denn ich druecke dir [einen Zettel] auf die nase.
nein. keinen zettel. mit meinem finger.
Das ist bisher der erste richtige Satz!
ich druecke dir [meine Lippen] auf die stirn.
nein…ich druecke dir auf die stirn…mit meinem finger.
aber du hast recht: ohne „auf den zeh“ geht es nicht.
ergo: mich drueckt der schuh
bzw. mir drueckt der schuh auf den zeh.
ich druecke ihm auf die brust.
„ich druecke ihm“ wuerde nicht gehn.
mfg:smile:
rene
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drücken auch mit Dativ
Hallo, Rene,
du hast Recht, aber nur im Zusammenhang von Körperteilen. Eben lese ich im Duden Band 9, Richtiges und gutes Deutsch, S. 242:
**drücken:
- etwas drückt mir/mich auf die Schulter** : Wird drücken auf einen Körperteil bezogen, kann die betreffende Person im Dativ oder Akkusativ stehen. Der Dativ (Dativ der Beteiligung) ist üblicher: Die Kiste drückt mir auf die Schulter. Seltener im Akkusativ: Der Rucksack drückt mich auf die Schulter.
Zwischen Dativ und Akkusativ besteht nur ein formaler, kein grundsätzlicher Unterschied. Der Hauptton liegt immer auf der Angabe des Körperteils.
2. ihm/ihn drückt der Schuh : Bezieht sich drücken unmittelbar auf eine Person, steht heute ausschließlich der Akkusativ. Die Schuhe haben mich schon immer gedrückt. Dies gilt auch für den übertragenen Gebrauch: Ich weiß, wo ihn der Schuh drückt. Hier ist der Dativ der Person veraltet.
Damit wäre die Eingangsfrage dieses Fadens endgültig geklärt, oder?
Zufrieden?
Gruß Fritz
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und wieder haetten wir ein mysterium geklaert…
jeden tag eine gute tat und wir kommen alle in den himmel.
mfg:smile:
rene
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