hallo,
möchte eine nicht provoziert gemeinte Frage stellen
mmh
(?)wozu braucht man eigentlich höhere Mathematik (/?)
Analysis II, Differential+Integralrechnung wenn man nicht gerade ein technisches Studium anstrebt?
(?)wozu braucht man eigentlich höhere Mathematik (/?)
Analysis II, Differential+Integralrechnung wenn man nicht
gerade ein technisches Studium anstrebt?
Wer braucht ‚Höhere‘ Mathematik?
So ziemlich alle Naturwissenschaftler, mehr oder weniger.
Gesellschaftswissenschaftler, die sich der Empirie verschrieben haben, speziell Statistik.
Psychologen, die Feldversuche unternehmen (auch Statistik).
Zählst Du Architekten und Bauigel zu den Technikern?
Statik strotzt vor DGLen
die Mathematik ist das größte Gemeinschaftswerk der Menheit.
Sie ist überall auf der Welt gleich, sie wird überall verstanden, an ihr haben tausende Menschen verschiedenster Nationen über Jahrtausende gearbeitet.
Das ist schon mal ein Wert an sich. Und jeder sollte wenigstens ein Mindestmaß davon verstehen. Dazu gehört unter anderem das, was Du als „höhere Mathematik“ bezeichnet hast. Glaub mir das geht noch ganz schön weiter bergauf wenn man will.
Aus dem selben Grund sollte jeder übrigens Grundlagen der Musik, der Malerei, der Literaturwissenschaft oder der Philosophie kennen.
Was die praktische Seite angeht:
Die Differential und Integralrechnung beschäftigt sich mit der Beziehung von Größen und ihren Veränderungen.
Ich finde es schon hilfreich, ein Gefühl dafür entwickelt zu haben, wie sehr sich eine Größe im Lauf der Zeit absolut ändert, wenn ich nur den Beginnwert und die Änderungsraten kenne.
Bei der Beschäftigung mit der Mathematik erlangt man nur durch Genauigkeit, Vorurteilslosigkeit und Konsequenz Erkenntnis. Dies sind Eigenschaften, die ich beim Blick auf die Welt immer wieder als äußerst angenehm empfinde.
Das habe ich mich bei Latein auch immer gefragt…
… bis ich dann mal italienisch lernen wollte.
Hallo,
ich hoffe, deine Frage war nicht wirklich ernst gemeint, denn wer soll sonst deinen Kindern und Enkeln samt Nichten und Neffen mal die Hausaufgaben erklären?
Frag lieber, wo keine Mathematik gebraucht wird. Die Antwort wird nämlich deutlich kürzer … vielleicht bei den Theologen?
Ergänzend zu Gandalf noch ein paar Gebiete, in denen die Mathematik eine zentrale Rolle spielt:
Versicherungswesen
Wirtschaftwissenschaften
zum Entsetzen mancher Studenten auch in der Medizin.
Mir hat früher mal folgende Erkenntnis über Berührungsängste hinweg geholfen: Mathematik ist eine Aneinanderreihung von Trivialitäten.
Es hat keinen Zweck, auf den fahrenden Zug aufspringen zu wollen. Man muß die Grundlagen richtig gefressen haben. Dann ist auch alles Folgende zu begreifen.
hallo,
möchte eine nicht provoziert gemeinte Frage stellen
mmh
(?)wozu braucht man eigentlich höhere Mathematik (/?)
Analysis II, Differential+Integralrechnung wenn man nicht
gerade ein technisches Studium anstrebt?
Provokant geantwortet:
Brauchen tut der Mensch zum Leben ausser
Wasser und Brot auch nichts.
Hi!
Und wenn man zu früh abgeschaltet hat sieht man die Folgen.
Ich kenne nur allzuviele Studenten bei denen ich das Gefühl hab, als wären sie nach dem Abi um ein Lagerfeuer gesprungen, hätten getanzt, ihre Mathesachen verbrannt und gesungen „Nie wieder Mathe“ und dann ganz blöd geschaut als sie erfahren haben, dass sie im Studium wieder Mathe brauchen.
Und diese Leute sind unsere Zukunft… In fast jedem Bereich…
Gute Nacht Deutschland…
Gruß
Christina
P.S.: Der Eine hat es geschafft mit nem Kiosk direkt gegenüber eines Studentenwohnheims nahe der Uni pleite zu gehen. Der war Wirtschaftswissenschaftler…
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hallo,
möchte eine nicht provoziert gemeinte Frage stellen
mmh
(?)wozu braucht man eigentlich höhere Mathematik (/?)
Analysis II, Differential+Integralrechnung wenn man nicht
gerade ein technisches Studium anstrebt?
Provokant geantwortet:
Brauchen tut der Mensch zum Leben ausser
Wasser und Brot auch nichts.
Aber was ist das dann für ein Leben?
Vollkommen richtig. Ganz allgemein lassen sich Fertigkeiten wie mathematische und naturwissenschaftliche Kenntnisse, Sprachfertigkeiten, Geschichtsverständnis und kulturelle Bildung unter dem Stichwort „Höhere Bildung“ zusammenfassen. Wenn jemand ein Gymnasium besucht, dann sollte er sich im klaren darüber sein, dass er nicht speziell für den Beruf lernt, sondern sein allgemeines Bildungsniveau anhebt. Man kann auch sagen, er lernt das Lernen, das selbstständige Nachdenken, Abstraktions- und Transferfähigkeit.
Wenn jemand nur das wissen möchte, was er im Job braucht, sollte er nach neun Jahren von der Schule abgehen und eine Lehre beginnen. Dort lernt er speziell für seinen Beruf - und das ist jetzt keinesfalls abwertend gemeint. Ich habe Hochachtung vor Leuten, die mir Intarsien in meinen Wohnzimmertisch schnitzen können oder die meinen Fernseher reparieren können.
höhere mathematik hast du nur, wenn du höhere schulen besuchst. und wenn du eine höhere schule besuchst, dann tust du das in der regel nicht, weil du danach metzger werden willst.
wer auf’s gymnasium geht, soll danach studierwillig und studierfähig sein. letzteres heißt, du mußt universell (->universität) auf eine vielzahl von studiengängen vorbereitet sein. und deshalb brauchst du höhere mathematik.
Und diese Leute sind unsere Zukunft… In fast jedem
Bereich…
Gute Nacht Deutschland…
In den Bereichen, die ich aus eigenem Erleben beurteilen kann (E-Technik und Wiwi) konzentrieren sich die Mathe-Scheine auf die Zeit bis zum Vordiplom. Das ist einerseits die Zeit mit den höchsten Abbrecherquoten, aber andererseits eine chancenreiche Zeit, denn alle Grundlagen werden - wenngleich auf hohem Niveau und in Windeseile - noch einmal gebracht. Wer dabei am Ball bleibt, kann frühere Defizite aufarbeiten. Der Rest wiederholt einige Male und gibt irgendwann auf.
Der Eine hat es geschafft mit :nem Kiosk direkt gegenüber
eines Studentenwohnheims nahe :der Uni pleite zu gehen. Der :war
Wirtschaftswissenschaftler…
Die Erfahrung lehrt, daß ein abgeschlossenes Studium einer beliebigen Richtung nicht unbedingt mit verwertbaren Fähigkeiten einher gehen muß. Wieder aus den mir geläufigen Bereichen: Es gibt Wiwiler und E-Ings mit bestandenen Prüfungen und Diplom, sie haben gepaukt, aber nichts begriffen. Oder sie können das Gelernte nicht umsetzen, nicht in der Praxis anwenden. Solche Probleme gibts in allen Berufen. Ein Koch kann über Nährwerte und Küchenhygiene bestens Bescheid wissen, besteht jede theoretische Prüfung, aber der letzte geschmackliche Pfiff und die leckere Zubereitung fürs Auge sind ihm nicht gegeben. Ein Sterne-Koch wird daraus vermutlich nicht. Ein anderer kann sich nicht artikulieren, bekommt die Zähne nicht auseinander, kann nicht mit Menschen umgehen und bleibt unabhängig von noch so guter fachlicher Ausbildung Sachbearbeiter auf unterer Ebene. Sieh Dir die Planungsergebnisse mancher Architekten an. Statisch ist alles in Ordnung, da fällt nichts zusammen. Aber die Badezimmertür schlägt gegen ein Waschbecken, die Terrasse liegt 5 Meter neben einer Bundesstraße, unzureichend belüftete Räume und die steilen Treppen sind nur von Jugendlichen begehbar. Solchen Schrott sieht man an jeder Ecke. Einen Anlaß für Zukunftsängste und „armes Deutschland“ sehe ich darin nicht. Unsere Vorgängergenerationen waren keinesfalls besser.
in den USA werden Statistiker als sog. „expert witnesses“ auch in Gerichtsprozessen beschäftigt, wenn es um die Auswertung von Indizien geht (z.B., ob der Vorwurf einer Diskriminierung zutrifft).
Genaueres z.B. in Kaye, D. & Zeisel, H. , „Statistics for lawyers“, Springer 1997. Soviel zu Mathe und Jura
Vorstellbar ist auch bei Germanisten, dass Texte mit Hilfe von Statistik überprüft werden, um etwa herauszufinden, ob sie tatsächlich von dem Autor stammen, dem sie zugeschrieben werden. Oder um Plagiatsvorwürfe zu klären.
Meines Erachtens nach ist die Mathematik eine Grundlagenwissenschaft (genau wie Physik, Chemie,etc…), deren Einfluss so ziemlich ÜBERALL spürbar ist. Auch wenn so manch einer einfach nicht verstehen will, dass bestimmte Arten des Denkens in einer anderen Disziplin auch ganz förderlich sind (z.B. Gegensatz Philosophen - Physiker: Philosophen unterliegen einer streng logischen Denklehre). Und wie man an den Beiträgen so sieht, kann man einen Mangel an Mathekenntnissen fast schon als Analphabetismus bezeichnen. Was nicht bedeutet, dass Kenntnisse vor Irrtümern und Fehlschlüssen schützen würden
mfg vom ‚ewigen Studenten‘ M.L.
* Die besondere Frechheit am Rande erwähnt * Wer bis zum Abitur Physik belegt hat, bekommt -statistisch gesehen- bessere Arbeit als jemend ohne. Stand irgendwo unter http://www.wissenschaft.de
(?)wozu braucht man eigentlich höhere Mathematik (/?)
Analysis II, Differential+Integralrechnung wenn man nicht
gerade ein technisches Studium anstrebt?
z.B. in WiWi - Beherrschung (nicht flüchtige Bekanntschaft!) u.a. des Hornerschemas ist für Mikro- und Makroökonomik unabdingbar …
alles, was am Rande mit Statistik / Stochastik und deren Anwendung zusammenhängt, führt Dich früher oder später auf Integrale, und das ist bei weitem nicht nur die Technik …
und das ist jetzt nur das Resultat von 15 Sekunden nicht allzu intensivem Nachdenken.
Ich denke schon, dass „armes Deutschland“ eine Berechtigung hat, wenn die Leute lernen ohne zu lernen. Also nur für die Scheine lernen aber nicht versuchen einen Nutzen für ihr künftiges Leben daraus zu ziehen sondern sich durchzumogeln.
Und dass das erst seit neustem so ist hab ich auch nicht gesagt…
Gruß
Christina
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