1 Mio -wer bietet mehr?

Guten Morgen!?

Zwar liegen die kompletten Hartz-Vorschläge öffentlich noch nicht vor, aber es scheint sich nach Entfernung von Holzwolle und substanzloser Dekoration auf 2 wesentliche Vorschläge zu reduzieren:

  • Begünstigung von Niedriglohn-Arbeitsverhältnissen, egal ob „selbständig“ oder z. B. als Haushaltshilfe
  • Subventionierung von Neueinstellungen mit bis zu 10.000 Euro pro Arbeitsplatz.

Der Billiglohngedanke ist das Drehen an einem winzigen Schräubchen, das keinen aus der Abhängigkeit von öffentlichen Kassen befreit. Was vorher in der 324-Euro-Lösung möglich war, wird auf 500 Euro aufgestockt. So kann ein untergeordneter Maßnahmenbaustein aussehen, aber keine Problemlösung. Allemal wird so niemand in die Lage versetzt, sich selbst zu ernähren. Es wird Arbeitslosigkeit verwaltet, aber nichts an der Arbeitslosigkeit geändert. Wie naiv muß man sein, um zu glauben, daß sich mit der Differenz von 324 zu 500 Euro der Hang zur Schwarzarbeit ändern ließe?

Der weitere Vorschlag ist pure Augenwischerei. Solche Regelungen laden geradezu zu Mitnahmeeffekten ein und werden sich auch darauf beschränken. Wer ohnehin jemanden einstellen will, bekommt 10.000 Euro. Damit wird die Sache zur reinen Geldvernichtung. Ein vollwertiger Arbeitsplatz im Gewerbe kostet zwischen 25.000 und 50.000 Euro p. a. an Lohn- und Lohnnebenkosten. Wenn sich der Arbeitsplatz rechnet, braucht man die Subvention nicht und wenn sich der Arbeitsplatz nur mit Zuzahlung von 10.000 Euro rechnet, muß er nach Wegfall der Förderung wieder verschwinden. Was also soll das? Das ist ABM im neuen Gewand. Wir brauchen Arbeit und Arbeitsplätze, die sich rechnen. Wir brauchen keine weiteren Subventionsgräber. Es soll wieder nicht vorhandenes Geld verteilt werden, mit der einzigen Wirkung des weiteren Anstiegs der Staatsverschuldung.

Das Ganze läuft auf kurzatmigen Aktionismus ohne jeden positiven Langzeiteffekt hinaus. Es fehlt die langfristige Linie. Dabei sehe ich 2 grundsätzliche Problemkreise:

  • einem großen Teil der Arbeitslosen fehlt es an Qualifikation. Diese Defizite müssen bei den bereits arbeitslosen Menschen durch berufliche Bildung ausgeglichen werden und bei jungen, noch nicht im Arbeitsleben stehenden Menschen durch möglichst breit angelegte Qualifizierung für die Zukunft vermieden werden. Mit anderen Worten: Investitionen und Anstrengungen für das gesamte Bildungssystem sind nötig. Da greift nichts kurzfristig und niemand kann binnen Jahresfrist mit Erfolgsmeldungen glänzen. Dafür aber sind die Erfolge sicher und nachhaltig. Bei Qualifizierungsmaßnahmen muß man sich von alten Gewohnheiten der Arbeitsämter trennen. Wenn man eine ganze Woche darauf verwendet, zu verklickern, wie man sich bewirbt, hat man es entweder mit Schwachsinnigen zu tun oder die Veranstaltung ist als reiner Parkplatz konzipiert. Die Ansprüche müssen höher werden - viel höher. Man kann mit etwas didaktischen Geschick innerhalb weniger Stunden ohne weiteres einem 6jährigen Vorschulkind vermitteln, was z. B. eine Datei ist. Wenn man dafür bei Erwachsenen 6 Wochen braucht, hängt man die Meß- und Anforderungslatte so niedrig, daß - Verzeihung - nur Schrott heraus kommen kann. Es gibt natürlich Menschen, die nicht wollen oder nicht können. Auch für diese Menschen gibt es Arbeit. Bei uns verfaulen Erdbeeren und Spargel wird holzig, ohne polnische Erntehelfer. Deutsche Arbeitslose sind sich dafür zu fein oder brauchen einen Animateur für Gymnastik auf dem Acker. Hier halte ich eine härtere Gangart für erforderlich. Man kann keinen Menschen zwingen, aber dann kann es nur heißen: Arbeit oder keinen Cent Unterstützung mehr. Dabei darf sich niemand der Illusion hingeben, daß sich mit dem Erntehelfer-Nebenschauplatz Entspannung am Arbeitsmarkt herstellen ließe. Mehr als Signalwirkung ist nicht zu erwarten. Die vordringlichen Bausteine bestehen aus Qualifikation und Leistungsbereitschaft.

  • Das zweite Problem ist ein Strukturproblem in einigen Regionen der alten Länder und beinahe flächendeckend in den neuen Ländern. In diesen strukturschwachen Gegenden fehlt der Speckgürtel aus produzierendem Gewerbe rund um die Ortschaften. Es gibt zu wenige Selbständige, zu wenig Existenzgründer und zu wenige Nachfolger für in den Ruhestand gehende Unternehmer. Um hier Veränderung zu bewirken, braucht man insbesondere langen Atem. Der Aufbau einer Existenz dauert oft ein Jahrzehnt, manchmal auch länger. Dafür braucht man Menschen, die auf eigenen Füßen stehen wollen, die gerne arbeiten, die ihr Sachgebiet beherrschen und darüber hinaus über kaufmännisches und Vermarktungswissen verfügen. Ideen, Produkte und tragfähige Konzepte gibt es wie Sand am Meer. Mit neuen Produkten und neuen Dienstleistungen lassen sich neue Märkte erschließen. Wer nur auf alten Sachen herum reitet, wird nur Umverteilung von nicht subventionierten auf subventionierte Arbeitsplätze bewirken.

Das Heer der Arbeitslosen zu verkleinern, erfordert langfristige Strategien. Von heute auf morgen ist nichts zu verändern. Wenn jetzt eine Kommission meint, mit den nur an Symptomen herumbastelnden Maßnahmen eine Million Menschen (an welchen Fingern haben die für diese Zahl gesogen?) in Lohn und Brot zu bringen, sind das Traumtänzer ohne Vorstellung von der Realität. Folgt man solchen populistischen Rattenfängern, wird wieder nur Zeit vertan, vergeht wieder eine Legislaturperiode ohne Veränderung, ohne wenigstens in die richtige Richtung zu laufen.
Leider hat sich die Politik quer durch alle Parteien längst auf das dünne Eis einer Lebenslüge gestellt. Alle schreiben sich auf die Fahnen „wir schaffen Arbeitsplätze“ - natürlich sogleich mit Terminnennung. Das ist alles der pure Unfug, Kleister fürs flache und bequeme Wählerhirn. Man kann tragfähige Arbeitsplätze nicht einfach per Subvention kaufen. Der Prozeß von Nachfrage - Produkt (Reihenfolge kann auch umgekehrt sein) - Vermarktung - Produktion - Arbeit - Arbeitsplätze braucht eine klare Linie und viel Zeit. Mit der Qualifikation verhält es sich ebenso. Mit Geld allein (meistens Schulden) ist da nichts zu machen. Natürlich braucht man auch Geld. Vor allen Dingen aber muß man Konzepte mit klarer und langfristiger Zielsetzung in Angriff nehmen. Statt dessen wird Ideenlosigkeit, gepaart mit Naivität und eiliger Bastelei mit Blick auf den Wahltermin geboten.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang,

Dein Posting liest sich ja wirklich sehr schön, und ich ziehe aus ihm vor allem den Schluss, dass Du mit den entsprechenden Vorschlägen der Hartz-Kommission nicht konform gehst. Ich selbst bin mir noch nicht so richtig schlüssig, wie ich das Ganze werten soll, da einmal ja noch gar keine definitiven Empfehlungen veröffentlicht sind, sich also sehr viel rein spekulativ nur erörtern lässt, zum anderen ist das Thema dermaßen komplex, dass es mir widerspricht, unter dem Strich ein JA oder NEIN zu intervenieren.

Zwar liegen die kompletten Hartz-Vorschläge öffentlich noch
nicht vor, aber es scheint sich nach Entfernung von Holzwolle
und substanzloser Dekoration auf 2 wesentliche Vorschläge zu
reduzieren:

Das sind mir - wie schon oben angedeutet - etwas viel Konjunktive. Eine unglückliche Diskussionsbasis, irgendwie!?

  • Begünstigung von Niedriglohn-Arbeitsverhältnissen, egal ob
    „selbständig“ oder z. B. als Haushaltshilfe

Das „egal“ ist bislang nicht korrekt. Vielmehr geht es wohl vor allem und beinahe ausschließlich um die Begünstigung des Jobs einer Haushaltshilfe.

  • Subventionierung von Neueinstellungen mit bis zu 10.000 Euro

pro Arbeitsplatz.

Der Billiglohngedanke ist das Drehen an einem winzigen
Schräubchen, das keinen aus der Abhängigkeit von öffentlichen
Kassen befreit.

Aber ist es nicht so, dass ein enormer Bedarf und auch eine enorme Nachfrage nach derlei Jobs besteht? Und fördert es nicht viel eher die Schwarzarbeit, das zu ignorieren und extreme Abstriche zu verlangen? Es geht hier sowieso um Arbeitskräfte, die ohne Lohnsteuerkarte tätig sind. Es ist doch wichtig, dass der Staat eine gewisse Übersicht (ich möchte das jetzt nicht „Kontrolle“ nennen) beibehält, als diese Leute in die Kriminalität zu drängen.

Was vorher in der 324-Euro-Lösung möglich war,
wird auf 500 Euro aufgestockt. So kann ein untergeordneter
Maßnahmenbaustein aussehen, aber keine Problemlösung.

Problemlösung wofür? Gegen Schwarzarbeit halte ich das sehr wohl für einen Schritt in die richtige Richtung. Aber meintest Du das auch?

Allemal
wird so niemand in die Lage versetzt, sich selbst zu ernähren.

Wer allein ist und sich selbst ernähren muss, wird auch eher die Arbeitslosigkeit oder ein festes AV anstreben. Die Klientel der Niedriglohnarbeiter rekrutiert sich wohl eher aus Menschen, die etwas dazuverdienen wollen.

Es wird Arbeitslosigkeit verwaltet, aber nichts an der
Arbeitslosigkeit geändert. Wie naiv muß man sein, um zu
glauben, daß sich mit der Differenz von 324 zu 500 Euro der
Hang zur Schwarzarbeit ändern ließe?

Mit 500 € cash auf die Hand, und das auch noch legal, lässt sich eine Menge anstellen. Das ist oft mehr, als ein Arbeitsloser erhält. Ist das naiv?

Der weitere Vorschlag ist pure Augenwischerei. Solche
Regelungen laden geradezu zu Mitnahmeeffekten ein und werden
sich auch darauf beschränken. Wer ohnehin jemanden einstellen
will, bekommt 10.000 Euro. Damit wird die Sache zur reinen
Geldvernichtung.

Die Rechnung ist wohl eher jene, dass dieser Mensch dann kein Arbeitslosengeld erhält, sondern Lohn vom neuen Arbeitgeber. Mir stellt sich die Frage, ob es sich bei den 10.000 € um eine einmalige Summe handelt, die an eine fixe Beschäftigungszeit gebunden ist. Dann wird der Staat enorm entlastet werden, selbst, wenn der Arbeitnehmer nach dieser Zeit wieder arbeitslos werden sollte.

Ein vollwertiger Arbeitsplatz im Gewerbe
kostet zwischen 25.000 und 50.000 Euro p. a. an Lohn- und
Lohnnebenkosten. Wenn sich der Arbeitsplatz rechnet, braucht
man die Subvention nicht und wenn sich der Arbeitsplatz nur
mit Zuzahlung von 10.000 Euro rechnet, muß er nach Wegfall der
Förderung wieder verschwinden. Was also soll das?

Siehe oben.

Das ist ABM
im neuen Gewand.

ABM ist nur eine Pseudo-Beschäftigung. Was diese Leute da teilweise machen müssen, grenzt echt an Erniedrigung. Ein richtiger (vollwertiger) Arbeitsplatz aber hat auch für den Arbeitnehmer viele Vorteile. Er knüpft wieder soziale Kontakte, macht wichtige Erfahrungen und schöpft im Idealfall neuen Mut, um es endlich anzugehen, wieder im Arbeitsleben stehen zu können.

Wir brauchen Arbeit und Arbeitsplätze, die
sich rechnen. Wir brauchen keine weiteren Subventionsgräber.

Richtig. Und die bekommen wir wohl nur mit einschneidenden Reformen.

Es soll wieder nicht vorhandenes Geld verteilt werden, mit der
einzigen Wirkung des weiteren Anstiegs der Staatsverschuldung.

Diese Rechnung - auch siehe oben - habe ich, glaube ich, anders aufmachen können. Bin also der gegenteiligen Ansicht.

Das Ganze läuft auf kurzatmigen Aktionismus ohne jeden
positiven Langzeiteffekt hinaus. Es fehlt die langfristige
Linie.

Das verstehe ich nicht. Woraus schließt Du denn, dass diese Maßnahmen nur kurzfristig angelegt sind?

Dabei sehe ich 2 grundsätzliche Problemkreise:

  • einem großen Teil der Arbeitslosen fehlt es an
    Qualifikation.

Ich kenne das eher anders herum. Der größte Teil der Arbeitslosen ist für die Jobs, die momentan am nötigsten besetzt werden müssen, deutlich überqualifiziert. Dazu kommt, dass es oft so ist, dass der Verdienst zu niedrig erscheint, deshalb das ALG verlockender ist.

Diese Defizite müssen bei den bereits
arbeitslosen Menschen durch berufliche Bildung ausgeglichen
werden und bei jungen, noch nicht im Arbeitsleben stehenden
Menschen durch möglichst breit angelegte Qualifizierung für
die Zukunft vermieden werden.

Allerdings geht der Trend eher auf Spezialisierung, weniger auf breit angelegte Qualifizierung. Das Bildungsniveau in Deutschland ist sehr hoch, auch wenn PISA jetzt vielen Panik gemacht hat. Und schlussendlich: Welcher Arbeitslose wird daran gehindert, sich zu qualifizieren?? Und ich möchte noch einen Schritt weiter gehen: Ist nicht auch jeder Einzelne gefordert, sich selbst viel mehr zu kümmern (nicht nur Arbeitslose), nicht darauf zu warten, dass der Staat anbietet?

Mit anderen Worten:
Investitionen und Anstrengungen für das gesamte Bildungssystem
sind nötig.

Da stimme ich Dir allerdings uneingeschränkt zu.

Da greift nichts kurzfristig und niemand kann
binnen Jahresfrist mit Erfolgsmeldungen glänzen.

Ich gehöre zu den Menschen, die nicht pauschal jedem Politiker schnöde unterstellt, lediglich auf Erfolgsmeldungen aus zu sein.

Dafür aber
sind die Erfolge sicher und nachhaltig. Bei
Qualifizierungsmaßnahmen muß man sich von alten Gewohnheiten
der Arbeitsämter trennen.

Jein.

Wenn man eine ganze Woche darauf
verwendet, zu verklickern, wie man sich bewirbt, hat man es
entweder mit Schwachsinnigen zu tun oder die Veranstaltung ist
als reiner Parkplatz konzipiert. Die Ansprüche müssen höher
werden - viel höher. Man kann mit etwas didaktischen Geschick
innerhalb weniger Stunden ohne weiteres einem 6jährigen
Vorschulkind vermitteln, was z. B. eine Datei ist. Wenn man
dafür bei Erwachsenen 6 Wochen braucht, hängt man die Meß- und
Anforderungslatte so niedrig, daß - Verzeihung - nur Schrott
heraus kommen kann. Es gibt natürlich Menschen, die nicht
wollen oder nicht können. Auch für diese Menschen gibt es
Arbeit. Bei uns verfaulen Erdbeeren und Spargel wird holzig,
ohne polnische Erntehelfer. Deutsche Arbeitslose sind sich
dafür zu fein oder brauchen einen Animateur für Gymnastik auf
dem Acker. Hier halte ich eine härtere Gangart für
erforderlich.

Das hört sich ja jetzt ganz anders an, als noch am Anfang des Postings :wink:

Man kann keinen Menschen zwingen, aber dann kann
es nur heißen: Arbeit oder keinen Cent Unterstützung mehr.

Aha, aber das ist doch dann Zwang!?

Dabei darf sich niemand der Illusion hingeben, daß sich mit
dem Erntehelfer-Nebenschauplatz Entspannung am Arbeitsmarkt
herstellen ließe. Mehr als Signalwirkung ist nicht zu
erwarten. Die vordringlichen Bausteine bestehen aus
Qualifikation und Leistungsbereitschaft.

  • Das zweite Problem ist ein Strukturproblem in einigen
    Regionen der alten Länder und beinahe flächendeckend in den
    neuen Ländern. In diesen strukturschwachen Gegenden fehlt der
    Speckgürtel aus produzierendem Gewerbe rund um die
    Ortschaften.

Da frage ich mich vor allem oft, was eigentlich die Treuhand so „veranstaltet“ hat, als sie sehr viel auf Gedeih und Verderb verhökerte, ohne an die Folgen zu denken.

Es gibt zu wenige Selbständige, zu wenig
Existenzgründer und zu wenige Nachfolger für in den Ruhestand
gehende Unternehmer.

Eine Folge des fehlenden Kapitals sowie demographischer Ursachen.

Um hier Veränderung zu bewirken, braucht
man insbesondere langen Atem. Der Aufbau einer Existenz dauert
oft ein Jahrzehnt, manchmal auch länger. Dafür braucht man
Menschen, die auf eigenen Füßen stehen wollen, die gerne
arbeiten, die ihr Sachgebiet beherrschen und darüber hinaus
über kaufmännisches und Vermarktungswissen verfügen.

Und die die finanziellen Mittel erst einmal haben…

Ideen,
Produkte und tragfähige Konzepte gibt es wie Sand am Meer. Mit
neuen Produkten und neuen Dienstleistungen lassen sich neue
Märkte erschließen. Wer nur auf alten Sachen herum reitet,
wird nur Umverteilung von nicht subventionierten auf
subventionierte Arbeitsplätze bewirken.

Das Heer der Arbeitslosen zu verkleinern, erfordert
langfristige Strategien. Von heute auf morgen ist nichts zu
verändern. Wenn jetzt eine Kommission meint, mit den nur an
Symptomen herumbastelnden Maßnahmen eine Million Menschen (an
welchen Fingern haben die für diese Zahl gesogen?) in Lohn und
Brot zu bringen, sind das Traumtänzer ohne Vorstellung von der
Realität. Folgt man solchen populistischen Rattenfängern,
wird wieder nur Zeit vertan, vergeht wieder eine
Legislaturperiode ohne Veränderung, ohne wenigstens in die
richtige Richtung zu laufen.

Naja, die Richtung ist doch aber schon ganz in Ordnung. Oder soll etwa alles so weichgespült wie bisher weiterlaufen?

Leider hat sich die Politik quer durch alle Parteien längst
auf das dünne Eis einer Lebenslüge gestellt. Alle schreiben
sich auf die Fahnen „wir schaffen Arbeitsplätze“ - natürlich
sogleich mit Terminnennung. Das ist alles der pure Unfug,
Kleister fürs flache und bequeme Wählerhirn.

Das ist mir zu pauschal. Und wirkliche Vorschläge kamen von Dir leider auch nicht. Hm…

Man kann
tragfähige Arbeitsplätze nicht einfach per Subvention kaufen.

Richtig, auf Dauer ist das eine Milchmädchenrechnung. Aber ein „Anfüttern“ ist vielleicht gar keine so schlechte Idee. Hat ja schon einmal prima bei Roosevelt und seinem „New Deal“ geklappt.

Der Prozeß von Nachfrage - Produkt (Reihenfolge kann auch
umgekehrt sein) - Vermarktung - Produktion - Arbeit -
Arbeitsplätze braucht eine klare Linie und viel Zeit. Mit der
Qualifikation verhält es sich ebenso. Mit Geld allein
(meistens Schulden) ist da nichts zu machen. Natürlich braucht
man auch Geld. Vor allen Dingen aber muß man Konzepte mit
klarer und langfristiger Zielsetzung in Angriff nehmen. Statt
dessen wird Ideenlosigkeit, gepaart mit Naivität und eiliger
Bastelei mit Blick auf den Wahltermin geboten.

Du verlangst Langfristigkeit, siehst aber nicht, dass sich eine stete (natürlich nicht einschlagende) Besserung seit der letzten Regierung schon am Arbeitsplatz getan hat. Deutschland liegt erstmals dauerhaft unter der 10-Prozent-Marke. Und Kleinvieh macht auch Mist. Nun hat man - möglicherweise etwas spät und so kurz vor den Wahlen auf jeden Fall unglücklich - erkannt, dass das nicht ausreicht, dass Reformen hier viel einschneidender erfolgen müssen. Das ist doch ein positiver Ansatz und zumindest und auf jeden Fall mutig.

Dir auch viele Grüße
Jana

Das ist mir zu pauschal. Und wirkliche Vorschläge kamen von
Dir leider auch nicht. Hm…

Hallo Jana,

stimmt, da bin ich nicht konkret geworden. Da reicht auch hier der Platz nicht. In für so ein Forum geeigneter Kurzform liegt das Konzept nicht vor, das ich als Modellversuch im Landkreis Ludwigslust auf den Weg zu bringen versuche. Dafür brauche ich viele Mitstreiter, die am gleichen Strang in der gleichen Richtung ziehen.

Die Grundidee hatte ich aber angerissen: Wir brauchen mehr Selbständige mit neuen Produkten oder Produkten, die insbesondere außerhalb der struktur- und kaufkraftschwachen Region absetzbar sind. Dafür kann man bereits existierende Instrumentarien nutzen, etwa das Überbrückungsgeld des Arbeitsamtes. Man braucht genügend Produktideen, kaufmännisches Wissen und die klassischen Produktionsfaktoren Arbeit, Kapital und Boden (Räumlichkeiten). Ideen sind vorhanden, Arbeitskraft ist vorhanden, Kapital ist knapp, Räumlichkeiten gibts genug, für kaufmännisches Wissen muß gesorgt werden. Das ist die Ausgangslage und daraus läßt sich etwas machen.

Gruß
Wolfgang

‚daran werde ich mich messen lassen‘
Guten Morgen,

die ganze Diskussion um Hartz und sein klebriges Manifest interessiert mich solange nicht, bis da irgendetwas länger als 2 Tage Bestand hat. Aber den Teil möchte ich nicht unkommentiert stehen lassen:

Du verlangst Langfristigkeit, siehst aber nicht, dass sich
eine stete (natürlich nicht einschlagende) Besserung seit der
letzten Regierung schon am Arbeitsplatz getan hat. Deutschland
liegt erstmals dauerhaft unter der 10-Prozent-Marke.

Zitat:
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Juli wieder die 4-Millionen-Grenze überschritten. Mit 4.046.900 Menschen waren im vergangenen Monat 92.600 mehr ohne Arbeit als im Juni. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Wert um 248.200 zu.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit vom Mittwoch in Nürnberg stieg die Arbeitslosenquote im Juli um 0,2 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent. Der Chef der Bundesanstalt, Florian Gerster, sprach von einer nach wie vor ungünstigen Tendenz auf dem Arbeitsmarkt.
http://www.rheinzeitung.de/on/02/08/07/

Von dauerhaft kann also nicht die Rede sein. Die brillanten Maßnahmen der bunten Regierung am Arbeitsmarkt waren in den letzten knapp 4 Jahren die folgenden:

  1. Änderung 630-Mark-Jobs
  2. Gesetz zur Scheinselbständigkeit
  3. „Umstrukturierung“ der Bundesanstalt für Arbeit nach gefälschten Vermittlungsstatistiken

Die Zahl der Arbeitsplätze, die dadurch verloren gingen, kenne ich natürlich nicht, gemunkelt wurde seinerzeit von um die 1 Million. So oder so kann ich keine arbeitsmarktpolitische Glanzleistung weder in dieser noch in anderer Hinsicht bei der bunten Bundesregierung erkennen.

Und wie sagte noch Herr Schröder so vorlaut: Ich will die Arbeitslosigkeit deutlich senken. Daran werde ich mich messen lassen."

Somit ist es Zeit, daß er gewogen und für zu leicht befunden wird.

Gruß
Christian

Hallo Wolfgang,

stimmt, da bin ich nicht konkret geworden. Da reicht auch hier
der Platz nicht. In für so ein Forum geeigneter Kurzform liegt
das Konzept nicht vor, das ich als Modellversuch im Landkreis
Ludwigslust auf den Weg zu bringen versuche. Dafür brauche ich
viele Mitstreiter, die am gleichen Strang in der gleichen
Richtung ziehen.

Hey, das finde ich wirklich super: Endlich (mal) jemand, der Politik selbst in die Hand nimmt und nicht nur „meckert“. Hut ab!

Die Grundidee hatte ich aber angerissen: Wir brauchen mehr
Selbständige mit neuen Produkten oder Produkten, die
insbesondere außerhalb der struktur- und kaufkraftschwachen
Region absetzbar sind. Dafür kann man bereits existierende
Instrumentarien nutzen, etwa das Überbrückungsgeld des
Arbeitsamtes. Man braucht genügend Produktideen,
kaufmännisches Wissen und die klassischen Produktionsfaktoren
Arbeit, Kapital und Boden (Räumlichkeiten). Ideen sind
vorhanden, Arbeitskraft ist vorhanden, Kapital ist knapp,
Räumlichkeiten gibts genug, für kaufmännisches Wissen muß
gesorgt werden. Das ist die Ausgangslage und daraus läßt sich
etwas machen.

Du schreibst: Kapital ist knapp. Da liegt für mich vorrangig der Hase im Pfeffer. Denn eine große Ursache für so enorm viel Firmenpleiten gerade im Kleinunternehmertum liegt doch daran, dass nicht genug Grundkapital vorhanden ist, zwei-drei unbezahlte Rechnungen schon den Konkurs bedeuten können. Und für diese Rückendeckung soll der Staat aufkommen???

Grüße von
Jana

Hallo Christian,

die ganze Diskussion um Hartz und sein klebriges Manifest
interessiert mich solange nicht, bis da irgendetwas länger als
2 Tage Bestand hat.

Bestand kann nur etwas haben, was definitiv ausgesprochen wird, und das war bisher nicht der Fall. Das habe ich ja auch moniert. Zuviel Spekulationen - in der Tat!

Aber den Teil möchte ich nicht
unkommentiert stehen lassen:

Du verlangst Langfristigkeit, siehst aber nicht, dass sich
eine stete (natürlich nicht einschlagende) Besserung seit der
letzten Regierung schon am Arbeitsplatz getan hat. Deutschland
liegt erstmals dauerhaft unter der 10-Prozent-Marke.

Zitat:
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat im Juli wieder
die 4-Millionen-Grenze überschritten. Mit 4.046.900 Menschen
waren im vergangenen Monat 92.600 mehr ohne Arbeit als im
Juni. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Wert um 248.200 zu.

Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit vom Mittwoch in
Nürnberg stieg die Arbeitslosenquote im Juli um 0,2
Prozentpunkte auf 9,7 Prozent. Der Chef der Bundesanstalt,
Florian Gerster, sprach von einer nach wie vor ungünstigen
Tendenz auf dem Arbeitsmarkt.
http://www.rheinzeitung.de/on/02/08/07/

Von dauerhaft kann also nicht die Rede sein.

Warum nicht? Dauerhaft - hier: seit vier Jahren. Was widersprach sich da mit der Aussage Gersters und meiner? Arbeitslosenquoten werden übrigens per anno in die Statistiken aufgenommen, zumindest, was den internationalen Vergleich angeht. Die Quote der letzten CDU-Regierung belief sich auf in etwa 11 Prozent.

Die brillanten
Maßnahmen der bunten Regierung am Arbeitsmarkt waren in den
letzten knapp 4 Jahren die folgenden:

„Brillant“ ist zynisch, und ich habe nie auch nur einen Hintergedanken in dieser Art gehabt. Ich halte die Arbeitsmarktpolitik der momentanen Regierung keineswegs für brillant, aber ich honoriere den Ansatz und den mutmaßlichen Willen, was ich vormals äußerst vermisst habe! Das ist ein Unterschied, der sich vor allem auch gegen die ständige Jammerei wenden will.

  1. Änderung 630-Mark-Jobs
  2. Gesetz zur Scheinselbständigkeit
  3. „Umstrukturierung“ der Bundesanstalt für Arbeit nach
    gefälschten Vermittlungsstatistiken

Die Zahl der Arbeitsplätze, die dadurch verloren gingen, kenne
ich natürlich nicht, gemunkelt wurde seinerzeit von um die 1
Million.

Wobei konkret verloren? Und diese imaginäre 1-Million-Munkelei hätte sich doch dann auch kräftig auf sämtliche Statistiken niederschlagen müssen. Wo sind diese Menschen dann geblieben???

So oder so kann ich keine arbeitsmarktpolitische
Glanzleistung weder in dieser noch in anderer Hinsicht bei der
bunten Bundesregierung erkennen.

Nochmal: Wer sprach von Glanzleistung?? Ich jedenfalls nicht!

Und wie sagte noch Herr Schröder so vorlaut: Ich will die
Arbeitslosigkeit deutlich senken. Daran werde ich mich messen
lassen."

Er hat die Arbeitslosigkeit gesenkt. Nun suche ich noch verzweifelt nach einem Maßstab für „deutlich“, und werde ihn nicht finden; denn das ist pure Politik für Kleingeister, wie sie im überparteilichen Rhetorikbüchlein steht. Leider.

Somit ist es Zeit, daß er gewogen und für zu leicht befunden
wird.

Das steht ja jedem anheim. Da gibt es wohl auch keine „Eine Wahrheit“.

Viele Grüße
Jana

Du schreibst: Kapital ist knapp. Da liegt für mich vorrangig
der Hase im Pfeffer. Denn eine große Ursache für so enorm viel
Firmenpleiten gerade im Kleinunternehmertum liegt doch daran,
dass nicht genug Grundkapital vorhanden ist, zwei-drei
unbezahlte Rechnungen schon den Konkurs bedeuten können. Und
für diese Rückendeckung soll der Staat aufkommen???

Hallo Jana,

hab’ ich je gefordert, daß der Staat für was auch immer aufkommen soll?

Zum Kapital: Knappes Kapital ist eine Bremse. Gefährlich aber ist zu wenig Eigenkapital. Damit sind ausschließlich kreditfinanzierte Aktionen gemeint. Wenn man diese Gefahr vermeiden will, darf der Selbständige nur solche Aufträge und Projekte anfassen, die sein Eigenkapital nicht oder nicht nennenswert überschreiten. Das zu überschauen und Brötchen in der angepaßten Größe zu backen, setzt kaufmännische Kenntnisse voraus. Der Gründer muß unbedingt kapiert haben, daß die Bildung von Eigenkapital zu seinen ersten Zielen zu zählen hat. Geschäftsvolumen, Eigenkapital- und Liquiditätsentwicklung müssen parallel verlaufen. Ein Geschäft schnell aufzublasen, ist kein Kunststück. Das fällt aber ohne ausreichend Eigenkapital und Liquidität bei erster Gelegenheit in sich zusammen.

Das mit eigenem Geld finanzierte Geschäft beeinhaltet das Risiko des Verlustes des eigenen Geldes. Das muß noch kein Insolvenzgrund sein und der Staat kommt in der Überlegung überhaupt nicht vor. Dennoch kommt das Modell ohne staatliche Hilfe nicht aus. Diese Mittel und Unterstützungen versuche ich durch Überzeugung einzuwerben. Viel mehr kann ich nicht tun.

Anlaß ist, daß ich mich gerade in MecPomm ansiedle. Zunächst schlug mir entgegen: Schon wieder ein Wessi, der hier billig eine Immobilie schießt, um sie vergammeln und sich selbst nie wieder blicken zu lassen. So passierte es nämlich in der Gegend mit richtigen Sahnestücken. Den „Investoren“ fiel immer nur Hotel oder Altenresidenz als Nutzung ein. Das sind in der Gegend Schnapsideen, von vornherein zum Scheitern verurteilt. In meinem neuen Heimatort stehen gleich vier solcher Prachtstücke (traumhaft schöne Ruinen). Seit Jahren war ich auf der Suche und etliche Objekte hätte ich für 'ne Mark haben können. Nur ohne gescheites Nutzungskonzept ist das ein sicherer Weg in den Ruin, wenn man plötzlich gewaltige Gebäudeflächen an der Backe hat, gegen die der Hamburger Hauptbahnhof 'ne Hundehütte ist. Ich hab mich halt in ein paar dieser alten Dinger verguckt und viele Konzepte gewälzt, was man damit anstellen könnte. Eines dieser Konzepte ist endlich etwas, für das sich auch Behördenleute und Kommunalpolitiker erwärmen können. Dann lassen wir’s doch einfach mal laufen…

Im Grundsatz hatte ich nichts anderes im Sinn als Fördervereine, die sich für manches Anwesen gründeten. Die Verknüpfung von Nutzungskonzepten mit ein paar Überlegungen zum regionalen Arbeitsmarkt (oder mit der Katastrophe, die diesen Namen trägt) könnte es jetzt bringen.

Gruß
Wolfgang

Hallöchen,

Warum nicht? Dauerhaft - hier: seit vier Jahren. Was
widersprach sich da mit der Aussage Gersters und meiner?
Arbeitslosenquoten werden übrigens per anno in die Statistiken
aufgenommen, zumindest, was den internationalen Vergleich
angeht. Die Quote der letzten CDU-Regierung belief sich auf in
etwa 11 Prozent.

nun, die Berechnung der Statistiken wurde in 2000 geändert. Der Effekt daraus belief sich auf knapp 500.000 Arbeitslose bzw. Erwerbstätige. Ich kann das jetzt nicht per Link belegen, es ist aber Tatsache. Ich habe damals das Sammeln der Schröder-Uhr aufgegeben, weil sie sich durch diese Maßnahme erledigt hatte.

Darüber hinaus hat die Alterspyramide dafür gesorgt, daß im Laufe der Legislaturperiode netto rund 800.000 Arbeitskräfte aus dem Berufsleben ausgeschieden sind. (Übrigens wie auch die niedrigen Zinsen und die Umschichtung in kurzfristige Verschuldung Eichel überhaupt in die Lage versetz(t)en, einen einigermaßen akzeptablen Haushalt hinzulegen.)

  1. Änderung 630-Mark-Jobs
  2. Gesetz zur Scheinselbständigkeit
  3. „Umstrukturierung“ der Bundesanstalt für Arbeit nach
    gefälschten Vermittlungsstatistiken

Die Zahl der Arbeitsplätze, die dadurch verloren gingen, kenne
ich natürlich nicht, gemunkelt wurde seinerzeit von um die 1
Million.

Wobei konkret verloren?

Durch 1. und 2. Ich würde schon für 630 DM nicht arbeiten gehen, aber erst recht nich tfür DM 630 nach Sozialabgaben. Übrigens eine aus mehreren Gründen katastrophale Idee. Diese Menschen erwerben nämlich auch Ansprüche durch die Beiträge.

Und diese imaginäre 1-Million-Munkelei
hätte sich doch dann auch kräftig auf sämtliche Statistiken
niederschlagen müssen. Wo sind diese Menschen dann
geblieben???

Siehe oben. Natürlicher Ausgleich durch Abgang in die Rente und Bastelei an den Statistiken. Hinzu kommt, daß sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten etliche Arbeitnehmer aus der Statistik zurückziehen, weil sie eh keine Chance sehen, vermittelt zu werden. Da dies meist Frauen und Geringverdiener betrifft, sind auch über diesen Weg etliche Opfer der Punkte 1+2 nicht als Arbeitslose erfaßt worden. Läßt sich wohl an den Arbeitsmarktzahlen gut ablesen (Rückgang Arbeitslose ohne Anstieg Erwerbstätige bzw. Rückgang der Erwerbspersonen ohne Anstieg der AL).

Nochmal: Wer sprach von Glanzleistung?? Ich jedenfalls nicht!

Stimmt, ich habe aus den Zeilen allerdings herausgelesen, daß Du die Entwicklung am Arbeitsmarkt in den letzten Jahren positiv siehst.

Er hat die Arbeitslosigkeit gesenkt. Nun suche ich noch
verzweifelt nach einem Maßstab für „deutlich“, und werde ihn
nicht finden; denn das ist pure Politik für Kleingeister, wie
sie im überparteilichen Rhetorikbüchlein steht. Leider.

Letzteres stimmt wohl. Ersteres stimmt so gerade eben:
Arbeitslose Sept. 1998: 3,965 Mio.
Arbeitslose Juni 2002: 3,954 Mio.

Für die 11.000 hätten wir uns den Regierungswechsel wohl sparen können.

Gruß
Christian

Nun suche ich noch verzweifelt nach einem Maßstab für :„deutlich“, und werde ihn nicht finden…

Hallo Jana,

warum suchst Du verzweifelt? Hiltrud hat sich von Gerhard getrennt, dann wirst Du das doch auch schaffen :smile:

Konnte ich mir nicht verkreifen.

Gruß
Wolfgang

Nachtrag

Letzteres stimmt wohl. Ersteres stimmt so gerade eben:
Arbeitslose Sept. 1998: 3,965 Mio.
Arbeitslose Juni 2002: 3,954 Mio.

Und Juli 2002: rd. 4,05 Mio.

Damit hat sich das mit dem Senken voll vollends erledigt.

??

Nun suche ich noch verzweifelt nach einem Maßstab für :„deutlich“, und werde ihn nicht finden…

Hallo Jana,

warum suchst Du verzweifelt? Hiltrud hat sich von Gerhard
getrennt, dann wirst Du das doch auch schaffen :smile:

Konnte ich mir nicht verkreifen.

Öhm. Ja, schön, aber was meinst du damit? Und was hat Hiltrud damit zu tun? sucht die auch verzweifelt - den Ausweg weg von Schröder? nen neuen Mann? nen alten? einen Vegetarier? und was hat Janas Suche nach der Definition von „deutlich“ damit zu tun?
merkwürdiges Statement, finde ich.

zum Thema: btw kann man an dem Wort „deutlich“ deuteln wie man will, auf eine „deutliche“ Reduktion der Arbeitslosen kommt man (siehe Chris Zahlen) beim besten Willen nicht! Dass diese Regierung irgendetwas substantielles gegen die Arbeitslosigkeit unternommen haben soll, ist mir auch entgangen. M.e. nach hat sich Schröder darauf verlassen, dass die Konjunktur schon brummen und ihn in die nächste Regierungsperiode tragen würde…nix tun und zugucken hatten wir habe 16 Jahre lang vor Schröder schon. Hat da auch schon nicht funktioniert. Und die „Ideen“ des alten Schwaben in Jena zu diesem Thema finde ich auch nicht gerade erfolgversprechend:-/.

Grüße,

barbara

Wolfgang

80 Mio ?
Guten Abend,

passend dazu folgender artikel:

http://de.news.yahoo.com/020731/291/2vvgz.html

Die junge Generation in Deutschland ist ohne Hoffnung. Zu diesem Schluss kommt eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gewis im Auftrag von „TV Hören und Sehen“. 72 Prozent der jungen Erwachsenen in Deutschland haben demnach den Glauben an eine positive Zukunft verloren. Befragt wurden 1.059 Frauen und Männern zwischen 20 und 25 Jahren.

Mehr demnächst. Ich muß mich noch etwas besser informieren. Allerdings kann ich nach bisheriger Recherche vermuten, daß ich 80 Mio bieten kann, welche keine gültige Verfassung haben, ebenso kein gültiges Grundgesetz, da sich ein Club Machterfahrener aufgrund von Gewohnheitsrecht, uns unter der Vorgabe ein Staat zu sein, ausplündert.

Frank

Hi Chris,

wie steht es aber mit den Auslandsinvestitionen in Deutschland?

Wie haben diese sich in den letzten 4 Jahren geändert?

Gruß
Marco

Direktinvesitionen
Hallöchen,

wie steht es aber mit den Auslandsinvestitionen in
Deutschland?

die Direktinvestitionen in Deutschland haben sich wie folgt entwickelt:
1997: 21,2 Mrd. (alles netto und in DM )
1998: 43,3 Mrd
1999: 51,4 Mrd.
2000: 211,8 Mrd. (darin: 310,6 Mrd. Neuanlage in Beteiligungen, darunter v.a. die Übernahme von Mannesmann durch Vodafone (waren so um die 250 Mrd))
2001: 35,6 Mrd.
2002: 12,8 Mrd (1. Quartal)

Ich denke, die Aussagekraft ist gering, weil in den Jahren 1999-2001 die großen Übernahmen - insbesondere im Telekommunikationssektor - das Bild der Statistik geprägt haben dürften.

Gruß
Christian

noch ein Nachtrag
http://www.rheinische-post.rp-online.de/zeitung-2002…

sein (GS) eigener Maßstab
Hallo Jana,

Und wie sagte noch Herr Schröder so vorlaut: Ich will die
Arbeitslosigkeit deutlich senken. Daran werde ich mich messen
lassen."

Er hat die Arbeitslosigkeit gesenkt. Nun suche ich noch
verzweifelt nach einem Maßstab für „deutlich“, und werde ihn
nicht finden; denn das ist pure Politik für Kleingeister, wie
sie im überparteilichen Rhetorikbüchlein steht. Leider.

Schröder sprach nach der Wahl von der Zielmarke ‚3,5 Mio Arbeitslosen‘:
http://www.taz.de/pt/2002/08/08/a0045.nf/text

Somit ist es Zeit, daß er gewogen und für zu leicht befunden
wird.

Das steht ja jedem anheim. Da gibt es wohl auch keine „Eine
Wahrheit“.

Tschuess Marco.

Hallo,

jedes Wort zu Hartz ist eines zu viel, es handelt sich hier um längst überholte, dreimal weichgewaschene Thesen, die so nicht durchgesetzt werden, da das Wahlergebnis bekannt und Stoibers Ziele definiert sind (wenn auch nicht so klar, wie man sich das wünschen möchte).

Grüße,

Mathias

Guten Morgen!?

Ich! biete 10 Mio. Arbeitslose.
(Antwort auf Betreff bezogen)

Die einzige Lösung: nicht bekannte (kleine) Parteien wählen!?
Durch Verblödung der Gesellschaft und die gesetzliche Zwänge wird das Volk an der kurzen Leine gehalten.
Vor vielen Jahren sagte man: Leibeigene
Ich denke nicht, das ich die Revolution noch erleben werde.
Wahrscheinlicher ist es, daß es wieder zu einen Krieg kommt.
(Siehe die letzten beiden Weltkriege)
Ein Krieg ist für die Machthaber immer sehr lohnend.

  1. Es wird ein schuldiger für alles gefunden.
  2. Die Rüstungsfirmen + Banken können ihre Gewinne drastisch vermehren.

Gruß
Ralf