Hallo Selina,
blöde Situation, das. Scheffe fühlt sich wie der fette Gönner (und das isser ja eigentlich auch) und Ihr alle steht mit mehr oder weniger betretenen Mienen rum und wisst nicht, wie Ihr aus der Sache heil rauskommen sollt ohne den Kerl vor den Kopf zu stossen 
Nun ist’s ja bei „normalen“ (sprich eintägigen) Betriebsausflügen durchaus so, dass die Leute, die nicht mitkommen an dem Tag eben normal arbeiten bzw. Urlaub nehmen. Da herrscht aber bei Euch ne andere Situation, da es sich zum einen um eine ganze Woche handelt und Ihr zum anderen ohne Scheffe nicht arbeiten könnt.
Und da gleich meine erste Frage: wäre es denn möglich, dass Ihr Nicht-Mitfahrer in dieser Zeit wirklich arbeitet? Vielleicht sowas wie „Inventur“ oder so? Keine Ahnung, ob das realistisch ist
Oder könntet Ihr Überzeit abbauen, so dass Ihr nicht Urlaub „opfern“ müsst?
Ansonsten würde ich sagen, dass Euch nix anderes bleibt, als das als „Betriebsferien“ zu betrachten und eventuell auch in dieser Zeit Urlaub zu nehmen. Sehr vieles wird wohl auch im Ermessen von Eurem Scheffe liegen… Wie ist das denn im Normalfall geregelt? Also, wenn Scheffe normal im Urlaub ist? Müsst Ihr dann auch frei machen?
Können die Angestellten dazu verpflichtet werden?
Zumindest nach Gesetz nicht
Wie es sich moralisch verhält ist eine gaaanz andere Sache…
Wie sieht das aus mit den „Arbeitszeiten“ (es wäre so, dass
wirklich JEDE freie Minute mit dem Team u. Chef verbracht
werden müsste. Zu Hause haben wir auch irgendwann
„Feierabend“)?!
Naja, so gesehen arbeitet Ihr ja dort auch nicht
Aber ich verstehe es schon - im Alltag siehst Du die ungeliebten Nasen wenigstens am Abend nimmer *fg*
Übereinstimmung, so dass man sagen könnte, dass dieser
„Urlaub“ ganz gestrichen werden soll.
Hmm, die Entscheidung ob mitfahren oder nicht ist wohl Geschmackssache von jedem einzelnen. „Einer für alle - alle für einen“ ist hier eher ein Fall für die drei Musketiere als für Euch
Sprich, es ist doch nicht schlimm, wenn ein paar Leute mitkommen und ein paar andere lieber daheim bleiben wollen.
Ich glaube, ich in Deiner Situation täte mir einen unaufschiebbaren Termin in just diese Woche legen, der mir eine Teilnahme absolut unmöglich macht (*schluuuchz-schaaade*) und dann fragen, ob ich vielleicht 2-3 Tage arbeiten kann (irgendwas wird ja liegen geblieben sein *fg*) und die restlichen 3-2 Tage dann meine Überstunden abbummeln
Wie ehrlich man ist, hängt wohl auch von der Situation ab, denn schon die „persönlichen Gründe“ können gegen Dich verwendet werden…
Was ich auf keinen Fall täte wäre mitfahren ohne dass ich es eigentlich will. Genauso würde ich auf keinen Fall meine Kollegen in die eine oder andere Richtung beeinflussen - die sollen selber entscheiden und mir dann nicht hinterher die Schuld in die Schuhe schieben.
*wink*
Petzi
PS: Anekdote am Rande
Petzi-Scheffe: „Leute, wir machen unseren Betriebsauflug nach Paris. Eine Woche! Oder wollt Ihr lieber nach London? Rom? New York? Termin steht noch nicht fest“
Sekretärin 1: Oh jajajaja *hopst auf Scheffes Schoss*
Sekretärin 2: Zu dumm, aber egal an welchem Termin, da hat doch meine Omma ihren 80ten. *strahlt wie ein Honigkuchenpferd*
Petzi: guckt in die Luft und denkt an das morgen zu überreichende Kündigungsschreiben
Werksstudent: Mist, da hab ich bestimmt Prüfungen. *wird rot beim Lügen*
seriöser Kollege: Ich betrachte es meine Pflicht, Ihnen, der Firma, Gott und dem Vaterland gegenüber, mitzukommen. *salutiert zackig*
anderer Kollege: Das ist zu teuer als Geschenk, das kann ich nicht annehmen. *ist als einziger glaubhaft*
Vize-Scheffe: Keine Sorge, ich komme nicht mit. Termine, Sie wissen schon. *kann sich ein Grinsen nicht verkneifen*
Putzfrau: ich nichtswürdiger Wurm würde mich schämen mitzukommen *guckt noch verlegener als sonst schon*
Isch schwööööörs, es war genau so. Wohin die Bande dann gefahren ist weiss ich nicht, ich hab ja wie erwähnt (ganz unabhängig davon, übrigens) am nächsten Tag gekündigt *fg*