Hallo Jör und Dieter,
also, ich mache mal hier weiter 
ich denke jetzt wirklich, Jörg hat die beste Idee mit dem
Komparator-gesteuerten Synchrongleichrichter. Wenn der
Schaltzeitpunkt zu sehr von der Signalamplitude abhängt,
müsste man sich vielleicht noch eine Kompensation ausdenken,
evtl. auch zur Glitch-Kompensation.
Das lässt sich alles im Experiment leicht feststellen, wenn man (= ich) erstmal einen Multiplizierer hat.
Ich habe inzwischen mal den AD835 als Quadrierer
angeschlossen. Das arbeitet schon sehr exakt, und ich konnte
bei 1 V Signalamplitude keinen Unterschied feststellen
zwischen (geglätteten) Ausgangsspannungen bei 1 MHz und 100
kHz.
Bei einem 250 MHz- Multiplizierer wäre das ja auch kaum zu erwarten. Was ich mit „nicht so optimal“ meine, wäre z. B. Trägerunterdrückung und Genauigkeit (0-Punkt, Linearität).
Standalone-Quadrierer realisieren, denn die Ausgangsspannung
verhält sich halt quadratisch zur Eingangsamplitude. Der
Fehler wird dann für kleine Amplituden zu groß.
Das könnte sein. U. A. deswegen schiele ich ja auf einen „genauen“. Die sauberste Lösung wäre: 0°Träger x Signal -> TP, 90°Träger x Signal -> TP, dann den Betrag des Vektors (beide TP-Ausgänge zum Quadrat, dann Summe aus der Wurzel): Gerade mal 5 Multilizierer…
Mittlerweile habe ich auch ganz andere Sorgen: Andere Schaltungsteile bekomme ich in ihrer Verhaltensweise wahrscheinlich deutlich weniger ideal hin, als es eigentlich sein müsste, und dann stelle ich fest dass dem Träger noch ein breitbandiges, störendes Signal in einem Maße überlagert sein wird, das ich vorher übersehen bzw. unterschätzt hatte. Vielleicht kann ich da mit heftigem Filteraufwand was erreichen, aber ich befürchte, dass ich so viele Abstriche an die Leistung (~Empfindlichkeit) des Systems machen muss, dass es mehr oder weniger witzlos wird…
So hoffe und bange ich, und der Detektor ist im Moment etwas nach hinten gerutscht. Ich muss erstmal herausfinden, was überhaupt noch sinnvoll ist.
Wie sieht Deine Überschlagsrechnung aus? Ich meine, Dein
Signal ist doch sowieso recht groß, und Fehler dürfen bis zu
10 mV betragen…
Ich glaube, das wäre hinzukriegen. Der Glitch ist mit
Sicherheit kompensierbar.
Man nehme einen möglichst geeigneten Switch (MAX32x, http://www.maxim-ic.com/quick_view2.cfm/qv_pk/1065/ln/ habe ich bisher auserkoren), dessen Kurve für die Ladungsinjektion (schwankt um ca. 6pJ im Arbeitsbereich) und dessen Bahnwiderstand (ca. 16 Ohm) sowie die Schaltfrequenz (2 x pro us bei 1 MHz).
6*10E-12As * 2*10E+6/s * 16V/A = 200*10E-6V = 0,2mV
Tschä… ich stelle fest das sollte doch reichen, und zwar überreichlich! Selbst der hier vernachlässigte Ausgangswiderstand des Multiplizieres darf noch einmal viel größer sein.
Also doch ein geschalteter Synchrondemodulator, gegen den ich mich immer so gewehrt habe??? Ich muss noch (ein paar) mal nachrechnen… Dann hast Du gewonnen, Jörg:smile:
Ich bin jetzt ein paar Tage weg und nicht (nur) schreibfaul:smile: