0900 kurz verwählt und jetzt Inkasso?

Hallo,

meine Mutter bekam im Dezember eine Telefonrechnung von Unitymedia, dort wurden unter anderem verschiedene Servicenummern (Auskunft etc. aufgeführt) bei Unitymedia muss man diese Extrakosten immer überweisen, sie werden nicht mit den Normalen Rechnungskosten abgebucht.
Jedenfalls blieb das ein bisschen liegen, bis dann eine Mahnung ins Haus kam. Hauptforderung + 5 € Mahngebühr wurden dann überwiesen und man dachte die Sache wäre erledigt.

Bis dann am Freitag auf einmal ein Schreiben eines Inkasso-Büros kam. Darin wurde eine Hauptforderung von 1,99 sowie 39,00 € Gebühren gefordert (Frist zur Zahlung bis nächsten Montag).
Meine Mutter wusste überhaupt nicht was nun los war, nach der Mahnung wurde schließlich überwiesen.
Die Rechnungen von Unitymedia sind leider so uneindeutig (zwar steht dort welche Nummern angerufen wurden aber nicht wer die Vertragspartei ist die diese Kosten über Unitymedia in Rechnung stellt), dass sie überhaupt nicht darauf kam worum es ging, ich musste selbst auch einige Minuten die Rechnung, das Inkassoschreiben und die Mahnung studieren bevor ich dann irgend eine Servicenummer fand bei der eine Verbindung von 17 Sekunden für 1,99 € aufgelistet wurde.
Offenbar hatte man sich dort verwählt.

Jedenfalls ist es nun so, dass meine Mutter natürlich nicht einsieht für einmal kurz verwählen und eine Hauptforderung von 1,99 € jetzt 39,00 € Mahngebühr zu bezahlen. Zumal dies auch wieder Irrtümlich geschah, nachdem die eine Mahnung kam. Offenbar sind die von der Inkasso und die die gemahnt haben zwei verschiedene Firmen, was allerdings in der Unitymediarechnung für meine Mutter und mich ebenfalls nicht ersichtlich ist und zusätzlich noch verschleiert wird, da der Originalrechnung ein einzelner Überweisungsträger für alles beilag, weshalb man davon ausging nach der Mahnung alles bezahlt zu haben.

Die Hauptforderung von 1,99 soll nicht bestritten werden, aber gibt es eine Möglichkeit diese Inkasso Gebühren in Höhe von 1959 % er Hauptforsderung zu Umgehen?

Ein Anruf beim Inkassobüro brachte natürlich kein Ergebnis wie: „Dann überweisen Sie nur die 1,99 €“

Ich weiss nach Recherche, dass auch ohne Zahlungserinnerung direkt Inkasso kommen darf.
Aber es handelt sich ja hier um einen Irttum (wie oben geschildert) und in der Rechnung wurde auch nicht auf Inkasso hingewiesen, lediglich auf eventuelle Mahnung (ist das damit abgedeckt?)

Danke schonmal an jeden der sich das bis zum Schluss durchgelesen hat.
Und ich hoffe jemand hat einen Ratschlag.

Hallo,

ob die Anwahl ein Irrtum war, weiß die Inkassofirma nicht. Ihr werdet wohl oder übel in die Rechnung bezahlen müssen, wenn angewählt wurde und die Verbindung zustande kam. Ich empfehle mit dem Telefonanbieter generell eine Sperre zu vereinbaren für gebührenpflichtige Telefonnummern. Meist kann selbst der Anbieter nicht sagen oder nachvollziehen, wer zu der gewählten Nummer eigentlich gehört. Nachteil hierbei, auch Ämter haben mittlerweile fast alle ihre gebührenpflichtigen Hotlines. Ein weiterer Tipp von mir, nehmt ein altes Handy und kauft hierfür eine Prepaid-Karte mit zb. 15,- Euro Guthaben. Das ist überschaubar falls hier die Gebührenfalle zuschlägt. Ausserdem wird keine Verbindung hergestellt, wenn nicht mehr genug Guthaben da ist. Ein weiterer Vorteil ist, dieses Telefon kann man dann immer nutzen, wenn man seine Telefonnummer irgendwo angeben soll, aber nicht will laufend von Vertrieblern etc. belästigt zu werden. Und wenn es klingelt und man will nicht dran gehen, weiß man, es ist nichts wichtiges, wenn man die Nummer nicht als Privatnummer nutzt.

Viel Glück

wie immer der Vorspann, dass ich hier keine Rechtsauskunft geben kann und werde!
Ich gebe zu, ich habe das mit der Telefonrechnung nicht komplett verstanden, denke aber so viel ist klar: eine Subfirma stellt zusätzliche Verbindungen in Rechnung und erstellt dafür EINE Rechnung. An deren Ende sollte EINE Summe stehen, die wenn ihr als Empfänger das akzeptiert, diese eine Summe auch überweist. Offenbar waren aber 1,99 € nicht erfaßt worden. Dafür wurde dann sofort ein Inkassobüro eingeschaltet, dass 39 € zusätzlich fordert. Ich möchte den Richter erleben, der diesen Wucher zu Gunsten der Servicefirma/ des Inkassobüros urteilen würde.
Ich würde dem Inkasso die 1,99 €, die ihr nicht bestreitet, überweisen - und wenn ich gute Laune hätte drei bis fünf (max.) € als Friedensangebot und ohne Anerkennung weiterer Forderungen überweisen. Und dieses auc hschriftlich mitteilen - auch dass ihr streitbereit seid! Sollt mich wundern, wenn das Büro so dreist ist und es vor das Gericht treibt. Das Amtsgericht hat wahrlich Wichtigeres zu tun, als solche Fälle zu bearbeiten - aber vielleicht sollte es endlich einmal passieren!! :smile:

viel Erfolg
Nils

Hallo,

ganz schön abgezockter Verein! Unitymedia habe ich bis heute nicht gekannt.
Ich würde den Rat des Inkassobüros befolgen und nur die 1,99 EUR überweisen.
Und dann würde ich schleunigst aus diesem Verein austreten …
Viel Glück!