Yeah, wir schreiben eine Geschichte: Also da dachte sich der Mann dass es auf der Autobahn ja kein Tempolimit gibt und das Fahrrad - im Gegensatz zu vielen Autos (also auch die der Polizei) - nicht elektronisch auf eine Maximalgeschwindigkeit begrenzt ist. Also kann der der Polizei locker davonfahren - vor allem wenn das Fahrrad auch noch 21 Gaenge hat und das Polizeiauto nur 5 - und die Raeder des Fahrrades sind ja auch noch viel groesser wie die Autoreifen. ![]()
Interessant, dass Du mit diesem Posting genau das tust, naemlich Fake-News verbreiten.
P.S.: Elvis lebt!
Das machen „Hubert und Staller“ aus Oberbayern schon besser. Nach deren Ruf: „WARNSCHUSS!“ und nach erfolgtem Schuss in die Luft bleiben die Verfolgten immer brav stehen.
Mittlerweile ist ja mehr ueber den Tathergang bekannt - aus Sicht der Polizei.
Drehen wir doch mal den Spiess herum: Ein Krimineller wird verhaftet weil er auf eine unbewaffnete Person geschossen hat die vor ihm gefluechtet ist. Er sagt erstmal gar nichts. Erst am naechsten Tag erklaert er dann dass er dachte dass der andere eine Schusswaffe hatte und es deshalb Notwehr war. Wuerde der Richter das glauben?
Was und wann die beteiligten Polizisten ausgesagt haben ist noch unbekannt. Aber es ist schon seltsam dass man mit den Gruenden fuer den Schuss erst viel spaeter herausrueckt - denn die Frage nach dem Tatablauf ist immer die erste und es gibt keinen Grund dies den Medien zu verschweigen wenn schon vom Schuss auf den Gefluechteten (nicht zu verwechseln mit dem Euphemismus fuer Fluechtling) berichtet wurde.
In meiner Version fuhr er als „Geisterfahrer“ auf die Autobahn. Lesen! (ich hatte sogar Großbuchstaben benutzt)
Aber ich halte das immer noch für total unnötiges Gerede, solange man nicht die Stellungnahme der Polizei und/oder Staatsanwaltschaft abgewartet hat.
Da musste den Richter fragen. Der würde evtl. zurückfragen, welche Rechtsgrundlage der Kriminelle zur Verfolgung einer Person heranzog.
Hier wird nix verschwiegen.
Auf einer Autobahn bzw. in der Nähe radelt einer durch die Gegend und die Polizei stoppt ihn. Er ergreift die Flucht und es fallen Schüsse. Wäre das in der Wüste passiert, dann hätte man erst in Ruhe ermitteln können und anschliessend wäre eine offizielle Erklärung der Staatsanwaltschaft rausgekommen.
In Zeiten dichten Autoverkehrs, neugieriger Mitmenschen und zig Smartphones sowie der Erfindung des Telefons verbreiten sich die Nachricht darüber, dass etwas passiert ist viel schneller als in der Wüste. Und dann gibt es eben erst einmal eine vorläufige Info über das Ereignis. bevor die Ermittlungen mehr ergeben. Abgeschlossen sind sie ja immer noch nicht. Den hier werden auch die Techniker die Angaben prüfen, Spuren sichern und auswertenusw. usf. In D wird nicht mal eben so rumgeballert und schon gar nicht mal en passant erschossen, ohne dass der Staat die Hintergründe genau prüft. Was nicht heissen soll, dass jeder Schuss immer legal abgegeben wurde.
Wenn die Polizei auf einen flüchtenden Menschen schießen kann, ohne dass dieser eine Gefahr für andere darstellt, dann ist das ein Freibrief für jeden Polizisten, jeden zu erschießen, der 50m weg ist und wo nicht ausgeschlossen werden kann, dass er eine Waffe unterm Pullover hat.
Die Tat wird in den Medien sehr klein gehalten. Einen Tag danach gibt es noch immer keine sinnvolle Diskussion, wann denn sowas gerechtfertigt sein könnte. Nenne Du doch mal ein paar Beispiele, die Dir eingefallen sind. Oder reicht Dir ein „aber er könnte ja eine Bombe haben“??
Mich wundert, dass sich der Schuss (wie sonst üblich) nicht „gelöst“ hat.
Das wäre typisch Deutschland. In anderen Ländern würde sowas nicht mir einem Schuß ins Bein ausgehen. Und kaum jemand würde sich über den anderen Ausgang aufregen.
In anderen Laendern werden Leute erschossen die z.B. demonstrieren, eine andere Religion, Sexualitaet, politische Ueberzeugung usw. haben. Jedem steht es frei in ein solches Land auszuwandern, davon gibt es ja genug.
Ach, immer diese mind. stark hinkenden, hier aber schonbeinamputierten Behauptungen. Es bedarf schon einiger Voraussetzungen, um den Schußwaffengebrauch zu rechtfertigen.
http://www.anwalt24.de/gesetze/polg_nrw/64 zeigt eine Reihe von Gründen. Du suchst Dir bitte diejenigen mit dem Stichwort „Flucht“ und „flüchtig“ selbst raus.
Und Siboniwe grenzte es mit dem „nur“ bswp. zur Notwehr ab, die sogar Dir oder mir den Einsatz von Schusswaffen gestatten könnte. Selbst dann, wenn wir illegal im Besitz einer Schusswaffe wären (was vom Staat aus separat kräftig was hinter die Ohren gäbe).
Und zu Deiner Überraschung mag es gereichen, dass beim rechtl. zulässigen Schusswaffengebrauch auch nicht gezielt erschossen werden darf, sondern Verhältnismäßigkeit gewahrt sein muss sowie die geringstmögliche Schadeinwirkung die Folge sein sollte. Eine Ausnahme hiervon ist der „finale Rettungsschuss“, der extrem selten angewendet wird/werden muss.
Nähere Erläuterungen findest Du in den umliegenden §§.
Gruß
vdmaster
Ich weiss nicht, wie weit Deine Ausführungen Ironie beinhalten, oder wie lange denn noch spekuliert werden soll, welcher der zahlreichen Gründe denn irgendwie im Nachhinein doch Ursache des Schusses gewesen sein müsste…
Ich bleibe dabei: wenn Fahrrad-Fahren auf der Autobahn als Verbrechen einen Schuss auf die Beine rechtfertigt, dann wird auch jeder tödliche Fehlschuss zu begründen sein.
Da ahnt man doch gleich, woher der Wind bei Dir weht.
Hast Du Zahlen zum Schusswaffengebrauch der dt. Polizeien. Wieviele haben sich denn „gelöst“? Die wären unter Unfall einzusortieren, was eine Statistik sicher hergäbe.
Haste nich? Dich kann geholfen werden: http://schusswaffeneinsatz.de/Statistiken_files/Statistiken.pdf S.9
Unbeabsichtigte Schussauslösung: 5, wobei unklar ist, ob das beim Training war und/oder Personen/Sachen zu Schaden kamen.
Weil es wichtigeres gibt als einen Angeschossenen. Radfahrer auf A52 angeschossen - Polizist sah sich bedroht
Ich glaube nicht, dass jetzt der Landtag eine Krisensitzung einberufen wird. Am ehesten werden sich nun die Regionalblätter um die weitere Berichterstattung kümmern.
Ich finde, dass die Polizei bei immerhin 80 Mill. Einwohnern sehr selten Schußwaffen einsetzt. In anderen Ländern, auch westl. Demokratien, wird mitunter weniger lange gefackelt.
Seltsam, seltsam… auch 2 Tage spaeter erfaehrt man aus den Medien nichts neues ueber die Schuesse. Dass das Opfer nicht ganz bei Verstand war ist eigentlich aus der Tatsache zu erkennen dass er mit dem Rad auf der Autobahn fuhr und ein 1 m grosses Plueschtier dabei hatte: http://www.rp-online.de/nrw/panorama/a52-bei-gelsenkirchen-polizei-schiesst-auf-fluechtenden-radfahrer-aid-1.6693176
Vielleicht hatten die Polizisten ja Angst vor dem Plueschpanther und mussten deshalb aus Notwehr auf den fluechtenden Mann schiessen?
Hast du den Artikel eigentlich auch gelesen? Da kann man nämlich Folgendes erfahren:
Weil sie glaubten, eine Pistole in seiner Hand zu erkennen, habe einer von ihnen geschossen und den Mann am Bein verletzt, sagte ein Sprecher der Polizei.
Hallo,
naja, in meinem Szenario ging es „nur“ um Flucht, aber dennoch würde der Flüchtende eine Gefahr für den entgegenkommenden Verkehr darstellen (mehr für sich selbst, ich weiß, aber das war ja nur ein schnell konstruiertes Beispiel, um zu zeigen, dass es bei dem Fall einfach zu viele Variablen gibt, die man erst beantworten kann, wenn man mehr weiß.
Wenn es sich tatsächlich nur um einen Flüchtenden handelt, von dem keine Gefahr aus geht, hast du recht. Aber wenn der begründete Verdacht besteht (und wie gerechtfertigt dieser Verdacht in dieser Situation war, muss im schlimmsten Fall im Nachhinein ein Gericht entscheiden.
Ich wollte unter keinen Umständen hier irgendjemand einem Freibrief ausstellen, nur dafür plädieren, dass der Ball erstmal flach gehalten wird. Wenn es sich tatsächlich herausstellt, dass es Zweifel an den Handlungen der Polizei gibt, dann soll das sehr wohl untersucht werden - mit angemessenen Reaktionen darauf. Aber doch bitte nicht voreilige Schlüsse ziehen, noch bevor irgendjemand eine Stellung genommen hat.
Grüße
Siboniwe
Was sicher aber auch daran liegt, dass das bei uns - zum Glück - eben nicht unter „kommt halt vor“, „ist schon richtig so“ etc. abgelegt wird, sondern zu Untersuchungen und u.U. rechtlichen Konsequenzen führt. Damit jetzt die Aktion zu rechtfertigen, würde aber auf Dauer dahin führen, dass es eben bei uns auch soweit kommen könnte, wie in anderen Ländern.
Grüße
Siboniwe
100%ige Zustimmung meinerseits.
Man wird eben abwarten müssen. Aber in D - hier dürfte Einigkeit zwischen uns bestehen - gibt es kein „Freiwild Bürger“ und i.d.R. auch keinen überzogenen Waffeneinsatz.
Wenn natürlich so ein Volltrottel daherkommt, eine ganze Reihe von Verhaltensfehlern serviert und am Ende eine Kugel im Bein hat, dann trägt er selbst bei rechtswidrigem Schusswaffeneinsatz eine gehörige Portion Mitschuld beim Zustandekommen. Im Sinne von Ursache und Wirkung, u.U. weniger (bis keine) aus juristischer Perspektive.
Und wenn er psychische Probleme hat(te), dann mindert das zwar diese Mitschuld, ist aber auch schlicht persönliches Pech.
Gruß
vdmaster
Also ein Freibrief.
Eine Polizeistreife trifft auf einen ihrer Meinung nach Verrückten (btw.: ein paar km weiter kommt es durchaus öfter vor, dass Personen die Fahrbahn überqueren um zum Silbersee zu gelangen)
Der rennt weg, um vielleicht keinen Ärger zu haben
Ein Polizist schießt ihm ins bein, weil er ja ein Waffe in der Hand haben könnte.
Und dann wartet man auf das SEK, da der vermutlich schmerzhaft verletzte ja nun ziemlich sauer sein könnte.
Und irgendwas dazu sagen … irgendwann in 3 Monaten gibt es einen Bericht, der vornehmlich darauf abzielt, wie absurd es doch sei, eine Abkürzung über die Autobahn zu nehmen.