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Re^2: Umbau des Finanzsektors
Hallo,
ist das alles nicht ein wenig zuviel der regulierung?
alles eine Frage der Abwägung von Ziel und Mittel.
an anderer stelle nennst du eben diese selektiven eingriffe
als die wurzel des übels.
"eben diese"? Mir geht es um genau das Gegenteil dessen, was bisher passierte. Bisher hat man die Kreditinstitute mit billigem Geld überhäuft, sie gebeten, damit keinen Unsinn zu machen und ihnen gleichzeitig zugesichert, daß man ihnen schon helfen wird, wenn sie sich verzocken. Das hat mit meinen Maßnahmen genau nichts zu tun.
was war denn eigentlich wirklich der auslöser der krise?
die gehälter der bankmanager oder händler?
die kreditvergabe unserer banken?
der erfindergeist der finanzindustrie?
die plötzliche spekulationslust von bisher konservativen
anlegern?
All das hat es früher auch schon gegeben. Neu sind die implizite Staatsgarantie für US-amerikanische Kreditinstitute (seit den 70ern) und die Unmengen an billiger Liquidität (seit 2000/2001).
ich vermute, jeder dieser punkte ist ein baustein des ganzen.
und so finde ich nun ein einseitiges prügeln auf die
bankmanager nicht korrekt und vorallem kontraproduktiv.
die nachfrage regelt das angebot.wir hatten in der letzten
dekade ein reges nachfragen nach hochrentablen
anlagemöglichkeiten für die generation der erben.
Die Anlagen in US-Immobilien waren nicht hochrentabel. Die Margen für die AAA-Tranchen lagen bei ca. 0,5%-1%; damit zwar höher als andere AAA-Anlagen aber immer noch zu günstig, um damit unter normalen Umständen Geld verdienen zu können. Das war nur möglich, weil die KI das Geld noch günstiger über die Notenbanken und den Kapitalmarkt bekommen konnten. Privatkunden haben von diesen Papieren sowieso praktisch nichts mitbekommen. Die landeten bei anderen institutionellen Anlegern.
d.h. nach
immobilien, beteiligungen und sonstigen produkten.jede noch so
bizarre "innovation" wurde gerne genommen.fiskalisch wurde
begleitend ein nicht geringes mass an steueranreizen gesetzt,
diese befeuerten die nachfrage noch zusätzlich.
Das hat alles nichts mit unseren Problemen zu tun.
ich erinnere auch an den börsengang der dt. post/telekom.mit
medialer unterstützung sollte ein volk von sparbuchbesitzern
über nacht zu aktionären modelliert werden.auch das trug zur
lust am neuen bei, ohne sich aber die risiken zu
vergegenwärtigen.
Ach ja, der Mythos von der Abzocke der T-Aktionäre. Die Aktie kam damals für 28 DM an die Börse und erreichte in der Folge um die 95 Euro, also in etwa das sechsfache. Wer mit dem Papier keinen Gewinn gemacht hat, war entweder zu doof oder zu gierig.
aber erstens, können wir uns als nation nicht gegen den strom
stemmen und z.b. sagen, unsere manager erhalten nur gedeckelte
gehälter bei maximalen unternehmerischen risiko.das bringt uns
ins hintertreffen.
zweitens würden wir auch bankern, die gute leistung zum wohle
aller erbringen ,durch begrenzte monetäre anerkennung keinen
respekt zollen.
Ich habe nie etwas anderes geschrieben und wenn Du genau hinschaust, ist eine Begrenzung der Gehälter nicht in meinem weiter unten zu findenden Maßnahmenkatalog.
ich finde, dass mehr bildung in finanzwirtschaftlichen
zusammenhängen
,schon in der basisausbildung, ein großer schritt in die
richtige richtung sein kann.
Auch das schreibe ich immer wieder, wie zuletzt in Kredite, Wertpapierhandel & Geldanlage. Das hätte aber unsere Krise weder verhindert noch hat es damit zu tun.
Ansonsten: bitte verwende Groß- und Kleinschreibung. So ist mir das zu anstrengend zu lesen.
Gruß
C.