150Ve aus 230Ve mit Baustein

Hallo,
kennt jemand einen Baustein, der ohne großen Schaltungsaufwand aus 230Ve als Vorregler zu einem Trafo 150Ve macht? An dem Trafo ist die 230Ve Wicklung defekt, so kann ich nur noch die 150Ve Anzapfung nutzen. Leistungsaufnahme des Trafos ca. 15VA. Die Last ist relativ konstant. Der Trafo sitzt in einem SAT-Receiver.
Danke für jede Info.
Gruß, Lothar

Hallo,
kennt jemand einen Baustein, der ohne großen Schaltungsaufwand
aus 230Ve als Vorregler zu einem Trafo 150Ve macht?

So ein Baustein heißt Widerstand.
Dieser sollte ca. 0,8…1 KOhm groß sein und mind. 20W
Leistung vertragen. In Reihe zur 115V-Wicklung sollte
dann über den Widerstand bei 230V ca. 115V Spannung
abfallen. Allerdings wird der Widestand dann heiß,
was Brandgefahr verursacht. Außerdem liegt an den
Anschlussen Netzspannung an. Auf sichere Isolation und
ausreichende Luft- und Kriechstrecken entpsrechend
VDE-Vorschriften ist unbedingt zu achten. Das ist
also nichts für Bastler.

An dem
Trafo ist die 230Ve Wicklung defekt, so kann ich nur noch die
150Ve Anzapfung nutzen. Leistungsaufnahme des Trafos ca. 15VA.
Die Last ist relativ konstant. Der Trafo sitzt in einem
SAT-Receiver.

Die oben genannte Vorgehensweise ist umständlich und
auch kann gefährlich sein und ist deshalb nicht zu empfehlen.
SAT-Receiver gibs schan ab ca. 100DM.
Ein Austausch des Trafos mit einem äquivalenten Typ wäre
eher zu empfehlen.
Gruß Uwi

Hi Lothar,

Wenn Du nichts gegen etwas Wärmeentwicklung hast :

Vorwiderstand…

Am Trafo sollen 150V abfallen. Leistungsaufnahme soll 15VA sein.
–> I(Trafo) = I(Vorwid.) = 15VA/150V=0,1A
–> Z(Trafo) = 150V/0,1A = 1500 Ohm
–> R=(230V-150V)/0,1A = 800 Ohm
–> P®=(230V-150V)/0,1A = 8W

Also mit einem Lastwiderstand von 800 Ohm und 8W als Vorwiderstand kommst Du dann auf Deine 150V bei 15VA an der Primärseite des Trafos. Du brauchst ja eh nur 150V+/-10% denke ich, da die eigentliche Spannungsstabilisierung auf der Sekundärseite liegt.
Bleibt nur die Frage, ob 8W Wärmeleistung in dem Gehäuse machbar sind… Vielleicht mit Kühlkörper und zusätzlichen Konvektionsöffnungen am Gehäusedeckel ?
DAS musst Du selbst einschätzen, wenn Du das Gerät vor Dir hast.

Gruss,
Jürgen

P.S. : Vielleicht habe ich auch einen Scheissdreck gerechnet, weil ich gerade recht erledigt bin. Falls ja, dann schimpft mich aus und widersprecht mir *lol*

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Hallo,
Dank erstmal für die Widerstands-Stoy. Die Spannungsstabi auf der Sek.Seite ist nicht besonders. Wenn ich den z.Z. vorgeschalteten Regeltrafo nur um wenige Volt verändere, sieht man schon ein unruhiges Bild. Aber ich habe eigentlich an etwas weniger heißes mit Phasenanschnitt gedacht. Gibt es da nichts von „MAX“, oder so als kompletten Baustein (wer kennt sich da aus?).
Gruß, Lothar

Hallo,
Dank erstmal für die Widerstands-Stoy. Die Spannungsstabi auf
der Sek.Seite ist nicht besonders. Wenn ich den z.Z.
vorgeschalteten Regeltrafo nur um wenige Volt verändere, sieht
man schon ein unruhiges Bild. Aber ich habe eigentlich an
etwas weniger heißes mit Phasenanschnitt gedacht. Gibt es da
nichts von „MAX“, oder so als kompletten Baustein (wer kennt
sich da aus?).

Hallo Lothar,
das mit der Phasenanschnittsteuerung kannst Du wahrscheinlich vergessen. Mit einer normalen Triac-Dimmer-Schaltung bewirkst Du höchstens, daß der Trafo endgültig durchbrennt. Um einen Netztrafo „dimmen“ zu können, brauchst Du Schalter, die sich auch unter Last abschalten lassen, z.B. MOSFETs und eine etwas aufwendigere Steuerschaltung.
Eine „kalte“ Alternative zum Widerstand ist noch ein Kondensator von einigen uF in Serie zur Primärspule. Der verbraucht, im Gegensatz zum Widerstand, nur Blindleistung, die ja keine Wärme und Stromkosten verursacht. Genauso ginge auch ein induktives Vorschaltgerät für kleine Leuchtstofflampen. Genau wie beim Widerstand wäre aber auch hier die Spannung stark lastabhängig. Die Werte von Spule oder Kondensator müßten experimentell genau angepasst werden.

Jörg

Jetzt mal anders gedacht : Was für ein SAT-Receiver ist denn das (Marke) ? Könnte mir vorstellen, dass evtl. ein neuer Trafo noch günstiger als ne Phasenanschnittsteuerung wäre…
Vielleicht ist auf dem Weg leichter zu helfen, als mit so ner „Bastellösung“ ?

Gruss,
Jürgen

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