125€ montalich anlegen. Tipp ?

Hallo,

Folgendes. Bei uns im Ort hat sich ein Verein für Alternative Energien gegründet. Um den Verein zu unterstützen konnte man Solarmodule kaufen. Das hab ich auch getan. Den erzeugten Strom verkaufe ich an die EnBw und erhalte dafür Monatlich ca. 125 €. So und diese 125€ möchte ich jetzt eben anlagen. Ich dachte da vieleicht an Lebensversicherung, Bausparvertrag etc.

Wozu würdet ihr mir raten wie ich ds Geld am sinnvolsten anlege.

Vielen Dank

Hallo Johannes,

es kommt unter anderem drauf an, wie lange Du das Ganze anlegen möchtest und natürlich auch auf Deine Risikobereitschaft. Weiterhin ist die Frage, was Du sonst so noch alles an Finanzanlagen am Laufen hast (wenn es die einzigste Anlage wäre, würde ich auf Nummer sicher gehen => keine Risikoreiche Anlage).

Kurzfristige Anlage (bis 2 J.): Tagesgeldkonto / Festgeld
mittelfristige Anlage (bis 5J): Rentenfonds oder Anleihen
langfristige Anlage (eindeutig >5 Jahre bzw. 12J bei LV): Aktienfonds oder Lebensversicherung (nein, keine deutsche Lebensversicherung, ich stehe hier eher auf Clerical Medical).
Bei der Lebensversicherung solltest Du schauen, ob Du die Sparquote langfristig aufrecht erhalten kannst.

Bausparverträgen stehe ich relativ skeptisch gegenüber, sie sind meiner Meinung nach nur dann eine Alternative, wenn Du über ein sehr geringes Einkommen verfügst (und das über die folgenden 7 Jahre) und sonst kein Vermögen hast, da Du dann von Vater Staat entsprechend unterstützt wirst und keine Zinssteuer zahlen mußt. Oder aber, wenn Du ein konkretes Bauvorhaben hast (aber selbst dann lohnt es, selbst nachzurechnen und nicht den Zahlen des Verkäufers zu glauben).

Grüsse

Sven

Hallo, hier mein Tip:
Fondspolice, bei der das Depot jederzeit festgeschrieben werden kann (wg.der Kapitalerhaltung bei einem Börsencrash), die in allen anlegen kann, was so gehandelt wird (z.B. auch Gold, Optionsscheine usw.),die feste Kosten ausgewiesen hat, wo man auch jederzeit an sein Geld kann, bis auf eine Mindestsumme, die keine feste Laufzeit hat (evtl.wg.der Steuer) wo man evtl. auch noch die Arbeitlosigkeit und Arbeitsunfähigkeit absichern kann (muss aber nicht sein).
Mfg.
M.Reitner

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Nachtrag
Hallo Johannes,

folgende kurze Anmerkung noch:

ich hoffe, Du hast Dich und Deine Familie bereits mit Berufsunfähigkeitsversicherung bzw. Risiko-Lebensversicherung und Privathaftpflichtversicherung abgesichert ?

Wenn ja, dann ran an die Kapitalbildung, wenn nein, dann hat die Absicherung erste Priorität.

Grüsse

Sven

Hallo Manfre,

Fondspolice, bei der das Depot jederzeit festgeschrieben
werden kann (wg.der Kapitalerhaltung bei einem Börsencrash),
die in allen anlegen kann, was so gehandelt wird (z.B. auch
Gold, Optionsscheine usw.),die feste Kosten ausgewiesen hat,
wo man auch jederzeit an sein Geld kann, bis auf eine
Mindestsumme, die keine feste Laufzeit hat (evtl.wg.der
Steuer) wo man evtl. auch noch die Arbeitlosigkeit und
Arbeitsunfähigkeit absichern kann (muss aber nicht sein).

Sorry, aber wie kann ein Versicherungsmakler nur sowas empfehlen, ohne zu wissen, welcher Hintergrund (Anlagedauer, Risikobereitschaft, Liquidität, Einkommen, bestehende Absicherung usw.) vorhanden ist ?

Insbesondere Fondpolicen sind meiner Meinung nach für Wenigverdiener / nicht Vermögende nicht sonderlich geeignet. (Heisst nicht, dass ich das dem Ur-Poster zuschreiben möchte, ich möchte lediglich darauf hinweisen, dass derart konkrete Tipps ohne Hintergrundwissen gerne auch mal nach hinten losgehen).

Übrigens:
Wenn man sich mal die Provisionsstruktur bei Versicherungen anschaut, weiss man genau, warum Risiko-LV und Privat-HP so ungern, dagegen (Fond-)LV und BSV so häufig verkauft werden (xx€ gegen xxxx€ Provision bei gleichem Aufwand).

Grüsse

Sven

Hallo Sven,
es ist bei der Frage nicht um Hintergründe gegangen, sondern um eine Empfehlung. Ich kann keine Romane ins Internet schreiben und über diese und jene Anlage aufklären. Es ist natürlich so, dass dem Kunden in einem Gespräch schon vermittelt wird, was das für ein Anlageprodukt ist und dann muss er halt entscheiden ob er das haben möchte.
Diese Fondspolice mit einer üblichen Fondspolice zu vergleichen, das ist wie der Vergleich mit Äpfel und Birnen. Ich kann deshalb auch eine Empfehlung aussprechen, weil hier der Kunde sein Kapital nicht verlieren kann.
Und wenn ich die Gründe mal so betrachte, dann hat der Anleger 125 € über , die er nicht verdienen muss, sonder die noch längere Zeit bestand haben, weil das mit dem Strom auf 20 Jahre ausgelegt ist.
Zu den Kosten möchte ich noch sagen, dass hier genau ersichtlich ist, wie viel der Vertrag kostet,im Gegensatz zu anderen Produkten. Und wenn der Kunde eine Anlage tätigen will, kann ich ihm keine PHV oder _Risikoleben anbieten, das ist aber ein Thema, dass dann auch bei einem Termin separat angesprochen wird.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie du darauf kommst, dass unser Anleger ein wenig verdiener ist.
Mfg.
M.Reitner

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Hallo Manfred,

es ist bei der Frage nicht um Hintergründe gegangen, sondern
um eine Empfehlung. Ich kann keine Romane ins Internet
schreiben und über diese und jene Anlage aufklären.

Das erwartet auch keiner. Ich habe bei meinen Kontakten mit Finanzberatern aller Art leider immer wieder feststellen müssen, dass die Empfehlung entweder sehr schnell in Richtung LV oder in Richtung FLV (dann mit heftigem Schimpfen über die LV) geht. Und das oftmals gefährlich am Bedarf vorbei (oftmals wissen die Leute noch nicht mal so genau, was sie da unterschreiben).

Es ist
natürlich so, dass dem Kunden in einem Gespräch schon
vermittelt wird, was das für ein Anlageprodukt ist und dann
muss er halt entscheiden ob er das haben möchte.

Wenn Du im Gespräch richtig drauf eingehst, ist das ja kein Problem. Viele tun’s halt nicht und ich kann mich noch an die letzte Garantiezinssenkung von 4 auf 3,25% errinnern. Mal schauen, wie diesmal bei der Senkung auf 2,75% die Vertriebsmethoden sind…

Diese Fondspolice mit einer üblichen Fondspolice zu
vergleichen, das ist wie der Vergleich mit Äpfel und Birnen.

Es geht nicht um einzelne Bestandteile des Vertrags. Ich denke, dass es durchaus sinnvolle Produkte gibt (habe selbst übrigens eine LV bei CM), es geht vielmehr darum, dass bis zu 50% aller Verträge vorzeitig abgebrochen werden und das sollte schon zu denken geben.

Ich kann deshalb auch eine Empfehlung aussprechen, weil hier
der Kunde sein Kapital nicht verlieren kann.

Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Ich bin nach wie vor der Meinung, zuerst muß die Frage nach den Hintergründen her, danach eine konkrete Empfehlung.

Und wenn ich die Gründe mal so betrachte, dann hat der Anleger
125 € über , die er nicht verdienen muss, sonder die
noch längere Zeit bestand haben, weil das mit dem Strom auf 20
Jahre ausgelegt ist.

Das mit den 20 Jahren wusste ich nicht. Aber woher willst Du wissen, dass er die 125€ wirklich über hat ? Ich habe schon Leute gesehen, die hatten riesige Schuldenberge, waren überhaupt nicht abgesichert (BU/RLV/PH), hatten kein Eigenkapital und als dann eine kleine Gehaltserhöhung kam, wollten sie es sofort in einer LV oder einer Immobilie anlegen. (Wichtiger Hinweis: soll keine Unterstellung sein).

Zu den Kosten möchte ich noch sagen, dass hier genau
ersichtlich ist, wie viel der Vertrag kostet,im Gegensatz zu
anderen Produkten.

Nachdem die LV erheblich in der Kritik stand finde ich es gut, dass sich hier endlich was tut. Übrigens: brit. LV müssen das schon seit sehr langer Zeit.

Und wenn der Kunde eine Anlage tätigen
will, kann ich ihm keine PHV oder _Risikoleben anbieten, das
ist aber ein Thema, dass dann auch bei einem Termin separat
angesprochen wird.

Wenn ich mir die Anzahl der LV in Deutschand anschaue und dagegen in Verbindung mit der Anzahl der Haushalte die Anzahl der PH, dann bestätigt mich das in der Annahme, dass viele Leute zwar eine LV, jedoch keine PH haben.

Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie du darauf kommst, dass
unser Anleger ein wenig verdiener ist.

Wie kommst Du darauf, dass er wohlverdienend ist und alle Basisinvestments / -absicherungen schon hat ?

Wie bereits gesagt: ich möchte hier keinem irgendwas unterstellen, schon gar nicht dem Ur-Poster. Ich habe nur ein kleines Problem damit, dass Empfehlungen unabhängig vom Hintergrund ausgesprochen werden.

Grüsse

Sven

Hallo Johannes,
da die 125 Euro nicht auf ewig reinfliesen werden, empfehle ich dir von langfristigen Sparverträgen (Zahlungsnotwendig der monatlichen Beiträge um die Rentabilität zu gewöhrleisten-> LV z. Bsp.) abstand zu nehmen. Ich persönlich würde mich im Bereich der Geldmarktfonds umschauen oder auch Rentenfonds (Euro-Land), Der Geldmarktfond ist kaum Schwankungen unterworfen. Bei Euro Renten kommt es schon mal zu geringen Ausschläge der Kurse. Alternativ bieten sich Banksparpläne mit flexiebelen Auszahlungsmöglichkeiten an. Letztendlich hängt es von deiner persönlichen Einstellung ab. Grundsätzlich gilt:„Je höher die Gewinnerwartung ist, desto höher ist das Risiko!“ Laß dir keine anderen sachen einreden („Unsere Aktienfond sich sicher verwaltet, da kann fast nichts passieren!“ Hahahaha, nur 50% Minus in 15 Monaten)

Mittlerweile bieten auch viele Bausparkassen interessante Anlagekonten (festverzinslich mit vario) an. Einen direkten bausparvertrag würde ich nur abschließen, wenn ein wohnwirtschaftlicher Bedarf da ist und die Förderungen (WBP) dort greifen.

So, das war mal meine Meinung. Zur Entscheidungsfindung solltest du dir eine persönliche Checkliste anfertigen. Diese sollte nach deinen Wünschen folgende Fragen klären:
-Wieviel Rendite oder Zinsen will ich haben?
-Wie hoch darf/kann mein Risiko sein?
-Wann brauche ich das Geld?
-Wann ist das Geld verfügbar (zwischen durch bei Notsituationen)?
etc.

Viel Spaß beim Entscheiden wünscht

Martin

Hallo Johannes,

es ist immer schwierig, anhand der hier gegebenen Informationen einen Anlagevorschlag abzugeben.
Ich möchte dir hier einfach einmal ein paar „Denkanstöße“ geben:

  1. Ziele der Anlage
    Welche Ziele verfolgst du mit der monatlichen Anlage von 125,-- EUR? Willst du dir irgendwelche bestimmten Wünsche erfüllen?

  2. Wie lange „fließen“ die 125,-- EUR?
    Gibt es die 125,-- EUR auf Dauer?
    Ist der Betrag fix oder kann er sich (nach unten oder nach oben) verändern?

  3. Welche Verträge laufen bereits?
    Welche Verträge im Finanzbereich (Sparverträge, Versicherungsverträge, Bausparverträge, Investmentverträge) hast du bereits abgeschlossen?

Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, kann man für dich einen geeigneten Vorschlag machen.

Für den einen wäre ein Bausparvertrag sinnvoll, für den nächsten vielleicht ein Fondssparplan und für den Dritten eine Lebensversicherung.
Es könnte sogar sein, dass es sinnvoller wäre, das Geld in sonstige „Absicherungsvarianten“ anzulegen.

Solltest du detaillierte Fragen und Angaben haben, kannst du sie auch gerne zumailen.

Gruß
Thomas

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