ich studiere momentan Wirt. Ing. in einem dualen Studiengang, den Teil der Ausbildung bin ich in der Deutschlandvertretung einer Firma, die für Anlagenbau, etc. zuständig ist.
Wie wahrscheinlich die meisten in meinem Alter (21) bin ich immer noch am überlegen, ob DAS nun das Richtige ist und ob ich nach der Ausbildung überhaupt die Chance habe, in eine andere Sparte zu gehen.
Ich kann mir nämlich vorstellen, dass dann andere Firmen sagen: Der hat zwar Berufserfahrung und hat eine gute Ausbildung + Studium, aber leider in einem ganz falschen Beruf.
Bereiche, die mich interessieren: Flugzeugbauer, Fahrzeugbauer, evtl. sogar Archäologen, Meeresforscher, F1 Rennställe (ja lasst mich träumen) - ich weiß, das klingt jetzt sehr weit her geholt, aber die brauchen doch sicherlich auch Leute, die sich mit Statik auskennen und gleichzeitig bisschen Ahnung von Geld haben…!
Ich hoffe, meine Fragen sind deutlich geworden!
Vielen Dank
WI-Ing. ist ein weites Feld: http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftsingenieurwesen
Quasi nach dem Motto: Kann zwar fast alles aber nicht alles gut genug
Das kommt natürlich aber auch auf die Schwerpunkte an. Z.B. kann man sich nur auf IT konzentrieren.
Ich kann mir nämlich vorstellen, dass dann andere Firmen
sagen: Der hat zwar Berufserfahrung und hat eine gute
Ausbildung + Studium, aber leider in einem ganz falschen
Beruf.
Lt. der „Junge Karriere“ vom Juni '05 würden WI-Ing. gerade wg. ihrer breiten Ausbildung vor Arbeit ertrinken
Bereiche, die mich interessieren: Flugzeugbauer,
Fahrzeugbauer, evtl. sogar Archäologen, Meeresforscher, F1
Rennställe (ja lasst mich träumen) - ich weiß, das klingt
jetzt sehr weit her geholt, aber die brauchen doch sicherlich
auch Leute, die sich mit Statik auskennen und gleichzeitig
bisschen Ahnung von Geld haben…!
Ja klar. Aber das Prinzip „Maximaler Output bei minimalem Input“ ist dennoch eine Handlungsmaxime und in praxi kaum zu erreichen. Und als z.B. Statiker wird man sich um Kostenaspekte vermutlich weniger scheren… Hier die ViKa von J.Wilhelm: als Aufbaustudent WI-Ing sollte der besser Bescheid wissen -> http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/www/service.fpl?..
Und hier das Blog eines Bauingeniers: http://www.die.de/blog
Hallo Marcus, also ich kenn da einen der hat es innerhalb von einem Jahr vom kaufmännischen Angestellten zum Produktionsleiter gebracht. Er hat zwar von der Technik die er herstellt kaum Ahnung, aber wichtiger sind in der Leiterfunktion Personalwirtschaft (auch wie beschwatz ich Scheffe), kaufmännisches Können und Zeitplanung…
Also bei den meisten deiner angestrebten Branchen, die auch nur entfernt etwas mit Technik zu tun haben, kann ich mir schon Chancen vorstellen,
nur das mit Archäologie schlag dir aus dem Kopf, ohne entsprechenden Dr. und ellenlange Publikationsliste geht da gar nichts, ausser in einem Schlammloch zu sitzen und drin rumzukratzen (darin hab ich Erfahrung).
Als Archäologe muß man was von Vermessungstechnik verstehen, von Statistik UND STATIK, oft auch eine gewisse künstlerische Ader haben(Profile oder Funde zeichnen), da man mit dem Computer (Foto oder CAD) manche Einzelheiten nicht so gut hinbekommt. Und dann fehlt dir natürlich der gesamte kulturgeschichtliche Hintergrund (professionell gesehen, lässt sich natürlich lernen, aber dann kann man gleich ein neues Studium anfangen).
Also auch wenn das jetzt vernichtend klingt, als Student kannst du es ja mal probieren einen Schlammlochplatz in den Semesterferien zu bekommen. Da darfst du dann auf eigene Kosten anreisen, für ein Taschengeld (mit Glück 10 Eu am Tag) den ganzen Tag körperlich schuften. Wenn dich das glücklich macht, dann solltest du über einen Studiengangswechsel nachdenken. spätere Arbeitslosigkeit höchstwarscheinlich. (Oder du sitzt als MAgister immer noch in Schlammlöchern rum, in der Hoffnung es fällt eine Publikation für dich ab, da es immer nur einen Grabungsleiter gibt, der für eine Handvoll Grabungen zuständig ist). Mehr Infos beim örtlichen Landesamt für Bodendenkmalpflege.
Trotzdem schöne Grüße
Susanne
(die gern mal wieder im Schlammloch sitzen würde, aber eigentlich erst mal Geld verdienen muß)