100er Rohr durch Altbaudecke ziehen

Hallo und guten tag, wir wollen bei uns im Haus renovieren und wollen einige Räume umgestalten. So soll aus einer ehemaligen Küche ein Badezimmer werden. Vorhandene zu- und abflüsse können nur teilweise genutzt werden. Nun muss ich ein 100er HT-Rohr durch die Decke bringen und mir graut vor der Vorstellung was mir da so alles entgegenkommt wenn ich das Loch bohre. Als Dämmmaterial wurde, soweit ich das einschäten kann, Sand verwendet. Bei solch großem Loch habe ich die Befürchtung, daß mir da ein halber „Sandkasten“ entgegenkommt. Gibt es irgendwelche möglichkeiten dieses Risiko zu minimieren?? Oder hat einer damit schon erfahrungen gemacht??

Vilen Dank schonmal im voraus.

hi
oha da kann ich leider nicht helfen,da ich sowas noch nicht hatte.ich würde aber einen fachmann zu rate ziehen da bist du auf der sicheren seite.
gruß
claudi

Hallo!

Dreck wird ihnen bei der Aktion wohl nicht erspart bleiben. Jedoch ist es unwahrscheinlich dass Ihnen die Decke auslaufen wird wie eine Sanduhr. Der Aufbau eines Bodens/einer Decke in einer klassischen Altbauwohnung vom 1890 bis etwa 1920 (nur damit kenne ich mich gut aus) gestaltet sich wie folgt: die Dielung ist auf eine Balkenlage genagelt, von unten sind die Balken ebenfalls zumeist locker verbrettert, darunter wurde eine Stroh/und oder Drahtmatte gespannt und befestigt, die dann verputzt wurde und an den Kanten zur Wand mit Stuck (Verzierung aus Gips (manchmal auch Holz) von innen gegen Bruch mit Leinenstreifen oder Draht gesichert.
Die Dämmung die sie ansprechen, die sich in der Zwischenlage befindet (nicht bis oben hin aufgefüllt) dient der Schallisolierung und besteht aus einer Art - Aschen-Schlamm, der sehr staubig ist (immer mit Staubmaske arbeiten!). Ansonsten ist die Konsistenz geröllig bis bröselig - es wird also nicht viel mehr Dreck aus der Decke kommen als es die Größe des Lochs es her gibt. Am saubersten werden Sie arbeiten, wenn sie mit einem Bohrer arbeiten, der auch für Steckdosen Löcher benutzt werden, wenn sie den in dieser Größe bekommen. Aber auch manuel wird ihr vorhaben gelingen :smile:

Gruß

Reinhold

Eigentlich kein Problem, wenn das ein erfahrener Handwerker (z. B. ein Installateur) macht.

Grüße Mathias

Hallo,

ich würde von oben die Decke öffnen und dann sehen Sie ja, ob dort Sand ist. Falls ja: würde ich Haftgrund über eine Fläche von ca. 15 x 15 cm gießen, damit sich der Sand in dem Bereich verhärtet. Alternative wäre sehr dünnflüssigen Gips um den Bereich einarbeiten.

Tschüss

Hallo Herr Bolmann,

vielleicht haben Sie sich aus Versehen an mich gewandt?, denn ich kann ich Ihnen bei diesem Thema überhaupt nicht helfen, leider.
Viel Glück bei der Lösung zu diesem Problem.

Viele Grüße
Gunhild Becker

Hallo,

ich habe davon leider keine Ahnung. Zufällig sind wir aber auch dabei einen Altbau zu sanieren. Wir haben in unserer Küche auch so einen Boden, mussten aber nur ein 50er-Rohr für den Ablauf und das Wasser durchbohren. Wir haben einfach ein Loch von oben durchgebohrt (damit uns der Sand nicht entgegen kommt :smile:), dann mit Montageschaum ausgeschäumt und wieder mit Ausgleichsschüttung aufgefüllt, das alte Loch wieder zugeschraubt und neue OSB-Platten kpl. über den alten Holzboden gelegt.

Viel Spaß noch beim renovieren :smile:Wir bauen auch gerade kpl. um.

VG hsnspsls

Hallo,
nur keine Hemmungen!
Wenn du nen Vorkriegs-Altbau hast, findest Du in der Zwischendeck i.d.R Schlacke oder „Lehmwickel“ als Schalldämmung. Ist der Bau jünger, wirst Du vermutlich unter dem Estrich auf eine massive Betondecke oder eine sog. Betonrippendecke stoßen.
Der Sand wäre m.E. in beiden Fällen maximal als Trennschicht zwischen Estrich und Rohdecke zu sehen.
Wenn da ein halbes Eimerchen Sand rausrieselt wäre es viel. In diesem Fall das Rohr beim Bohren schon bereithalten, gleich durchstecken und von unten verspachteln / einputzen oder mit Mineralwolle ausstopfen.

Hallo,

tut mir leid, da habe ich leider auch keine Erfahrung mit.
Drücke aber die Daumen, dass jemand weiter helfen kann.
Gutes Gelingen.
Lg Tweety

Hallo,
da wir hier eine Lehmdecke haben, kann ich Ihnen eider nicht weiterhelfen…:frowning:
Sorry
Claudia

Sorry keine Erfahrung!!
Gruß Lothar

Moin Moin,

leider habe ich hier keinen Tipp zur Verfügung. Aber die Frage bleibt offen, warum denn in einer Zwischendecke Sand eingebracht wird. Dies ist nicht üblich, da es weder Stabilität noch Dämmung bringt. Ich kenne das reiseln von Sand (Lehm/Putz) nur bei Zwischenbaudecken, die mit Reet und Putz auf der Sichtseite abgeschlossen wurden. Dabei ist der über die Jahre gelöste Putz das was wie Sand herausrieselt. Die Deckenkonstruktion ist dann zumeist eine Holz-Hohlkannerkonstruktion. Also die Befürschtung das sich ein Sandkasten entleert wenn ein 100-120 Loch gebohrt wird ist eher unbegründet. Schutz fällt ohnehin bei solchen Aktionen an.

Hallo,
damit habe ich keine Erfahrung.
Meine 1. Idee wäre, die Decke von oben zu öffnen, ein größeres Rohr o.ä. als „Sandstopp“ einzuführen, dann erst nach unten öffnen und in aller Ruhe 100er Rohr durchführen und SCHALLisolieren.
Viel Erfolg :smile:

Hallo Fritz, grüß Dich,

das ist wahrlich kein einfaches Vorhaben,
durch eine sandgefüllte Decke ein 100er Rohr durchzubohren.
Also ich würde dazu ein 120er Führrohr verwenden,
ein Ofenrohr, 30 cm lang, das kostet nicht viel.
Das kann man immer etwas nachschieben, so dass
nicht viel Sand nachrieselt.
Das Ofenrohrstück oben ansetzen und mit einem langen Bohrer innerhalb des Ofenrohrs ansetzen und ringsum Löcher bohren. Leicht schräg nach außen, damit das
Ofenrohr nachrutschen kann. Ich würde immer nur ca. 5 cm tief bohren und dann jeweils den Bauschutt innen herausnehmen. Dann die nächsten 5 cm usw.
Wenn Du das Ofenrohr durch die Decke gestossen hast,
dann exakt oben abschneiden und mit Silikon oder sowas verkleben. Dann lässt sich das Abwasserrohr leicht hindurch verlegen.
Ich hoffe, das war nicht zu kompliziert,
aber ich würde es so machen. Falls Du noch Fragen hast, dann melde Dich.
Schöne Grüße
schlau99