1000€ netto, Sozialleistungen?

Hallo,

stehen jemandem der 40 Std./Woche arbeitet und dafür ca. 1000€ netto verdient eigentlich Sozialleistungen zu?

Mit 1000€ ist man ja über dieser Grenze für Hartz 4 (glaub ich), aber dafür, dass man jede Woche voll arbeiten geht, sollte man doch einen höheren Grundbedarf angerechnet bekommen, oder nicht?!

Ich meine bei 1000 netto geht ja schon ca. die Hälfte für Warmmiete + NK drauf. Aber wenn ich schon arbeiten gehe, möchte ich mir selbst auch noch was leisten können.

Wer kennt sich da genauer aus?

LG
Kitty

Hallo,

gleich vorweg ich bin kein Experte auf dem Gebiet aber soweit ich weiß haben Personen mit niedrigem Einkommen, die aber auf der anderen Seite zu viel Verdienen um Zuschüsse der Arge zu bekommen die Möglichkeit Wohngeld bei der Wohngldstelle zu beantragen.

Wird es genemigt bekommt man je nach Verdienst einen Zuschuss zu den Mietkosten.

Hallo,

stehen jemandem der 40 Std./Woche arbeitet und dafür ca. 1000€
netto verdient eigentlich Sozialleistungen zu?

Ich denke nicht

Mit 1000€ ist man ja über dieser Grenze für Hartz 4 (glaub
ich), aber dafür, dass man jede Woche voll arbeiten geht,
sollte man doch einen höheren Grundbedarf angerechnet
bekommen, oder nicht?!

Das habe ich nicht verstanden

Ich meine bei 1000 netto geht ja schon ca. die Hälfte für
Warmmiete + NK drauf. Aber wenn ich schon arbeiten gehe,
möchte ich mir selbst auch noch was leisten können.

Auch das habe ich nicht verstanden, leisten können will sich doch jeder was, das fängt beim Sozialhilfeempfänger an und hört bei Ackermann auf, aus der Sicht des Einzelnen kommt man doch eh immer zu kurz.

Wer kennt sich da genauer aus?

Ich nehme an, was Du meinst, ist das „Abstandsgebot“. War kürzlich Thema bei Maischberger, waren interessante Leute da.
Frag doch einfach mal bei den Abgeordnenten, die sich in deinem Bezirk gerade zur Wahl stellen, nach. Am besten, wenn Sie öffentlich auftreten, falls Du Dich das traust. Oder an samstags an den Infoständen, wär zumindest ein Anfang!

Und sag nicht „das können doch andere machen“, trau Dich, Demokratie braucht manchmal auch Mut!!

Bommel

da geht doch noch was

stehen jemandem der 40 Std./Woche arbeitet und dafür ca. 1000€
netto verdient eigentlich Sozialleistungen zu?

Warum denn nicht? Natürlich kann das keiner genau sagen, denn dazu wäre natürlich die persl. Situation maßgebend. Wieviele Personen im Haushalt einer zu berücksichtigenden Bedarfsgemeinschaft, davon Kinder, Mehrbedarfsvoraussetzung, Behinderungen usw.

Mit 1000€ ist man ja über dieser Grenze für Hartz 4 (glaub
ich),

Da glaubst du richtig. Soweit es sich um beispielsweise eine Einzelperson handelt.

aber dafür, dass man jede Woche voll arbeiten geht,
sollte man doch einen höheren Grundbedarf angerechnet
bekommen, oder nicht?!

Das ist auch so, da die Kosten der Fahrten (Arbeitsplatz) hinzugerechnet werden, wenn jemand im Sozialleistungsbezug steht.

Ich meine bei 1000 netto geht ja schon ca. die Hälfte für
Warmmiete + NK drauf.

Leider. Natürlich ist das auch abhängig von der Wohnlage usw.

Aber wenn ich schon arbeiten gehe,
möchte ich mir selbst auch noch was leisten können.

Nein, das war früher einmal. Willkommen im Zeitalter der Globalisierung und im 21. Jahrhundert. Die Firmen stehen im internationalen Wettbewerb. Die deutschen Arbeiter konkurieren z.B. mit denen in Rumänien, wer für weniger Lohn bereit ist bessere Arbeit zu leisten. Oder die Firmen gliedern die Stammbelegschaft aus und die Arbeiter können über Leiharbeit an ihre Plätze zurückkehren. Natürlich für den halben Lohn versteht sich.
Das ist ein Prozess der dauert eben und da müssen die Leute durchhalten, bis auch hier nicht nur rumänische Löhne gezahlt werden, sondern auch rumänische Mieten.

Wer kennt sich da genauer aus?

Mit, sich was leisten können?
Nun z.B. Herr Ackermann, Frau Schefler, Familie Schickedanz, die Gebrüder Aldi oder Herr Schwarz.

Hallo

Das ist ein Prozess der dauert eben und da müssen die Leute
durchhalten, bis auch hier nicht nur rumänische Löhne gezahlt
werden, sondern auch rumänische Mieten.

Ui, das mit den rumänischen Mieten müsstest du aber mal der Angela erzählen. Aber im Prinzip hast du recht, das Mietniveau müsste sich theoretisch dem Lohnniveau anpassen wenn die Marktwirtschaft nach Erhardts Lehre funktionieren würde. Tut sie aber nicht da der Staat ja helfend eingreift damit die Immobilieninvestoren nicht verarmen.

Übrigens hört man ja immer wieder das die Deutschen im Verhältnis zum Lohn zuwenig für die Miete zahlen. Nach Ansicht der Immobilienlobby wären 50 % des Einkommens für Miete die richtige Grössenordnung. hust…

Gruss vonsales (bezahlt ungefähr 30 % Miete)

Hallo

… da der Staat ja helfend eingreift damit die Immobilieninvestoren nicht verarmen.

Genau, und zwar z. B. in Form von Wohngeld. Das bekommen ja letzten Endes diese hier genannten Investoren, der Mieter ist ja nur der Zwischenwirt.

Allerdings werden Mieten immer nur bis zu einer bestimmten Höhe subventioniert, d. h. der Rest von der Miete ist Privatvergnügen.

Aber versuchen (beantragen) kann man es ja mal.

Es könnte auch aufstockendes Alg II beantragt werden, da man ja die ersten 100,- gar nicht anrechnet, die nächsten 700,- (also von 101,- bis 800,- ) zu 80 % und dann die nächsten 400,- (von 801,- bis 1200,-) zu 90 % anrechnet.

Die Person hätte also ein anrechenbares Einkommen von ca. 740,- Euro. In Wirklichkeit ist es noch etwas komplizierter, weil Netto und Brutto irgendwie eine Rolle spielen, ich weiß aber nicht inwiefern. Die Berechnung also nur als groben Anhaltspunkt.

Am Anfang würde ihm vielleicht auch die komplette Miete als Unkosten angerechnet, allerdings würde er dazu aufgefordert, diese Kosten innerhalb eines halben Jahres zu senken, und danach wird nur noch irgendein Höchstbetrag als Miete angerechnet.

MfG Simsy Mone

  • abzüglich einer angemessenen Miete (im ersten halben Jahr eigentlich noch die tatsächliche Miete)

MfG