1.Hund

Hallo liebe Leutchen,
ich spiele seit längerem mit dem Gedanken mir einen Hund anzuschaffen. Mein Freund würde mir dabei unter die Arme greiffen, dh.ab und an zu ihm schauen, der Hund würde aber mir „gehören“…hoffe zwar die Beziehung hält aber man weiss nie… :smile:
Es wäre mein erster Hund, ich bin also in gewissen Sachen noch unwissend…Nun ja,
im Moment bin ich nicht oft am arbeiten, im Dez./Jan./Feb. würde ich ev. für ein paar Monate nach Island reisen um dort auf einem Hof zu arbeiten wo ich den Hund mitnehmen würde.
Ich lebe in einer grossen Wohngemeinschaft wo wir momentan drei Hunde haben.Es sind alles Männlein, einer davon kastriert, bei den andren zwei gibts ab und zu „meinungsverschiedenheiten“, deshalb vielleicht eher ein weiblein…??
Ja, um jetzt nicht ein halbes Buch hier ins Forum zu posten einfach mal ein paar einfache Fragen…:
-kann ich den Hund „krankenversichern“.Man weiss ja nie wie oft man zum Arzt muss etcetc?
-was spricht für Weiblein, was für Männlein…?
-wieviel Geld für essen etcetc.?

…worauf muss ich achten…?

Ich fange im nächsten Sommer die Ausbildung zur Krankenpflegeassistentin an welche ein Jahr dauert. Wenn ich nicht zuhause bin schaut mein Freund. Dann würde ich die Ausbildung zur gehörlosen-Dollemtscherin anfangen, hätte zwei Tage in der Woche Schule und sonst immer Zeit…

ja wie auch immer, ich bin einfach froh für „Anfängertipps“

Danke tausendmal für Tipps!!liebe Grüsse, elisabeth

Liebe Elisabeth,

so eine Entscheidung will gut überlegt sein, aber das ist Dir offenbar klar. Bedenke, wie lange so ein Hund lebt, und ob Du in Zukunft auch bereit bist, hier und da Einschränkungen zu machen, falls Deine Lebenssituation sich ändert. z.B. findet man mit Hund schwieriger eine Wohnung, denn viele Vermieter haben was dagegen. Vielleicht hast Du auch nicht immer einen Job, der eine angemessene Mittagspause anbietet. Junge Hunde stundenlang alleine zu lassen ist schon mal total daneben, sie wollen beschäftigt werden und richten allerhand Unsinn an, wenn sie sich vernachlässigt fühlen. Von der mangelnden Bewegung mal ganz abgesehen, denn nur mit „nach ihm gucken“ ist es noch lange nicht getan. Das gilt auch für Regentage!!!

Als meine Familie sich einen Hund anschaffte, waren wir eine ganz normale 4köpfige Familie. Dann, 4 Jahre später: Scheidung meiner Eltern, Verstreuung der Familie in verschiedene Städte und dann die Frage „Wer nimmt den Hund?“. Deine Beziehung und auch die WG kann sich schneller auflösen als Du denkst. Zum Thema Island: bist Du informiert, ob es da nicht vielleicht scharfe Einreisekriterien für Hunde gibt (z.B. monatelange Sicherheits-Quarantäne, Impfung mindestens soundsolange her…)? Trotz EU sind viele Länder da noch sehr strikt. Soviel schon mal zum Thema Urlaubsplanung für die nächsten 15 Jahre. Und Campingplätze und Ferienhäuser stellen sich da auch oft an, von Hotels mal ganz abgesehen.

Zur Krankenversicherung: die gibt es auf jeden Fall. Nur kann ich Dir leider nicht sagen, wo, vielleicht einfach mal bei google gucken. Kann aber sein, daß Dinge wie Kastration nicht übernommen werden, und die ist schon mal teuer. Man sagt auch, daß Rassehunde öfter krank werden als Mischlinge, aber Ausnahmen bestätigen die Regel.

Zur Geschlechtswahl: Wenn man die Hunde zusammenbringt, stellt sich nach meiner Erfahrung bald eine gewisse Rangordnung heraus, die natürlich erstmal ausgefochten werden muß. Meist ist das „Rudel“ danach aber hergestellt, und die Rangfolge wird nur noch selten auf die Probe gestellt (vorausgesetzt, die Hunde haben ein gesundes Sozialverhalten und sind den Umgang mit anderen Hunden gewöhnt). Das kann auch passieren, wenn Du Dich für eine Hündin entscheidest, aber ich denke, die Aussicht auf Frieden ist dabei schon größer. (Vorsicht, Babygefahr! Hündinnen sollte man erst kastrieren lassen, wenn sie zuvor wenigstens einmal läufig waren. Und dann ist in Eurer WG die Hölle los…!) Überleg Dir bei einer Hündin also, ob Du sie ständig von den liebestollen Rüden fernhalten willst (viel Spaß) oder ob Du sie kastrierst und dann eben niemals Nachwuchs produzieren kannst (ich meine natürlich den Hund :wink: )

Zu den Futterkosten: einen kleinen Hund kann man schon für ca. 15 Euro im Monat satt kriegen (einschließlich Hundekekse. Trockenfutter ist übrigens billiger als Dosenfutter), ein großer braucht schon mal locker das 6-fache, kommt natürlich auf die Wahl des Futters an. Und falls er mal eine Allergie entwickelt, darf es auch mal das extra aus Holland importierte Lamm-Reis-Futter sein (jaja, gibt´s auch hier, aber nur als Beispiel).

Und damit sind wir auch schon bei der Hunderasse bzw. Größe:
Kleine Hunde haben den Vorteil, daß sie natürlich in jedes Auto passen und in öffentlichen Ferkehrsmitteln (so sie da denn keine Krise kriegen) wenig Platz wegnehmen. Außerdem muß man bei ihnen nicht alles freßbare in einer Höhe von über 1,50 m lagern und nicht die chinesische Vase wegstellen. Und man kann sie bei Gedränge oder wenn der Hund mal nicht mehr Treppen laufen kann easy auf den Arm nehmen. Dafür haben kleine Hunde natürlich auf Radtouren schneller mal Probleme, mitzuhalten… ist eine Frage des Lifestyles, würde ich sagen. Ein großer Hund braucht schon mal den ganzen hinteren Teil des Kombis inklusive Fanggitter. Der tägliche Auslauf variiert auch stark zwischen den Hundegrößen und Rassen.

Falls Du Dich für einen erwachsenen Hund (z.B. aus dem Tierheim) entschließt, frag nach seinen Eigenarten, Hundeverträglichkeit, vorangegangene Krankheiten, Männerproblem (gibts auch bei Hunden! :wink:), und vor allem nach seiner ERZIEHUNG, denn die ist sehr wichtig, um viel Spaß mit dem 4-Beiner zu haben. Es gibt für Mensch UND Tier nichts anstrengenderes, als wenn ein Hund überhaupt nicht hört, sich und andere in Gefahr bringt, Schuhe zerpflückt, laut vor dem Supermarkt kläfft und wegläuft wann immer er Bock hat. Falls es also ein junger Hund sein soll, kümmer Dich (monatelang! eigentlich ewig) um seine Erziehung, bring ihm Regeln bei und spiel und schmuse natürlich auch viel mit ihm. Wende Dich an Hundeexperten, die im Idealfall Dich UND den Hund kennen und geh ggf. mit ihm zur Hundeschule. Damit macht man allen beteiligten das Leben leichter. Auch dem Hund, denn er will schließlich nur wissen, woran er ist.

Kleiner Tip zum Schluß: ist natürlich eine Geschmacksfrage, aber ich würde mir nur noch kurzhaarige Hunde anschaffen. Kein Bürsten, weniger Dreck in der Wohnung, und Du findest Flöhe und Zecken besser (das werden jetzt Deine ständigen Begleiter sein).

Ich hoffe, Dir Deine Fragen einigermaßen beantwortet zu haben, sonst frag gerne nochmal nach! :smile:

Liebe Grüße, Birte

Liebe Elisabeth
warte bitte noch ab, bevor Du Dir einen Hund zulegst.
Warte bis zum Ende der von Dir erwähnten Ausbildung.
Besser für Dich, besser für den Verlauf Deiner Ausbildung und - am wichtigsten - es wäre das Beste für den Hund.

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hi

im Moment bin ich nicht oft am arbeiten, im Dez./Jan./Feb.
würde ich ev. für ein paar Monate nach Island reisen um dort
auf einem Hof zu arbeiten wo ich den Hund mitnehmen würde.

was passiert mit dem Hund wenn nicht ?

Ich lebe in einer grossen Wohngemeinschaft wo wir momentan
drei Hunde haben.Es sind alles Männlein, einer davon
kastriert, bei den andren zwei gibts ab und zu
„meinungsverschiedenheiten“, deshalb vielleicht eher ein
weiblein…??

ehm dann solltest du den dritten Rüden aber auch kastrieren lassen … nur ob der besitzer das so lustig findet ? oder du wirst halt alle halbe jahr incl. hündin geächtet … ODER du solltest sie sterilisieren oder kastrieren lassen , wenn du nicht in zukunft mit einem haufen welpen rechnen möchtest …

-kann ich den Hund „krankenversichern“.Man weiss ja nie wie
oft man zum Arzt muss etcetc?

frag mal die uelzener - diemachen zumindest pferdekrankenversicherungen (sauteuer) ansonsten bleibt nur ZAHLEN

-was spricht für Weiblein, was für Männlein…?

Männlein machen nur hin und wieder Machtkämpfe - Weiblein immer oder nie … Männlein werden nicht läufig … rennen dafür allem nach was gerade läufig ist

-wieviel Geld für essen etcetc.?

du meinst futter ? rechne mal 1 -2 Euro / tag … MINIMUM ohne Tierarzt zusatzfutter etc.

Ich fange im nächsten Sommer die Ausbildung zur
Krankenpflegeassistentin an welche ein Jahr dauert.

was passiert mit DEM HUND Nach deiner ausbildung ? wie der deine Arbeitszeiten aussehen ? wirst du den hund 16 stunden allein lassen ?

Wenn ich nicht zuhause bin schaut mein Freund.

wielang werdet ihr- sagtest du - noch zusammen sien ? rechne nicht auf IHN … zähl nur auf DICH !!!

Dann würde ich die
Ausbildung zur gehörlosen-Dollemtscherin anfangen,

ach … noch ne ausbildung …

hätte zweiTage in der Woche Schule und sonst immer Zeit…

und was ist an den zwei tagen ???

weiss nicht … aber willst du nicht warten bis du FERTIG bist mit der Ausbildung?? und DANN dem HUND zuliebe nochmal neu überlegen ?

Gruß Hexerl

Hi,

wie die Anderen bereits sagten, ein Hund ist für Dich, solange Du nicht weißt wo es hingeht mit Dir und Du auch die Betreuung nicht gewährleisten kannst (Ab und zu mal gucken reicht bei weitem nicht aus)absolut ungeignet!
Um nach Island einreisen zu dürfen müsste er 8Wochen in Quarantäne!!!

Es gibt sicher noch viel mehr dieser Seiten, zwei davon habe ich Dir herausgesucht:
http://mitglied.lycos.de/Tierinformation/22fragenhun…
http://www.diepascheks.de/html/butch/hundkauf.html

Gruß
Maja

PS warte, bis Du ein geregeltes Leben mit genügend Zeit hast und renne bitte nicht mit dem Kopf durch die Wand.

Hallo Elisabeth,
hier Erfahrungen von mir. Ich achte aber nicht auf Tippfehler - sorry beim Lesen.
Den ersten Rüden aus dem Tierheim(Schnauzer-Mix, 3 Jahre alt) bekam ich mit 6 Jahren . Als ich 21 war, musste er eingeschläfert werden. Den zweiten Rüden, von privat, (Pudel/Dackel) bekam ich 1994 als Welpen. Habe ihn noch immer. Als er Welpe war hat er viel zerstört. Im Alter von 1,5 Jahren hatte er seine -ich muss mich behaupten- Phase und hat auch viel zerstört. Wenn ein Mädel läufig ist, ist sein Hirn verschwunden. Ansonsten hört er perfekt, bellt kaum, buddelt ständig im Garten. Gassi gehen: Am Morgen nicht unter 45 min. am Mittag ca 1 - 1,5 Stunden. Nachmittag ca. 40 min. Abend ca. 20 min. Und wenn er mal muss. Futter: Nur das, was er mag und auch nur in Gesellschaft. Vor großen Hunden hat er Angst und rennt weg wenn die bellen. Urlaub ohne Hund geht nicht mehr. Er leidet - selbst bei Oma und Opa mit Schoko und viel Streicheleinheiten. Ach ja, wir haben immer alles versandet - auch im Bett. Besonders toll ist Gassi gehen mit einem Bandscheibenvorfall oder einer Nierenentzündung oder einfach nur wenn man die Geburtstagsgäste im Haus hat.

Hilf das ??
Gruß Kermit