Hi.
Neulich hörte ich jemanden sagen:
„Ich habe den 1. Preis gemacht.“
Ist das sprachlich richtig?
Ich meine, man kann „einen 1. Platz machen“,
und man kann „einen 1. Preis gewinnen“,
aber ist die Kombination „Preis“+ „machen“ korrekt?
(Wobei „einen 1. Platz machen“ genau genommen auch komisch ist. Müsste es nicht „einen 1. Platz erreichen“ heißen?)
☼ Markuss ☼
Hallo,
Neulich hörte ich jemanden sagen:
„Ich habe den 1. Preis gemacht.“
Ist das sprachlich richtig?
Kommt darauf an, was es heißen soll
Vielleicht hat der Sprecher ja den Sachpreis hergestellt, den es als 1. Preis gab 
Ich meine, man kann „einen 1. Platz machen“,
und man kann „einen 1. Preis gewinnen“,
aber ist die Kombination „Preis“+ „machen“
korrekt?
Wahrscheinlicher ist aber wohl, daß eben diese beiden Sätze vermischt worden sind.
(Wobei „einen 1. Platz machen“ genau genommen auch
komisch ist. Müsste es nicht „einen 1. Platz erreichen“
heißen?)
Nu ja, das würde ich aber durchaus durchgehen lassen.
Gruß Kubi
den 1. Platz machen?
Ich meine, man kann „einen 1. Platz machen“,
und man kann „einen 1. Preis gewinnen“,
aber ist die Kombination „Preis“+ „machen“
korrekt?
☼ Markuss ☼
„einen 1. Platz machen“ hab ich noch nie gehört.
„Platz machen“ heißt, einen Platz zu räumen.
„Ich habe einer alten Frau Platz gemacht“.
Lieber Markuss,
„Ich habe den 1. Preis gemacht.“
Der Hesse nutzt gern das Wörtchen „machen“. Es ist vielseitig einsetzbar, signalisiert eine Tätigkeit, ohne sie durch spitzfindige Prüfung möglicher genauerer Beschreibung belasten zu müssen und hat den Vorteil, dass es jeder irgendwie versteht. Also der Hesse (genauer: der Frankfurter) sagt gern mit von Stolz geschwellter Brust: Isch hab’ de erste Platz gemescht", denn etwas „gemacht“, also erledigt, und dazu noch gut gemacht zu haben, erfüllt den Hessen immer mit Stolz. So sagt er auch: Isch hab’ die hundert Meter in soundsoviel Sekunden gemescht". Oder: Wir sin’ von Sachsenhausen bis Rimini in 9 Stunden runtergemescht".
So, jetzt hab’ ich mir escht die Mühe gemescht, dass Ihr das verstehn tut… (auch wenn’s jetzt ja eigentlich unter die Mundarten fällt…)
Grüße aus grauen Himmeln über Frankfurt,
von
Anja