Zwei Nachfragen zum Thema Licht

Hallo,

Im Prinzip ja

Nachgefragt funktioniert also Quantentheorie so:
Das Elektron hat eine Eigenschaft, die ich mir nicht erklären
kann. Deshalb füge ich einfach dem Licht eine Eigenschaft zu,

Also erst mal fügt man nicht dem Licht oder Elektronen etwas hinzu, sondern einer Theorie.

die ich mir zwar auch überhaupt nicht erklären kann,

Letztendlich versteht man bei keinen der fundamentalen Zusammenhängen das „warum“. Bei Verhaltensweisen, die stärker an die Alltagserfahrung erinnern, fällt das nur nicht so auf.

Beispiel: für ein Elektron in einem unendlich hohen Potentialkasten sagt die Quantenmechanik diskrete Energieniveaus voraus, die klassische Mechanik aber kontinuierliche. Welche dieser Beschreibungen ist natürlicher?
Wenn man sagt, dass die klassische Beschreibung natürlicher ist, weil es ja für die Quantisierung einen Grund geben muss, kann man auch genauso gut ander herum einen Grund für die kontinuierliche Verteilung fordern.

die aber dazu führt, daß keiner mehr was versteht;

Mitnichten. Die Quantenmechanik ist zwar nicht intuitiv, aber durchaus verstehbar. Sie ist auch nicht einem auserwählten Personenkreis oder so vorbehalten. Man braucht nur ein wenig klassische Hamilton-Mechanik, ein paar Grundkenntnisse in der Analysis und linearen Algebra, und ein gutes Lehrbuch.

mit der ich dann
aber vor Laien so tun kann, als würde ich was begreifen,

Der wichtige Punkt ist nicht, Laien zu beeindrucken, sondern andere Physiker zu überzeugen; dadurch wird eine Theorie akzeptiert; die Laienmeinung spielt da keine Rolle.

was
ich nur nicht erklären kann, weil mein Fachgebiet mords toll
und richtig mystisch verwegen ist :wink:)

Wen bitteschön bringt denn solch eine Verhaltensweise weiter?

Demjenigen, der die Theorie genug kapiert hat, um damit Dinge zu berechnen, die ihn interessieren.

Und damit z.B. Laser und Transistoren bauen, ohne die du keinen Computer hättest, um deine sarkastischen Äußerungen zu schreiben.

Grüße,
Moritz