Und ein Hallo zurück,
Deine Reaktion zeigt wirklich, wie sehr Du und Deine Kollegen
mit den Nerven am Ende seid. Ich wollte Dich weiß Gott nicht
angreifen, Biene.
die Spannung liegt täglich in der Luft, ansonsten würde ich mich hier nicht so auslassen. Es ist für uns wirklich zu einem täglichen Problem geworden, da am Anfang die „Anfälle“ nicht so häufig auftraten. Auch finde ich (aber damit stehe ich leider alleine da) ist sie mit ihrer Arbeit überfordert. Wenn man ihr leichtere Aufgaben übergeben würde, wären die Anfälle sicherlich nicht so häufig und schlimm (aber wer hört schon auf kleine Angestellte)!
Es ist ja der beste Schritt in die richtige Richtung, daß Du
Dich hier erkundigst nach dem Phänomen. Ich kann verstehen,
wie schlimm diese Situation für Euch alle ist: Der
Nervenzusammenbruch Deiner Kollegin spricht ja Bände.
genau, wenn ich schon keine Auskunft meiner Chefin erhalten kann oder vom Rektoramt (Datenschutz) sind mir einfach die Hände gebunden und ich kann nur vom erlebten erzählen und anfragen.
Was ich aber meinte, war: Verständnis ist der erste Schritt,
der Euch allen möglicherweise helfen kann. Und damit meine ich
nicht einfach „ich verstehe ja, daß sie krank ist“, sondern
Verständnis für die Krankheit selbst, Wissen darüber. Darum
habe ich Dir ja die URLs und Bücher empfohlen.
mittlerweile aber ich mich bei yahoo und Konsorten erkundigt.
Auch habe ich mich vor ein paar Monaten durch verschiedene HP gewühlt, aber war mir nicht sicher, ob sie wirklich diese Krankheit hat! Für unwissende ist es recht schwierig Arztwörter zu verstehen.
Als ich schrieb, Du mögest Dir vorstellen, wie das ist, hast
Du gesagt, Du würdest es ja jeden Tag erleben. Natürlich tust
Du das, aber Du tust es aus Deiner Sicht. „Try walking in her
shoes“, würde der Engländer sagen. Das ist etwas anderes. Wenn
Ihr Euch wirklich damit beschäftigt, was diese Krankheit
bedeutet, kann es sein, daß es Euch allen besser geht damit.
wir können es uns vorstellen, das ist richtig, aber damit umgehen ist sehr schwierig. Besonders wenn man nicht eingewiesen wird, ich meine damit von Psychologen z.B. Wenn das geschehen wäre, würden wir in manchen Situationen anders reagieren.
Übrigens finde ich das Verhalten Eurer Chefetage sehr
zweifelhaft. Der Nervenzusammenbruch Deiner Kollegin zeigt
doch, daß die öffentlich verordnete Ignoranz niemanden
weiterbringt.
tja, da beißen wir auf Granit. Es wurde uns viel versprochen, aber nie eingehalten. Nach dem Motto, das ist halt nicht unser Problem.
Du bist auf dem richtigen Weg. Wenn Eure
Kollegin X blind wäre, könnte das eine ebenso große Belastung
für die Belegschaft sein - nur wäre das für jeden
nachvollziehbarer und deswegen besser zu handlen.
und für uns, glaube mir, wäre dies eindeutig kein Problem, da wir einige Kollegen haben, die z.B. Hörprobleme haben.
Da sie aber
anscheinend (wie gesagt: ferndiagnosen sind nicht
möglich!) an einer so schwer verständlichen und „merkwürdigen“
Krankheit wie Tourette zu leiden scheint, ist das alles eine
ungeheure Belastung für Euch alle.
ich weiß, ich weiß, es wird auch jeden Tag schwieriger mit normalen Gedanken ins Geschäft zu kommen. Ständig kreisen die Gedanken um diese Kollegin…
ich wünsche Euch, daß Ihr einen Weg findet. Echtes Verständnis
ist ein guter Anfang.
ich und die Verwaltung würden uns nur wünschen, dass sie ein einiges Zimmer bekommt, mehr möchten wir nicht.
Daß keiner gerne Popel im Kuchen hat, ist klar *schüttel*.
Aber auch bei so etwas solltest Ihr bedenken, daß sie das
nicht mit Absicht tut und auch nichts daran ändern kann. Das
macht es nicht leichter zu ertragen. Aber es hilft doch
vielleicht, wenn man das weiß.
grins, ich kann nur froh sein, dass ich keine Kuchen mehr essen kann und auch kein Kaffee trinke…
Vielen Dank Nike,
Gruß
biene
Liebe Grüße,
Nike