Hallo Walter,
vielen Dank für Deine Nachricht und Dein Angebot. Um die für Dich erforderlichen Daten zu ermitteln, habe ich mich erneut an die Hausverwaltung gewandt.
Die Hausverwaltung hält einen Energieberater für unnötig, da in ihren Augen die Geschossdeckenabdämmung in jedem Fall zu einer Energieeinsparung führt, die sich in den nächsten 10 Jahren amortisiert.
Genauere Daten zur Geschossdecke konnte ich nicht in Erfahrung bringen.
Inzwischen kommt sowieso noch neues Licht in die ganze Angelegenheit, denn es hat sich herausgestellt, dass das Dach bereits knapp 50 Jahre alt ist.
Dieses Ziegel-Schrägdach muss nach Meinung des Hausverwalters in den nächsten 5 Jahren sowieso komplett erneuert werden. Und daher bin ich der Meinung, dass die ganze Geschossdeckenabdämmung unwirtschaftlich ist.
Denn in 2. a) der Begründung der EnEV 2009, heisst es:
„Die Mehrkosten amortisieren sich je nach der einzelnen Anforderung generell innerhalb angemessener Fristen und deutlich vor Ablauf der
technischen Lebensdauer betroffener Bauprodukte.“
Noch genauer ist dies im Energieeinspargesetz geregelt, welches der EnEV zugrunde liegt. Dort heißt es in §5:
„Anforderungen gelten als wirtschaftlich vertretbar, wenn generell die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer durch
die eintretenden Einsparungen erwirtschaftet werden können. Bei bestehenden Gebäuden ist die noch zu erwartende Nutzungsdauer zu berücksichtigen.“
Das Dach hat noch eine Lebensdauer von 5 Jahren -
die Geschossdeckenabdämmung amortisiert sich frühestens nach 10 Jahren. Ein neues Dach beinhaltet bereits die Dämmung.
In meinem Sachverhalt soll die oberste Geschossdecke noch in 2011 abgedämmt werden.
Bisher ist weder das Dach noch die oberste Geschossdecke abgedämmt worden.
Ist damit die oberste Geschossdeckenabdämmung unwirtschaftlich?
Wie ist in dem geschilderten Sachverhalt die Rechtslage?
Danke - ubis