Hallo Manfred,
es ist bei der Frage nicht um Hintergründe gegangen, sondern
um eine Empfehlung. Ich kann keine Romane ins Internet
schreiben und über diese und jene Anlage aufklären.
Das erwartet auch keiner. Ich habe bei meinen Kontakten mit Finanzberatern aller Art leider immer wieder feststellen müssen, dass die Empfehlung entweder sehr schnell in Richtung LV oder in Richtung FLV (dann mit heftigem Schimpfen über die LV) geht. Und das oftmals gefährlich am Bedarf vorbei (oftmals wissen die Leute noch nicht mal so genau, was sie da unterschreiben).
Es ist
natürlich so, dass dem Kunden in einem Gespräch schon
vermittelt wird, was das für ein Anlageprodukt ist und dann
muss er halt entscheiden ob er das haben möchte.
Wenn Du im Gespräch richtig drauf eingehst, ist das ja kein Problem. Viele tun’s halt nicht und ich kann mich noch an die letzte Garantiezinssenkung von 4 auf 3,25% errinnern. Mal schauen, wie diesmal bei der Senkung auf 2,75% die Vertriebsmethoden sind…
Diese Fondspolice mit einer üblichen Fondspolice zu
vergleichen, das ist wie der Vergleich mit Äpfel und Birnen.
Es geht nicht um einzelne Bestandteile des Vertrags. Ich denke, dass es durchaus sinnvolle Produkte gibt (habe selbst übrigens eine LV bei CM), es geht vielmehr darum, dass bis zu 50% aller Verträge vorzeitig abgebrochen werden und das sollte schon zu denken geben.
Ich kann deshalb auch eine Empfehlung aussprechen, weil hier
der Kunde sein Kapital nicht verlieren kann.
Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Ich bin nach wie vor der Meinung, zuerst muß die Frage nach den Hintergründen her, danach eine konkrete Empfehlung.
Und wenn ich die Gründe mal so betrachte, dann hat der Anleger
125 € über , die er nicht verdienen muss, sonder die
noch längere Zeit bestand haben, weil das mit dem Strom auf 20
Jahre ausgelegt ist.
Das mit den 20 Jahren wusste ich nicht. Aber woher willst Du wissen, dass er die 125€ wirklich über hat ? Ich habe schon Leute gesehen, die hatten riesige Schuldenberge, waren überhaupt nicht abgesichert (BU/RLV/PH), hatten kein Eigenkapital und als dann eine kleine Gehaltserhöhung kam, wollten sie es sofort in einer LV oder einer Immobilie anlegen. (Wichtiger Hinweis: soll keine Unterstellung sein).
Zu den Kosten möchte ich noch sagen, dass hier genau
ersichtlich ist, wie viel der Vertrag kostet,im Gegensatz zu
anderen Produkten.
Nachdem die LV erheblich in der Kritik stand finde ich es gut, dass sich hier endlich was tut. Übrigens: brit. LV müssen das schon seit sehr langer Zeit.
Und wenn der Kunde eine Anlage tätigen
will, kann ich ihm keine PHV oder _Risikoleben anbieten, das
ist aber ein Thema, dass dann auch bei einem Termin separat
angesprochen wird.
Wenn ich mir die Anzahl der LV in Deutschand anschaue und dagegen in Verbindung mit der Anzahl der Haushalte die Anzahl der PH, dann bestätigt mich das in der Annahme, dass viele Leute zwar eine LV, jedoch keine PH haben.
Ich kann auch nicht nachvollziehen, wie du darauf kommst, dass
unser Anleger ein wenig verdiener ist.
Wie kommst Du darauf, dass er wohlverdienend ist und alle Basisinvestments / -absicherungen schon hat ?
Wie bereits gesagt: ich möchte hier keinem irgendwas unterstellen, schon gar nicht dem Ur-Poster. Ich habe nur ein kleines Problem damit, dass Empfehlungen unabhängig vom Hintergrund ausgesprochen werden.
Grüsse
Sven