Hallo!
Ich habe in der Berufsschule auch etliche Getriebeübersetzungen ausrechnen müssen: Das ging los vom Kolbendurchmesser, Kurbelwellendurchmesser, Arbeitsdruck des Motors, Luftwiederstandsbeiwert, Querschnittsfläche des Fahrzeuges, Rollwiederstand, Getriebewirkungsgrad, Reifengrösse usw.
Das Ziel war oft, die Übersetzung eines Ganges auszurechnen, damit das Fahrzeug
bei der Drehzahl mit der max. Motorleistung gerade die Höchstgeschwindigkeit erreicht.
Das muss nicht zwingend der höchste Gang sein.
Du darfst nicht erwarten, dass Du durch eine andere Zahnradpaarung im 6. Gang 190km/h fahren kannst, mit 3000 Umdrehungen/min des Motors.
Aber wenn ich mir Deine Zahlen so ansehe, ist das tatsächlich bischen merkwürdig.
Du schreibst 140 PS, das dürfte bei dem Auto ungefähr für eine Höchstgeschwindigkeit von 210 reichen. Ein Benzinmotor hat seine Höchstleistung üblicherweise bei 6000 U.
Wenn ich das Getriebe konstruieren müsste, würde ich das so
auslegen, dass der 5 Gang bei 3000 U. 105 km/h erreicht, und damit bei 6000 die Höchstgeschwindigkeit von 210.
Und den 6. dann noch tiefer übersetzen, so dass man mit ca. 4000 U. auf der Autobahn so 145 fahren kann, auch wenn man damit im 6. die Höchstgeschwindigkeit nicht erreicht.
Weiss auch nicht, was sich die Konstrukteure dabei gedacht haben, mit der Abstimmung macht ein 6-Gang-Getriebe wirklich keinen Sinn. Da würde ein 5er völlig reichen.
Ich weiss weiterhin, dass man bei bestimmten VW-Modellen die Zahnradpaarung vom höchsten Gang, beim 5-Gang-Getriebe relativ einfach, ohne das Getriebe auszubauen, austauschen konnte.
Da wurden schon viele Zahnradpaarungen von den TDI in die Benziner-Modelle eingebaut, um solche Probleme wie bei Dir zu beheben.
Aber das geht ausschliesslich bei den älteren VW-Modellen, weil die so ein Baukastensystem haben, und man da leicht rankommt.
Bei Renault ist das so einfach vermutlich nicht möglich.
Grüße, Steffen!