Was machen, wenn Arzt Behandlung 'verweigert'

Hallo,

Ist ja genauso als würde der Auto-Mechaniker sagen „Da haben
Sie zu viel Gas gegeben, deswegen ist die Dichtung geplatzt“
und schickt ihn dann mit den kaputten Auto wieder zurück.

Das kann man aber auch anders sehen. Der Mechaniker kann den Motor nun mal nicht reparieren, wenn der Fahrer darauf besteht auch während der Reparatur weiter auf dem Gaspedal zu stehen.

Ich will das Problem mit dem Abnehmen gar nicht bagatellisieren, aber man kann sich doch schon vorstellen, dass jegliche weitere Behandlung aussichtslos ist, wenn sich nichts am Gewicht ändert. Die Knie sind nun mal nicht für die 130 KG ausgelegt, und sind ja wohl offensichtlich auch noch vorbelastet. Ein Arzt kann leider nicht den Körper für Dinge „tunen“ für die er nun mal nicht gedacht ist (außer beim aus guten Gründen verbotenen Doping).

Zudem darf man nicht die Finanzierungd er ganzen Sache vergessen. Wenn ich mir 100 mal ein für meinen Fahrstil unterdimensioniertes Ersatzteil einbauen lasse, was daraufhin erwartungsgemäß regelmäßig kaputt geht, ist das mein privates Vergnügen, weil ich den Spaß selbst bezahlen muss. Das System der gesetzlichen Krankenversicherungen mit Budgetierung, … aus dem immer mehr Leute mehr rausholen als sie reinstecken, ist da schon etwas heikler.

Gruß vom Wiz

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Hallo Andreas,

beschwere Dich auf jedenfall, obwohl ich -aus eigener Erfahrung- weiß, dass es nichts bringen wird.
Trotzdem sollte man meiner Meinung nach sich als Patient immer wehren. Habe schon viele Klagen andere Patienten (vorallem ältere, die ja immer nich die hohe Achtung vor Männern in weiß haben und leider nur hinter deren Rücken über die Mißstände in deutschen Arztpraxen klagen.

Deine Beschwerde reichst Du eigentlich bei Deiner Krankenkasse ein, aber da gehts schon los, denen ist das egal, völlig gleichgültig, also besser gleich an die Kassenärztliche Vereinigung schicken. Dann schicken die Dein Schreiben (Du bekommst dann ein Formular, dass Du unterschreiben mußt, dass die KV Dein Schreiben an den Arzt schicken darf). Der Arzt leugnet dann alles, wird behaupten, er nehme keine neuen Patienten auf oder läßt sich sonst was einfallen. Das war es dann. Du bekommst seine Antwort natürlich NICHT ausgehändigt, Du bekommst dann lediglich ein Schreiben, mit dem Vermerk, dass der Arzt nichts unrechtes getan hat.
Sollte ein Arzt wirklich mal unrechtes tun (was er eigentlich auch tut, wenn er Pat. ablehnt, aber gehen wir nun mal von etwas „schlimmeren“ aus), dann passiert nur folgendes: gleiches Prozedere wie oben:
2 Möglichkeiten:
1.der Arzt bestreitet den Vorwurf - Ende wie oben
2.der Arzt bleibt ehrlich, gibt Fehlverhalten zu - er wird von der KV gebeten, dies nie wieder zu tun (O-Ton der KV-Angestellten).
Aber sei Dir sicher, die 2. Möglichkeit wird NIE eintreten.

Ich wünsch Dir viel Durchhaltevermögen und ja, es gibt auch noch wenige sehr gute Ärzte schau das Du einen findest!

Aber trau Dich auch, Dich zu wehren, wende Dich an Deine KK und an die KV! Lass ein Fehlverhalten nicht durchgehen. Denk dran, wenn nicht gegen solche Ärzte unternommen wird, gehts mit dem Gesundheitssystem in Deutschland noch schneller bergab.

Grüße
MonaLisa (leider auch chronisch krank und das in jungen Jahren)

Hallo MonaLisa,

Sollte ein Arzt wirklich mal unrechtes tun (was er eigentlich
auch tut, wenn er Pat. ablehnt, aber gehen wir nun mal von
etwas „schlimmeren“ aus)

du schießt übers Ziel hinaus: Der Arzt hat Andreas nicht abgelehnt , sondern lediglich - zurecht - darauf verwiesen, dass die 130 kg für seine Knie eine Zumutung sind, der sie verständlicherweise nicht gewachsen sind. Der einzige Vorwurf, dem man ihm machen kann, ist, dass er Andreas nicht an einen Orthopäden und einen Ernährungsberater überwiesen hat. Aber ich gehe davon aus, dass Andreas volljährig und damit ein mündiger Patient ist und selbst darauf bestehen kann, falls er denn wirklich diese Probleme lösen will.

(leider auch chronisch krank und das in jungen
Jahren)

Dito.

Gruß
Anja