12/24 V Hausstrom

Hallo,

wir planen eine Haustromanlage mit 12 oder 24 V einzurichten. Versorgung durch Sonnenenergie.

  1. Was ist besser 12 oder 24 V
  2. Was ist bei den Leitungen zu beachten (Querschnitt?)
  3. Muss man dafuer andere Steckdosen oder Lampenfassungen verwenden?

Herzliche Gruesse
Christian

  1. Was ist besser 12 oder 24 V
  2. Was ist bei den Leitungen zu beachten
    (Querschnitt?)
  3. Muss man dafuer andere Steckdosen oder
    Lampenfassungen verwenden?

Hallo Christian!
1.: Das kommt darauf an!
Vorteil 24V: Dein Strom ist bei gleicher VErbraucherleistung nur halb so gross, also brauchst Du bloss dünnere Leitungen bzw. hast bei gleichen Leitungsdurchmessern weniger Spannungsabfall und damit Leistungsverluste!
Vorteil 12V: Du bekommst viele Verbraucher für 12V (Camping-Artikel, Halogenlampensysteme), für 24V nur das, was man so in Lkws einsetzt!
2. Genau!
3. Selbstverständlich! Oder was glaubst Du wie eine 12V-Lampe in eine 230V-Steckdose gesteckt hell leuchtet!
Sehr empfehlenswert in Deutschland ist sich englische Installationsartikel zu besorgen (ja, bekommt man!) und diese Dosen u.a. mit Niederspannung zu versorgen! Die englischen Teile sind sogal gepolt, so dass Du dann an jeder Steckdose am gleichen Pin + oder - liegen hast!

Gruss
Michael
… mit 12V-Hilfs-und-Notsystem im ganzen Haus…

Hallo Michael,

meine Frage mit dem Leitungsdurchmesser war wohl etwas ungenau gestellt:

WAS muss man beim Leitungsdurchmesser beachten.

Christian

Was zu beachten ist beim Querschnitt? Er muß gemäß einer in den VDE Vorschriften aufgeführten Tafel ausgesucht werden. Der Querschnitt wird also nicht das Problem sein - ist aber das Problem schlechthinn bezogen auf den Spannungsabfall. Der Spannungsabfall darf nicht größer wie 1,5% zu einer Lichtquelle sein. Außerdem kommt noch das EMV-Gesetz zum Tragen. Es wird kaum möglich sein dieses einzuhalten, es sei die Leitungslänge bleibt bei 2mtr. von der Quelle zum Verbraucher.

Friedrich

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Achtung

Was zu beachten ist beim Querschnitt? Er
muß gemäß einer in den VDE Vorschriften
aufgeführten Tafel ausgesucht werden.

Die normalen VDE Querschnitts-Tabellen sind für das 230 Volt Netz ausgelegt. Wenn du dort 5% Leitungsverlust, bei 16A, hast sind das 15V und das stört nicht gross, aber bei 12V Versorgungsspannung sind die „15V“ sehr tragisch !!!

Die Querschnitte in den VDE Vorschriften berücksichtigen eigentlich nur die maximale Verlustleistung in den Drähten, damit es in den Installations-Rohren nicht zu schmoren, rsp. brennen, anfängt.

Die VDE-Vorschriften beschänken sich bei Kleinspannung (alles was kleiner als 50V ist) eigentlich nur noch auf die Brandgefahr und sind somit hier nicht sehr hilfreich.

Am besten wird es sein wenn du dich mit einem guten KfZ-Elektriker zusammen tust, ein normaler Elektiker ist mit einer solchen Anlage meistens überfordert.
Am besten ist es sowiso wenn du Zigaretten-Anzünder-Steckdosen einbaust, denn die 12V Geräte haben dann gleich den richtigen Stecker. Sonst musst du alle Anschlusskabel selbst mit einem passenden Stecker versehen.

Der Querschnitt wird also nicht das Problem
sein - ist aber das Problem schlechthinn
bezogen auf den Spannungsabfall. Der
Spannungsabfall darf nicht größer wie
1,5% zu einer Lichtquelle sein. Außerdem
kommt noch das EMV-Gesetz zum Tragen. Es
wird kaum möglich sein dieses
einzuhalten, es sei die Leitungslänge
bleibt bei 2mtr. von der Quelle zum
Verbraucher.

MfG Peter(TOO)

Was zu beachten ist beim Querschnitt? Er
muß gemäß einer in den VDE Vorschriften
aufgeführten Tafel ausgesucht werden.

Die normalen VDE Querschnitts-Tabellen
sind für das 230 Volt Netz ausgelegt.
Wenn du dort 5% Leitungsverlust, bei 16A,
hast sind das 15V und das stört nicht
gross, aber bei 12V Versorgungsspannung
sind die „15V“ sehr tragisch !!!

Nein-, es handelt sich in der VDE 0100 Tafel 8 um mindest Leiterquerschnitte für Leitungen, und in der Tafel 9 um die zulässige Dauerbelastung isolierter Leitungen bei einer Umgebungstemperatur bis 25 Grd.C. Eine Spannungsangabe wird nicht gemacht. Weiter wird , und das sollte man eigentlich erkennen, zumal ich solche installation ablehne, der Querschnitt berechnet werden. Da es sich ja wohl um Gleichstrom handelt muß erst einmal der Spannungsabfall betrachtet werden. Dieser darf nicht größer wie 1,5% in Lichtstromkreise sein.
ua= Ua.100/UN

ua= Spannungsabfall in %
Ua= Spannungsabfall in Volt
UN= Nennspannung der Batterie

A= 2S(P*l)u/x.Uv.U

A in qmm der Querschnitt
l in m für die Leitungslänge
P in W für die Leistung
x Kappa in m/ohm*qmm also 56 für Kupfer
Uv in V als Spannungsabfall bezogen auf Außenleiterspannung
U in V als Außenleiterspannung

Und jetzt den errechneten Querschnitt aufrunden. In der Regel braucht dann die o.g. Tafel nicht mehr betrachtet werden, da der Querschnitt ohnehin höher liegt.

Die Querschnitte in den VDE Vorschriften
berücksichtigen eigentlich nur die
maximale Verlustleistung in den Drähten,
damit es in den Installations-Rohren
nicht zu schmoren, rsp. brennen, anfängt.

Die VDE-Vorschriften beschänken sich bei
Kleinspannung (alles was kleiner als 50V
ist)

50V ist aber noch keine Kleinspannung.
eigentlich nur noch auf die

Brandgefahr

Nein!!!
und sind somit hier nicht

sehr hilfreich.

16 A sind 16A ob Du 1kV oder 5V oder 20kV
verwendest. Sicherlich ist in allen Fällen die Kurzschlußfestigkeit mit zu berücksichtigen, dah. welcher Strom kann im Kurzschlußfall durch den Draht geschaltet werden. Bei einem 20kV Kabel dürfte der Querschnitt dann sicherlich bei 120qmm liegen. und bei 5V kann er sicherlich bei 0,6qmm liegen oder noch dünner.

Am besten wird es sein wenn du dich mit
einem guten KfZ-Elektriker zusammen tust,
ein normaler Elektiker ist mit einer
solchen Anlage meistens überfordert.
Am besten ist es sowiso wenn du

Zigaretten-Anzünder-Steckdosen einbaust,

Und mit solcher Steckdose kannst Du dann eine Zigarette anzünden, wenn Du Deine steckbare Last aus dieser Dose ziehst hast Du einen langen Lichtfunken, der erst nach 5cm abreist, Woher soll ein Autoelektriker diese Gefahr kennen, die Vorraussetzungen in einem Haus sind anders.

denn die 12V Geräte haben dann gleich den
richtigen Stecker. Sonst musst du alle
Anschlusskabel selbst mit einem passenden
Stecker versehen.

Der Querschnitt wird also nicht das Problem
sein - ist aber das Problem schlechthinn
bezogen auf den Spannungsabfall. Der
Spannungsabfall darf nicht größer wie
1,5% zu einer Lichtquelle sein. Außerdem
kommt noch das EMV-Gesetz zum Tragen. Es
wird kaum möglich sein dieses
einzuhalten, es sei die Leitungslänge
bleibt bei 2mtr. von der Quelle zum
Verbraucher.

MfG Peter(TOO)

Friedrich

Hallo,
handelt es sich hier um ein „Haus“ oder eine Gartenlaube ??

In einem „Haus“ wird man außer ein paar Energiesparleuchten keine „Verbraucher“ über größere Distanzen betreiben können. Es sei den man legt sein Geld in Kabel größeren Querschnitts an.
D.h. man sollte sich gut überlegen, welcher Verbraucher mit welcher Leistung, wo betrieben wird.
Für richtige „Häuser“ ist eine Inselanlage aber ziemlich sinnlos (in Deutschland), für eine Netzgekoppelte Photovoltaikanlage (220V Netz) gibt es reichlich Fördermittel und die Anlagen sind auch ökologisch sinnvoller.