Zeugnisse -welche?

Hi all,

ich schreibe eine für mich sehr wichtige Bewerbung, da mich dieser Job SEHR interessiert.

Bisher habe ich (aus Irland) mich noch nie in D. mit allem ‚drum und dran‘ bewerben müssen.

Es wird eine email Bewerbung, pdf, plane ein pdf mit allem drin, zum nur weiterblättern (weil die Leute es hassen, mehrere angehängte docs öffnen zu müssen).

Welche Zeugnisse sind zwingend notwendig, in meinem ‚Alter‘?

Ich hab 1990 Abi gemacht, dann BA in Communication Studies absolviert, dann ein paar Jahre gearbeitet, dann 2 Jahre Fotostudium 1997-99.

Und dann wieder ein paar Jahre gearbeitet…

Die Frage: Ich würde gerne mein Abizeugnis weglassen. Nicht wegen der Note, die ist 1,9.

Ist es in diesem Fall notwendig, bzw üblich, sein Abizeugnis noch beizulegen? Oder spielt das keine Rolle mehr?

Ich würde sagen, nein, es spielt keine Rolle - aber falls es hier üblich wäre, dies beizulegen, will ich nicht, dass jmd denkt, dass ich es wg evtl schlechter Noten weglasse.

Um Hilfe ist gebeten!

Vielen Dank schonmal,
gruss, isabel

Hallo isabel,

ich würd es dazulegen, damit machst du keinen Fehler.
Zumal man ne 1,9 sehen lassen kann.
Oder hast du andere Gründe ?

Was würde es dir helfen wenn du auf den Absagestapel
kommst nur weil ein Zeugniss fehlt ?

Üblicherweise wird das „höchste“ Schulzeugnis beigelegt,
ich halte es aber für ne gute Idee, wenn wer z.B. Realschule
gemacht hat und dann Aufbaugymnasium, wenn man beide
beilegt. Genauso wie vom Studium nicht nur das Diplom,
sondern auch das Notenblatt.

Liebe(s) Gruess(l)e
R2D2

Hi,
für mich ist das echt unüblich - in Irland fragt Dich nicht mal jemand nach deinem Uni-Diplom!!!

Aber klar, wenn das hier so ist, will ich’s auf jeden Fall dazulegen.

Nur… spricht vielleicht doch was dagegen?

Ich hab nämlich gestern mein Abizeugnis zum ersten Mal seit ziemlich vielen Jahren in der Hand gehabt - und es somit zum ersten Mal ‚objektiv‘ gelesen, wie ein Personaler eben.

Da SPRANG mir in die Augen: alle 4 Halbjahre SEHR gute Noten in einem Fach (in keinem anderen sonst) - nämlich, in KATHOLISCHER Religion!

Du, ich bin konfessionslos, nicht getauft, Atheistin, oder heutzutage mindestens Agnostikerin.

Und dann denken die, ich sei so ne, naja, so’n erzkonservativer anti-abortion freak?

Na, ich glaub, ich übertreibe - aber es ist, als hafte mir was an, was nicht ist.

Weswegen das Zeugnis extrem wichtig wäre, ist, weil ich 9 Jahre Latein hatte (Grosses Latinum, das gab’s da grad noch). Latein steht weder auf dem Lebenslauf, noch anderswo, ist aber relevant als Grundbaustein für Sprache und Grammatik.

Hm. Also rein? Denk’ ich doch.

Danke & Gruss,
Isabel

Hi!

Sorry, wenn ich schmunzeln muss, aber:

Eigentlich ist doch jeder der Meinung, dass Religion in der Regel DAS Fach ist, wo man sehr leicht sehr gute Noten bekommt (ob das de facto auch immer so ist, lass ich jetzt mal so im Raum stehen)!

Es wird Dir sicherlich kein Personaler (oder sonst ein Verantwortlicher) negativ auslegen, dass Du in Religion sehr gut warst :wink:

LG
Guido

ok, akzeptiert… aber es war KATHOLISCHE Religion.
Und danach bin ich nach Irland abgedampft, erzkatholisch…

Oder seh ich das jetzt mit irischen Augen?

Gruss, iz

Hallo Isabel,

ich hätte in so einem Fall eher die Assoziation, dass z.B. Jesuiten-Zöglinge bei uns traditionell herausragende Stellungen besetzen, für eine Führungskarriere ist das alles andere als ein Hindernis, ob es nun zutrifft oder nicht. Vielleicht ist dein potentieller Chef beim Opus Dei… die Wahrscheinlichkeit wächst derzeit.

Ganz grundsätzlich: du bist wie du bist, sich zu verstellen ist immer eine Charakterschwäche. Um es mit JP 2 zu sagen: seid nicht ängstlich.

Ich bin übrigens nicht katholisch und habe mich für die Religion von Mitarbeitern oder Geschäftspartnern noch nie interessiert. Für Ihre Moral manchmal schon.

Gruss Reinhard

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ich hätte in so einem Fall eher die Assoziation, dass z.B.
Jesuiten-Zöglinge bei uns traditionell herausragende
Stellungen besetzen, für eine Führungskarriere ist das alles
andere als ein Hindernis, ob es nun zutrifft oder nicht.
Vielleicht ist dein potentieller Chef beim Opus Dei… die
Wahrscheinlichkeit wächst derzeit.

*g* - in der Branche, um die es sich handelt, zum Glück eher nicht zu erwarten!

gruss, iz

Pack es bei und VIEL GLÜCK ISABEL!!! - OWT
wünscht Dir Gaby