Hi,
Auf Endausschlag? Entschuldige, dass ich darauf herumreite,
aber hier in meiner Fa. ist das auch immer eine ewige Debatte,
…
bezogen auf 1 V? Das würde heißen, der Messwert darf um den
Betrag 10 mV daneben liegen? Oder meinst Du Steigungsfehler 1
Ich kenne differenzielle und integrale Nichtlinearität, aber bei „Steigungsfehler“ muss ich nachdenken… Also, es geht wirklich um 1% Endauschlag. Bei jedem Messwert, auch in der Nähe von 0, darf der Messwert um 1% vom Messbereich abweichen. Es gibt ohnehin eine sehr viel weitreichendere Nullpunktkorrektur.
Da muss ich sagen, ich sehe schwarz. Restträgerunterdrückung
wird wahrscheinlich möglich sein, aber beim Rauschen vermute
ich ein Problem.
Ich meine, es sollte klappen. Aber wissen tue ich es auch (noch) nicht.
Ich meinte eine Signalreferenz. Damit wäre ein Vergleich der
Amplitude mit Deinem zu untersuchenden Signal möglich – auch
weitgehend unabhängig von der Nichtlinearität des
Gleichrichters (denn er ist für die Referenzquelle ja genauso
nichtlinear).
Auch ein Ansatz. Ich müsste Messignal und die gesteuerte Referenz mit zwei gleichen Gleichrichtern gleichrichten (klasse Wortkombination). Zur Erzeugung der veränderlichen Referenzsignals müsste ich aber wiederum einen linearen Modulator haben - schon ist der teure Multiplizierer wieder dabei. Dann müssten die Pegel der beiden Gleichrichter per Regelung gleich gemacht werden - bei 1 MHz Träger, 20 kHz und mehr Grenzfrequenz und den nach der Modulation zu verwendenden Tiefpässen und ihren Phasendrehungen wahrscheinlich nicht möglich.
Schwerpunkt? Das ist halt die obere Grenze, für die er seine
Specs halten kann. Du kaufts ja auch keinen OP für NF-Zwecke,
der ausdrücklich nur bis 20 kHz geht. Oder?
Schon richtig. Der AD734 geht bis 10 MHz und arbeitet bei 1 MHz sehr weit von den Grenzfrequenzeffekten entfernt (alle Diagramme verlaufen dort noch extrem flach). Ein AD63x (Typ vergessen) ist mit 1 MHz spezifiziert und macht bei 1 MHz richtig Fehler. 250 MHz sind nicht notwendig, aber auch nicht kostenlos. Also unterstelle ich, dass der AD835 bei 1 MHz deutlich weniger präzise läuft, als der AD734 (der ja auch noch teurer ist). Da der AD734 wohl von der Genauigkeit her genu passen wäre, dürfte der AD835 nicht reichen. Den Nachweis, also den Leistungsunterschied bei 1 MHz, mag ich jetzt aber nicht bringen.
Dwein beispiel war gut: Ich nehme für NF auch keinen 250 MHz-Opamp. Die haben (wenn es VFBs sind) i. d. R. eine so niederige DC-Verstärkung, dass sie einen erheblich höheren Klirrfaktor produzieren. (Zugegeben: Es gibt auch Spitzenklasse Audio-OpAmps mit 80 MHz Grenzfrequenz, freilich zu Preisen von -zig Euro.)
Wenn’s nur ein oder nur wenige Geräte werden sollen, sind da
die 20 Euro schon zu viel? Du willst sehr genau messen, da
darf man fürs ‚Herzstück‘ nicht so arg sparen. Nebenbei
Im Prinzip hast Du recht (abgesehen davon, dass ich mit 30 Euro rechne). Aber ich habe auch den Eindruck, dass ich nicht den „professionellen“ Weg gehe, den alle die gehen, für die solche Aufgabenstellungen Routine sind.
bemerkt, ich könnte Dir ein zwei vermachen (weil mich das
Ganze selbst interessiert).
Vielen Dank!
Aber erstmal nicht.
Na ja, Mischen heißt multiplizieren, und mit dem Träger
…
ich), und das ist deutlich aufwändiger.
Das habe ich nicht ganz verstanden. Ich meine, Du quadrierst
dasselbe Signal, da gibt es keine Phasenverschiebung.
Jau. Und ich bekomme eine DC-Spannung und die doppelte Trägerfrequenz (f1-f2=0 und f1+f2=2xf1)
herunterzumischen auf niedrigere Frequenzen und dieses Signal
dann mit einem OP-Gleichrichter weiterzuverarbeiten (zur
Amplitudenbestimmung).
Nein, weil:
Herruntermischen auf was anderes als DC lohnt nicht, denn die
1MHz sind so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig
Wenn ich 20kHz Detektorbandbreite will (aber nicht ,it -3 dB, sondern mit wenigen zehntel dB) und viele -zig dB Störspannungsabstand (Trägerunterdrückung), darf der Träger nicht zu nahe an der obersten Signalfrequenz liegen, sonst wächst der Filteraufwand gewaltig. Bei 1 MHz Träger und z. B. 80 dB Trägerunterdrückung muss der Filter im Bereich von z. B. 50 kHz bis 2 Mhz = Faktor 40 (gut 5 Oktaven) um den Faktor 100000 (80dB) abfallen. Also ca. 16dB/Oktave, das geht 3-polig noch ganz gut. Mische ich auf 100kHz, brauche ich ca. 60 - 80dB/Oktave (ganz grob), das wäre ein 10-poliger Filter und mehr. Und/oder eine Bandsperre. Und bei 100kHz ist der Fehler eines aktiven Gleichrichters - keine Ahnung, ich fürchte immer noch zu hoch.
Nebenbei: Ich könnte auch gleich bei 200 oder 500 kHz messen, dass muss ich mir noch überlegen.
den Radizierer verzichtet und die Linearisierung per PIC o. ä.
macht).
Wie willst Du das Ganze zur Anzeige bringen?
Die „Modulation“ rein Analog, z. B. gesweept auf dem Oszi, ggf. auch FFT per Soundkarte. Den Absolutwert vielleicht per eingebautem Zeigerinstrument (-> ich rechne mit nur 1% Genauigkeit!), vielleicht per digitalem exteren Instrument.
Digitaltechnik ist derzeit nicht vorgesehen, weil nicht notwendig, aber wenn’s nötig wäre, wär’s kein Problem.
Grüße
Uwe