Weblogs

Hallo Zusammen,

da wir uns auch gerade im Netz lesen und dort ohnehin viel, viel, viel zu lesen ist und obendrein noch von einer neuen Weblog-Generation gesprochen wird, setze ich gleich mal eine Frage an Euch nach:

Was haltet Ihr von Weblogs? Die Tagebuch-Weblogs schrecken mich ab, da mir die Einträge zu exhibitionistisch sind, war das Schreiben eines Tagebuchs doch früher eher eine intime Angelegenheit.

Und rein journalistisch, wie bewertet Ihr die Weblogs in der Hinsicht des journalistischen Stellenwerts? Steht für Euch eine mediale Ablösung in der Tür?
Ich habe doch immer gerne Zeitung und Magazine in der Hand, auch wenn ich mich an den 11. September erinnere…und am PC im Netz nach aktuellen Informationen suchte…
Aber wir hochwertig sind die journalistisch angelegten Weblogs tatsächlich?!

Was meint Ihr?

Grüße von Paruna

welche Weblogs meinst Du denn nun?

Also ich bin froh drum, dass mein Apache mitloggt, aber allzuoft seh ich da trotzdem nicht rein - nur wenn was schief läuft/gelaufen ist…

Die Frage war allgemein auf Weblogs bezogen…eher aber in Richtung journalistischer Artikel.
Sorry, aber die große Ahnung habe ich davon auch nicht. Kannst mir sagen, was „Apache“ bedeutet?

welche Weblogs meinst Du denn nun?

Also ich bin froh drum, dass mein Apache mitloggt, aber
allzuoft seh ich da trotzdem nicht rein - nur wenn was schief
läuft/gelaufen ist…

Blogs
Hallo, Paruna,
ich nehme an du meinst die seit einiger Zeit allgegenwärtigen Blogs?

Was haltet Ihr von Weblogs? Die Tagebuch-Weblogs schrecken
mich ab, da mir die Einträge zu exhibitionistisch sind, war
das Schreiben eines Tagebuchs doch früher eher eine intime
Angelegenheit.

Sehr viel schaue ich in diese meist recht privaten Ergüsse nicht hinein, aber gelegentlich bleibe ich mal bei einem mäßig interessanteren Beitrag hängen, wenn er mir beim Surfen so über den Weg läuft. Meist hält sich aber mein Interesse an diesem eher exhibitionistischen Geschreibsel in recht engen Grenzen. Genausowenig, wie mich das Tagebuch irgendeines Nobody interessiert, kann mich die Gedankenwelt irgend eines Menschen, zu dem ich sonst keinen näheren Bezug habe, nicht fesseln.

Und rein journalistisch, wie bewertet Ihr die Weblogs in der
Hinsicht des journalistischen Stellenwerts? Steht für Euch
eine mediale Ablösung in der Tür?

In aller Regel haben diese Ergüsse mit Journalismus nichts zu tun. Es wird zwar manchmal auf das Zeitgeschehen abgehoben, aber doch meist aus sehr subjektivem Blickwinkel. Ganz abgesehen von dem teilweise erbärmlichen Stil und dem häufig anzutreffenden recht freien Umgang mit der Rechtschreibung.

Aber wie hochwertig sind die journalistisch angelegten Weblogs
tatsächlich?!

Wenn es solche gibt, sind sie mir - mit einer oder zwei Ausnahmen - noch nicht untergekommen.

Gruß
Eckard

Hallo,

da wir uns auch gerade im Netz lesen und dort ohnehin viel,
viel, viel zu lesen ist und obendrein noch von einer neuen
Weblog-Generation gesprochen wird, setze ich gleich mal eine
Frage an Euch nach:

Was haltet Ihr von Weblogs? Die Tagebuch-Weblogs schrecken
mich ab, da mir die Einträge zu exhibitionistisch sind, war
das Schreiben eines Tagebuchs doch früher eher eine intime
Angelegenheit.

Und rein journalistisch, wie bewertet Ihr die Weblogs in der
Hinsicht des journalistischen Stellenwerts? Steht für Euch
eine mediale Ablösung in der Tür?
Ich habe doch immer gerne Zeitung und Magazine in der Hand,
auch wenn ich mich an den 11. September erinnere…und am PC
im Netz nach aktuellen Informationen suchte…
Aber wir hochwertig sind die journalistisch angelegten Weblogs
tatsächlich?!

Tja, ich denke, das Problem ist, dass man Weblogs nur schwer nach herkoemmlichen Regeln fassen und bewerten kann.
Wenn man jetzt mal die reinen Tagebuecher ausen vorlaesst (mit denen sich der „echte Blogger“ ja eh nicht in einen Topf geworfen sehen will) gibt es da schon eine Menge interessantes.

Aber man darf nie einen Weblog-Autor isoliert fuer sich betrachten - und da sehe ich einen der Hauptunterschiede zum klassischen Journalismus.
Der Journalist schreibt einen Artikel, recherchiert dafür (hoffentlich), fasst zusammen und verfasst ein Produkt, dass dann einmal publiziert wird - das ist eine sehr lineare Bewegung.

Der Blogger findet etwas, nimmt es auf, kommentiert es und verlinkt das ganze dann. Vielleicht setzt er einen Trackback auf den Ursprungsartikel (wenn technisch möglich) und vielleicht mischt er sich auch beim Ursprungsartikel in eine laufende Comment-Diskussion ein. Das alles ist nicht linear, sondern vernetzend.
Ein Blogger empfindet sich auch eigentlich nicht als Autor, sondern im Idealfall nur als Knotenpunkt in einem Netz - einen Punkt, auf den man stossen und von dem aus man weiterkommen kann.

Natuerlich wollen wir alle gerne gelesen werden (wir wollen ja schliesslich alle unser Ego gestreichelt bekommen), aber im Idealfall ist es so.

Wenn jemand es jetzt schafft, gut zu vernetzen, interessante Dinge schnell und ansprechend zu kommentieren, dann wird er auch Leser finden.
Er wird auch verlinkt werden und dann beginnt das ganze erst richtig interessant zu werden - dann entsteht (in Comments, Links und Trackbacks) das Netzwerk, das Bloggen so interessant und auch im Moment zum Hype macht.

Es war klar, dass bei einer bestimmten Anzahl Blogger in Deutschland irgendwann sozusagen eine kritische Masse erreicht sein wuerde und Blogs in die Oeffentlichkeit gelangen wuerden - und an dem Punkt sind wir jetzt so langsam.
Die Industrie faengt an, sich dafuer zu interssieren, die Medien fangen an, vermehrt zu berichten und die Abgrenzungskaempfe zwischen „echten“ Journalisten und Bloggern fangen an.

Und seit Jamba und Planetopia und dem lustigen Säbelrasseln, was die Blogger da aufgeführt haben spielt natürlich auch die Macht bei Google eine Rolle - und die vermeintliche (oder wirkliche?) Macht, im „real life“ etwas zu bewegen…

Ich habe mal geschrieben „Der Sinn eines Weblogs ist ein Weblog“.
Und ich denke auch immer noch, man sollte nicht krampfhaft versuchen, die Gemeinsamkeiten zu suchen unm dann vergleichen zu können, sondern das ganze erstmal interessiert angucken. Es wächst da viel schönes, neues und man kann ja mal zugucken. Oder auch machen - denn das ist definiv der beste Weg, Weblogs zu verstehen :smile:

Greetinx
Christian
http://www.jawl.net

Hallo Paruna,

Weblogs (Blogs) sind (laut einiger Autoren und in Netzkreisen) vor allem ein Versuch, der Kommerzialisierung des Internet entgegen zu treten. Und natürlich eine neue Möglichkeit, unter anderem für bisher unbekannte Autoren, zu publizieren (und auch das wieder ganz im Sinne der frühen Idealvorstellung vom Netz als einem Ort, in dem der Leser zum Autor wird). Inwieweit die journalistischen Blogs Qualität produzieren, kann ich nicht beurteilen; Befürchtungen in Richtung eines Medienwechsels halte ich jedoch für unbegründet. Verdrängungshypothesen gab es bisher noch bei jedem neuen Medium, dass wegen Weblogs jedoch in Zukunft die Zeitungen aussterben halte ich für äußerst unwahrscheinlich :smile:

Gruß

Hallo,
ich lese so 1-2 Weblogs, davon finde ich eines sehr gut geschrieben, die Autorin hat allerdings auch schon Bücher veröffentlicht, sie kann einfach gut schreiben und ich finde den Stil gut. Das andere lese ich des Inhalts wegen, weil ich es interessant finde, allerdings nicht unbedingt den Schreibstil.
Ansonsten kommt man manchmal durch einen oder anderen Link zum einen oder anderen Tagebuch, wo dann ein Beitrag zum Thema passt. Ist ganz ok, aber für mich nicht weiter bedeutend…

Insgesamt finde ich das Thema durchaus überbewertet…

Beatrix
http://www.trixi.de

Natürlich sind die meisten Blogs nicht hochwertig, es gibt aber informative Seiten, die zum Teil sehr professionell arbeiten. Leider fällt mir gerade kein Link ein, aber vor allem junge Leute sind sehr motiviert und berichten auch mit einer gewissen… Eifrigkeit, weil sie Blogs als eine einzigartige Chance sehen, ihren Gedanken freien Lauf zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen aus Saarbrücken, Vitaly Friedman,
http://www.alvit.de/vf/en/

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