0,5 Liter Wasser in 10 Minuten?

Hallo in die Runde, habe eine neue Einzelkochplatte in der elektro-Bucht erworben, die deutlich länger braucht, um einen halben Liter Wasser aufzukochen, wie die alte (defekte) Doppelkochplatte.
Der Deckel ist selbstverständlich drauf, auch der Topf ist der gleiche: Durchmesser ca 155 mm, die Platte hat den gleichen Durchmesser (155mm).

Die Heizleistung der neuen wurde mit 1000 Watt angegeben, und auch die restlichen Bedingungen dürften ansonsten gleich wie bei der alten sein, dort hatte ich es allerdings nicht gestoppt, bilde mir aber ein, es hätte so um die 3 - 5 Minuten gebraucht (die alte Platte dürfte so um die 1000 - 1200 Watt gehabt haben).
Nun frage ich mich, ob das für eine neu-produzierte Kochplatte normal ist?
Ich hoffe auf eure Kommentare! vielen Dank,
Motoko

Hallo,

diese ganzen Ungenauigkeiten gepaart mit der unbekannten Ausgangstemperatur lassen nur einen Schluß zu: dazu kann läßt sich nichts seriöses sagen. Wenn Du weder weißt, wie lange das Wasser vorher gebraucht hat noch welche Leistung die andere Platte vorher hatte und die Temperatur des eingefüllten Wassers nicht gemessen hast, kann man genauso gut eine Münze werfen, wenn man wissen will, ob die alte Platte mehr oder weniger gut geheizt hat als die neue.

Gruß
C.

Zum Wasserkochen nimmt man besser einen Heißwasserbereiter. Der ist auch schneller und stromsparender.

die Größe des Topfes, die Umgebungstemperatur, evtl. Zugluft spielt da auch mit rein...

Hallo,
sag noch etwas zur Technik
-ganz alte Kochplatte (die schwarzen runden rauhen)
-Glaskeramik
-Infrarot
-Induktion
-Topf ausgewaehlt fuer was

Um 0,5l Wasser von 10°C auf 98°C zu bringen benötigt man:

0,5kg * 88K * 1,16Wh/(kg K) = 51Wh.

Leider muss aber auch der Topf erhitzt werden:
Ich habe hier einen etwa gleich großen Topf mit 700g ausgewogen.
Die spez. Wärmekapazität von Stahl und Kupfer ist ungefähr ein Viertel derer von Wasser, da kommen also nur noch etwa 20Wh oben drauf.

Und du musst noch die Platte an sich erhitzen, was mag die wiegen? Ach, ich nehme nochmal 20Wh an.

Sind also insgesamt rund 90Wh, die du in das System Platte-Topf-Wasser-Deckel bringen musst.
Bei 1000W Heizleistung ist das eine Sache von 90Wh/1000W= 0,09h = 5,4 Minuten.
Und nun kommen noch die Verluste über die leider gut wärmeleitenden Oberflächen des Topfes dazu.
Also ich sag mal: Schneller als 5,4min ist ja unmöglich, 10min (46% Abwärmeverluste) erscheinen mir nicht ganz unrealistisch!

Hallo, erst mal vielen Dank für die vielen Rückkopplungen! Sorry, ein Einfältiger hat halt nicht immer alles im Gedächtnis, was wichtig ist:
Also Technik: die alte Doppelkochplatte: ca 3,5 Jahre alt, bei Mediamarkt oder Baumarkt neu gekauft. ca 3,5 KW (beide Platten, eine große eine kleine), die schwarzen runden, mit kleiner Vertiefung in der Mitte (Hersteller: Beko).

Der Topf: ziemlich ordinair-normal: Durchmesser ca 155 mm, Höhe ca 100 mm, mit Extra dickem Boden (ob Kupfer, da nicht sichtbar, weiss ich nicht), Edelstahl.
Deckel: Glas m. Metallrahmen.
Ausgangsbedingungen: 0,5 Liter Wasser aus dem Wasserhahn, das hat so ca 15 - 16°C. Raumluft-Umgebungstemperatur: ca 20 - 24°C
und immer 0,5 l !

Zugluft gibts keine, dat Dingen steht in einer ordinairen Kochnische. Zum Strom fällt mir auch nix ein, der kommt normal aus der Steckdose wink
Das Wasser wurde immer auf der kleinen der beiden (von der alten) gekocht, wie gesagt, ob es 3 oder 5 min. waren kann ich - da ja keine Notwendigkeit bestand - nicht mehr genau sagen, aber kürzer als 3 min. und länger als 6 min. kann ich ausschliessen!
vielen Dank!

PS: die alte testen geht nimmer, is kapoutt!
PPS: sofern Abwärmeverluste von den 'umgebenden' Bedingungen abhängen, dürften die in etwa gleich gewesen sein!

ich glaube die kleine der alten Platten war sogar eine 'Schnellkochplatte' - was immer das auch heissen mag...
(Hersteller: Beko HDCE 32201 X)

Hallo!

Schnellkochplatten haben bei Stellung 3 eine nur dort wirksame Zusatzheizung.
Die 1000 W Kochplatte also eine 500 W Extra Heizung, die ein schnelles Ankochen ermöglichst.
Kenntlich gemacht meist mit einem roten Farbpunkt mitten auf der schwarzen Platte.
In allen anderen Stufen ist diese 500 W Zusatzheizung nicht aktiv !

Wenn eine 2-Platten-Kochplatte mit 3,5 kW angegeben ist, dann wird die große schon 2000 W und die kleine 1500 W haben oder gehabt haben.

Und 1500 W spricht für Schnellkochplatte. Es gibt aber baugleiche 1000 W Platten.

MfG
duck313

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hi,

diess Gerät hat sogar zwei Schnellkochplatten. Eine mit 2000 Watt und eine andere mit 1500 Watt.
Also hat dein neues Gerät nur zwei drittel der Leistung, daher dauert natürlich auch das erwärmen vom Wasser deutlich länger.

ist daher eine grundlegend falsche Annahme.
Wenn es stört, eine weitere kaufen, die eben mindestens 1500 Watt hat, um auf die Werte der Alten zu kommen.

grüße
lipi

"Also hat dein neues Gerät nur zwei drittel der Leistung"

äh, meintest Du vielleicht doch eher ein drittel? (1000 wäre fast ein drittel von 3500, oder?)

"restlichen Bedingungen"

damit meinte ich, gleiches Wasser, gleiche Wasserhärte, gleiche Umgebungstemperatur, gleiche (nicht-)Zugigkeit, gleicher Topf, gleicher Topfgucker ... etc pp

Aber soweit seh ich schon klarer, daher hier die Gretchenfrage: gibt es denn überhaupt 'Einzelkochplatten' (mit Durchmesser 150 - 160 mm!) als Schnellkochfraktion?

dafür ist kein Platz! Ausser Wasser soll ja auch noch Essen gekocht werden. Und zwar möglichst mit e i n e m Gerät!

hi,

nein, ich hab es selbstverständlich auf die eine Herdplatte bezogen, welche das vorhandene Gerät hat (1 kW) und eben jene die man bisher zum erwärmen benutzt (1,5 kW).

Eine Platte mit 2 Platten zu vergleichen wäre unsinnig, aber nicht unmöglich.
Ich ergänze daher wie folgt:

Dass der kleine Topf auf der kleinen Platte stand ist eine reine Vermutung, weil du ja explizit eine kleine Herdplatte suchst. wink

gute Frage. Dein Kochfeld hatte übrigens 145 mm.

Es ist natürlich für das Gerät sehr einschränkend, wenn es nur eine kleine Platte besitzt. Daher würde man vermutlich, wenn man Geräte mit nur einer Platte produziert, eher auf eine größere setzen. So aus vermarktungstechnischer Sicht.

Spricht denn etwas gegen Induktion? Die würde es mit Topferkennung geben, das heißt das Kochfeld passt sich dem Topf an.
Zudem haben die eher mehr statt weniger Leistung und sind auch generell schneller.
Man hat noch den Vorteil, dass sie selbst relativ kühl bleiben - bis auf die Flächen die im Kontakt mit dem Topf sind natürlich.
Preislich dann natürlich auch ein anderer Rahmen.

Aber man kommt grob in die Richtung:
Bestron AHP112 Einzelkochplatte, 1500 W, Durchmesser 165 mm
ROMMELSBACHER AK 1599/E, 145 mm aber vergleichsweise teuer.

grüße
lipi

Nachdem mittlerweile bekannt ist, dass die alte Platte wohl 1500W hatte und mein Gerechne vergebens war, noch ein praktischer Tip:

Es gibt sehr preiswerte Induktionskochplatten.
Wenn man hinreichend Töpfe mit Stahl im Boden hat, dann ist das einfach nur die optimale Lösung, eine Freundin sagte, die sei sogar schneller als ihr Gasherd (was ich eigentlich nicht so recht glaube).

Ich habe so ein Teil mit 2000W für rund 60€, aber nur ein Feld.

Wenn die alte Kochplatte den halben Liter also in ca 5 - 6 min. aufgekocht hatte, heisst das, daß sie sehr wahrscheinlich 1500 W gehabt haben müsste. Das würde die Diskrepanz erklären.

tjoo, gegen die Induktion spricht in der Tat der Preis: der gesamte 'Topf'-Park müsste umgerüstet werden, das wird leider eindeutig zu teuer, sorry
diese Bestron AHP112 hab ich mal 'zur Ansicht' bestellt, wenn die gut ist behalt ich sie.
ick sag mal vielen Dank!

Doch, Gas ist langsam und ineffzient, weil viel Wärme am Topf vorbeirauscht. Aber trotzdem billiger als Mitstromkochen.
60€ für Einzelinduktionsplatte? Teuer. Sollte um 30€ kosten.

Unser relativ neuer Standherd (Zweitherd, sozusagen) ist erst 1-2 Jahre alt und hat auch schwarze runde rauhe Kochplatten, wenn wir von derselben „Sorte“ sprechen. Also so etwas:

Ich schrieb das im Oktober 2018.
Da hatte ich die Platte schon zwei Jahre.