1&1 - Das Ende?!

Guten Tag Herr Mensah,

Nun geht die 1&1 Geschichte zum Anwalt, nachdem ich mich mit einem lächerlichen Inkasso-Büro auseinandersetzen musste, habe ich morgen nun ein Termin bei einer Anwältin für Vertragsrecht.
Die Beratungshilfe habe ich bekommen.

Mal sehen, wie das nun weitergeht.

Mit vielen Grüßen,

Julia Hufnagel

----- Original Message -----
From: Pierre Mensah
To: Julia Hufnagel
Sent: Thursday, July 09, 2009 12:08 PM
Subject: Re: wer-weiss-was: 1&1

Guten Tag Frau Hufnagel,

schön, wieder von Ihnen zu hören (obwohl der Anlass ja wohl eher unschön ist) :smile:
Zu Ihrer Frage also:
a) ich gehe davon aus, dass Sie bei 1+1 ausser diesem Vertrag keine anderen Verträge, z.B. Homepage, eMail-Account, etc haben.
Das ist/wäre gut so, denn 1+1 würde rigoros alle Ihre Vertragsleistungen mit denen bis auf unbestimmte sperren (selbst solche, die jährlich im Voraus bezahlt werden), bis die ihren Willen durchgesetzt haben.

b) werden die von 1+1 Ihren DSL-Port blockieren, ebensolange, bis die ihren Willen Ihnen gegenüber durchgesetzt haben (was schon, landläufig gesprochen „Erpressung“ ist, rechtlich als Nötigung und unzulässige Druckausübung einzustufen ist).
Ohne Freigabe Ihres DSLPorts jedoch können Sie nicht zu einem anderen Anbieter gehen und die Telekom, die im Grunde Eigentümer der orts sind, kann nicht einmal etwas dagegen tun, solange 1+1 sich auf einen (angblich) laufenden, gültigen Vertrag beruft und den Port nicht frei gibt.

Ihr Schreiben an 1+1 ist völlig in Ordnung und beinhaltet alles, was wichtig war.

Meine Empfehlung also: schreiben oder gehen Sie zu Ihrem Amtsgericht und beantragen den schon in unseren letzten Mailverkehr angesprochenen Beratungshilfeschein (wobei ich davon ausgehe, dass Sie keine Vorstandgehälter beziehen und daher keine Beratungshilfe bekämen :smile:
Der Beratungsschein selbst kostet keine Gebühren beim Amtgericht (zuständig dafür der Rechtspfleger dort) und allenfalls beim Anwalt eine geringe Beratungsgebühr von 10.–Euro, oder je nach Geringe des Einkommens auch ganz gebührenfrei.

Den Beratungshilfeantrag können Sie formlos stellen und müssten nur eine formularische Erklrung über die Sie betreffenden persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse abgeben (also Ihr Einkommen, Mietezahlungen, evl. besondere Verfmögen -. wenn man sowas heutzutage überhaupt noch hätte). Hört sich schlimmer an, als es ist und wird in den Akten beim Amtsgericht sehr streng vertraulich gehalten und niemand bekommt also irgendwelche Auskunft übger Ihre Angaben).
Wenn Sie dann den Beratungsschein haben, gehen Sie mit dem einfach zu Ihrem Anwalt oder suchen sich einen Anwalt am Ort aus. Der berät Sie dann und schreibt auch (im aussergerichtlichen Verfahren) and die von 1+1 und macht denen mal die rechtlichen Standpunkte klar.
Ein - vielleicht sogar knallhartes - Anwaltsschreiben sollte auch bei denen von 1+1 Eindruck machen, da die das von ihren Kunden eigentlich nicht gewohnt sind, dass die sich richtig wehren, statt zu resignieren und aufzugeben.

Ich füge Ihnen halt mal in der Anlage als PDF einen solchen Beratungshilfeantrag bei, damit Sie hinter dem schon mal nicht mehr her rennen müssten :smile:

Und wenn Sie weitere Fragen haben, Sie wissen ja: einfach wieder melden.

Mit freundlichem Gruss
Pierre Mensah

Am 9. Juli 2009 11:39 schrieb Julia Hufnagel :

Hallo Herr Mensah,

Ich hoffe, Sie können Sich noch an meinen „Fall 1&1“ erinnern.
Mit Hilfe Ihrer E-Mail habe ich nochmals ein Schreiben aufgesetzt, in dem ich 1+1 klar gemacht habe, dass ich E-Mails ignorieren werde und nur noch auf dem Postwege korrespondiere. Das wurde eiskalt ignoriert und wieder wurde eine E-Mail geschickt mit der Kündigungsbestätigung zu 2011.
In dem Schreiben hatte ich schon mit Verbraucherzentrale und Anwalt gedroht, jedoch haben sich diese Menschen in keinster Weise dazu geäußert.
Jetzt lautet meine Frage: „Wie soll ich weiter vorgehen?“

E-Mail ignorieren und nochmals ein Einschreiben senden, nochmals drohen?

Würde mich freuen, wenn Sie nochmals zurückschreiben

Mit freundlichem Gruß,

Julia Hufnagel

"Brief an 1+1

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich beziehe mich auf Ihre E-Mail vom 24.06.2009, in der Sie mir meine Kündigung zum 04.11.2011 bestätigten, zudem auf Ihre Mahnungen (E-Mail) vom 26.06. und 03.07.2009.

Vorab ich entziehe Ihnen hiermit die Einzugsermächtigung für mein Konto 821682 bei der Sparda Bank Münster eG.

Solange sich die Verhältnisse nicht geklärt haben, werde ich Ihrem Unternehmen keinen Cent bezahlen.

Ihre E-Mails werde ich nicht mehr ernst nehmen, deswegen bitte ich Sie nur noch mit mir über den gewöhnlichen Schriftverkehr per Post zu korrespondieren.

Durch die Ihrerseits verursachte Vertragsverletzung, die darin besteht, dass Sie mir Leistungen versprochen haben, die Ihnen überhaupt nicht möglich sind, möchte ich Sie bitten mir die sofortige, fristlose Kündigung aller Verträge binnen 48 Stunden nach Erhalt dieses Briefes zu bestätigen.

Ihr Unternehmen hat mir buchstäblich Sachen „aufgeschwatzt“, die Ihnen Geld bringen, aber mir überhaupt nichts, die Mobilfunkflatrate ins deutsche Festnetz, statt einem analogen Festnetzanschluss, den ich ausdrücklich am Telefon verlangt habe und wiedermal von einem Ihrer Mitarbeiter zugesichert bekommen habe.

3 Tage später fand ich in der Post statt der Terminbestätigung für einen analogen Festnetzanschluss, die Mobilfunkkarte für die Flatrate ins deutsche Festnetz.

Ich bin für Ihre internen Missverständnisse (von DSL 16.000 bis kein DSL, was uns auch mehrere Mitarbeiter zusicherten bzw. absagten) sicherlich nicht verantwortlich und ganz sicher nicht zahlungspflichtig.

Außerdem wussten Sie schon mehrere Wochen vor unserem Umzug über unseren neuen Wohnort Bescheid und hätten schon sagen können, dass keine DSL-Leitung zur Verfügung steht.

Ich bestehe darauf, dass Sie mir binnen 48 Stunden nach Erhalt dieses Schreibens auf dem Postwege zu zusichern, dass alle meine bestehenden Verträge gekündigt sind und zwar zu sofort und fristlos.

Sollte ich wiederum nur „Honig um den Bart“ geschmiert bekommen, werde ich mich mit der Verbraucherzentrale in Verbindung setzen, sowie mit meinem Anwalt sprechen und prüfen lassen, ob nicht ein Betrug Ihrerseits vorliegt.

Der USB-Stick plus Zubehör sowie die Mobilfunkkarte stehen zur Abholung bereit, bitte senden Sie mir in Ihrem nächsten Schreiben ein Retouren-Schein oder veranlassen Sie die Abholung."

----- Original Message -----
From: Pierre Mensah
To: Julia Dudas
Sent: Thursday, June 25, 2009 9:00 PM
Subject: Re: wer-weiss-was: 1&1

Guten Abend Frau Hufnagel,

-) allerdings war die eMail-Addi und die „Unterschrift“ etwas irritierend für mich. Dann machen wir das diesmal ja richtig.

Allerdings bin ich für Feedback immer dankbar (irgendwo aquf der Webplattform müsste eigentlich auch eine entsprechende Rubrik sein, wo man seine Zufriedenheit - oder Unzufriedenheit hinterlassen kann).
Ein Feedback hilft, künftige Leistungen zu verbesseren, denn ein Rat an einen Ratsuchenden kann gar nicht gut genug sein - aber dafür sind wir kostenlosen Experten von Wer-Weiss-Was ja schliesslich auch da - und ich mache diese Arbeit absolut gerne (schon alleine, weil das den „schwarzen Schafen“ da draussen (z.B. 1+1/Schlund&amp:stuck_out_tongue_winking_eye:artner) ein ordenticher Dorn im Auge ist ) lol.

Viel Glück also.
In diesem Sinne,
Pierre Mensah

2009/6/25 Julia Dudas

Guten Abend Herr Mensah,

Ich danke Ihnen recht herzlich für die ausführliche (sicherlich auch kostbare Zeit aufwendige) Antwort.
Forderungen wie „Bitte senden Sie mir eine schriftliche Bestätigung der Kündigung an die o.g. Postadresse“ wurden ignoriert und ich werde dort morgen nochmals ein Einschreiben hinsenden, in denen ich Ihre wertvollen Tipps umsetzen werde.

Falls Sie es interessiert, werde ich Sie weiterhin auf dem Laufenden halten wie sich die „Akte 1&1“ entwickelt.

Nochmals vielen Dank,

einen freundlichen Gruß

Julia Hufnagel (geb. Dudas :wink: )

Guten Tag Frau Hufnagel,
irgendwie zeigt mir das System hier andauernd die Meldung an, ich hätte mit der Beantwortung bei Ihnen geschlampt (obwohl, das ist doh gar nicht meine Art :smile:

Na, hoffentlich zeigt Ihre Anwältin den in den „grauen Westen“ wo der Hase lang läuft - lol. Und natürlich interessiert es mich immer, wie die (Horror-)Geschichten ausgehen.

Ihnen also noch einen angenehmen Sonntag und weniger bis keinen Stress dieser Art in Zukunft.

Mit freundlichem Gruss,
Pierre Mensah
PS: schauen wir mal, ob das Panel-System hier jetzt aufhört zu meckern :smile:

Hallo :smile:

Bis heute habe ich nichts mehr von 1&1 gehört.
Auch nicht meine Anwältin, die mit einem Prozess gedroht hat.
Lediglich die Kündigung der Verträge ist ins Haus geflattert.

Viele Grüße,

Julia Hufnagel


Guten Tag Julia :smile:

das scheinen ja wenigstens gute Nachrichten zu sein.
1+1 hat also endlich doch eingesehen, dass man einige Dinge einfach nicht tut/tun kann?

Hoffentlich hat 1+1 auch alle ev. entstandenen Kosten an die Backe gekriegt, sofern entstanden.
Das ist ja, was ich immer sage, man muss denen von 1+1 rücksichtslos Kontra geben, dann passt es auch, weil die regulär mit massiver Gegenwehr ihrer „Kunden“ - die üpberigens ja nie „Könige“ sind, nur sehr schlecht umgehen können. Ihre vermeintlichen „Restforderungen“ kiönnen die „Gauner mit der grauen Weste“ als wohl richtig knicken.

In diesem Sinne, Frohe Osterfeiertage :smile:

Pierre Mensah

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