Ich habe ein elektronisches Gerät (spezielles Telefon, für die Sache aber unwichtig) das mit einem 12V Netzteil (12V, 100mA, 1,2VA) betrieben wird.
Das Problem ist, wenn man mal ausversehen den Stecker zieht oder bei Stromausfall verliert das Teil seinen Speicher und muss komplett neu programmiert werden.
Meine Frage daher: Kann man zwischen das Netzteil und das Gerät irgendwie einen Akku/Batterie schalten, der bei Stromausfall das ganze kurz überbrückt?
prinzipiell geht das nur, wenn das Netzteil 12 V Gleichspannung abgibt, was aus den Angaben nicht ersichtlich ist.
Ausserdem müsste man für ein 12V DC-Gerät ein Netzteil verwenden, das die Akkus auf mindestens 15 V auflädt, die man dann mit einem einfachen Regler auf 12V bringt. Vielleicht würde das Telefon ja auch noch mit 10 oder 9V funktionieren, so dass man 12V-Akkus verwenden könnte, aber das müsste man schon vorher testen.
Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung eines speziellen Reglers (Step up und Step down kombiniert), der z.B. 9 - 15V regeln kann auf 12V, aber das ist schon recht aufwendig. Dafür käme ein DC-DC-Wandler in Frage.
Und eine Laderegelung für die Akkus bräuchte man natürlich auch.
Gruss Reinhard
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Ich habe ein elektronisches Gerät (spezielles Telefon, für die
Sache aber unwichtig)
Details sind prinzipiell immer wichtig, weil Fragesteller meistens nicht überblicken können, was man für eine vernünftige Beantwortung der Frage wissen muß. Wer die Frage beantwortet, kann dann selbst das Unwichtige überlesen… nur mal so zur Info.
das mit einem 12V Netzteil (12V, 100mA,
1,2VA) betrieben wird.
Das Problem ist, wenn man mal ausversehen den Stecker zieht
oder bei Stromausfall verliert das Teil seinen Speicher und
muss komplett neu programmiert werden.
Wäre jetzt interessant zu wissen, wie weit die Spannung einbrechen darf, ohne dass der Speicherinhalt verloren geht. Ist das Netzteil stabilisiert ?
Meine Frage daher: Kann man zwischen das Netzteil und das
Gerät irgendwie einen Akku/Batterie schalten, der bei
Stromausfall das ganze kurz überbrückt?
Ein Akku wird sich hier nicht lohnen, da die Einsatzdauer minimal ist. Eine Batterie wird da länger halten, ist billiger und muß nicht geladen werden. Falls ca. 8 V zur Datenerhaltung ausreichen, kannst Du eine 9-V-Batterie mit einer Diode (zum Ladeschutz) direkt auf die Eingangsspannung des Gerätes schalten. Solange die Netzspannung anliegt, sperrt die Diode und die Batterie wird weder geladen noch entladen. Sobald die Spannung unter ca. 8 V sinkt, übernimmt die Batterie automatisch.
Ich habs grad mal ausprobiert, das Gerät funktioniert auch mit ner 9V Batterie ohne Probleme, also müsste das mit der Batterie so funktionieren.
Und zur Info: Is ein ganz einfaches Gleichstrom-Netzteil, das weder stabilisiert ist noch sonst irgend was kann.
Ich kenn mich leider mit Dioden und so nicht wirklich aus, deshalb, was für eine bräuchte ich da genau?
Kann man statt der 9V Batterie auch das irgendwie mit einem 9V-Akku hinbekommen oder wird das dann alles wieder kompliziert mit Laderegler etc. Aufwand und Nutzen sollen ja noch in einem annehmbaren verhältniss bleiben.
Für die Dioden (V1, V2) kannst du zwei 1N4148 verwenden (200mA/100V),
bekommst du für einige Cents.
Du kannst aber auch zwei Schottky-Dioden verwenden, die haben einen kleineren Spannungsabfall (0.3V statt 0.7V).
Kann man statt der 9V Batterie auch das irgendwie mit einem
9V-Akku hinbekommen oder wird das dann alles wieder
kompliziert mit Laderegler etc. Aufwand und Nutzen sollen ja
noch in einem annehmbaren verhältniss bleiben.
Es wird komplizierter, da ein Akku bei überladung kaputt geht. Ein Akku hat eine recht grosse Selbstentladung, also wenn er nich benutzt wird ist er, je nacht Typ, ohne benutzt zu werden schon nach 4 Monaten entladen. Eine einfacher 9V Block hält da problemlos 2 Jahre durch.
Kann man statt der 9V Batterie auch das irgendwie mit einem
9V-Akku hinbekommen oder wird das dann alles wieder
kompliziert mit Laderegler etc. Aufwand und Nutzen sollen ja
noch in einem annehmbaren verhältniss bleiben.
Hallo Georg,
du könntest in Peters Schaltung einen Widerstand von 1 kOhm parallel zu V2 einlöten, dann wird der Akku ständig mit einem kleinen Strom geladen (rechnerisch 3 mA), das verträgt jeder Akku für unbegrenzte Zeit (Erhaltungsladung). Es dauert damit allerdings sehr lange, einen leeren Akku aufzuladen, aber das macht in diesem Fall nichts.
Da er schreibt, dass es ein einfaches unstabilisiertes Netzteil sein soll, ist die Diode V1 definitiv überflüssig. Nur wenn im Netzteil mit der Gleichspannung noch eine Kontroll-LED betrieben wird, würde sie Sinn machen zwecks Stromersparnis im Batteriebetrieb.
Da er schreibt, dass es ein einfaches unstabilisiertes
Netzteil sein soll, ist die Diode V1 definitiv überflüssig.
Nur wenn im Netzteil mit der Gleichspannung noch eine
Kontroll-LED betrieben wird, würde sie Sinn machen zwecks
Stromersparnis im Batteriebetrieb.
Manchmal wird da aber ein Entladewiderstand paralell zum Elko mit eingebaut !!!
Zudem was passiert, wenn sein jetziges Ladegerät in einem Jahr defekt ist und er ein neues kauft ??
Zudem sind in diesen Billig-Netzgeräten oft ebensolche Elcos eingebaut, mit entsprechend hohen Leckströmen.
Wenn er den „Aufwand“ für die zweite Diode treibt ist er auf der sicheren Seite und erspart sich möglicherweise viel arbeit in der Zukunft.
Manchmal wird da aber ein Entladewiderstand paralell zum Elko
mit eingebaut !!!
Bei den Billigteilen habe ich das aber noch nie gesehen.
Zudem was passiert, wenn sein jetziges Ladegerät in einem Jahr
defekt ist und er ein neues kauft ??
Zudem sind in diesen Billig-Netzgeräten oft ebensolche Elcos
eingebaut, mit entsprechend hohen Leckströmen.
Der Leckstrom jedes noch so billigen Elkos ist aber immer noch vernachlässigbar gering gegenüber dem Betriebsstrom des Gerätes.
Wenn er den „Aufwand“ für die zweite Diode treibt ist er auf
der sicheren Seite und erspart sich möglicherweise viel arbeit
in der Zukunft.
Naja, schlimmstenfalls verringert sich die Lebenserwartung der Batterie geringfügig.