Ich wollte mit dem Kemo Thermostat Relais meine 12V Peltier Kühlbox (38W) im Auto regeln. (Sie soll abschalten sobald sie kalt ist.)
Das funktioniert auch soweit, nur dass das Relais beim Schalten stark flattert (nicht nur ein paar Sekunden, sondern Minuten)
Kann man dieses Verhalten vermeiden? Relais und Kühlox ziehen den Strom aus der Autobatterie. Es macht keinen Unterschied ob der Motor läuft oder nicht.
Da funktioniert die Hysterese nicht richtig. Wenn das Gerät neu ist würde ich es zurück geben.
In der Beschreibung steht auch, dass das Kabel am Fühler (NTC) maximal einen Meter lang sein darf. Warum das verstehe ich nicht, da der NTC einen nominalen Widerstand von 47K hat.
Hast du eine Möglichkeit die Schaltung aufzuzeichnen? Ich meine die Elektronik.
vielen Dank, hier die Schaltung. Das Rote Teil soll die Kühlbox sein. Sie liegt fix an Minus. Plus wird über das Relais geführt.
Alles am Autoakku (mit Batteriewächter davor, das macht aber keinen Unterschied)
Die „Schalung“ siehst du hier: http://www.quanttrader.at/kalt.gif
Hallo Phil69,
Termid hat ja schon eine Erklärung abgegeben.
Falls du Fehlersuche betreiben möchtest, versuch mal den Aufbau ohne Last am Relais.
Also Box an Dauerstrom ( Klemme 30) und an das Relais nur ein kleine Lampe zur Kontrolle anschließen.
Wenn dann der Schaltvorgang sauber ist, könnte eine Änderung der
Versorgungsspannung durch die Lastabschaltung den Fehler auslösen.
Dann könnte evtl. eine Siebung vor der Elektronik helfen.
Hallo Phil, welche Leitungen ( Länge, Querschnitt ) befinden sich zwischen Batterie und deiner Box ?
Falls die Batterie ( dein Fahrzeugakku )nicht zu müde ist, könnten gegebenenfalls getrennte Leitungen für Box und Elektronik helfen.
Der Akku ist eigentlich ein recht guter Puffer.
Filter: kannst du mir da helfen und sagen was ich bei Conrad
holen soll?
Ich kann`s einlöten - aber auch nicht viel mehr
Das kostet ab 18 Euro, also mehr als dein Regler.
Ist der Regler und die Kühlbox am Zigarettenanzünder angeschlossen? Das funktioniert nicht, die Leitungen sind zu dünn.
der Strom kommt über ein 3m Verlängerungskabel aus dem Zigarettenanzünder Geht vorerst nicht anders.
Und egal ob volle/halbleere Batterie (ist neu) oder laufender Motor, immer dasselbe Flattern.
Du meinst also, dass die Spanung beim Einschalten kurz absinkt und sich das Relais wieder öffnet? Könnte man in dem Fall nicht etwas mit einem Kondensator zwischen den ± Anschlüssen machen?
Hallo Phil,
da haben wir schon einige Gründe.
Dein Anzünder ist eben nicht die Batterie.
Da sind auch noch ein paar Leitungen und eine Sicherung davor.
Deine Spannungsquelle ist zu „weich“ .
Es kommt nicht auf die absolute Spannung an, sondern die Änderung beim Lastwechsel macht das Problem.
Ein vernünftiges Schaltrelais hätte sicher eine Stabi eingebaut.
Das Beispiel mit der Zenerdiode ist eine Möglichkeit.
Allerdings ist die Bemessung des Widerstandes nicht so einfach.
Einerseits will man nicht zu viel Energie verbraten und andrerseits
muss er den Betriebsstrom ermöglichen.
Ich würde statt der Z-Diode mit einem Kondensator ca. 4700µF/ 35V
beginnen und den Widerstand so mit ca.10 - 12 Ohm
( Conrad 421359 )bemessen ( Vorsicht bei Platzwahl, da Erwärmung möglich). Allerdings nur die Elektronik darüber anschalten!
Endziel sollte eine dicke ( mind. 2,5mm² ) Leitung zur Batterie
sein, natürlich über eine Sicherung.
Wenn ich nur das Peltier Element und nicht den Ventilatormotor schalte (der würde immer laufen) müssten doch die schlimmsten Spannungsspannungen verschwinden? E-Motoren brauchen doch beim Anfahren viel?
Das Peltier-Element braucht mehr Strom als der Ventilator.
Würde den Lastteil, Peltier und Ventilator über dicke Kabel (min. 6 qmm)
direkt an der Batterie anklemmen und den Regler über eine Diode (1N4004) und einen Elko von min. 4700µF/25V entkoppeln.
Die Diode, damit bei kurzzeitigem Spannungseinbruch nichts zurückfließt.
Kondensator und Zener versuch ich am Montag, die dicken Kabel
wären vermutlich sowieso mal nötig.
Und den Vorwiderstand mindestens für 2 Watt auslegen, als Diode eine ZPY12 nehmen. Und nur den Regler damit betreiben.
Wenn ich mir die 2. Batterie einbaue…
… dann baust du dir das nächste Problem ein.
Erstens muss es zwingend die gleiche Batterie sein, weil sie parallel verschaltet werden.
Und dann stellt sich die Frage, ob die Lichtmaschine beide Batterien gleichzeitig laden kann oder ob sie permanenet in der Sulfatierung bleiben.
Auch können bei ungleichem Alter Ausgleichsströme fließen.
Was hindert dich daran den Regler über eine Feinsicherung 2A direkt an der Klemme 15 im Auto (Zentralelektrik) anzuschließen? Der Draht ist immer schwarz. (Ausnahme BMW)
Und die Kühlbox über eine Feinsicherung 6,3A direkt an die Batterie (Klemme 30). Der Draht ist immer rot. Vorausgesetzt die Kühlbox hat einen eigenen Ein-Ausschalter.
Hallo Phil,
das mit der Zenerdiode halte ich für Quatsch.
Wie groß soll dabei bitte der Vorwiderstand sein?
Welchen Strom willst du als Querstrom dauernd verbraten,
für welche Last willst du die Stabi auslegen und was bringt das Ganzebei Spannungseinbrüchen auf der „wackligen“ Stromversorgung?
Der andere Vorschlag mit Diode vor den Kondensator ist eine sinnvolle
Ergänzung zu meinem gestrigen Tipp ( hätte ich eigentlich auch gleich
bemerken sollen).
Ebenso kann natürlich der Weg mit der getrennten Versorgung ( s. Termid)
für die Elektronik aus dem Bordnetz Abhilfeschaffen und erspart u.U. die ganze Bastelei.