Wo und wie kommen Spammer an E-Mail-Adressen?

Hallo,

da ich sehr viel Spam erhalte, möchte ich doch mal ganz gerne wissen, woher und wie die Spammer an meine E-Mail-Adressen kommen!?

Ich möchte nicht jedes Mal aufs Neue meinen Spamfilter erweitern müssen. Das nervt auf Dauer auch!
Darüber hinaus will ich mich von vornherein vor Spam schützen!

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Gruß

Ich persönlich arbeite mit einer „White-List“.
D.h. alle Mails sind erstmal Spam.
E-Mails mir bekannter und genehmer Absenderadressen
(es sind gar nicht soviel wie ich vermutet habe) kommen
allerdings durch.
==> Spam liegt bei NULL!
==> Wichtige Mails kommen 99%ig durch.
==> Werbung die ich verpasse (Ebay usw.) ca. 10 im Monat.

Für mich gibt es keine Alternative zu o.g. Lösung.

Thilo

Hallo,

da ich sehr viel Spam erhalte, möchte ich doch mal ganz gerne
wissen, woher und wie die Spammer an meine E-Mail-Adressen
kommen!?

eine einfache Google-Suche nach deiner Email-Adresse lieferte schonmal zwei Treffer, die ein Harvester eines Spammers natürlich auch findet.

Ein Spammer könnte natürlich auch auf gut Glück an $name$nummer@$provider schreiben, wobei $name aus einer Liste häufiger Namen kommt, $provider ein großer Email-Provider ist und $nummer eine Zahl.

Ich möchte nicht jedes Mal aufs Neue meinen Spamfilter erweitern müssen.

Ein Spamfilter sollte heutzutage auch den Inhalt bewerten (z.B. Spamassassin). Was bei mir den bisher größten Erfolg gebracht hat (von ca. 100 pro Woche auf ca. 10 runter, die überhaupt erst beim Spamfilter landen), war `Greylisting’ (vgl. z.B. http://www.lrz-muenchen.de/aktuell/ali2052/) durch den Mailserver.

–
PHvL

da ich sehr viel Spam erhalte, möchte ich doch mal ganz gerne
wissen, woher und wie die Spammer an meine E-Mail-Adressen
kommen

Hallo,
wenn Du die Mail-Adresse meinst die Du hier angegeben hast, liegt es daran, dass es ein häufig verwendeter Name ist, der auch noch bei einem sehr bekannten Mailprovider.
Und natütrlich, wenn (wie hier schon erwähnt) Deine Mail-Adresse auf irgendwelchen Foren, Gästetbüchern usw. zu finden ist. (bei w-w-w ist das ausgeschlossen, weil keine Robots hier Deine Mailadresse auslesen können).

Ich möchte nicht jedes Mal aufs Neue meinen Spamfilter
erweitern müssen. Das nervt auf Dauer auch!

Nun, ich finde es auch zum kotzen wenn ich in vielen Hamburger Stadtteilen mein Fahrrad abschliessen muß vor einem Laden in dem ich nur wenige Sekunden verweile …

Es gibt im Grunde keine Alternativen :frowning: das geht soweit, dass Leute mit hohem Mailaufkommen moderne Kommunikation mit Handy usw. gänzlich undenkbar ist.

Darüber hinaus will ich mich von vornherein vor Spam schützen!

Alle angebotenen Systeme auf dem Markt funktionieren nur bedingt, und sind nur bedingt nutzbar.
Entweder Du erlaubst einer bestimmten Personengruppe (alle in Deinem Adressbuch) durchzukommen, hast dann aber das Problem der unbekannten Absender - z.B. Behörden, neue Kontakte, neue Mail-Adresse von Mutti usw. …
Ein permantentes Überwachen ist unumgänglich, und laufende Korrekturen, selbst wenn es nur (jetzt) 20-30 Menschen sind, die Dir momentan schreiben, es wird in Zukunft immer mehr werden.

Die andere Möglichkeit Auswahl nach gewissen Kriterien, z.B. über spamgefährdete Mail-Server versendet, in Englisch, mit bestimmten Phrasen usw.

Aber hier ist natürlich dem System auch eine Grenze gesetzt, schreibt Dein Bruder Dir dann eine Mail mit „Have Fun“ im Betreff (weil er womöglich grade so drauf ist…), würde die Mail als Spam nicht durchkommen.

Bestimmte Wörter ausklammern wie z.B. sex usw. hats auch nicht, könnte ja auch im Sprachgebrauch des Partners, Freunde usw. enthalten sein …

Auch in dem Fall ist eine ständige korrektur notwendig. Und die hier genannten Zahlen, wären für mich verherrend, mein Mailaufkommen beträgt ca. 1.500 Spammails täglich, wenn davon nur 150 falsch wegsortiert werden würden (10 von 100), könnte ich das Medium Mail garnicht mehr nutzen.
Leicht wegsortieren kann ich die Mails, die viren enthalten, die lese ich in keinem Fall, die fischt sich dann auch mein Virenscanner raus.

Das Problem bleibt, man muss damit leben und wenn es keine gesetzliche Handhabe dagegen gibt, wird es alles nur noch schlimmer und von Monat zu Monat steigen.

Dabei wäre es relativ einfach die Personenkreise ausfindig zu machen (und ggf. haftbar), denn fast in allen Spammails soll man ja mit einer natürlichen Person (direkt oder indirekt) Kontakt aufnehmen und etwas kaufen, ob nun Viagra, Geldanlagen, Glückslose usw. Im deutschprachigen Raum ist es auch garkein großes Problem, denn hier ist es klar verboten und die Firmen können abgemahnt werden, also bekommt man auch so gut wie keine deutschen Spammails, und wenn, kann man sie leicht abbestellen (meistens).

Einige Provider gehen den Weg vieles abzublocken, z.B. AOL macht das so, was zur Folge hat, dass Du bei AOL-Mailempfänger nur 80% Deiner Freunde/Geschäftspartner mit Dir kontakten können, die anderen bekommen ihre Mail zurück wegen unzustellbar.

Kurzum … Das Problem ist nicht leicht zu lösen, die User werden sich etwas einfallen lassen müssen um keine Mails zu verlieren oder sich vor Spam zu schützen.

In dem Artikel http://internet-partner.de/modules.php?name=News&fil… gehe ich sogar noch weiter und komme zu dem Schluss, dass das Mail-Medium ehr auf dem absterbenden Ast ist, oder ein komplettes Umdenken und neues Sicherheitsdenken in uns einkehren muss.

Schade, eigentlich, den der Grundsatz war ja schon OK …
Aber wie es in vielen anderen Bereichen in unserer Gesellschaft ist (Fahrradschloss, nichts unbeaufsichtigt liegen lassen …) wird es dazu kommen das „Böse Buben“ einem den Spaß am Leben und nutzen nehmen.

Es wäre jetzt vielleicht etwas weitgehend, aber wenn man mal überlegt wieviel Raupkopien auf den PCs laufen, wieviele MP3s getauscht werden usw. so trägt vielleicht auch ein jeder sein eigenes Schärflein dazu bei?!

Gruß aus Hamburg
Knud Schiffmann
http://internet-partner.de

Hi!

Soweit ich weiß werden eMail Adressen auch gerne mal verkauft. ZB wenn du dich bei nem Free-SMS-Dienst anmeldest oder so.

Ciao!

Steffie

Hallo Jerry,

bei meiner dienstlichen Mailadresse wird auch „Greylisting“ eingesetzt - und funktioniert bis auf wenige Ausnahmen tadellos. Das Prinzip ist einfach: Alle unbekannten Mailadressen sind erstmal gesperrt. Wenn eine E-Mail von einer neuen Adresse ankommt, sagt der Mailserver erstmal „im Moment nehme ich diese Mail nicht an, aber probiers nachher noch einmal“. Seriöse Mailserver tun das auch, aber Spammer eben nicht. Außerdem hilft dieses Verfahren wohl auch gegen Mailwürmer und so.

Bei meiner privaten Mailadresse wird einerseits der Spam auch ausgefiltert (kennst du ja, hast ja auch eine web.de-Adresse) - ABER: ich habe mehrere Mailadressen. Die oben stehende verwende ich im Internet, bei Bestellungen, Gewinnspielen etc., eine weitere ([email protected]) verwende ich nur für E-Mails an Freunde und Verwandte und gebe diese Adresse auch nirgends im Internet an. Das hat den Spam bei mir schon drastisch reduziert.

Viele Grüße,
Annegret