IG Metall verlangt spuerbare Lohnerhoehungen

Von: , Frage gestellt am Mo, 10. Dez 2001

HI

Oho...DAS wird aber teuer fuer Staedte und Gemeinden.



Mit der Forderung nach Einkommenserhoehungen von
fuenf bis sieben Prozent fuer die rund 3,6 Millionen Beschaeftigten der
Metall-und Elektroindustrie geht die IG Metall in die Tarifrunde
2002. Als erster Gewerkschafts-Vorstand gab die IG Metall-Spitze
eine entsprechende Verhandlungs-Empfehlung an die Bezirke. Der neue
Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwoelf Monaten haben und am 1.
Maerz in Kraft treten. Die Voraussetzungen fuer spuerbare Lohn- und
Gehaltsanhebungen in der Branche seien guenstig, sagte IG-Metall-
Chef Klaus Zwickel. Zudem muesse die lahmende Binnenkonjunktur
angekurbelt werden. - Der Praesident des Arbeitgeberverbands
Gesamtmetall, Martin Kannegiesser, wies die Forderung zurueck. Sie
lasse jedes Augenmass vermissen.


Stimmt was er sagt ?

Oder sollte man die IG-Metall unterstuetzen?


Bye
dizar

67 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: IG Metall verlangt spuerbare Lohnerhoehungen

    Hallo, HI

    Oho...DAS wird aber teuer fuer Staedte und Gemeinden.
    Warum? Werden Straßen und Häuser neuerdings zusammengeschraubt?

    Michael

    • Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
      Re^2: IG Metall verlangt spuerbare Lohnerhoehungen

      Hallo,
      HI
      Oho...DAS wird aber teuer fuer Staedte und Gemeinden.
      Warum? Werden Straßen und Häuser neuerdings
      zusammengeschraubt?

      Nee- du Witzbold , aber die Kosten steigen fuer alles dort.


      Bye
      dizar

      • Antwort von nach 8 Stunden hilfreich
        Re^3: IG Metall verlangt spuerbare Lohnerhoehungen

        Hallo, Nee- du Witzbold , aber die Kosten steigen fuer alles dort.
        Und die Einnahmen. Mehr Geld in den Händen von Arbeitnehmern bedeutet nähmlich sofortige Steigerung der Umsätze.

        Bye
        dizar
        Bye, bye Michael

        • Antwort von nach 13 Stunden hilfreich
          Lohnerhoehungen - kontraproduktiv - Funktionsdenke

          Hallo Michael, Nee- du Witzbold , aber die Kosten steigen fuer alles dort.
          Und die Einnahmen. Mehr Geld in den Händen von Arbeitnehmern
          bedeutet nähmlich sofortige Steigerung der Umsätze.
          Die Forderung der Gewerkschaft ist völlig an der wirtschaftlichen Situation vorbei ausgesprochen worden. Richtig ist zwar schon, dass die Gewerkschaften mehr als sie später erhalten wollen fordern müssen, aber der Zwang, auf jeden Fall hohe Abschlüsse erreichen zu müssen, steigt mit der Höhe der Forderung.

          Diese Mehrkosten werden durch Rationalisierungen dann noch stärker aufgefangen. Und eingestellt wird eben noch weniger.

          Wobei - ich war zwanzig Jahre Gewerkschaftler - bis ich ausgetreten bin - keine Gewerkschaft Interesse hat, dass am Markt die Arbeitslosenzahlen sinken, sondern alle betrieben ausschließlich Klientel-Politik mit dem angeblich hohen Anspruch, mit Tarfifverträgen auch Interessen von Arbeitslosen zu vertreten.

          Du hast zwar mehr Geld, aber die Hoffnung, wenn Du nicht gerade beim Staat beschäftigt bist, dass Du Dich damit befassen musst, wie lange Du noch Arbeit hast, haste eben auch. Da wäre mir weniger Geld lieber als die Aussicht, dass mich mein Arbeitgeber weg rationalisiert, weil er mit den Kosten nicht klar kommt. Es gibt nicht nur Daimler-Benz (Hausvertrag) oder Thyssen, es gibt auch kleine mittelständische Betriebe, die keinen Aufsichtsrat haben und deshalb, wenn Entlassungen notwendig werden, keinen IG-Metall_Vertreter im Vorstand auswecheseln können, sondern denen dreht ihre Hausbank den Hals ab. Und Schröder kommt dann nicht.

          GRuss Günter

          • Antwort von nach 14 Stunden hilfreich
            Re: Lohnerhoehungen - kontraproduktiv - Funktionsd

            Hallo Günter,

            die Forderung der IG Metall ist, meiner Meinung nach nicht an der Realität vorbei.
            Ebenso sind Forderungen keine Funftionärsdenke.
            Im Jahre 1999 haben die Gewerkschaften kleine Lohnabschlüsse getätigt und das für 24 Monate. Inzwischen waren zwei Rekordjahre und die Arbeitnehmer haben nichts davon gehabt.
            In diesem Jahr ist kein Rekordjahr, wie sollte auch, es kann ja nicht nur Rekorde geben. Dennoch sind die Unternehmen in der Lage diese Lohnforderungen zu erfüllen.
            Ein Wort zu der Rationalisierung die angeblich immer dann einsetzen wenn die Löhne steigen. Auch dieses Argument ist ganz einfach falsch.
            Mein Konzern z.B. hatte in Polen zwei Werke mit weit geringeren Lohnkosten wie die deutschen sind. Und was ist geschehen? Ein Wek wurde ganz wegrationalisiert und das andere ist das modernste Europas.

            Mit Grüßen
            Michael

            • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
              Re^2: Lohnerhoehungen - kontraproduktiv - Funktion

              Hallo Michael,
              ich möchte Deine Argumente nicht bestreiten. Sie sind für sich alleine stehend richtig. Nur, wir haben eben das Problem, dass sich die IG Metall mehr an den Konzernen orientiert und weniger an der mittelständischen Industrie oder dem kleinen Betrieb. Die kommen mit solchen Forderungen nicht mehr mit.

              Und zwar aus 2. Gründen. Einerseits die Kosten und auf der anderen Seite werden viele Kleinunternehmer als Zulieferer von Konzernen bis auf den letzten Gewinn ausgequetscht. Und vor allem, wenn diese Kleinen nicht mithalten können, werden sie von den Konzernen fallen gelassen und dann sind in der Folge die Arbeitsplätz weg. Die Forderung ist aus meiner Sicht falsch, da wir in D immer noch das Probleme haben, dass der Arbeitsplatz im ö.D. kein Risiko birgt, aber die Lohnerhöhungen dort meist zum Anlass für auch dort erforderliche Lohnerhöhungen dienen muss.

              Ich meine, man müsste, ungeachtet, dass man den Flächentarifvertrag durchaus als Grundlage belässt, zu mehr Vereinbarungen zwischen Unternehmen und Mitarbeitern kommen. Wobei ich einräume, dass zuerst unsere Wirtschaft ihre Mitarbeiter als Menschen und Partner anerkennen muss. Da sind einige Bosse weit entfernt. Leider aber auch viele Gewerkschaftsfunktionäre in den Unternehmen, die sich ihre Stellung oft nur über gewerkschaftliche Beziehungen beschafft haben.

              GRuss Günter

            • Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
              Re^3: Lohnerhoehungen - kontraproduktiv - Funktion

              Hallo Günter,

              Deine Analyse ist, meiner Meinung nach, richtg.

              Grüße Michael

            • Antwort von nach 15 Stunden hilfreich
              Re^2: Lohnerhoehungen - kontraproduktiv - Funktion

              die Forderung der IG Metall ist, meiner Meinung nach nicht an
              der Realität vorbei.
              Du scheinst Gewerkschafter zu sein: weißt Du wie hoch die Lohnforderungen der IGMetall bei der letzten Tarifverhandlung waren und wie hoch das Ergebnis? Oder kannst Du das herausfinden? Würde mich wirklich interessieren, denn dann könnte man die 5-7% besser einschätzen.

            • Antwort von nach 23 Stunden hilfreich
              Re^3: Lohnerhoehungen - kontraproduktiv - Funktion

              Hallo Ralf,

              Die Forderung der IG Metall habe ich nicht in Erinnnerung. Ich kann Dir nur die Forderung meiner Gewerkschaft nennen. Die Gewerschaft war die IG Medien jetzt ver.di.
              Wir hatten eine Forderung von 6%. Erreicht haben wir eine Lohnerhöhung 2000 von 2% und 2001 von 2,5% mit einer Laufzeit von 24 Monaten. Die eher geringe Lohnerhöhung haben wir akzeptiert, weil wir gleizeitig einen Tarifvertrag über das Recht auf Altersteilzeit abschliessen konnten.

              Grüße
              Michael



Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!