhasenbrück unweit der Potsdamer Stadtgrenze ausgeübt worden sei.
Dass die Person verletzt wurde, bestreitet niemand, aber ich zweifle daran, dass der Schaden am Auto und die Verletzung der Person in dem Zusammenhang stehen, den der Tagesspiegel beschreibt. Warum ich das bezweifle, hatte ich ausführlich erklärt und das bringt uns wieder einmal zu der Frage, ob Du überhaupt die Antworten liest, die Du erhältst oder vielleicht doch eher nur auf Monologe aus bist, bei denen Dich Antworten, Korrekturen und Hinweise auf eine möglicherweise falsche Sichtweise bzw. Interpretation nur stören.
Ähem… Der Schaden am Auto ist doch sch…egal. Auch ist es nebensächlich, ob das Opfer im Krankenhaus liegt, weil seine Verletzungen vom Stoß gegen das Auto oder z.B. von einem Baseballschläger kommen.
Ach so, ja stimmt. Es geht ja nur darum, dass eine migrantische Jugendbande für irgendwas verantwortlich gewesen sein
Wen interessieren denn da noch Fakten, wenn sich so schön wieder Zusammenhänge mit Ausländern, Migranten und Muslimen auf der einen Seite und Gewalt auf der anderen Seite herstellen lassen.
Das grundlegende Problem, nämlich die statistisch auffällig hohe Gewaltkriminalität von Migranten, insbesondere aus Syrien und Afghanistan, kann man natürlich verschweigen, man kann leugnen, man kann sie relativieren, man kann auf australische Austauschschüler verweisen, man kann selbst die Berichterstattung des Tagesspiegels für unbewiesene Hetze halten…
Inzwischen haben sich aber zunehmend mehr Teile der Presselandschaft, z.B. auch der Tagesspiegel, den ich früher in meiner Berliner Zeit immer sehr gerne gelesen habe, dafür entschieden, diese Strategien nicht mehr so offensiv zu verfolgen, sondern tatsächlich Ross und Reiter zu nennen.
Dies liegt wohl auch daran, dass zunehmend in den sozialen Medien jeweils die Nationalität nachgeliefert wurde.
Beispielsweise, wenn ein Medium bei Gewaltkriminalität “…ein Mann…” schreibt, vermuten viele Leser, dass das für ein Täter mit Migrationshintergrund steht, da in anderen Fällen (die scheinen z.B. bei dpa, aber nicht nur da, echt so blöd zu sein) bei einem nichtmigrantischen Täter regelmäßig die Nationalität erwähnt wird.
In den sozialen Medien, oft auch bereits in den Kommentarspalten der Zeitungen unter den Artikeln, liefern aber die Leser regelmäßig Details nach, denn irgendwo gibt es irgendein lokales Blättchen, ein Boulevardblatt oder eine andere Quelle, die nicht herumeiert, das wird im Internetzeitalter schnell gefunden und weiterkolportiert.
Offensichtlich hat sich bei einigen Journalisten inzwischen die Einsicht gebildet, dass man dann ja auch gleich selbst offen berichten kann. Vielleicht stärkt das ja sogar die Glaubwürdigkeit der jeweiligen Medien und gewinnt auch teilweise wieder Leser zurück.
Das wollte ich mit dem UP zum Ausdruck bringen. Nun kann zwar - wie üblich - „Lügenpresse“ gebrüllt werden…; indes der Tagesspiegel ist für seine sachliche Berichterstattung bekannt
Was hier niemand getan hat. Mal davon abgesehen, dass eben „Lügenpresse“ ein Schlachtruf der Rechten und Nazis ist, mit dem sie versuchen, wahrheitsgemäße, aber missliebige Berichterstattung zu diskreditieren.
Das kannst Du Dir übrigens auch für das nächste mal merken, wenn Du wieder einmal mit dem Hinweis konfrontiert wirst. dass Du die Rhetorik der Rechten und Nazis übernimmst.