Botox und Migräne

Hallo!

Ich weiß, das Thema Botox und Migräne ist sicherlich schon mal diskutiert worden. Auch im Internet finden sich viele Informationen, allerdings immer ohne klare Aussage. Deswegen möchte ich noch mal nachfragen, ob es hier Experten gibt, die genaueres wissen.

Ich bin 27, männlich, und leide praktisch mein Leben lang an Migräne. An manchen Tagen geht es mir sehr gut, an manchen Tagen habe ich Kopfschmerzen, gelegentlich sogar heftige Attacken mit Übelkeit und Erbrechen. Ich schätze, dies ist erblich bedingt, da auch eine Schwester und ein Cousin von mir darunter leiden. Mal abgesehen von Schmerzmitteln, die etwas Linderung bringen, hilft eigentlich nichts so richtig dagegen. Nun habe ich gehört, dass es Patienten gibt, denen man durch Betäubung eines Stirnmuskels oder Nervs (bin kein Fachmann) mit Botox helfen konnte. In einem RTL-Bericht vor einigen Monaten wurde dann sogar eine OP gezeigt, bei der dieser Stirnmuskel dann ganz entfernt wurde, was im besten Fall zu einer Heilung führte. Allerdings soll diese Heilung nur bei einem kleinen Teil der Migräniker möglich sein. Ob man dazu zählt, soll man im Rahmen eines Botox-Testes herausfinden können. Der Bericht war sehr ausgewogen, es gab auch Stimmen, die das alles bezweifelten.

Deswegen meine Fragen:

-Gibt es neuere Erkenntnisse darüber, ob diese Methode tatsächlich zu einer Heilung bzw. Linderung der Krankheit führen kann?

-Funktioniert die Methode auch bei Männern? In dem Bericht wurden nur weibliche Patienten gezeigt, die ja auch die Mehrheit unter den Migränikern stellen.

-Welche Risiken gibt es?

-Gibt es spezielle Ärzte, die man konsultieren kann?

Finanzielle Aspekte sollen zunächst mal keine Rolle spielen.

Vielen Dank für eure Hilfe!

Axel

bin nach 40 Jahren Migräne endlich schmerzfrei
Hallo Axel!

Seit 40 Jahren leide ich unter Migräneattacken.
Zuletzt fast alle 10 Tage lag ich mit hämmerndem Schädel für ca. 36 Stunden, den K*tzeimer im Arm, im Dunkeln.
Organisch sei alles okay, doch alle Therapie-Versuche scheiterten auf Dauer.

Angefangen bei Akupunktur über Betablocker, Calcium-Antagonisten, Homöopathie, Ernährungsumstellung, um nur einige zu nennen…
Auch die neueste Generation von Migräne-Mitteln für den Anfall brachten mir keine Linderung.

Nun bekomme ich seit mehr als 6 Monaten ein niedrigstdosiertes Antidepressivum (Amitriptylin 25 mg)abends und bin seitdem migränefrei.

Du wirst ermessen können, was das heißt! Es ist wie ein neues Leben.

Die Erkenntnis, dass niedrigdosierte Antidepressiva manchen Migränepatienten helfen können, hatte Prof. Diener (Migräne-Koryphäe der Uni Essen)im vergangenen Jahr auf einer Fortbildung berichtet.
Mein Neurologe fragte mich, ob ich einen Versuch damit starten wollte.

Also, bevor Du Botox ausprobierst, vielleicht hilft Dir die o.g. Methode auch?
Es war übrigens nur die ersten 2 Tage nach Einnahme so, dass ich ein bisschen schlapp/müde war, danach habe ich mich pudelwohl gefühlt.

Mitfühlende Grüße,
Angelika

Also, bevor Du Botox ausprobierst, vielleicht hilft Dir die
o.g. Methode auch?

Hallo!

Ich mag Amitryptyllin nicht schlecht machen, aber bei mir hat es dir ersten 5 Wochen super funktioniert - und danach hat sich alles auf dem alten Niveau eingependelt…

Ich wünschte auch, mir würde endlich mal was helfen. Besserung habe ich jetzt seit 2 Monaten durch Beta-Blocker. Is aber auch noch nicht der Weisheit letzter Schluss.

@Axel: Von deinen Fragen kann ich vielleicht nur die nach den Männern beantworten: Nach meinem Kenntnisstand ist es egal, ob Mann oder Frau; die Therapie wirkt wohl immer gleich gut bzw. schlecht.

Gruß
Liza

Akupunktur…
… hat meiner Schwester sehr geholfen.