Hallo,
Man wünscht sich immer einen breiteren Bereich, aber wenn die
toxizität normalerweise erst beim sechs bis achtfachen der
Normaldosis beginnt, kann man nicht von geringer
therapeutischer Breite sprechen.hmmm, aber 2g sind der vierfache Bereich, das das bezieht sich
auf 70kgKG.
Da hast du aber bei einer gesunden Leber noch keine toxische Wirkung.
Also mir sind 7-10 g bekannt.
Für 100kg schwere Leute mag das zutreffen.
Nein, 10 g für den Durchschnittserwachsenen von 70 kg (150 mg/Kg Körpergewicht)
Zudem geht es ja nicht nur um die Toxizität allein.
Hier sprechen wir aber wenn ich das richtig sehe gerade darüber.
Man kann mit 7g, wenn man Pech hat, sich umbringen, Qualvoll.
Das gleiche kann dir mit 7 g. Aspirin passieren, na ja sagen wir 10.
Aber dass heisst ja nicht, dass man mit 5g keine Schäden davon tragen wird… Ein Teil der Leber kann fibrotisch werden.
Natürlich gibt es immer individuelle empfindlichkeiten, aber das trifft auf praktisch jedes Medikament zu. Bei einem Gesunden erwachsenen von 70 kg ist ein Leberschaden aber fast so wahrscheinlich wie ein Lottogewinn und 5 g wären immerhin 10 Tabletten auf einmal!
Das ist bei fast jedem Medikament so und muss natürlich
beachtet werden. Ohne spezielle weitere Belastung der Leber
oder Kombination mit anderen Wirkstoffen die die gleichen
Enzymsysteme belasten ist das aber weitgehend irrelevant.Sorry, das stimmt so nicht ganz. Würde es doch heissen, diese
Enzymsystem sind nur aktiv wenn man Medikamente einnimmt, und
sonst hätte das System nichts zu tun.
Diese Enzuymsysteme sind aber ohne vorherige bedeutende Organschäden oder Aufnahme konkurrierender Wirkstoffe nicht ausgelastet und können problemlos verstoffwechselt werden. Wodurch sollte denn unter Normalbedingungen die dafür notwendige Enzymkette blockiert sein? Mir fällt da nichts ein.
Dass Menschen mit vorgeschädigten Organen oder zusätzlichen
Belastungen auf Medikamente unter Umständen empfindlicher
reagieren ist wohl eine Selbstverständlichkeit, kann aber doch
nicht die Grundlage zur Beurteilung der normalen Wirksamkeit sein.Ich sehe das anders, weil vorgeschädite Organe unter Umständen
gar kein PCT vertragen.
Und weil jemand mit schweren Leberschäden ein Medikament nicht verträgt soll ich jemandem mit gesunder Leber davon abraten es zu nehmen? Die Logik bleibt mir verschlossen.
Ibuprofen hat ganz
banal schon mal drei ausgeprägte therapeutischn nutzbare
Wirkungen, von denen in der Regel aber immer nur einen
gewünscht ist. Wenn ich es also als Schmerzmittel nehme habe
ich immer mindestens eine ausgeprägte Nebenwirkungen (nur
eine, weil die antipyretische Wirkung bei Normaltemperatur
nicht in Erscheinung tritt).Aber dafür evtl. Blutdrucksenkung?! Magengeschwür? etc…
Ich gleube zu Nebenwirkungen im engeren Sinne habe ich weiter untern etwas ausgesagt.
Paracetamol hat dagegen nur zwei therapeutische Wirkungen.
Eine davon ist die wie gesagt nur bei pathologischen Zuständen
wirksame Fiebersenkung. Nehme ich es als Schmerzmittel, dann
wirkt es auch nur als Schmerzmittel.Also das stimmt nicht ganz, beide Medikamente können deutlich
mehr als 2 oder 3 therapeutische Wirkungen haben.
Welche wären das?
Naja, das ist aber absolut nicht klinischer Alltag. Was bringt
mir eine Angabe im Beipackzettel, der weniger häufig angegeben
wird, aber im praktischen Leben doch etwas häufiger gesehen
wird? Nichts.
Da wäre dann nur zu hinterfragen, ob diese von dir hier dem Paracetamol zugeordneten Nebenwirkungen wirklich davon kommen.
Die möglichen Störfaktoren wirst du kaum systematisch erfassen, darum kann so ein Eindruck aus der Praxis auch gewaltig täuschen.
Außerdem gibt es ein Meldesystem für Nebenwirkungen etc. Mindestens bei einem so alten und weit verbreiteten Medikament wäre da eine wesentliche Abweichung in der Häufigkeit von Nebenwirkungen wohl aufgefallen.
Gruß
Werner